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Festtage

Trinitatis

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaot

 


Zusammenfassung

Wenn es in der Bibel heisst: «Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen», dann erhebt sich doch die Frage, ob das Konzil von Nizäa im Jahre 325 n.Chr. wirklich im Auftrage Gottes gehandelt hat, als es die Lehre von der Trinität entwickelt hat. Wir sind immer geneigt, Gott zum Gegenstand unseres Denkens zu machen. Die Bibel hätte alle Möglichkeiten, eine geschlossene Philosophie vorzulegen, sie tut es aber nicht - in großer Ehrfurcht vor dem lebendigen Gott. Sie lässt uns Wirkungen des lebendigen Gottes erleben. Und sie hält es für ausreichend.

Schlagwörter: Jesaja - Jesus - Messias - Paulus - Seraphim - Timotheus - Trinität

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Jesu Zeugnisse über seinen Vater




Der Sonntag Trinitatis

Inhaltsverzeichnis

Der Sonntag Trinitatis

HEILIG - HEILIG - HEILIG

... welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann

Wer mich sieht, sieht den Vater

Der Heilige Geist

Fazit

Zum Weiterlesen

Im Todesjahre des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Throne, und seine Säume füllten den Tempel. Seraphim standen oben über ihm, ein jeder von ihnen hatte sechs Flügel; mit zweien deckten sie ihre Angesichter, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit. Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward mit Rauch erfüllt. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das auch unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen! Da flog einer der Seraphim zu mir, der hatte eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen; und er berührte meinen Mund und sprach: Siehe, das hat deine Lippen berührt; deine Schuld ist weg und deine Missetat gesühnt! Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! (Jesaja 6,1-8 *)

Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat, daß du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrest bis zur Erscheinung unsres Herrn Jesus Christus, welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1.Timotheus 6,13-16 *)

Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg. Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Hättet ihr mich erkannt, so würdet ihr auch meinen Vater kennen; und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe; und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde in dem Sohne. Wenn ihr etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, daß er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; ihr aber kennet ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich komme zu euch. Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, denn ich lebe, und auch ihr sollt leben! An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Da spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht; und doch ist das Wort, das ihr höret, nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz errege sich nicht und verzage nicht! Ihr habt gehört, daß ich sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubet, wenn es geschieht. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts. Damit aber die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater befohlen hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen! (Johannes 14  *)

HEILIG - HEILIG - HEILIG

Nach Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, des Festes, in dem der Leib Christi in der Gemeinde Jesu eine neue Gestalt angenommen hat, wendet sich mit dem Sonntag Trinitatis der Blick zurück auf die Erhabenheit unseres Gottes.

Diesem Gott begegnet Jesaja in einem Gesicht. Er hört die Seraphim rufen: „Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit.“ Er empfindet, dass die Erde vor der Gewalt des großen Gottes erbebt und er spricht: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das auch unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen!“ Und was geschieht, warum rief Jesaja dieses „Wehe mir, ich vergehe!“ Im Angesicht des mächtigen Gottes ist er sich seiner Unzulänglichkeit, seiner Sündhaftigkeit, seiner Niedrigkeit bewusst. Aber ein Engel berührt seinen Mund mit feurigen Kohlen. Er wird rein und hört nun die Stimme des HERRN, der fragt: „Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?“ Da spricht Jesaja: „Hier bin ich, sende mich!“

Erst der durch die feurigen Kohlen gereinigte Jesaja vernimmt die Stimme des HERRN. Es ist nicht ein lauter Befehlston, den er vernimmt, sondern es ist ein Fragen, fast eine Bitte. Da ist der allmächtige HERR der Heerscharen - und er hat eine Bitte. Welch ein Gegensatz. Und gerade in diesem Gegensatz sehen wir unseren Gott, der uns liebt. Er arbeitet nicht mit Blitz und Donner, sondern er liebt uns und fragt freundlich. Erst der gereinigte Jesaja hört überhaupt diese Frage und er ist in der Lage zu sprechen: „Hier bin ich, sende mich!“

Kann es sein, dass Jesaja dem lebendigen Gott begegnet ist, und sei es auch nur in einem Gesicht? Wen hat Jesaja da eigentlich geschaut?

... welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann

Hat Paulus sich getäuscht, als er an Timotheus diese Worte schrieb? Oder war das, was Jesaja schaute nur die Einbildung eines überspannten, jungen Mannes? Müssen wir das Alte Testament hier durch das Neue Testament korrigieren? Wir blicken doch auf Jesus Christus, wir erwarten, dass er wiederkommt, dass er uns zu sich holt. Er ist doch der Messias des lebendigen Gottes, des Vaters.

Paulus hat doch völlig recht. Wenn wir auch mit all der Unzulänglichkeit unseres Verstandes den Gedanken „allmächtiger Gott” denken, dann wird doch sofort klar, dass das in unserer Welt mit ihren drei Dimensionen, eingemauert in die Zeit, völlig undenkbar ist. Wer hat Macht über die Vergangenheit? Sie ist, wie sie ist. Man kann versuchen, sie zu verstehen. Aber sie ist aus der Gegenwart heraus nicht zu beeinflussen. Was würden wir darum geben, wenn wir einige Fehlentwicklungen der Vergangenheit ungeschehen machen könnten. Wenn Gott allmächtig ist, dann kann er das, was für uns völlig undenkbar ist. Aber wie soll er das können?

Oder lesen wir die Schöpfungsgeschichte: Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. (1.Mose 1,3 *) Gott spricht und es geschieht. Andererseits lesen wir über den verstorbenen Lazarus, von dem seine Schwester sagte: „Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier.“ Und Jesus ruft Lazarus: „Lazarus, komm heraus!“ und weiter „Und der Verstorbene kam heraus …“ Ist dies nicht ein Vorgang wie bei der Schöpfung: Jesus ruft ins Leben und die tote Materie gehorcht. Aber es ist nicht Jesus, der hier handelt, es ist der allmächtige Gott, denn Jesus betet, bevor er Lazarus ruft: „Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. Doch ich weiß, daß du mich allezeit erhörst; aber um des umstehenden Volkes willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, daß du mich gesandt hast.“ Der allmächtige Gott hat in unserem beschränkten dreidimensionalen Raum und in unserer Zeit gehandelt. Es war ein zeitbezogenes Handeln, denn Lazarus ist wieder gestorben. Und er hat durch Jesus gehandelt, er hat nicht selbst gehandelt, er hat nicht von außen eingegriffen. Durch Jesus ist er in Raum und Zeit gekommen, und duch ihn hat er gehandelt.

Wer mich sieht, sieht den Vater

Jesus, wie kannst du so etwas sagen. Hat nicht gerade die Begebenheit mit Lazarus gezeigt, dass der Vater größer ist als du und das von ihm die Macht ausgeht, hast du uns das nicht gelehrt. Und nun sprichst du solch einen Satz?

Andererseits, wenn wir ein wenig darüber nachdenken, ist dieser Satz Jesu völlig konsequent und logisch: Wenn Gott, der Vater, für unsere Welt zu groß ist, weil er über der Zeit, außerhalb der Zeit steht, wie können wir dann irgend etwas von einem solchen Gott sehen? Wir sehen immer nur das, was jetzt passiert. Die Vergangenheit ist für uns verblassende Erinnerung, die Zukunft ist für uns dunkel. Was wir von ihr sehen ist aus unseren Hoffnungen und Ängsten und ein wenig auch aus unseren Erfahrungen geboren. Wenn die Dinge dann geschehen, ist es doch ganz anders, als wir es erwartet haben. Prophetie ist ja nur möglich, wenn der Prophet aus der Gegenwart heraus in die Zukunft blicken kann. In unserem Raum, in unserer Zeit ist das völlig ausgeschlossen. Aber für Gott muss es doch möglich sein, denn die Bibel ist voll von Prophetien. Das Alte Testament wird wesentlich von prophetischen Büchern getragen, die auf Jesus hinweisen. Jesus hat die Zerstörung Jerusalems vorhergesagt, die 70 n.Chr. eingetreten ist. Und schließlich haben die alten Propheten die Staatwerdung Israels vorhergesagt, die wir 1948 erlebt haben.

Es gibt eine sehr feine Formulierung, mit der Johannes das Buch der Offenbarung einleitet und in der er schreibt: Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Bälde geschehen soll; und er hat sie kundgetan und durch seinen Engel seinem Knechte Johannes gesandt, (Offenbarung 1,1 *) Es ist also nicht Jesus Christus, der die Offenbarung gibt, es ist Gott, der Vater, der sie seinem Sohne gibt, damit der seinen Knechten zeigen kann, „was in Bälde geschehen soll“. Ganz offenbar steht Jesus nicht über der Zeit, wohl aber Gott der Vater. Dazu passt auch Apostelgeschichte 1,7 *. Dort redet Jesus von seiner Wiederkunft und sagt dazu: Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;

Was geschieht denn, wenn ein höherdimensionales Wesen in eine niedrigerdimensionale Welt eindringt? Nun, mathematisch ist das völlig klar, es geht gar nicht. Nur ein Teil, ein sogenannter Schnitt, anschaulich gesprochen ein Ausschnitt, passt in die Welt mit der niedrigeren Dimension. Wenn ich meinen Finger in Wasser tauche, dann ist mein Finger in der Wasseroberfläche nur ein kleiner Kreis. Wenn ich dann einen zweiten Finger in die Wasseroberfläche tauche, erscheine ich in der Wasseroberfläche wie zwei unzusammenhängende Kreise. Und wenn ich ganz hineinspringe, dann bin ich für die Wasseroberfläche ein recht großer Kreis. Und wenn ich dann untertauche, dann bin ich für die Wasseroberfläche wieder verschwunden. Und es ist auch klar, dass alles, was man von mir innerhalb der Wasseroberfläche sehen kann, eines der Objekte ist, die ich eben beschrieben habe, etwa der kleine Kreis, wenn ich einen Finger ins Wasser stecke.

Und damit ist Jesu Wort plötzlich völlig klar. Und es ist auch klar, warum es so etwas wie eine Trinität geben muss, wenn der allmächtige Gott mit den Menschen in Beziehung treten will:

Als Gott die Welt geschaffen hat, hat er ihr Raum und Zeit als Grenzen gesetzt. Er hat uns genau drei Dimensionen zur Verfügung gestellt, praktisch nur zwei, die Oberfläche der Erde, aber er hat uns Menschen als dreidimensionale Körper erschaffen, die sich auch in alle drei Dimensionen bewegen können, wenn auch in der dritten Dimmension nur in einem sehr beschränkten Rahmen. Einen Fixstern außerhalb der Sonne werden wir wohl nie erreichen, ganz zu schweigen von anderen Galaxien. Um in dieser Welt überhaupt präsent zu sein, musste er, im Bild gesprochen, seinen Finger in diese Welt tauchen. Das, was in dem Bild mit der Wasseroberfläche ein Kreis ist, das ist Jesus Christus für die Welt. Er ist der Teil des allmächtigen Gottes, der in unsere Welt hineinragt. Deshalb schreibt der Hebräerbrief auch: Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat; welcher, da er die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens ist und alle Dinge trägt mit dem Wort seiner Kraft, und nachdem er die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst vollbracht, sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat (Hebräer 1,1-3 *) Und Paulus schreibt über Jesus Christus: in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden; welcher das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Kreatur. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel Gott , daß in ihm alle Fülle wohnen sollte und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst (dadurch daß er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes) durch ihn, sowohl was im Himmel, als auch was auf Erden ist. (Kolosser 1,14-20 *)

Und so sagt Jesus mit Recht: „Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen!“ Mehr als Jesus Christus ist von Gott in unserer Welt nicht zu sehen. Jesaja hat Jesus gesehen, als er sprach: „Wehe mir, ich vergehe!“ Jesus selbst betont das vor den Pharisäern: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich! (Johannes 8,58 *) Er spielt damit auf das Erlebnis Moses an, als er Gott am brennenden Dornenbusch begegnet und Gott ihm seinen Namen offenbart: Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt. (2.Mose 3,14 *) Es ist Jesus, dem Mose hier begegnet, genauso auf dem Berg Sinai. Das ist das Geheimnis der Trinität.

Eine bittere Konsequenz hat dieses für die Nachfolger Mohammeds: Wenn sie mit Allah wirklich den einen Gott meinen, der die Welt geschaffen hat, dann muss man ihnen sagen, dass sie ihn nur in Jesus sehen können. Wenn sie nicht auf Jesus blicken, dann blicken sie von Allah weg. Wenn sie Jesus zu einem Menschen machen, dann machen sie Gott selbst zu einem Menschen. Mit Jesus stellen wir nichts neben Gott, sondern mit Jesus reden wir von dem, was von Gott in dieser Welt und dieser Zeit erkennbar ist.

Der Heilige Geist

Und Gott macht sich noch kleiner, als er sich in Jesus Christus schon gemacht hat. Er will in uns Wohnung nehmen. Auch dies macht Jesus in seinen Abschiedreden deutlich: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Johannes 14,23  *) Wenn wir davon ausgehen müssen, dass Gott, der Vater, nicht in diese Welt hineinpasst, weil er über unsere zeitlichen und räumlichen Beschränkungen weit hinausragt, dann gilt es doch viel mehr, dass Gott, der Vater, nicht in uns kleinen Menschen Wohnung nehmen kann. Aber Jesus sagt, dass es genau so ist. Dieser allmächtige Gott nimmt in mir kleinem Menschen mit all meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten Wohnung. Ja, so klein macht sich der allmächtige Gott. Und er tut es im Heiligen Geist. So wie Jesus der Teil des allmächtigen Gottes ist, der in unseren Raum und unsere Zeit hineinpasst, so ist der Heilige Geist der Teil des allmächtigen Gottes, der in mir Wohnung genommen hat.

Danke Jesus, dass DU den Tröster gesandt hast und er Wohnung in mir genommen hat.

Fazit

Die Trinität ist nicht ein theologisches Konstrukt, das man sich im Laufe der Kirchengeschichte ausgedacht hat. Sie ist die Konsequenz der Tatsache, dass beides gilt:

Gott ist der allmächtige Gott, er ist größer als unsere Zeit und unser Raum. Er ist uns damit unendlich fern. Aber er ist in Jesus Christus in unsere Zeit und in unseren Raum hineingegangen und hat im Heiligen Geist in uns Wohnung genommen. Welch eine große Botschaft von der Liebe Gottes offenbart sich in dem, was wir in unserer ganzen Unzulänglichkeit als Trinität bezeichnen.

Mögen noch viele Menschen erkennen, welche Kraft darin verborgen ist, dass Gott, der allmächtige Vater, in uns Wohnung nehmen will.

Zum Weiterlesen

Ausführlicher sind diese Zusammenhänge in zwei Vorträgen dargestellt, die ich verschiedentlich gehalten habe. Dort finden sie auch Filme, die simulieren, was geschehen würde, wenn ein vierdimensionaler Würfel oder eine vierdimensionale Kugel in unseren dreidimensionalen Raum eindringt:

Vortrag über die Größe Gottes

Vortrag über Gott und die Zeit

Darüberhinaus stehen noch weitere Texte zur Trinität zur Verfügung:

Bibelarbeit über die Trinität

Gedanken zum Sonntag Trinität

Heilig, heilig, heilig







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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 1,3
1
Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.Und Gott sah, daß das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis;und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Und es ward...
22.Mose 3,14
1
Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt.Und nochmals sprach Gott zu Mose: Also sollst du zu den Kindern...
3Jesaja 6,1-8
1
Im Todesjahre des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Throne, und seine Säume füllten den Tempel.Seraphim standen oben über ihm, ein jeder von ihnen hatte sechs Flügel;...
4Johannes 8,58
1
Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie...
5Johannes 14
1   2
Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich!In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.Und...
6Apostelgeschichte 1,7
1
Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch...
7Kolosser 1,14-20
1
in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden;welcher das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Kreatur.Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was...
81.Timotheus 6,13-16
1
Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat,daß du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrest bis zur Erscheinung...
9Hebräer 1,1-3
1
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn,welchen er zum Erben von allem eingesetzt,...
10Offenbarung 1,1
1
Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Bälde geschehen soll; und er hat sie kundgetan und durch seinen Engel seinem Knechte Johannes gesandt,welcher das...




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