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Predige das Wort

Überlegungen zum Glauben an Jesus Christus

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Zusammenfassung

Predige-das-Wort.de will zum Glauben an Jesus Christus ermutigen und Material für Hauskreis, Bibelarbeit und Predigt zur Verfügung stellen. Sie sind eingeladen, Kritik oder Wünsche oder Fragen zu stellen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten bin ich gerne bereit, darauf einzugehen.
Ihr Robert Zobel
robert.zobel@predige-das-wort.de

Schlagwörter: Anregung - Ausarbeitung - Bibel - Bibelarbeit - Christus - Ermutigung - Gemeinde - Gott - Hauskreis - Herr - Jesus - Kirche - Predigt





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Allen Besuchern von "PREDIGE-DAS-WORT"
ein frohes Weihnachtsfest
und ein gesegnetes Neues Jahr 2020

unter der Jahreslosung aus Markus 9,24

Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Diese Jahreslosung fordert uns heraus. Nur vordergründig vermittelt sie die Botschaft eines resignierenden Glaubens, der sich des Unglaubens kaum erwehren kann und deshalb um Hilfe ruft. Voraus gehen dieser Jahreslosung die Verklärung Jesu und die Unfähigkeit der Jünger und das große Wort Jesu: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Auf dieses große Wort Jesu können und dürfen wir reagieren, wie der Vater reagiert hat: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“. Aber viele von uns sind nicht in der Position des Vaters, der in seiner Verzweiflung zu Jesus kommt, sondern sind schon lange Lehrer Israels als Mitarbeiter in ihrer Kirchengemeinde. Uns will dieses Wort herausfordern, uns nicht gegenseitig in unserem Kleinmut zu bestärken, sondern zu Jesus zu gehen und zu fragen: Herr, warum wird dein Wort in unserem Leben nur so eingeschränkt sichtbar? Und Jesus verlangt keine großen Übungen von uns, keine Askese und keine Selbstkasteiung. Jesus ermutigt uns zum Gebet.

Möge 2020 ein Jahr des Gebetes werden, in dem unser Glaube wächst und unseren Unglauben immer stärker überstrahlt: Der HERR ist nahe.

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Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Markus 9,24

Jahreslosung 2020

Dieses Wort eines verzweifelten Vaters steht nicht allein und sollte auch nicht allein betrachtet werden. Es geht um eine Heilung, als dieses Wort gesprochen wird: Markus 9,14-29  * : Und als sie zu den Jüngern kamen, sahen sie eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen besprachen. Und alsbald geriet die ganze Menge in Bewegung, als sie ihn sahen, und sie liefen herzu und grüßten ihn. Und er fragte die Schriftgelehrten: Was besprechet ihr euch mit ihnen? Und einer aus dem Volke antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist; und wo der ihn ergreift, da reißt er ihn, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr; und ich habe zu deinen Jüngern gesag t, sie sollten ihn austreiben; aber sie vermochten es nicht! Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringet ihn her zu mir! Und sie brachten ihn zu ihm. Und sobald der Geist ihn sah, riß er ihn heftig, und er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte. Und er fragte seinen Vater: Wie lange geht es ihm schon so? Er sprach: Von Kindheit an; und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen; kannst du aber etwas, so erbarme dich über uns und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: «Wenn du etwas kannst?» Alles ist möglich dem, der glaubt! Und alsbald schrie der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Da nun Jesus das Volk herbeilaufen sah, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein! Da schrie er und riß ihn heftig und fuhr aus; und der Knabe wurde wie tot, so daß auch viele sagten: Er ist tot! Aber Jesus ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stand auf. Und als er in ein Haus getreten war, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren, außer durch Beten und Fasten.

Jesus kommt von der Verklärung zusammen mit Petrus, Johannes und Jakobus zurück und merkt, wie die im Tal verbliebenen Jünger mit den Schriftgelehrten sprechen. Und als Jesus nachfragt, was sie denn zu besprechen hätten, da werden die Jünger ganz stumm. Ein Mann aus der Menge ruft es Jesus zu: Und einer aus dem Volke antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist; und wo der ihn ergreift, da reißt er ihn, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr; und ich habe zu deinen Jüngern gesagt, sie sollten ihn austreiben; aber sie vermochten es nicht! (Markus 9,17-18  * ) Das ist peinlich für die Jünger und es ist peinlich für uns. Was würde Jesus heute sagen, wenn er in meine Gemeinde käme und die Vollmacht sähe, mit der ich meinen Dienst versehe. Wir kennen alle Johannes 14,12 * : Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe; und Johannes 16,23-24 * : Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! Bis jetzt habt ihr gar nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr nehmen, auf daß eure Freude völlig werde! Und wir haben uns mit unserer Umgebung besprochen und sind uns einig, dass man das so nicht wörtlich nehmen kann, einfach deswegen, weil es unter uns nicht geschieht. Wir haben uns mit unserer negativen Erfahrung arrangiert. Wir entwickeln eine Theologie, in der dieser arme Mann mit seinem besessenen Kind nicht vorkommt. Vielleicht geben wir ihm noch eine Telefonnummer eines Psychologen, damit er kompetente Hilfe für seinen Sohn bekommt. Wie werden wir reagieren, wenn Christus plötzlich zu uns kommt und uns fragt: „Was besprechet ihr euch mit ihnen?“

Und dieser verzweifelte Vater schreit sein Anliegen Jesus entgegen: „Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, …“ Es ist sehr wahrscheinlich, dass Jesus dann auch zu uns sagen wird: „O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?“ Dieser Text muss uns also zunächst in die Demut führen. Ja, wir sind auch solche, über die gesagt werden muss: „… aber sie vermochten es nicht!“

Aber Jesus sieht zunächst auf diesen verzweifelten Vater. Er lässt ihn nicht alleine. Jesus lässt sich nicht auf die theologischen Auseinandersetzungen ein, die die Jünger mit dem Volk und den Schriftgelehrten führen. Er will nicht den Mangel erklären, er sieht den verzweifelten Vater. Der böse Geist erkennt die Bedrohung, die Jesus für ihn darstellt und erweist seine Macht über den Knaben: „Und sobald der Geist ihn sah, riß er ihn heftig, und er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte.“ Fast wie ein Arzt fragt Jesus: „Wie lange geht es ihm schon so?“ Diese Frage gibt dem Vater Gelegenheit, seine ganze Angst loszuwerden: „Von Kindheit an; und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen …“ Aber er sagt auch: „… kannst du aber etwas, so erbarme dich über uns und hilf uns!“ Welchen Leidensweg hat dieser Mann schon hinter sich? W ieviele Scharlatane wird er schon aufgesucht haben, wieviel Geld vergeblich ausgegeben haben. Jesus wiederholt die letzten Worte des Vaters, er tadelt sie nicht, sondern er spricht aus, was für ihn die Messlatte des Könnens ist: „«Wenn du etwas kannst?» Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Und da ist es wieder, dieses Wort Jesu an dem unsere Glaubensrealität scheitert: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Da steht: „Alles …“

Wir stehen vor diesem Wort Jesu, als wären wir Ungläubige: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Unsere Theologie bricht zusammen. Die Wunder sind nicht ein Messiaserweis Jesu, sie sind eine natürliche Folge des Glaubens. Und ich? Ich bete seit Monaten für einen Bruder, der nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen kann. Und ich bete nicht alleine. Aber der Bruder kann immer noch nicht sprechen. „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Ich bete seit Jahren für ein behindertes Kind. Es ist immer noch behindert. „Alles ist möglich dem, der glaubt!“

Hier muss erst einmal die Frage nach meinem Glauben gestellt werden. Ich muss einsehen, dass mein Glaube klein ist, sehr klein. Und dass er nicht die Kraft eines Senfkorns hat, denn er bleibt klein. Ich denke zwar, dass ich einen großen Glauben habe, denn ich traue es Gott ja zu, dass er diesem Bruder die Sprache wiedergeben kann. Ich traue Gott ja zu, dass er das bhinderte Kind heilen kann. Aber wen ich das Wort Jesus höre: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“, dann muss ich sagen, dass mein Glaube im Himmel wohl nicht als besonders groß eingeschätzt wird. Ich weiß wohl, was man einem Menschen zu sagen hat, der so naiv argumentiert, wie ich es hier tue. Aber indem ich mich diesem Text entziehe, entziehe ich mich der Grundbotschaft Jesu: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“

Auch an einer anderen Stelle gellt dieses „Alles …“ in meinen Ohren: 1.Korinther 13,7 * : sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Auch da merke ich, wie beschränkt ich in meinen Bemühungen bin, dem „Alles …“ des Wortes Gottes gerecht zu werden. Dieses „Alles …“ Gottes treibt mich in die Demut. Es nimmt mir die Ausreden, die ich mühsam aus der Schrift meine herauslesen zu können. Ich merke, dass ich selber dieser verzweifelte Mensch bin, der sein Anliegen zu Jesus trägt und nicht so recht weiß, was er damit eigentlich tut. Ich bin so ein Mensch, der die Frage stellt: „… kannst du aber etwas, so erbarme dich über uns und hilf uns!“ Ich formuliere es nur frommer, ich sage: „… wenn Gott will, so wird er sich schon über uns erbarmen und uns helfen!“ Aber ist das Frömmigkeit oder ist es nur mein frustrierter Unglaube: „Ich bete zwar, aber es wird nichts passieren. Deshalb baue ich schon einmal vor.“

Wir haben theologischen Konstrukte angehäuft, um uns selbst zu beruhigen und zu sagen, dass wir genug glauben. Aber es ist meine feste Überzeugung, dass wir alle diese Konstrukte zerschlagen müssen, ehe wir uns zu dem Wort dieses verzweifelten Vaters durchringen dürfen, der gesagt hat: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Und ich befürchte, dass Jesus dann erst einmal zu mir sagen wird, wie er zu Nikodemus gesprochen hat: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? (Johannes 3,10 * ) Wir sind sehr schnell geneigt, unsere Erwartungshaltung herunterzuschrauben auf das, was wir mit unserer eigenen Kraft erreichen. Das ist ja auch schon etwas und durchaus wertvoll. Aber diesem verzweifelten Vater hat es nicht gereicht. Er hat sein Anliegen herausgeschrieen. Und Jesus hat ihn erhört. Wir stehen vor vielen solchen verzweifelten Menschen mit leeren Händen da.

So ist für mich dieser Text zunächst einmal ein Anlass zur Demut. Meine Werke halten dem Anspruch des lebendigen Gottes nicht Stand. Und erst, wenn ich dieses verstanden habe und von dem hohen Ross des «Lehrers Israels» abgestiegen bin, dann traue ich mich, dieses Wort zu sagen: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Mit dieser Auslegung der Jahreslosung möchte ich niemanden in seiner Arbeit im Reich Gottes frustrieren oder entmutigen. Ich möchte vielmehr deutlich machen, wieviel mehr noch möglich ist, wenn wir dem Wort Jesu vertrauen: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ Aber ich befürchte, dass ich mich dann weit hinten an der Schlange anstellen muss, die zu Jesus will, wenn ich auf meine Werke schaue. Erst dann darf ich rufen: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

So ist es mein Wunsch, dass diese Jahreslosung uns dazu ermuntert, die Größe und Weite des Reiches Gottes neu zu erkennen, die Theologie des Mangels zu verlassen und stattdessen die große Herausforderung und Kraft zu erkennen, die in Jesu Wort liegt: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“ In diesem Sinne sind auch «Lehrer Israels», Kirchenführer und gestandene Seelsorger aufgefordert, neu um Glauben zu bitten. Denn unser Gott ist groß, er hat uns lieb und hat uns seinen Sohn gegeben. Und Paulus schließt daraus: Römer 8,32 * : Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Und „alles schenken“ schließt doch den Glauben mit ein, der unsere größte Kraftquelle ist. Auf die Frage, warum die Jünger den bösen Geist nicht austreiben können, sagt Jesus ihnen ganz klar und ohne Umschweife: „Diese Art kann durch nichts ausfahren, außer durch Beten und Fasten.“



Ein Vortrag über die Zeit

⇒ 1000 Jahre wie ein Tag ... die Zeit in der Bibel

Zunächst wird an einem kleinen Beispiel der Lichtuhr auf einem Bahnhof in einer Animation verdeutlicht, daß die Zeit eine lokale und keineswegs eine globale Eigenschaft ist. Damit ist die Vorstellung, dass die Zeit überall gleichmäßig verläuft und ihr alles unterworfen ist, Gott eingeschlossen, bereits von der Physik widerlegt. Die Zeit ist eine Eigenschaft der Materie, die an die Bewegung der Materie geknüpft ist.

Die Lichtgeschwindigkeit ist die grundlegende Konstante, die die Zeit bewirkt. Damit ist die Tatsache, dass am ersten Schöpfungstag und noch vor der Sonne das Licht geschaffen wurde, völlig plausibel und ebenso plausibel, dass es nach der Erschaffung des Lichtes heißt, dass aus Abend und Morgen der erste Tag wurde. Die Zeit war da, war geschaffen, und verging, so wie sie es seitdem unabänderlich tut. Aber sie wird ein Ende haben, denn als Geschaffenes wird sie bei der Neuschöpfung nicht mehr sein, wie uns die Offenbarung berichtet.

Angesichts dieses Befundes über die Zeit ist es auch interessant, auf Basis der Bibel über die Prophetie nachzudenken. Die ersten Verse der Offenbarung geben da interessante Anregungen.



Eine Bibelarbeit über das Verhalten gegenüber Fremden

Fremdling

Der Fremde in unserem Land - Was die Bibel dazu sagt

>>> zur Bibelarbeit



Predigt über den alten Mose, der loslassen muss, aber dem Volk die Zukunft weist

Sei tapfer und stark

Der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir

>>> zur Predigt



Predigt über das Lied der Debora (Richter 5)

Die Aufforderung zu singen

Die Karawane steht - Probleme einer ermüdenden Gemeinde

>>> zur Predigt



Anregungen zum Sonntag Trinitatis

⇒ Bibelstellen zum Thema Trinität

Die Trinität Gottes wird in der Bibel nicht explizit beschrieben. Wir sehen, dass Jesus Gott als unser aller Vater verkündigt. Wir sehen, dass er immer wieder seine Einheit mit dem Vater betont, sowohl in den Werken, denn er kann nur das tun, was er den Vater tun sieht, als auch in seinem Auftreten, denn er sagt dem Jünger Philippus, dass, wer ihn, Jesus, sehe, den Vater sieht. Dann ist da die bemerkenswerte Aussage Jesu, dass er zum Vater gehen müsse, damit der Vater den Beistand senden könne. Und die Wirkungen dieses Beistandes, des Heiligen Geistes, haben sich in unserer Zeit sehr entfaltet.

Die Kirchengeschichte warnt uns, über den Bibeltext hinauszugehen und Festlegungen zu treffen, wo die Bibel keine Festlegungen trifft. Dies führt immer wieder zu Spaltungen und ist die letzte Strategie des Satans, wenn er mit normaler Anfechtung nichts erreicht: Er ermuntert die Frommen, noch frommer zu werden und die zu bekämpfen, die nicht fromm genug sind.

Deshalb werden Sie im Folgenden viele Bibelstellen finden. Den erklärenden Text mögen Sie so lesen, wie er gemeint ist, als Anregung, über das gelesene Wort Gottes nachzudenken. Alles, was wir dem Wort Gottes hinzufügen können, sind Verständnishilfen für das offenbarte Wort. Fühlen Sie sich durch einen Kommentar verwirrt, dann halten Sie sich an den Bibeltext, denn wir haben keine Autorität neben dem sich selbst offenbarenden Gott.



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Suche Frieden und jage ihm nach

Psalm 34,15

Jahreslosung 2019

Zunächst einmal ist es schade, dass diese Jahreslosung so kurz ist. Denn wenn wir Psalm 34 lesen, so steht da zunächst viel Wertvolles, das der Suche nach Frieden vorausgeht: Wer hat Lust zum Leben und möchte gern gute Tage sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht trügen; weiche vom Bösen und tue Gutes. Erst danach folgt die Aufforderung: ... suche Frieden und jage ihm nach! Nun fällt es sehr leicht, das Böse zu suchen, besonders bei meinem Nächsten. Aber viel schwieriger ist es, das Böse bei mir selbst zu suchen. Da wird dann leicht aus einem verletzenden Wort eine notwendige Klarstellung. Aus einer bösen Intrige gegen meinen Bruder wird ein Kampf um die Reinheit der Gemeinde, die dieser Bruder beschmutzt. Und aus einem Mobbing gegen Mitarbeiter in der Gemeinde wird ein Optimierungsvorgang, den ein Leiter einer Gemeinde durchführen muss. Hat Jesus uns das so vorgelebt? Ja, Jesus hat seinen Zeit genossen manch hartes Wort gesagt: Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr getünchten Gräbern gleichet, welche auswendig zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und allen Unrats sind! lesen wir in Matthäus 23,27 *  Jesus hat das Urteil über diese Menschen gesprochen. Aber er ist für diese Menschen auch ans Kreuz gegangen. Er hat die Schuld festgestellt und die Strafe auf sich genommen. Jesaja beschreibt es eindringlich: Wer hat dem geglaubt, was uns verkündigt ward, und der Arm des HERRN, wem ward er geoffenbart? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schoß, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. ... Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. ... Darum will ich ihm unter den Großen seinen Anteil geben, und er soll Starke zum Raube erhalten, dafür, daß er seine Seele dem Tode preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünden vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat! ( Jesaja 53 *  ) Wer eine solche Liebe zu den Menschen hat, wer bereit ist, sich so völlig hinzugeben und Gott, dem Vater, gehorsam zu sein, der darf sich auch Bemerkungen, wie Jesus sie gemacht hat, erlauben. Für alle anderen gilt: ... suche Frieden und jage ihm nach! Dies bedeutet, dass wir nicht nur still auf Frieden hoffen und dafür beten, das ist nur die eine Seite dieser Forderung. Wir beten und wir prüfen unsere Worte, ob sie geeignet sind, Frieden zu bringen. Da sind zu viele, die vorgeben, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen ( 1.Timotheus 6,12 *  ) und vergessen, dass auch dieser Bibelstelle ein Vers vorangeht: Du aber, Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut! So ist diese Jahreslosung eine Herausforderung an die vielen Grabenkämpfe, die wir kämpfen: ... suche Frieden und jage ihm nach!

Eine ausführliche Darstellung des Wortes „Frieden” in der Bibel finden Sie im Bereich der Ausarbeitungen als Auswertungen der Konkordanz.



Geistliche Gemeindeerneuerung GGE

23. - 26. Januar 2019 in der Braunschweiger Friedenskirche

⇒ Ein Bericht über die Hauptvorträge der GGE-Konferenz 2019.



Ein Vortrag über die Größe Gottes

⇒ Gott ist größer als unser dreidimensionaler Raum

Diese Ausarbeitung geht auf einen Vortrag zurück, den ich an verschiedenen Stellen gehalten habe. Es ist eine erweiterte Fassung, die sich an Menschen richtet, die eine Bereitschaft zu mathematischem Denken haben, ohne sich dabei in der mathematischen Formelwelt auszukennen.

Deshalb wird in diesem Vortrag an Hand von Teichrosenblättern, die auf der zweidimensionalen Wasseroberfläche leben und das, was oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche ist, nicht sehen können, gezeigt, welche Schwierigkeiten entstehen, wenn wir versuchen, mit unserer dreidimensionalen Erfahrung die Größe Gottes zu denken. Eine Reihe von Bibelstellen werden sofort klar, wenn wir uns Gott und damit auch den auferstandenen und erhöhten Herrn Jesus Christus in einer Welt vorstellen, die nicht unseren dreidimensionalen Begrenzungen unterliegt.

In einigen Animationen wird gezeigt, wie wir uns die Begegnung zwischen Welten unterschiedlicher Dimensionen vorzustellen habe.

Diese Überlegungen gestatten interessante Folgerungen, die die Notwendigkeit einer Trinität darlegen. Ein Monotheismus, der Gott ohne Jesus zu denken versucht, hat damit nur die Alternative, Gott ebenfalls in unserem Raum und unserer Zeit zu denken, was seine Größe doch sehr beschränkt und Prophetie unmöglich macht oder ihn als fern und außerhalb unserer Welt zu denken, was ihn zu einem unnahbaren Wesen macht, so wie es uns der Islam vorstellt.



Auswertungen
der Wortfeldkonkordanz
als Grundlage für Bibelarbeiten

Suchläufe zu verschiedenen Begriffen der Bibel

Manch einer traut sich nicht an die Wortfeldkonkordanz heran, weil sie viel kann und daher auch vieler Einstellungen bedarf. Die Auswertungen, die ich mache, stelle ich zur Verfügung. Sie sind einerseits in sich interessant, andererseits sollen sie auch Mut machen, mit dem Bibeltext zu arbeiten.

Die Statistik liest man mit Gewinn, wenn man fragt, was den Aposteln wichtig war und was nicht in ihrem Blickfeld war. Man sollte sie nicht weiter strapazieren. Wenn ein Autor sein Evangelium schreibt, dann war das nicht eine Arbeit an einem Freitag Nachmittag. Es gab eine Phase der Sammlung und eine Phase der Niederschrift und dazwischen viele Reisen und Gespräche mit Gemeinden verschiedenster Nationalität. Das da ein Wort plötzlich wichtig wird oder ein Nachtrag eine etwas veränderte Sprache besitzt, ist völlig einsichtig und geradezu ein Zeichen von Authentizität. Es ist völlig unbegründet, die Männer, die eine Weltmission innerhalb eines Jahrhunderts erfolgreich durchgeführt haben, als dumme Fischer von See Genezareth zu bezeichnen, die einen sauberen griechischen Text nicht hinbekommen. Diese Männer hatten von Jugend an mit griechisch sprechenden Menschen in ihrer Nachbarschaft zu tun gehabt. Sie waren Fischer, weil ihre Väter Fischer waren, nicht, weil sie zu dumm waren, zu Gamaliels Füßen Schriftgelehrsamkeit zu studieren. Missbrauchen Sie also die Statistik nicht.



Eine Zusammenschau der Texte von der Geburt Jesu bis zum Einzug in Jerusalem

⇒ Eine Zusammenschau der Texte von Jesu Geburt bis zum Einzug in Jerusalem

Diese Zusammenschau wertet die Berichte aller vier Evangelien aus. Sie wurde in aller Demut erstellt. An keiner Stelle möchte der Verfasser schlauer sein als die apostolischen Zeugen. Man stellt sehr schnell fest, dass sehr vieles gut zusammenpasst. Die apostolischen Zeugen haben unter bestimmten Aspekten ausgewählt, aber sie waren dem verpflichtet, der gesagt hat, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Sie geben uns ein eindrucksvolles Bild von dem Kampf, den der Sohn Gottes auszustehen hatte, als er „in sein Eigentum kam”.

Dies ist ein erster Wurf, sGwuwl werde ich daran noch arbeiten.



Eine Zusammenschau der Passion Jesu

Das Leiden des wahren Menschen und wahren Gottes

Die Passion Jesu wird von allen vier Evangelisten ausführlich berichtet. Aber passen diese Berichte auch zusammen. Hat hier jeder sich etwas ausgedacht, um seine Deutung des Kreuzestodes Jesu zu untermauern oder berichten alle von demselben Ereignis und sind die Unterschiede nur dadurch entstanden, dass jeder eine unterschiedliche Auswahl der berichteten Ereignisse getroffen hat?

Im Rahmen einer Bibelarbeit wurden die einzelnen Abschnitte der Passionsgeschichte zusammengestellt und so geordnet, wie sie tatsächlich abgelaufen sein könnten. Es stellt sich heraus, dass dies durchgängig möglich ist. Damit ist klar, dass ein reales Geschehen hinter all diesen Berichten steht. Auf drei weiteren Seiten wurde der Text zusammengefasst so dargestellt, dass er fortlaufend gelesen werden kann.

Es ist spannend, diese Ereignisse einmal so im Zusammenhang zu lesen. Man erkennt die Wucht der Ereignisse und begreift, warum die Jünger erst einmal Zeit brauchten, um das alles zu verarbeiten.






Neubearbeitung der Webseite

Predige-das Wort.de

Die Webseite ist neu bearbeitet.

Die Online-Bibel bietet jetzt für die Evangelien Überschriften an. Diese können Ihnen beim Auffinden von Textstellen helfen. Sie sind nicht standardmäßig aktiviert. Über „Menue zur Darstellung des Bibeltextes“ können Sie die Abschnittsüberschriften einschalten.





Reformationstag 2018

SOLA SCRIPTURA - SOLA FIDE - SOLA GRATIA - SOLUS CHRISTUS

Nur die Schrift, nur der Glaube, nur die Gnade, nur Christus, dies waren einmal die Prinzipien, die in ganz Deutschland Menschen bewegt haben, neu über die Offenbarung Gottes in Jesus Christus nachzudenken. Sie haben sich von all den Vorschriften und auch Einnahmequellen gelöst, die sich eine gefallene Kirche verschafft hat. Es war wie in Jerusalem zur Zeit Jesu: Im Tempel war ein großer Marktplatz, wo man den Ablass in Gestalt von überteuerten Turteltauben oder auch Schafen kaufen konnte, eine Schriftgelehrsamkeit wurde nicht müde, einerseits für das Volk immer neue Regeln zu erfinden, andererseits aber selbst in Saus und Braus zu leben. Diese Schriftgelehrsamkeit hatte in Gestalt der Sadduzäer auch pragmatisch denkende Kirchenpolitiker hervorgebracht, die alles fest im Griff hatten.

Als Luther auftrat, stöhnte das Volk unter der Last des Ablasses, der genutzt wurde, um die Verschwendung der Kirchenführung in Rom zu finanzieren. Der Vatikan war eine politische Macht und der Glaube spielte nur eine untergeordnete Rolle, er war ein Machtmittel gegenüber der weltlichen Herrschaft und dem Volk, mehr nicht.

Luther hatte in seinem Leben ganz persönliche Gotteserfahrungen. Er berichtet, wie er in einem Gewitter vor einem Blitz verschont blieb, der ganz in seiner Nähe einschlug. In seiner Todesangst hatte er ein Gelübde abgelegt, Mönch zu werden, wenn er nur vor dem Gewitter verschont blieb. Er wurde Mönch, sehr zum Unbehagen seines Vaters, studierte Theologie und musste erfahren, dass zwischen der Kirche, in der er lebte, und dem Wort, das er las, ein eklatanter Widerspruch bestand. Er erlebte immer wieder innere Kämpfe, weil er es nicht schaffte, ohne Sünde zu leben. Wieder ist es ein persönliches Gotteserlebnis, das ihn auf das „SOLA GRATIA” - „Allein aus Gnaden” führt. Dieses beantwortete seine Frage nach dem gnädigen Gott. Es ist ein Bibelvers, der ihn von der Heilsungewissheit befreit: denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben». (Römer 1,17  * )

Aber diese persönlichen Erfahrungen führten Luther in einen Konflikt zu einem tiefen Konflikt mit dem Papst und dem Kaiser, der sich auf den Papst stützte. Die wachsende Macht der Fürsten und der Zerfall des Heiligen Römischen Reiches, die wachsende Selbständigkeit der Fürstentümer gaben Luther den Rückhalt, den er brauchte, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden wie Jan Hus 100 Jahre vor ihm, der auch gegen eine lasterhafte und verweltlichte Kirche gekämpft hat. Aber diese Hilfe führte dazu, dass er auch Kompromisse eingehen musste. Er hat Reden wider die Bauern gehalten, die uns heute völlig unverständlich erscheinen. Er ist gegen Täufer vorgegangen, hat sich über die Juden in einer Weise geäußert, die Hitler gerne zitiert hat. Dies muss man leider sagen, wenn man über einen Menschen spricht, der mit seinem Schriftverständnis die Kirche reformiert hat. So ist Luther auch ein Beispiel, dass die richtigen Ansätze und mutiger Glaube in der Jugend kein Freibrief ist für das, was wir im Alter machen. Gerade der alte Mensch, der auch auf Grund seiner negativen Lebenserfahrung immer härter wird, muss sich immer wieder neu von der Liebe Jesu erfassen lassen. Und dieser Jesus hat gesagt: denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben». (Römer 1,17  * )

Luther liebte die Schrift so sehr, dass er sich sogar unter seinen Theologie-Kollegen damit lächerlich machte. Wusste doch jeder Theologe, dass man die Schrift nicht so einfach wörtlich nehmen durfte. «Wenn also Eure Heilige Majestät und Eure Herrschaften eine einfache Antwort erstreben, gebe ich sie unzweideutig und ungezinkt in dieser Weise: Wenn ich nicht durch die Zeugnisse der Schriften oder durch offensichtliche Argumente eines Irrtums überführt werde (denn weder dem Papst noch dem Konzil glaube ich allein, denn es steht fest, dass sie oft geirrt haben und sich selbst widersprochen haben), bin ich durch die von mir herangezogenen Schriften und durch das in das Wort Gottes gefasste Vertrauen zu der Einsicht gebracht worden, dass ich nichts widerrufen kann noch will, denn wider das Gewissen zu handeln ist weder gefahrlos noch rein.» (D. Martin Luthers Werke, Weimar 1883-1929, Weimarer Ausgabe - WA 7, 838) Es ist eine Herausforderung an jeden Christen, wie sich Luther hier, indem er sich auf das Wort Gottes beruft, zu dem er Vertrauen gefasst hat, man kann auch übersetzen «in dem sein Gewissen (Bewusstsein, Gefühl, Überzeugung) gefangen war». Er lehnt die in den Päpsten und den Konzilien repräsentierte Tradition und Amtsgewalt ab, weil sie sich schon oft geirrt und widersprochen haben.

Jeder Theologe wusste, dass die Schrift nicht so einfach zu verstehen sei, dass man nicht so reden dürfe, wie Luther geredet hat: „Vierfach ist der Sinn der Schrift: Der Buchstabe lehrt, was geschehen; was du glauben sollst, die Allegorie; der moralische Sinn, was du tun sollst, was du hoffen sollst die Anagogie” (Littera gesta docet, quid credas, allegoria, moralis, quid agas, quo tendas, anagogia.) Diese vierfache Sicht auf die Schrift, die auf die griechische Literaturwissenschaft zurückgeht, wurde von den Vätern (Origenes, 185–254 und später Johannes Cassianus, 360-435 vgl. ⇒ Vierfacher Schriftsinn, ⇒ Allegorie, ⇒ Anagogie). Alle diese Ansätze haben aber die Tendenz, den Wortsinn der Schrift abzuwerten. Nur der theologisch geschulte Wissenschaftler kann eigentlich wissen, was Jesus wirklich gemeint hat und welche Konsequenzen es für uns hat. Daher musste Jesus gekreuzigt werden, daher sollte die Bibel nicht ins Deutsche übersetzt werden und daher sollte man sich schon gar nicht vor Gericht auf die Bibel berufen. Der Seufzer des Pilatus: „Was ist Wahrheit?” hallt bis heute nach. Die historisch kritische Methode ist eine neue Form dieses alten Tricks, das gemeine Volk von Jesus abzukoppeln. Nur wenige erleuchtete Wissenschaftler wissen, was Jesus wirklich gewollt hat, können unterscheiden zwischen den echten Worten Jesu und dem, was Johannes und insbesondere Paulus daraus gemacht haben, falls es die Herren überhaupt gegeben hat und die Paulusbriefe nicht nur eine Erfindung des Herrn Marcion (85-160 ⇒ Marcion) sind. Der Luther, der vor dem Reichstag in Worms steht, ist ein Mann, der persönliche Erfahrungen mit Gottes Wort gemacht hat und deshalb sich von den Reden der Päpste und Konzilien verabschiedet hat. Er hat die Schrift in den Mittelpunkt gestellt.

Eigentlich war das, was Luther gemacht hat, völlig selbsterklärend. Wenn es einen Gott gibt, dann kann er nicht von Menschen beschrieben werden, dann muss er sich selbst offenbaren. Unser Verstand ist zu klein, so etwas wie Gott, der spricht und es geschieht, zu denken. Aber bis heute haben wir Angst davor, dass der sprichwörtliche kleine Mann auf der Straße seine Bibel zur Hand nimmt und daraus für sich und ohne die heilige Kirche zu befragen, seine Schlüsse zieht. Hat denn der Geist Gottes keine Kraft, auch diese Menschen einen persönlichen Weg zu führen? Ist Jesus so weit weg, dass er einen Stellvertreter braucht, weil sein Büro wegen einer Dienstreise geschlossen ist? Wäre denn die Kirche wirklich über die Jahrhunderte die Heilige Kirche geblieben, wäre eine Karriere in der Kirche wirklich ein Akt der Berufung durch unseren HERRN Jesus Chistus in ein Amt, so könnte es vielleicht noch angehen, dass diese Kirche für sich die Rechte in Anspruch nimmt, die Jesus ihr gegeben hat: Wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein. (Matthäus 18,18 * ) Leider gibt es in jeder Hierarchie viel zu viel Machtpolitik, als dass man nicht sofort nachvollziehen kann, was Luther über Päpste und Konzilien gesagt hat. Es gilt genau so für die EKD wie für die Freikirchen. Es sind immer nur die wenigen, die wirklich nach dem Willen Gottes fragen. Viele machen leider aber, manchmal mit gutem Willen, manchmal aber auch um der eigenen Machtposition willen, ihre eigene Politik. So manche Gemeindeleitungssitzung besucht der Heilige Geist schon gar nicht mehr, weil er da überhaupt nicht gefragt ist.

So ist der Reformationstag für uns die ganz klare Anfrage, wieweit wir unsere eigenen Ziele als Kirchen und Gemeinden unter die Ziele Gottes gestellt haben. Hören wir noch das Reden des erhöhten HERRN oder sind wir so in unsere eigenen Händel verstrickt, dass wir das leise Klappen der Tür gar nicht hören, wenn der Heilige Geist traurig unser Beratungszimmer verlässt. Auch Luther hat eine solche Phase in seinem Leben erlebt, denn ich kann mir nicht denken, dass das, was er den Fürsten angesichts der aufständischen Bauern geraten hat, Ergebnis langer Gebetsnächte war. Viel eher war es die Angst, dass die Welt aus den Fugen gerät, wenn auch die Bauern das für sich fordern, was er in Worms für sich in Anspruch genommen hat, Gewissensfreiheit und das Recht, dem Wort Gottes gemäß zu leben. Wir wollen Luther deswegen nicht verurteilen, denn er hat Großes für den Glauben und die Glaubensfreiheit geleistet. Aber wir können auch an Luther sehen, dass unsere menschlichen Erwägungen sehr schnell vom politischen Pragmatismus bestimmt werden und nicht immer so in Jesus Christus und seinem Wort gegründet sind, wie es für die Heilige Kirche erforderlich wäre. Deshalb ist es eine berechtigte Frage, wie groß Kirche sein kann. Kann es eine Weltkirche geben? Oder sollte bei der Ortsgemeinde schon Schluss sein, vielleicht noch ein überschaubarer Bereich darüber. Denn ein heiliger Papst macht noch keine Heilige Kirche, es sind die vielen dunklen Gestalten dazwischen, der Apparat, der das Wirken des Heiligen Geistes verfinstert. Darum ist der Reformationstag vielleicht auch ein Tag, an dem sich die örtlichen Gemeinden auf ihr gemeinsames Zeugnis in ihrer Stadt besinnen und sich dabei vom Heiligen Geist und nicht von konfessionellen Erwägungen leiten lassen und das, was sie trennt, gemeinsam an der Schrift prüfen.





Warum - Die quälende Frage nach dem Warum

Gottes Wege sind nicht unsere Wege

Inhaltsverzeichnis

Warum?

Eine verbotene Frage?

Die Frage des Menschen nach dem Warum - Beispiele aus der Bibel

Die Frage Gottes nach dem Warum

... und die Antwort des Psalmisten

Glaube und Hoffnung - zentrale Kompetenzen des Menschen

Warum hat Jesus seine Wunder nicht in Rom getan?

Gott will, dass wir Glauben lernen

Glaube und Hoffnung - und wer trägt die Folgen

Durch die Dunkelheit hindurchblicken

Warum?

Warum geschehen Unglücke? Und warum passiert es gerade mir?

Ein junger Mensch verliert seine Mutter, weil sie an einem Bahnübergang das rote Blinklicht übersehen hatte. Sie kreuzt die Bahn genau in dem Augenblick, als der Zug kam. Sie hatte keine Chance. Dieser junge Mann ist fast an der Frage zerbrochen, warum seine Mutter nicht einige Sekunden früher losgefahren ist, dann hätte sie der Zug nicht erwischt. Die Eltern hatten sich schon häufig im Auto darüber unterhalten, dass man das Blinklicht wegen der Bäume erst sehr spät sieht. Warum also ist es gerade seiner Mutter passiert, die diese Strecke täglich fährt? Eine solche Frage kann das Leben zerstören. Sie kann Menschen schwer belasten und den Glauben an das Gute, den Glauben an die Zukunft, die Hoffnung für das eigene Leben nachhaltig beschädigen oder gar zerstören. Warum musste das passieren?

Die Antwort der Wissenschaft

Viel hat die Wissenschaft nicht dazu zu sagen. Sie stellt zunächst einmal fest, dass es halt so ist. An Bahnübergängen passieren Unfälle. Sie wird vielleicht in diesem konkreten Einzelfall zu einer Halbschranke raten, damit die Blockierung der Gefahrenstelle besser sichtbar ist. Aber aus anderen Unfällen ist dem Wissenschaftler bekannt, dass es dann die jungen Leute sind, die mutig die Halbschranke umfahren und dabei umkommen. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, aber es wird passieren, weil es viele machen und dann beim Bier erzählen, dass das völlig gefahrlos möglich ist, bis wieder einer Pech hat. Wenn dann der Vater Einfluss hat, wird aus der Halbschranke vielleicht eine Schranke ...

Viel hat die Wissenschaft zum Warum nicht zu sagen. Dem jungen Mann, der sich fragt, warum seine Mutter nicht ein paar Sekunden früher losgefahren ist, kann der Wissenschaftler nur mit Achselzucken begegnen. Und ein Psychologe wird versuchen, ihm diese Frage auszureden.

Eine verbotene Frage?

Häufig hört man, dass man die Frage nach dem „Warum?” einfach nicht stellen dürfe, weil es zu nichts führe. Dies ist auf jeden Fall zu bezweifeln. Der Wissenschaftler, der die Frage nach dem „Warum?” mit dem Vorschlag beantwortet, eine Halbschranke zu bauen, hat für die Zukunft etwas geleistet. Insgesamt wurden viele Fragen nach dem „Warum?” gestellt und mit Vorschlägen beantwortet, die unsere Autos sicherer gemacht haben, die unsere Umwelt erträglicher gemacht haben, die Risiken vermindert haben. Also ist die Frage nach dem „Warum?” eine notwendige Frage, um die Zukunft besser gestalten zu können? Dies ist in der Tat richtig und sollte Menschen ermutigen, aus negativen Erfahrungen positive Schlussfolgerungen zu ziehen, die für die Zukunft eine Verbesserung bringen. Wenn nach einem Unfall der Unfallforscher in aller Behutsamkeit versucht, mit den Hinterbliebenen des Unfallopfers zu reden, dann hört man schon einmal den Seufzer: „Dann hat es ja wenigsten noch einen Sinn gehabt!” Diese Feststellung hilft bei der inneren Bewältigung des schrecklichen Ereignisses.

Die Frage des Menschen nach dem Warum - Beispiele aus der Bibel

Die Frage nach dem Warum ist der Bibel nicht fremd. Das Buch Hiob stellt die Frage nach dem „Warum?” ganz massiv. Die Psalmen sind voll von „Warum?”-Fragen:

Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? (Psalmen 2,1 * )

HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich in Zeiten der Not? (Psalmen 10,1 * )

Warum soll der Frevler Gott lästern und in seinem Herzen sprechen, du fragst nicht darnach? (Psalmen 10,13 * )

Dem Vorsänger. Auf «Hindin der Morgenröte». Ein Psalm Davids. (H22-2) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Du bist weit entfernt davon, mir zu helfen, zu hören auf die Worte meiner Klage! (Psalmen 22,1 * )

Dennoch freuen sie sich über meinen Fall und rotten sich zusammen; Lästermäuler sammeln sich wider mich, ich weiß nicht warum; sie lästern und schweigen nicht. (Psalmen 35,15 * )

(H42-10) Ich will sagen zu Gott, meinem Fels: Warum hast du meiner vergessen, warum muß ich traurig einhergehen, weil mein Feind mich drängt? (Psalmen 42,9 * )

Denn du bist der Gott, der mich schützt; warum verwirfst du mich? Warum muß ich traurig einhergehen, da mein Feind mich drängt? (Psalmen 43,2 * )

(H44-24) Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! (Psalmen 44,23 * )

(H44-25) Warum verbirgst du dein Angesicht und vergissest unsres Elendes und unsrer Bedrängnis? (Psalmen 44,24 * )

(H49-6) Warum sollte ich mich fürchten zur bösen Zeit, wenn mich die Missetat meiner Verfolger umringt? (Psalmen 49,5 * )

(H68-17) Warum beneidet ihr gipfelreichen Berge den Berg, welchen Gott zu seiner Wohnung begehrt hat, welchen der HERR auch ewiglich bewohnen wird? (Psalmen 68,16 * )

Eine Unterweisung. Von Asaph. O Gott, warum hast du uns für immer verworfen und raucht dein Zorn wider die Schafe deiner Weide? (Psalmen 74,1 * )

Warum ziehst du deine Hand zurück, deine Rechte? Ziehe sie hervor aus deinem Busen, vertilge! (Psalmen 74,11 * )

Warum sollen die Heiden sagen: «Wo ist nun ihr Gott?» Laß unter den Heiden kundwerden vor unsern Augen die Rache für das vergossene Blut deiner Knechte! (Psalmen 79,10 * )

(H80-13) Warum hast du nun seine Mauer eingerissen, daß alle, die des Weges ziehen, ihn zerpflücken? (Psalmen 80,12 * )

(H88-15) Warum, HERR, verwirfst du denn meine Seele und verbirgst dein Angesicht vor mir? (Psalmen 88,14 * )

(H89-48) Gedenke mein! Was ist das Leben? Warum willst du alle Menschenkinder vergeblich erschaffen haben? (Psalmen 89,47 * )

Warum sollen die Heiden sagen: «Wo ist denn ihr Gott?» (Psalmen 115,2 * )

O HERR, du bleibst im Recht, wenn ich mit dir hadere; darum will ich dich nur über das Recht befragen. Warum ist der Weg der Gottlosen so glücklich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten? (Jeremia 12,1 * )

Zwischen der Halle und dem Altar sollen die Priester, des HERRN Diener, weinen und sagen: HERR, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heiden über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: Wo ist nun ihr Gott? (Joel 2,17 * )

Die „Warum?”-Frage ist also der Bibel wohl bekannt. Sie wird bereits vom Volk Israel vor Gott getragen. Israel muss mit der Frage fertig werden, warum den der allmächtige Gott es zulässt, dass Israel besiegt wird, aus dem Land der Verheißung in die Verbannung geführt wird. Warum eilt es nicht mit dem lebendigen Gott von Sieg zu Sieg?

Vielleicht ist es schon eine erste Antwort, wenn wir die „Warum?”-Fragen Gottes lesen. Denn es ist umgekehrt auch so, dass Gott „Warum?”-Fragen an uns Menschen hat. Die Propheten, Menschen, die im Auftrag Gottes geredet haben, stellen diese Fragen aus der Sicht Gottes. Dies überrascht im ersten Augenblick. Gott hätte doch eine ganz andere Welt schaffen können. Warum stellt Gott die Frage nach dem „Warum?”?

Die Frage Gottes nach dem Warum

Diese spannende Frage kann hier nicht abschließend betrachtet werden. Einige Bibelstellen aus dem Alten Testament:

Warum zertretet ihr mein Volk und unterdrückt die Person der Elenden? spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. (Jesaja 3,15 * )

Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe? Warum hat er denn Herlinge getragen? Und ich habe doch Trauben von ihm erwartet! (Jesaja 5,4 * )

Warum sprichst du denn, Jakob, und sagst du, Israel: Mein Weg ist vor dem HERRN verborgen, und mein Recht entgeht meinem Gott? (Jesaja 40,27 * )

Warum war niemand da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz zum Erlösen, oder ist bei mir keine Kraft zum Retten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, daß ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben! (Jesaja 50,2 * )

Warum wäget ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Höret doch auf mich und esset Gutes, und eure Seele ergötze sich am Fett! (Jesaja 55,2 * )

Warum wollt ihr denn mit mir hadern? Ihr seid ja alle von mir abgefallen, spricht der HERR. (Jeremia 2,29 * )

O du böses Geschlecht, beachte doch das Wort des HERRN! Bin ich denn für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land der Finsternis? Warum spricht denn mein Volk: «Wir sind frei! Wir kommen nicht mehr zu dir!» (Jeremia 2,31 * )

Warum änderst du deinen Weg so fleißig? Du wirst an Ägypten ebenso zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden geworden bist! (Jeremia 2,36 * )

Warum hat sich denn dieses Volk zu Jerusalem so beharrlich abgewandt und den Betrug so festgehalten, daß sie nicht mehr umkehren wollen? (Jeremia 8,5 * )

Horch! die Stimme des Geschreis der Tochter meines Volkes aus fernem Lande: «Ist denn der HERR nicht in Zion, ist ihr König nicht bei ihr?» Warum haben sie Mich mit ihren Götzenbildern, mit fremden Götzen erzürnt? (Jeremia 8,19 * )

Ist denn kein Balsam in Gilead? Ist kein Arzt da? Warum hat die Heilung der Tochter meines Volkes keine Fortschritte gemacht? (Jeremia 8,22 * )

(H9-11) Wer ist so weise, daß er dies erkenne? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, daß er es kundtue, weshalb das Land zugrunde geht und warum es verbrannt ist gleich einer Wüste, die niemand durchwandert? (Jeremia 9,12 * )

Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, daß der Gottlose sich abwende von seinem Wege und lebe! Wendet euch ab, wendet euch ab von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, Haus Israel? (Hesekiel 33,11 * )

Setze die Posaune an deinen Mund! Es kommt etwas wie ein Adler wider das Haus des HERRN! Warum haben sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen? (Hosea 8,1 * )

Gott hat den Menschen als freies Wesen erschaffen, dass sich entscheiden kann, was es tut, was es glaubt, wie es leben will. Diese Freiheit akzeptiert Gott bis zu einem gewissen Grade. Wer an den Zufall glaubt, wird daran nicht gehindert, aber es wird ihm auch so geschehen, wie er oder sie geglaubt hat. Glaube hat Konsequenzen und Gott akzeptiert dies. Er bügelt sie nicht einfach durch stillschweigende Wohltat glatt. Er stellt uns aber die Frage, warum wir das tun.

Gott stellt uns also die Frage nach unserem „Warum?”, weil er uns in unserem Handeln ernst nimmt. Er hat auch Israel nicht einfach den Heiden übergeben, sondern es durch die Propheten immer wieder ermahnt. Aber es hat nicht gehört. Erst in babylonischer Gefangenschaft sind sie wieder nachdenklich geworden, erst, als es schon zu spät war, das Unglück schon geschehen ist.

Wir sind also gefordert, uns einmal den Nachfragen Gottes zu stellen. Das muss nicht heißen, dass wir auf einen Propheten warten. Das kann schon dadurch geschehen, dass wir unser Gewissen befragen. Manchmal reicht es schon, den Arzt zu fragen, der uns sagt, was in unserem Verhalten falsch war, so dass es zu einer bestimmten Krankheit gekommen ist. Aber nicht immer ist das Bild so klar. Manchmal sind Menschen auch in Situationen verwickelt, die sie nicht zu verantworten haben und die sie auch nicht beeinflussen können.

... und die Antwort des Psalmisten

Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind. Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, wie leicht hätte ich einen Mißtritt getan! Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich den Frieden der Gottlosen sah. Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist wohlgenährt. Sie werden nicht bemüht wie andere Leute und nicht geschlagen wie andere Menschen. Darum schmücken sie sich stolz und kleiden sich frech. Ihr Gesicht strotzt von Fett, sie bilden sich sehr viel ein. Sie reden höhnisch und boshaft, drohen mit höherer Gewalt. Sie reden, als käme es vom Himmel; ihre Worte haben Geltung auf Erden. Darum wendet sich auch das Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen. Und sie sagen: «Was merkt Gott? Weiß der Höchste überhaupt etwas?» Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich! Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen; denn ich bin doch täglich geschlagen worden, und meine Strafe ist alle Morgen da! Wollte ich auch so rechnen, siehe, so würde ich das Geschlecht deiner Kinder verraten. So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es schien mir vergebliche Mühe zu sein, bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende merkte. Nur auf schlüpfrigen Boden setzest du sie; du lässest sie fallen, daß sie in Trümmer sinken. Wie geschah das so plötzlich und entsetzlich! Sie gingen unter und nahmen ein Ende mit Schrecken. Wie einen Traum nach dem Erwachen, so wirst du, o Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verächtlich machen. Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren wehe tat, da war ich dumm und verstand nichts; ich benahm mich wie ein Vieh gegen dich. Und doch bleibe ich stets bei dir; du hältst mich bei meiner rechten Hand. Leite mich auch ferner nach deinem Rat und nimm mich hernach mit Ehren auf! Wen habe ich im Himmel? Und dir ziehe ich gar nichts auf Erden vor! Schwinden auch mein Fleisch und mein Herz dahin, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Denn siehe, die fern von dir sind, kommen um; du vertilgst alle, die dir untreu werden. Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe Gott, den HERRN, zu meiner Zuflucht gemacht, um zu erzählen alle deine Werke. (Psalmen 73  * )

Der Psalmist klagt über die Gottlosen, denen es doch so gut geht: Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich! (Psalmen 73,12   * ) Er sieht, dass seine eigene Leistung nicht gewürdigt wird: Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen; (Psalmen 73,13   * ) Und doch merkt er, dass er auf Grund seiner ganzen bisherigen Erfahrung nicht so leben kann wie die Gottlosen: Wollte ich auch so rechnen, siehe, so würde ich das Geschlecht deiner Kinder verraten. (Psalmen 73,15   * ) Er versucht aber, zu verstehen, warum es denn so ist. So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es schien mir vergebliche Mühe zu sein, (Psalmen 73,16   * ) und beginnt zu verstehen, als er die Angelegenheit mit den Augen Gottes betrachtet: bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende merkte. (Psalmen 73,17   * ) Und was er da schaut, ist schrecklich: Nur auf schlüpfrigen Boden setzest du sie; du lässest sie fallen, daß sie in Trümmer sinken. Wie geschah das so plötzlich und entsetzlich! Sie gingen unter und nahmen ein Ende mit Schrecken. Wie einen Traum nach dem Erwachen, so wirst du, o Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verächtlich machen. (Psalmen 73,18-20   * ) Und nun beginnt er, sich selbst in Frage zu stellen: Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren wehe tat, da war ich dumm und verstand nichts; ich benahm mich wie ein Vieh gegen dich. (Psalmen 73,21-22   * ) Er beginnt sich selbst zu verachten wegen seiner Ignoranz. Auch dies ist keine gute Haltung, denn auch sie kann uns belasten, weil wir uns dann selbst nicht mehr annehmen können: „Ich mache alles falsch ...” Der Psalmist bleibt aber nicht bei dieser Haltung, denn er spricht: Und doch bleibe ich stets bei dir; du hältst mich bei meiner rechten Hand. Leite mich auch ferner nach deinem Rat und nimm mich hernach mit Ehren auf! (Psalmen 73,23-24   * ) Man merkt, wie den Psalmisten alle Bedrückung verlässt, als er diese Worte spricht. Er schöpft wieder Hoffnung, er kann wieder glauben: Wen habe ich im Himmel? Und dir ziehe ich gar nichts auf Erden vor! Schwinden auch mein Fleisch und mein Herz dahin, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Denn siehe, die fern von dir sind, kommen um; du vertilgst alle, die dir untreu werden. Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe Gott, den HERRN, zu meiner Zuflucht gemacht, um zu erzählen alle deine Werke. (Psalmen 73,25-28  * ) Er übergibt seine Zukunft Gott und fasst neues Vertrauen. Er erkennt, dass Glaube und Hoffnung wichtiger sind als alle Güter der Welt, wichtiger als Macht und Einfluss. Und so schließt er mit dem Lobpreis Gottes und seiner Werke.

Glaube und Hoffnung - zentrale Kompetenzen des Menschen

Der vorangehende Psalmen hat es sehr deutlich gemacht, wie es einem Menschen ergeht, der voll Neid auf die Menschen blickt, denen es offensichtlich besser geht als ihm selbst. Dieser Mensch wird frustriert: „Ganz umsonst habe ich ...” Dieser Mensch wird verbittert und leidet körperliche Schmerzen: „Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren wehe tat,‎ ‏...” Erst im Angesicht Gottes kommt er zur Besinnung. Er sieht plötzlich, was er hat und was er in seiner Verbitterung aufs Spiel setzt. Er überwindet die Verbitterung und findet in Gott Frieden. Er kann sich wieder freuen und Gott loben.

Der Mensch hat die Fähigkeit zu glauben und zu hoffen. Dies ist eine enorme Kraft. Wir verbinden sie oft mit Fragen wie dem Glauben an die Jungfrauengeburt oder an die Schöpfung oder andere Dinge, die weit von unseren täglichen Erfahrungen entfernt sind. Gott möchte uns zum Glauben ermutigen, weil wir es für unser tägliches Leben brauchen.

Warum hat Jesus seine Wunder nicht in Rom getan?

Stellen Sie sich einmal vor, Jesus hätte während seines Prozesses vor Pilatus ein Wunder getan. Oder er hätte vor Herodes Johannes den Täufer wieder auferweckt. Oder er wäre gar nach Rom gefahren und hätte im Senat oder vor Kaiser Augustus Wunder getan und seine Macht demonstriert. Dadurch hätte er mit Sicherheit die Kreuzigung vermieden und den christlichen Glauben schnell und ohne Verzug und ohne die vielen Märtyreropfer etablieren können. Warum hat Jesus das nicht getan, sondern ist in einer Provinzstadt, wie Jerusalem es im Vergleich zu Rom damals war, ans Kreuz gegangen. Er ist auferstanden und hat sich nicht Herodes oder Pilatus gezeigt, sondern zunächst völlig unbedeutenden galiläischen Frauen und erst später den Jüngern, elf Männern aus Galiläa, die doch ohne Einfluss in Israel waren.

Jesus gibt Thomas die Antwort, warum er dies so gemacht hat: Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Johannes 20,29 * ) Menschen sollen lernen zu glauben, auch und gerade da, wo sie (noch) nicht sehen. Und Johannes unterstreicht es im Abschluss des 20. Kapitels, wenn er auf die Wunder zurückblickt, über die er berichtet hat: Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und daß ihr durch den Glauben Leben habet in seinem Namen (Johannes 20,31 * )

Gott will, dass wir Glauben lernen

Wir brauchen Glauben und Hoffnung für unser Leben. Wir leben in der Zeit. Wir verstehen mit Mühe und auch nur sehr eingeschränkt unsere Vergangenheit. Die Gegenwart ist ein flüchtiger Augenblick, der kaum angekommen schon in der Vergangenheit verschwindet. Und die Zukunft ist ein großes schwarzes Loch. Wir können sie nicht berechnen. Wieviele Menschen lesen tagtäglich Aktieninformationen. Und dann kommt plötzlich ein Gerücht auf, vielleicht sogar mit Absicht gestreut, und schon ist alles vergessen, was gestern noch als heißer Tipp gehandelt wurde.

Und es ist ja nicht nur der Aktienkurs. Viel existenzieller ist die Frage unserer persönlichen Gesundheit, unseres persönlichen Wohlergehens und auch das Wohlergehen der Menschen, die uns nahe stehen. Wir brauchen Glauben und Hoffnung, um mit diesen Ungewissheiten umzugehen.

Glaube und Hoffnung - und wer trägt die Folgen

Und nun mag einer sagen, ich glaube an meine Kraft, ich glaube, dass ich das packe. Einige Manager bei Volkswagen haben geglaubt, dass niemand merkt, dass sie beim Abgas betrogen haben. Sie haben an ihre Kraft geglaubt, dieses unter der Decke zu halten. Ist das Glaube? Ja, es ist auch ein Glaube. Wie jeder Glaube, brauchte auch dieser Glaube der Volkswagen-Manager an ihre Fähigkeit, zu vertuschen, jemanden, der dafür bezahlt. 25 Milliarden hat Volkswagen für den „Glauben” seiner Manger bezahlt, und es kann noch viel mehr werden.

Glaube ist keine innere Kraft, die einfach so da ist. Zwei sind am Roulette-Tisch. Einer setzt sein verblebenes Geld auf „rot”, der andere auf AZXschwarz#. Der eine wird am Ende des Abends pleite sein, der andere wird mit seinem starken Selbstvertrauen prahlen. Ist das Glaube?

Glaube braucht auch immer jemanden, der dafür bezahlt. Jesus hat für unseren Glauben bezahlt. Er sitzt zur rechten Gottes und steht für mich ein. Er führt nicht immer alles so, dass ich zu jedem Zeitpunkt sage: „Das hast du aber toll gemacht, was bin ich doch für ein Glückspilz, dass ich auf dich vertraue!” Paulus beschreibt es einmal sehr schön, wie es ihm beim Beten ergangen ist: Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, daß er von mir ablassen möchte. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2.Korinther 12,7-9 * ) Paulus hat sich mit den Schmerzen, von denen er offensichtlich redet, arrangieren müssen. Sie sind nicht von ihm genommen worden. Er konnte es tun, weil er sich in der Gnade seines HERRN getragen wusste. Uns ist nicht verheißen, dass wir das Handeln Gottes immer und zu jedem Zeitpunkt toll finden. Selbst Jesus hat am Kreuz geklagt: Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Matthäus 27,46 * )

Paulus beschreibt diesen Vorgang eindringlich im Brief an die Philipper: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde, und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod. Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Philipper 2,5-11 * )

„Darum hat Gott ihn erhöht ...”, weil er auch in einer Situation treu geblieben ist, wo er eine unerträgliche Einsamkeit verspürte. Der Glaube ist unsere Kraft, geleitet durch den Heiligen Geist, durch eine Situation hindurchzublicken auf das, was Gott tun kann, manchmal auch ohne eine Idee, was Gott wirklich tun wird.

Durch die Dunkelheit hindurchblicken

Wenn selbst Jesus am Kreuz die „Warum?”-Frage gestellt hat, dann dürfen wir sie auch stellen. Aber sie sollte nicht als Vorwurf gegen Gott gerichtet sein, denn Gott hat auch viele „Warum?”-Fragen an uns. Sie sollte der Versuch sein, durch die Situation, die mich bedrückt, hindurchzublicken auf das, was Gott tun kann. In einem alten Kirchenlied singen wir: „Und du sollst einst sagen, dass ich gnädig bin ...” Da heisst es mit Recht nicht: „Und du wirst immer sagen, ...” Wir werden im Rückblick feststellen, dass Gott es - trotz allem - gut gemacht hat. Glaube heißt, diesen Blickwinkel auch dann einzunehmen, wenn eine Situation für uns völlig außer Kontrolle erscheint. Dieser Glaube ist keine unbegründete Kraftmeierei, denn wir haben jemanden, der für unseren Glauben bezahlt, Jesus Christus, der verheißen hat: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!“ ( Matthäus 28,20 * )



Nr.BibelstelleBibeltext
1Psalmen 2,1
1
Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich?
2Psalmen 10,1
1
HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich in Zeiten der Not?
3Psalmen 10,13
1
Warum soll der Frevler Gott lästern und in seinem Herzen sprechen, du fragst nicht darnach?
4Psalmen 22,1
1
Dem Vorsänger. Auf «Hindin der Morgenröte». Ein Psalm Davids. (H22-2) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Du bist weit entfernt davon, mir zu helfen, zu hören auf die Worte meiner Klage!
5Psalmen 35,15
1
Dennoch freuen sie sich über meinen Fall und rotten sich zusammen; Lästermäuler sammeln sich wider mich, ich weiß nicht warum; sie lästern und schweigen nicht.
6Psalmen 42,9
1
(H42-10) Ich will sagen zu Gott, meinem Fels: Warum hast du meiner vergessen, warum muß ich traurig einhergehen, weil mein Feind mich drängt?
7Psalmen 43,2
1
Denn du bist der Gott, der mich schützt; warum verwirfst du mich? Warum muß ich traurig einhergehen, da mein Feind mich drängt?
8Psalmen 44,23
1
(H44-24) Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer!
9Psalmen 44,24
1
(H44-25) Warum verbirgst du dein Angesicht und vergissest unsres Elendes und unsrer Bedrängnis?
10Psalmen 49,5
1
(H49-6) Warum sollte ich mich fürchten zur bösen Zeit, wenn mich die Missetat meiner Verfolger umringt?
11Psalmen 68,16
1
(H68-17) Warum beneidet ihr gipfelreichen Berge den Berg, welchen Gott zu seiner Wohnung begehrt hat, welchen der HERR auch ewiglich bewohnen wird?
12Psalmen 73
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10
Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind. Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, wie leicht hätte ich einen Mißtritt getan! Denn ich beneidete...
13Psalmen 74,1
1
Eine Unterweisung. Von Asaph. O Gott, warum hast du uns für immer verworfen und raucht dein Zorn wider die Schafe deiner Weide?
14Psalmen 74,11
1
Warum ziehst du deine Hand zurück, deine Rechte? Ziehe sie hervor aus deinem Busen, vertilge!
15Psalmen 79,10
1
Warum sollen die Heiden sagen: «Wo ist nun ihr Gott?» Laß unter den Heiden kundwerden vor unsern Augen die Rache für das vergossene Blut deiner Knechte!
16Psalmen 80,12
1
(H80-13) Warum hast du nun seine Mauer eingerissen, daß alle, die des Weges ziehen, ihn zerpflücken?
17Psalmen 88,14
1
(H88-15) Warum, HERR, verwirfst du denn meine Seele und verbirgst dein Angesicht vor mir?
18Psalmen 89,47
1
(H89-48) Gedenke mein! Was ist das Leben? Warum willst du alle Menschenkinder vergeblich erschaffen haben?
19Psalmen 115,2
1
Warum sollen die Heiden sagen: «Wo ist denn ihr Gott?»
20Jesaja 3,15
1
Warum zertretet ihr mein Volk und unterdrückt die Person der Elenden? spricht der Herr, der HERR der Heerscharen.
21Jesaja 5,4
1
Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe? Warum hat er denn Herlinge getragen? Und ich habe doch Trauben von ihm erwartet!
22Jesaja 40,27
1
Warum sprichst du denn, Jakob, und sagst du, Israel: Mein Weg ist vor dem HERRN verborgen, und mein Recht entgeht meinem Gott?
23Jesaja 50,2
1
Warum war niemand da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz zum Erlösen, oder ist bei mir keine Kraft zum Retten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus;...
24Jesaja 53
1
Wer hat dem geglaubt, was uns verkündigt ward, und der Arm des HERRN, wem ward er geoffenbart? Er wuchs auf vor ihm wie ein Schoß, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine...
25Jesaja 55,2
1
Warum wäget ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Höret doch auf mich und esset Gutes, und eure Seele ergötze sich am Fett!
26Jeremia 2,29
1
Warum wollt ihr denn mit mir hadern? Ihr seid ja alle von mir abgefallen, spricht der HERR.
27Jeremia 2,31
1
O du böses Geschlecht, beachte doch das Wort des HERRN! Bin ich denn für Israel eine Wüste gewesen oder ein Land der Finsternis? Warum spricht denn mein Volk: «Wir sind frei! Wir kommen nicht mehr zu dir!»
28Jeremia 2,36
1
Warum änderst du deinen Weg so fleißig? Du wirst an Ägypten ebenso zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden geworden bist!
29Jeremia 8,5
1
Warum hat sich denn dieses Volk zu Jerusalem so beharrlich abgewandt und den Betrug so festgehalten, daß sie nicht mehr umkehren wollen?
30Jeremia 8,19
1
Horch! die Stimme des Geschreis der Tochter meines Volkes aus fernem Lande: «Ist denn der HERR nicht in Zion, ist ihr König nicht bei ihr?» Warum haben sie Mich mit ihren Götzenbildern, mit fremden Götzen...
31Jeremia 8,22
1
Ist denn kein Balsam in Gilead? Ist kein Arzt da? Warum hat die Heilung der Tochter meines Volkes keine Fortschritte gemacht?
32Jeremia 9,12
1
(H9-11) Wer ist so weise, daß er dies erkenne? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, daß er es kundtue, weshalb das Land zugrunde geht und warum es verbrannt ist gleich einer Wüste, die niemand durchwandert?
33Jeremia 12,1
1
O HERR, du bleibst im Recht, wenn ich mit dir hadere; darum will ich dich nur über das Recht befragen. Warum ist der Weg der Gottlosen so glücklich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten?
34Hesekiel 33,11
1
Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, daß der Gottlose sich abwende von seinem Wege und lebe! Wendet euch ab, wendet euch...
35Hosea 8,1
1
Setze die Posaune an deinen Mund! Es kommt etwas wie ein Adler wider das Haus des HERRN! Warum haben sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen?
36Joel 2,17
1
Zwischen der Halle und dem Altar sollen die Priester, des HERRN Diener, weinen und sagen: HERR, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heiden über sie spotten!...
38Matthäus 18,18
1
Wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.
39Matthäus 23,27
1
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr getünchten Gräbern gleichet, welche auswendig zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und allen Unrats sind!
40Matthäus 27,46
1
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
41Matthäus 28,20
1
und sie halten lehret alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!
46Johannes 20,29
1
Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
47Johannes 20,31
1
Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und daß ihr durch den Glauben Leben habet in seinem Namen
48Römer 1,17
1   2
denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben».
512.Korinther 12,7-9
1
Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen...
52Philipper 2,5-11
1
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt...
531.Timotheus 6,12
1
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.




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