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Festtage

Pfingsten 2022

... Simon wird zum Petrus

 


Zusammenfassung

Pfingsten ist ein Wendepunkt im Leben des Simon Petrus. Zunächst wir er aufgefordert, in Jerusalem zu warten. Dies ist für einen Macher wie Simon Petrus keine leichte Aufgabe. Und so schiebt er in das Warten eine Gemeindestunde ein, um einen Nachfolger für Judas Iskarioth zu wählen. Aber als das Pfingstereignis dann geschieht, ist er hell wach und verkündigt, was verkündigt werden muss. Es wird die Frage gestellt, ob wir in unserer Gemeindearbeit auch solche Phasen des wachen Wartens brauchen, denn Ereignisse wie Pfingsten sind ein souveränes Handeln Gottes und bedürfen nicht unserer organisatorischen Hilfestellung. Welche Funktion hat das Warten auf das Handeln Gottes in meinem Leben?

Schlagwörter: Bibel - David - Gott - Heiliger Geist - Hoherpriester - Jesus - Joel - Judas Iskarioth - Lukas - Passah/Pessach - Paulus - Pfingstfest - Schawuot - Schriftgelehrter - Simon Petrus - Sohn - Stephanus - Strack/Billerbeck - Trinität - Vater

Bereich Ausarbeitungen

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Die Bedeutung der Ausgießung des Heiligen Geistes für die Kirche damals und heute

Pfingsten 2021
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Inhaltsverzeichnis

Simon Petrus verwaltet die Kirche

Kein Automatismus - Vom Empfang des Heiligen Geistes

Pfingsten ereignet sich

Die Pfingstpredig des Petrus

Zurückweisung der Verdächtigungen

Das verbindende alttestamentliche Wort

Das Bekenntnis zu Jesus von Nazareth

Und wieder das Verbindende, der Bezug auf König David

JESUS - der erhöhte Herr

Der Aufruf zum Handeln

Der Simon, der zum Petrus wurde.

Einfach einmal nichts tun, sondern die Angelegenheit Gott hinlegen

Simon Petrus verwaltet die Kirche

Noch ist das Fest der Pfingsten weit. Jesus hat nach seiner Auferstehung den Jüngern eine Reihe von Anweisungen gegeben, auch eine Anweisung mit prophetischem Blick auf Pfingsten: Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, von Jerusalem nicht zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, welche ihr, so sprach er , von mir vernommen habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geiste getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. (Apostelgeschichte 1,4-5  *) Und die Jünger gehorchen Jesus und gehen nach Jerusalem. Dort versammeln sie sich mit vielen Anhängern Jesu: Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben, nämlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. Diese alle verharrten einmütig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. (Apostelgeschichte 1,13-14   *) Kennen wir solche Situationen: Die Gemeinde versammelt sich zum Gebet und wartet auf das, was Gott tut. Diese Geschichte ist einfach zu lesen, wenn man das Pfingstereignis schon kennt. Aber diese 120 Menschen sind versammelt, beten und es geschieht einige Tage, vielleicht 10 Tage lang, nichts. Wenn wir eine Stunde lang zusammen „nur“ beten, dann ist das schon eine große Herausforderung, die Lücken werden immer länger, Gebete wiederholen sich ... Unser Verstand, der Aktionen erwartet, driftet ab. Irgendwann hören wir nicht mehr zu, wenn ein anderer betet. Und dann trauen wir uns nicht mehr zu beten, denn wir könnten ja das wiederholen, was im vorangehenden Gebet bereits gesagt worden ist. Da dies vielen so geht, verstummt dann bald die Gebetsgemeinschaft oder wird nur noch von wenigen getragen.

10 Tage im Gebet ausharren? Das ist kaum vorstellbar. Und doch erwartet es Jesus von seinen Jüngern: „Wartet die Verheißung des Vaters ab!“ Warten, dass Gott etwas tut. Wir wissen nur, dass sie gebetet haben. Wir hören nichts von einem Reden Gottes, wir hören nicht, ob sie nachts in irgendwelche Privatquartiere gegangen sind oder in diesem Obergemach geblieben sind.

Warten, das Gott etwas tut. Haben wir uns dieser Spannung schon einmal ausgesetzt? Diese Menschen mussten durch diese Spannung hindurch, um sich als Gemeinde Jesu zu entfalten, um eine neue Qualität zu gewinnen, die Leitung durch den Heiligen Geist, den Beistand, den Tröster:

Jesus mutet seiner Gemeinde zu, dass sie auf diesen Geist wartet. Dieser Geist war also noch nicht da, als sich die 120 Jünger in Jerusalem versammeln. Es reicht also nicht, mit Jesus mitzugehen und seine Predigten zu hören. Es reicht auch nicht, Zeuge der Auferstehung zu sein. Es reicht auch nicht, im Gebet zu verharren, denn das taten die Jünger ja gerade. In Blick auf Pfingsten gibt uns Jesus eine ganz klare Botschaft: „Wartet die Verheißung des Vaters ab!“ Ist uns das eigentlich klar, dass der Heilige Geist durch aktives Handeln Gottes gesandt wird, dass er nicht durch das Gebet selbstverständlich und sozusagen nebenbei erworben wird.

Wir kommen damit zurück zu Simon Petrus:

Und in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den Jüngern auf und sprach (es waren aber etwa hundertzwanzig Personen beisammen): (Apostelgeschichte 1,15   *) Simon Petrus steht auf und spricht. Später werden wir Simon Petrus als einen Mann erleben, der durch Offenbarungen des Geistes in seinen Handlungen beeinflusst wird: So wird er etwa in einer Vision vorbereitet, Heiden zu taufen (Apostelgeschichte 10 *). Damit legt Gott den Grundstein für einen erfolgreichen Verlauf des Apostelkonzils (Apostelgeschichte 15 *) und die Heidenmission. Hier aber steht Simon Petrus auf und redet und wir lesen nichts von einer Beauftragung durch den Heiligen Geist.

Können wir uns hier nicht gut wiederfinden? Wir sehen, was zu tun ist und tun es. Da wir auch beten, gehen wir davon aus, dass Gott schon reden wird, wenn er nicht einverstanden ist. Gott wird da so etwas wie eine Vetomacht in meinem Leben. Gott kann ja immer in unsere Angelegenheiten hineinreden, wenn er es für erforderlich hält. Grundsätzlich ist gegen eine solche Haltung nichts zu sagen. Aber hier stand ein Wort Jesu entgegen: „Wartet die Verheißung des Vaters ab!“ Und so dürfen wir in aller Vorsicht und mit Respekt vor dem Lebenswerk des Simon Petrus doch fragen, ob er hier nicht einfach dieser Spannung des Wartens auf den Heiligen Geist nicht standgehalten hat und deshalb diese Wahl anberaumt hat. Jesus selbst wird später einen Heidenapostel berufen (Apostelgeschichte 9  *).

So zeigt diese Begebenheit, die Lukas völlig ohne Bewertung berichtet, wie schwierig es ist, auf das Handeln Gottes zu warten, selbst, wenn ein klares Wort Jesu uns dazu auffordert. Wir möchten gerne etwas tun, Dinge entwickeln, mit dem, was wir tun, Eindruck machen. Dann wundern wir uns über den Stress, der entsteht. Dieser Text ermutigt uns, auch einmal zu fragen, ob es in unserem Leben nicht auch Phasen gibt, in denen Jesus zu uns sagt: „Wartet die Verheißung des Vaters ab!“ Selbst, wenn man in aller Stille solch eine Webseite betreibt, kann man Stress erzeugen, weil man doch gerne noch dies oder jenes schreiben möchte, bearbeiten möchte oder verbessern möchte. Und manchmal wird Gott im Himmel sich darüber wundern und sagen: „Ich habe ihm das nicht aufgetragen ...“

Kein Automatismus - Vom Empfang des Heiligen Geistes

In Apostelgeschichte 19  * lesen wir, dass Paulus in Ephesus etliche Jünger fand und sie fragte: „Habt ihr den heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Man darf also gläubige Nachfolger Jesu fragen, ob sie den Heiligen Geist empfangen haben, als sie gläubig geworden sind. So etwas gibt es also. Das heißt also für jeden von uns, dass wir uns auch fragen müssen: „Habe ich den heiligen Geist empfangen?“ Der Heilige Geist ist also keine Selbstverständlichkeit.

Habt ihr den heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber sprachen: Wir haben nicht einmal gehört, ob ein heiliger Geist sei! Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sprachen: Auf die Taufe des Johannes. Da sprach Paulus: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft und dem Volke gesagt, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Christus Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. (Apostelgeschichte 19,2-5   *)

Paulus fragt nach der Taufe und tauft dann noch einmal auf den Namen Jesu. Heute taufen wir auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wir könnten also einwenden, dass das, was Paulus hier macht, auch nicht so ganz richtig ist. Aber der Taufe dieser Menschen aus Ephesus, denen Paulus anerkennt, dass sie gläubig sind, folgt etwas ganz Entscheidendes: Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten. (Apostelgeschichte 19,6   *)

Dabei sind zwei Dinge wichtig und sollten in unserer Gemiendepraxis ernst genommen werden:

Wenn Paulus ihnen die Hände auflegt, dann wird dies schon ein Gebet gewesen sein, bei dem Paulus diesen Jüngern die Hände aufgelegt hat. Aber es wird nicht nur ein Gebet gewesen sein, bei dem Paulus diese Menschen Gott anbefohlen hat, um Schutz und Gesundheit für diese Menschen gebetet hat, sondern es wird die Bitte an Gott gewesen sein, diese Menschen mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen. Manchmal wundere ich mich, wie über Täuflingen gebetet wird. Es ist gut und richtig, in diesem Augenblick um Bewahrung und Gesundheit zu bitten. Aber das eindeutig Wichtigste in diesem Augenblick ist, dass um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebetet wird.

Wenn wir um die Erfüllung durch den heiligen Geist bitten, dann sind wir damit mit unserer Kunst am Ende. Jetzt muss Gott handeln und diese Erfüllung schenken. Und diese Erfüllung geht nicht spurlos an einem Menschen vorüber. Wir hören von diesen zwölf Menschen aus Ephesus: Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten. (Apostelgeschichte 19,6  *) Wir hören nicht, ob das direkt nach der Handauflegung geschah oder erst später. Aber wir hören ganz klar, dass das Gebet des Paulus Folgen hatte: Zungenrede und Weissagung.

Nun ist es bestimmt nicht richtig, wenn wir diese beiden Gnadengaben zum Kriterium machen. „Nur wer in Zungen redet, hat den Heiligen Geist!“ Solche Überlegungen sind von menschlichem Besitzdenken geprägt. Wenn dieses Zeichen eintritt, dann besitze ich etwas, nämlich den Heiligen Geist. Auch hier ist Gott souverän und begabt den einen Menschen so und den anderen Menschen so. Paulus schreibt an die Korinther: 1.Korinther 12,1-11 *: Über die Geistesgaben aber, meine Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisset, daß ihr, als ihr Heiden waret, euch zu den stummen Götzen hinziehen ließet, wie ihr geleitet wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand, der im Geiste Gottes redet, sagt: «Verflucht sei Jesus!» es kann aber auch niemand sagen: «Herr Jesus!» als nur im heiligen Geist. Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch ist es derselbe Geist; auch gibt es verschiedene Dienstleistungen, doch ist es derselbe Herr; und auch die Kraftwirkungen sind verschieden, doch ist es derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Einem jeglichen aber wird die Offenbarung des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen. Dem einen nämlich wird durch den Geist die Rede der Weisheit gegeben, einem andern aber die Rede der Erkenntnis nach demselben Geist; einem andern Glauben in demselben Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen in dem gleichen Geist; einem andern Wunder zu wirken, einem andern Weissagung, einem andern Geister zu unterscheiden, einem andern verschiedene Arten von Sprachen, einem andern die Auslegung der Sprachen. Dieses alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden persönlich zuteilt, wie er will. Dieser Text macht uns deutlich, wie vielfältig die Gaben des Heiligen Geistes sind, nicht nur Zungenrede und Weissagung, sondern Dienstleistungen, Kraftwirkungen, Offenbarungen, Weisheitsrede, Erkenntnis, Glauben, Heilung, Wunderwirkung, Weissagung (Prophetie), Geisterunterscheidung, Reden in anderen Sprachen (Zungenrede) und die Auslegung der Zungenrede. Was der Heilige Geist jedem einzelnen gibt, entscheidet der Geist selbst. Aber dass er begabt, das ist die feste Zusage Jesu.

Wir sind also gefordert, uns zu überprüfen, welche Gaben des Heiligen Geistes wir haben. Dabei sollten wir nicht zu vorschnell sein. Die Gemeinde hat die Aufgabe zu prüfen, ob eine bestimmte Gabe von Gott ist oder nicht. Und das kann auch heißen, dass wir manchmal zu warten haben, bis der Heilige Geist uns Dinge offenbart.

Ein Kriterium gibt uns Paulus an die Hand. Er schreibt an die Galater über die Frucht des Heiligen Geistes: Galater 5,22 *: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Diese Frucht ist ein Ganzes. Wo der Heilige Geist wirkt, da ist diese Frucht. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn Streit unter uns ist, wenn Kälte und Ungeduld unsere Arbeit belasten, dann stimmt etwas nicht in unserem geistlichen Leben. Dann gilt es nicht, den Übeltäter zu identifizieren, dann bin ich gefragt, ob ich genügend Liebe besitze, ob ich Freude ausstrahle, ob ich Frieden bringe, ob ich geduldig, freundlich, gütig, treu sanft und enthaltsam bin. Oder ob ich nach dem Zeitgeist lebe, der gerade Enthaltsamkeit überhaupt nicht mag: „Ich will alles und zwar sofort!“ Dabei tut uns nicht nur beim Alkohol der Verzicht manchmal auch körperlich wohl.

Wieder haben uns diese Betrachtungen dahin geführt, dass wir auf den Heiligen Geist und sein Wirken zu warten haben. Wir können es nicht machen. Und es dient unserem HERRN auch nicht zur Ehre, wenn wir mit unseren geistlichen Erfahrungen prahlen und dabei auch noch - natürlich nur zur Ehre Gottes - übertreiben.

Pfingsten ereignet sich

Pfingsten ereignet sich. Das Schawuot ist ein jüdisches Fest, das sieben Wochen nach dem Passahfest gefeiert wird. Es ist das Erntedankfest, denn um diese Zeit wird in Israel der erste Weizen geerntet. Die Jünger waren wegen dieses Festes vermutlich im Tempel. Allerdings ist das nicht ganz eindeutig, denn es wird nur davon gesprochen, dass „vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde“ entstand. Es erfüllte „das ganze Haus, worin sie saßen.“ Allerdings ensteht jetzt ein Massenauflauf wegen des Getöses und Menschen aus allen Nationen erscheinen: Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadocien, in Pontus und Asien; in Phrygien und Pamphylien, in Ägypten und in den Gegenden Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unsern Zungen die großen Taten Gottes verkünden! (Apostelgeschichte 2,9-11  *) Ein solcher Massenauflauf ist wohl eher in der Nähe des Tempels zu erwarten. Allerdings ist Jerusalem zur Zeit der großen Feste mit Pilgern überfüllt, so dass die Vermutung, es handele sich um den Tempel, nicht zwingend ist.

Darauf kommt es auch nicht an, entscheidender ist die Reaktion dieser Pilgerschar aus allen Regionen des römischen Weltreiches. Denn nun geschieht eine Scheidung zwischen den Menschen und diese Trennung ist typisch für das Wirken des Heiligen Geistes: Sie erstaunten aber alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum andern: Was soll das sein? Andere aber spotteten und sprachen: Sie sind voll süßen Weines! (Apostelgeschichte 2,12-13   *)

Der natürliche Mensch sucht sofort einen Ausweg, wie er sich dem Handeln Gottes entziehen kann. Bei den Wundern Jesu war es nicht anders: Und er trieb einen Dämon aus, der stumm war. Es begab sich aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber von ihnen sprachen: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. (Lukas 11,14-15 *) Dieses Verhalten der Umstehenden sollte uns zur Warnung dienen. Denn wir müssen bei solchen Vorgängen vorsichtig sein. Nehmen wir als Beispiel die Pfingstbewegung in Europa, die Anfang des 20. Jahrhunderts begann (WIKIPEDIA). Sicher ist nicht alles, was in der Frühzeit der Pfingstbewegung geschehen ist, vom Geist Gottes getrieben gewesen. Manche Prophetie war nicht von Gott, sondern zum höheren Ruhme des Propheten, der damit Eindruck schinden wollte. Aber umgekehrt hat es auch echte Prophetie gegeben. Manche Bibelstelle haben wir unter dem Eindruck dessen, was in den charismatischen Bewegungen geschah, neu gelesen. Die Tatsache, dass nicht alles aus dem Heiligen Geist heraus geschah, ist kein Vorwand, alles als dämonisch abzutun, sondern es gilt: Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt. (1.Johannes 4,1 *)

So ist dies eine Bitte, die wir nicht nur zu Pfingsten vor Gott bringen sollten: Dass ER uns die Augen öffnet für die großen Taten, die er auch heute noch tut. Und das ER uns die Gabe der Geisterunterscheidung gibt, so dass wir ihn und sein Handeln klar und deutlich sehen.

Die Pfingstpredig des Petrus

Als die Gemeinde Jesu angegriffen wird, da steht Simon Petrus auf und die restlichen Jünger sind bei ihm, keiner verdrückt sich wie noch bei der Kreuzigung:

Da trat Petrus mit den Elfen auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte! Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet; denn es ist erst die dritte Stunde des Tages; sondern dies ist, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: «Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen. Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der große und offenbar werdende Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen, daß jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, errettet werden wird.» Ihr israelitischen Männer, höret diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, von Gott bei euch erwiesen durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn tat, mitten unter euch, wie ihr selbst wisset; diesen, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände ans Kreuz geheftet und getötet. Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Bande des Todes löste, wie es denn unmöglich war, daß er von ihm festgehalten würde. Denn David spricht von ihm: «Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke. Darum freut sich mein Herz, und meine Zunge frohlockt, auch mein Fleisch wird ruhen auf Hoffnung; denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht!» Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden von dem Stammvater David: er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide verheißen hatte, aus der Frucht seiner Lenden einen auf seinen Thron zu setzen, hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung Christi geredet, daß seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein Fleisch die Verwesung sehe. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr jetzt sehet und höret. Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgefahren, sondern er sagt selbst: «Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße.» So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird. Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber eine Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; die Güter und Habe verkauften sie und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es bedurfte. Und täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich solche, die gerettet wurden, zur Gemeinde hinzu. (Apostelgeschichte 2,14-47   *)

Auch hier lesen wir nicht, dass Simon Petrus eine besondere Anweisung von Gott hatte, jetzt zu reden. Die Gemeinschaft der Gläubigen wurde verspottet und Simon Petrus sah sich gefordert zu handeln, Zeugnis abzulegen von dem was dort geschah. Wer keine persönliche Erfahrung mit dem Heiligen Geist hat, wird dies nur schwer nachvollziehen können. Simon Petrus ist klar, das hier ein Zeichen gesetzt werden muss. Er muss sich vor die Brüder stellen, die hier der Trunkenheit bezichtigt werden. Als er aufstand, war ihm vermutlich nur klar, dass er den Vorwurf der Trunkenheit zurückweisen musste. Und dann vollzog sich, was Jesus Christus seinen Jünger versprochen hatte: Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse überliefern und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben. So nehmet euch nun zu Herzen, daß ihr eure Verteidigung nicht vorher überlegen sollt; denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher alle eure Widersacher nicht sollen widersprechen noch widerstehen können. (Lukas 21,12-15 *) Jesus selbst war ihm „Mund und Weisheit“ Auch Simon Petrus hatte ja nicht gewusst, dass heute der Heilige Geist ausgegossen werden würde, dass die Verheißung Jesu sich heute erfüllen würde. Er hatte auch keine „spontane“ Rede vorbereitet, die er schnell einmal aus der Rocktasche ziehen konnte. Diese Predigt geschah, sie ereignete sich. Sie war eine unmittelbare Wirkung des Heiligen Geistes.

Einmal saßen wir im Gottesdienst und erwarteten einen Gastprediger. Aus irgendwelchen Gründen kam dieser Gastprediger nicht und wir merkten, dass wir den Gottesdienst ohne ihn beginnen mussten. Wir haben uns als Gemeindeleitung vorne hingesetzt und jeder war dran, so wie wir saßen und musste entweder ein Lied vorschlagen, ein Gebet sprechen oder einen anderen Beitrag liefern, was immer er für richtig hielt. Ich blätterte in meiner Bibel und suchte einen Text für eine kleine Predigt. Hinterher sagte mir eine Gottesdienstbesucherin, sie habe noch nie einen Gottesdienst erlebt, der so aus einem Guss war. Leider haben wir es nie wieder probiert, aber als spontanes Erlebnis hat es uns doch in unserem Glauben an das Wirken des Geistes bestärkt.

Zu einer anderen Gelegenheit redet Jesus noch zugespitzter darüber, wer uns inspiriert: Wenn sie euch aber hinführen und überliefern werden, so sorget nicht zum voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der heilige Geist. (Markus 13,11 *) Es ist nicht wirklich Simon Petrus, der dort redet, es ist der Heilige Geist. Das hat erhebliche Konsequenzen. Wenn wir in der Predigt also ein Dokument des Redens des Heiligen Geistes vor uns haben, dann können wir damit nicht unmittelbar auf Simon Petrus und seine Art zu reden zurückschließen. Wieweit das Reden des Heiligen Geistes auf die Sprache des Predigers durchschlägt, mag jeder selbst beurteilen. Die literaturgeschichtliche Betrachtungsweise der Bibel ohne die Beachtung des Einflusses „von außen“, durch Jesus selbst und sein Reden und durch den Heiligen Geist hat also immer eine offene Flanke, weil sie etwas, das Bestandteil unseres Glaubens ist, völlig ignoriert. Das macht sie für die Beurteilung von Glaubensfragen wertlos. Denn dies ist jedem Menschen, der sich ein wenig mit wissenschaftlichem Denken befasst hat, klar: Wenn ich in einer Theorie bestimmte Phänomene ignoriere, also als nicht existent betrachte, dann kommt aus meiner Analyse natürlich heraus, dass es diese Dinge nicht gibt. Bezieht man andererseits das Wirken des Heiligen Geistes mit ein, dann entsteht die Frage, was literarisch als Wort des Simon Petrus und was als Wort des Heiligen Geistes zu gelten hat. Es wird dann schnell klar, dass die literaturgeschichtliche Betrachtungsweise damit schnell in eine Sackgasse gerät.

Simon Petrus hält eine faszinierende Predigt.

Zurückweisung der Verdächtigungen

Zunächst weist Simon Petrus die Anschuldigungen zurück. Er beschimpft auch nicht die, die solche Anschuldigungen in die Welt setzen, er weist sie klar zurück und wendet sich einer positiven Deutung zu. Diese Deutung ist ihm wichtig, nicht die Auseinandersetzung mit den Gegnern.

Das verbindende alttestamentliche Wort

Er zitiert den Propheten Joel: „Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen; und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen; und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen; die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn da kommt der große und schreckliche Tag des HERRN. Es soll aber geschehen, daß ein jeder, der den Namen des HERRN anruft, gerettet wird; denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine Zuflucht sein, wie der HERR versprochen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“ (Joel 2,28-32 * oder Joel 3,1-5 je nach Zählung) Er sucht zunächst das Verbindende, nicht das Trennende, er zitiert das Alte Testament, das Wort, das von allen Umstehenden als Wort Gottes anerkannt wird. Er hält sich auch nicht damit auf, dass man vielleicht argumentieren könnte, dass das Wort sich ja nicht vollständig erfüllt hat, denn das Wort: „Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut!“ ist ja ganz offensichtlich zu Pfingsten nicht erfüllt worden. Er stellt diese Zitat mit apostolischer Gewissheit in den Raum und diskutiert es nicht, sondern kommt zum nächsten Punkt:

Das Bekenntnis zu Jesus von Nazareth

Simon Petrus hätte doch wissen müssen, dass die Schriftgelehrten Jesus auch deshalb nicht angenommen haben, weil er aus Nazareth war („Forsche nach, und du wirst sehen, dass aus Galiläa kein Prophet ersteht!“ - Johannes 7,52 *). Auch damit hält er sich nicht auf. Er kommt gleich zu den Fakten:

Prägnanter kann man das Heilshandeln Gottes durch Jesus nicht darstellen. Hier merkt man auch, welche Entwicklung die Jünger seit der Auferstehung Jesu genommen haben, wenn man dieses klare Bekenntnis des Simon Petrus mit den teilweise naiven Fragen der Jünger im Zusammenhang mit den Abschiedsreden vergleicht.

Und wieder das Verbindende, der Bezug auf König David

Auch bei seinem Bekenntnis zu Jesus von Nazareth bleibt Simon Petrus bei den Fakten und vermeidet jedes „Hätte“ - „Könnte“ - „Sollte“. Er kehrt stattdessen zur Bibel, dem Alten Testament zurück und zitiert den König David mit Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er mir zur Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen; denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich überlassen und wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich! (Psalmen 16,8-11 *)

Wieder erfolgt eine klare und unmissverständliche Auslegung dieses Wortes auf die Auferstehung Jesu, die David als ein Prophet vorhergesehen habe. Da gibt es für Simon Petrus keine Diskussion: Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. (Apostelgeschichte 2,32   *)

JESUS - der erhöhte Herr

Nachdem er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr jetzt sehet und höret. (Apostelgeschichte 2,33   *) Simon Petrus weiß, das es dieses Wort Jesu war, dass sein Todesurteil festmachte. Denn auf die Frage des Hoherpriester: „Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?“ antwortet Jesus: „Ich bin's; und ihr werdet des Menschen Sohn sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels!“ Und dieses wurde als Gotteslästerung gewertet und Jesus zum Tode verurteilt. Es war also nicht ungefährlich, was Simon Petrus hier aussprach. Aber er spricht wieder ohne „Wenn“ und „Aber“ über die Erhöhung Jesu durch die rechte Hand Gottes und deutet das Geschehen als Heilshandeln Jesu. Man mag hinzufügen, dass nicht nur das Geschehen, das Brausen vom Himmel und die Feuerzungen Wirkungen des Heilshandelns Jesu sind, sondern dass auch die mutige Pfingstpredigt des Simon Petrus eine Wirkung des Heilshandelns Jesu an seiner Kirche ist.

Und damit wird Pfingsten auch und gerade für die Verantwortlichen in der Kirche, für die, die das Wort verkündigen, zu einer Herausforderung: Darf der Heilige Geist durch mich klar und eindeutig reden. Ist mein persönlicher Glaube so stark, dass mir ein klares und eindeutiges Reden überhaupt abgenommen wird? Bin ich bereit, dass der Heilige Geist mich gebraucht. Redet der Heilige Geist durch mich, oder bin ich ein Filter, der das Wort in wohlschmeckende Dosen verkleinert, die die Heilsbotschaft vom Kreuz hinter einem Nebel verstecken. Es ist sehr hilfreich, diese Predigt einmal unter dem Aspekt zu lesen, wie ich selbst das ausgedrückt hätte, wie ich selbst in einer solchen Situation predigen würde. Und vielleicht daraus einige Konsequenzen zu ziehen. Manchmal sollte man eine gut gemeinte Predigt auch in den Papierkorb werfen und eine Neufassung starten, in der der Heilige Geist mehr Raum hat, die Predigt so wie hier bei Simon Petrus auf den Punkt zu bringen.

Simon Petrus hinterlässt der Synagoge mit seiner Pfingstpredigt ein bleibendes Problem. Er zitiert Psalmen 110,1  *: Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße! Damit nimmt er den Psalmen 110  * für Jesus in Anspruch. Strack/Billerbeck weisen aus dem Talmud eindrücklich nach, wie die Synagoge nach Jesus Schwierigkeiten mit diesem Psalm hatte und ihn auf andere Personen umgedeutet hat, ein Eingeständnis, dass dieser Psalm recht eindeutig von Jesus spricht. Die Darlegungen von Strack/Billerbeck finden sich im 16.Exkurs des Bandes IV.I des Kommentars zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch. Ich habe dazu im Rahmen der Kaiphas-Serie eine kleine Übersicht verfasst: Der Umgang des Talmud mit Psalm 110.

Der Aufruf zum Handeln

So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. (Apostelgeschichte 2,36  *) Simon Petrus beendet seine Predigt mit einem klaren Aufruf: „Erkenne ...“ Eine ganz klare Fokussierung am Ende einer Predigt.

Es verdient schon Bewunderung, wie er diese an sich schon sehr kompakte Predigt noch einmal in einem Satz zusammenfasst und damit seine Zuhörer zwingt zu reagieren.

Die Zuhörer sind von der Predigt betroffen und fragen: „Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?“ Und sie erhalten eine klare Anweisung: „Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird.“ Jetzt beginnt die persönliche Seelsorge, denn es heißt: „Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!“

Wieder wird deutlich, wie furchtlos Simon Petrus geworden ist. Er nennt die Hoherpriester „verkehrtes Geschlecht“. Nichts ist mehr zu spüren von dem ängstlichen Simon Petrus, der vor einer Magd so viel Angst hat, dass er seine Jüngerschaft verleugnet, dass er seine Zugehörigkeit zu Jesus verleugnet.

Der Simon, der zum Petrus wurde.

Hier in Jerusalem ist nichts mehr zu spüren von dem ängstlichen Simon, der seinen Herrn verleugnet. Er sieht sich mit einer Situation konfrontiert, die ihn wie auch alle andere Beteiligte völlig überrascht haben muss. Und in einer spontanen Predigt deutet er diese Situation aus der prophetischen Schrift des Joel und der Psalmen Davids. Er spricht in großer Gewissheit, ohne „Wenn“ und „Aber“. In seiner Rede ereignet sich, was Jesus den Jüngern verheißen hat. Der Heilige Geist selbst gibt ihm die innere Gewissheit und die Worte. So lesen wir hier keine Predigt des Simon Petrus, auch keine Predigt, die Lukas sorgfältigt konzipiert hat, um damit eine besondere Theologie zu transportieren. Der Heilige Geist selbst spricht durch Simon Petrus und offenbart damit das Heil, das in Jesus auf die Welt gekommen ist, vor allen Menschen, die nach Jerusalem zum Schawuot gekommen sind. Damit ist Simon endgültig zu dem geworden, zu dem Jesus ihn bestimmt hat, zu dem Petrus, dem Fels „und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,18  *)

Solche Situationen können wir nicht herbeiführen. Solche Situationen geschehen. Wir können uns nur innerlich darauf vorbereiten, indem wir uns für die Impulse des Heiligen Geistes öffnen und unser „Wenn“ und „Aber“ zurückstellen und stattdessen da, wo uns der Heilige Geist klare Worte eingibt, auch klare Worte reden. Wir müssen dann auch die Folgen tragen. Die Folgen können sein, dass 3.000 Menschen sich bekehren und sich der Gemeinde der Gläubigen anschließen. Es kann aber auch sein, dass ein solcher Mensch verfolgt wird und, wie Stephanus, gesteinigt wird. Aber die, die dabei sind und Wohlgefallen an der Steinigung haben, sollten sich nicht zu sicher wähnen, auch sie kann der Heilige Geist erreichen, wie etwa einen Saulus(Apostelgeschichte 7,54-60 *).

Wir können uns über diesen Simon Petrus amüsieren, wenn wir wollen.

Simon Petrus hätte alle Möglichkeiten gehabt, die Evangelien zu glätten, so dass wir ein besseres Bild von ihm bekommen hätten. Aber es zeichnet die Bibel aus, dass sie sehr ehrlich auch mit solchen Führungspersönlichkeiten umgeht. Sie will uns damit ermutigen. Wenn man eine Geschichte des Simon Petrus schreibt, so war es eine Erfolgsgeschichte mit Heilungswundern und gewaltigen Predigten, die viele Menschen zur Gemeinde führten. Und doch ist der Simon Petrus, der dies vollbracht hat, manchmal sehr naiv, manchmal feige, manchmal einfach nur zu müde zum Dienst. Damit ist er ein Werkzeug, wie jeder von uns. Ein Werkzeug in der Hand Gottes, ein Werkzeug für den Heiligen Geist. Möge der HERR es schenken, dass wir mit all unseren Schwächen durch den Geist Gottes ebenfalls zu einem solchen Werkzeug werden.

Einfach einmal nichts tun, sondern die Angelegenheit Gott hinlegen

Der Bericht der Apostelgeschichte zeigt, wie schwer es ist, einige Tage wartend und «nur» im Gebet zu verbringen. Simon Petrus hat es jedenfalls nicht geschafft und zwischendurch noch eine Gemeindestunde zur Neuwahl eines Apostels abgehalten. Lukas tadelt das nicht, aber als besonders wichtig hat es sich auch nicht erwiesen, denn Jesus hält sich nicht an die Definition, die Simon Petrus für einen Apostel ausgegeben hat: So muß nun von den Männern, die mit uns gegangen sind die ganze Zeit über, da der Herr Jesus unter uns ein und ausging, von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da er von uns hinweg aufgenommen wurde, einer von diesen muß mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. (Apostelgeschichte 1,21-22  *) Das hat Jesus nicht sehr beeindruckt, er hat trotzdem Paulus berufen, denn „dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israel zu tragen! Und ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden muß.“ (Apostelgeschichte 9,15-16   *).

Manchmal will Jesus ganz offensichtlich, dass wir warten.

Wir leiden sehr unter dem Stress, den Gemeindearbeit bedeuten kann. Aber manchmal tut es auch gut, sich einem seelsorglichen Gespräch entziehen zu können, „weil wir ja leider so viel Anderes zu tun haben.“ Und da stellt sich schon die Frage, ob das immer der Wille unseres Herrn ist oder ob wir uns damit nur dem Wunsch unseres Körpers - Paulus würde sagen, des Fleisches - nach Adrenalin nachkommen. Denn Adrenalin macht genauso süchtig wie Alkohol oder Nikotin, nur dass diese Sucht nicht so leicht sichtbar wird. Denn die Adrenalin-Süchtigen bekleiden oft hohe Stellungen und gelten als fleißig, einsatzbereit und wichtig, manchmal als unersetzbar.

Und doch möchte unser Herr manchmal, dass wir warten. Er will uns ins Gebet führen, uns neue Horizonte eröffnen. Auf jeden Fall will er nicht, dass wir unsere selbstgemachte Hektik zum Vorwand nehmen, das Gebet zu vernachlässigen. Simon Petrus wird das später selbst erfahren, als es Streit um die Verteilung der Unterstützungsgelder für die Witwen gab. Da sagen die zwölf Apostel: „Es ziemt sich nicht, daß wir das Wort Gottes verlassen, um bei den Tischen zu dienen. Darum, ihr Brüder, sehet euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, von gutem Zeugnis, voll heiligen Geistes und Weisheit; die wollen wir für diesen Bedarf bestellen, wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren.“ (Apostelgeschichte 6,2-5 *)

Ereignisse wie das Pfingstereignis der Apostelgeschichte können wir nicht machen, sie geschehen. Und sie geschehen meistens da, wo Menschen bereit sind, Raum für das Wirken des Geistes zu schaffen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Den Apostel Paulus reißt es mitten im Stress eines Verfolgers der Gemeinde vom Pferd, als Jesus ihm begegnet. (Apostelgeschichte 9,1-6  *).

Ereignisse wie das Pfingstereignis der Apostelgeschichte setzen auch Glauben voraus. Die Jünger, die sich in Jerusalem versammelt hatten, haben geglaubt, dass das Wort Jesu eintreten wird. Sie wussten weder, wie es geschehen wird, noch, wann es geschehen wird. Aber sie wussten, dass es geschehen wird. Und als es geschah, da war Simon Petrus bereit, das Notwendige klar und deutlich vor der zum Fest des Schawuot versammelten Schar zu sagen.

Es ist kein Allheilmittel, einfach einmal nichts zu tun und die Angelegenheit Gott hinzulegen. Manchmal muss man auch mit Paulus sagen: „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dir Christus leuchten!“ (Epheser 5,14 *)

Aber es muss in meinem Leben Raum sein, dass Gott handelt. Es ist eine Herausforderung an meinen Glauben, einfach zu warten, die Kontrolle an meinen Herrn abzugeben und einmal darauf zu warten, was er tut. Und solches Warten muss sich über einen größeren Zeitraum erstrecken als eine Gebetsversammlung. Ich kann Gott keinen Zeiplan vorschreiben. Er ist der Herr der Zeit, auch meiner Zeit. Ein solches Warten setzt voraus, dass ich im Gebet bleibe und auf das Reden des Heiligen Geistes achte. Wenn Simon Petrus zum Fischen an den See Genezareth gefahren wäre, weil das so nötig ist und er seine Frau schon so lange vernachlässigt hat, dann hätte er nur gerüchteweise von dem gehört, was in Jerusalem geschehen ist. Er war an dem Ort, an den Jesus ihn gestellt hat. Er hat die Impulse des Heiligen Geistes wahrgenommen und danach gehandelt. Er war nicht mehr feige, wie noch bei Jesu Prozess. Er war der Fels, zu dem Jesus ihn berufen hat.

Ich schreibe dieses, weil ich selbst oft ein solcher Hektiker war, der dies und jenes organisiert und initiiert hat. Eine alte Schwester hat mich dann einmal eingebremst, indem sie sagte, sie habe über eine bestimmte Sache gebetet und der Herr hahe ihr gesagt: „Ich habe das Robert nicht aufgetragen.“ Dieses Wort hat mich sehr berührt. Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Und doch stehen wir immer in der Gefahr, wenn wir vergessen, dass es nicht unsere Sache ist, sondern die Sache unseres Herrn, für die wir arbeiten.

Ein gesegnetes Pfingstfest

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Nr.BibelstelleBibeltext
1Psalmen 16,8-11
1
Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er mir zur Rechten ist, wanke ich nicht.Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen;denn du wirst meine Seele...
2Psalmen 110
1   2
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche...
3Joel 2,28-32
1
(H3-1) Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte...
4Matthäus 16,13-20
1   2
Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute den Menschensohn?Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Täufer;...
5Matthäus 16,22-23
1
Da nahm ihn Petrus beiseite, fing an, ihm abzuwehren, und sprach: Herr, schone deiner selbst! Das widerfahre dir nur nicht!Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich weg von mir, Satan! Du...
6Matthäus 17,4
1
Da hob Petrus an und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, daß wir hier sind! Willst du, so baue ich hier drei Hütten, dir eine, Mose eine und Elia eine.Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine...
7Matthäus 26,31-35
1
Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.»Wenn ich aber...
8Matthäus 26,36-46
1
Da kommt Jesus mit ihnen in ein Gut, namens Gethsemane. Und er spricht zu den Jüngern: Setzet euch hier, während ich dorthin gehe und bete.Und er nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und...
9Matthäus 26,51
1
Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab.Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an...
10Matthäus 26,58
1
Petrus aber folgte ihnen von ferne, bis zum Hof des Hohenpriesters. Und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang der Sache zu sehen.Aber die Hohenpriester und die Ältesten und der...
11Matthäus 26,69-75
1   2
Petrus aber saß draußen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer!Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst!Als er dann in den Vorhof...
12Markus 13,11
1
Wenn sie euch aber hinführen und überliefern werden, so sorget nicht zum voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern...
13Lukas 11,14-15
1
Und er trieb einen Dämon aus, der stumm war. Es begab sich aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich.Etliche aber von ihnen sprachen: Durch Beelzebul, den...
14Lukas 21,12-15
1
Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse überliefern und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen.Das wird euch aber Gelegenheit...
15Johannes 7,52
1
Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch aus Galiläa? Forsche nach, und du wirst sehen, daß aus Galiläa kein Prophet ersteht!So ging jeder in sein Haus.
16Johannes 14,16
1
Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, daß er bei euch bleibe in Ewigkeit,den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht...
17Johannes 14,26
1
der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.Frieden hinterlasse ich euch, meinen...
18Johannes 15,26-27
1
Wenn aber der Beistand kommen wird, welchen ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen;und auch ihr werdet zeugen, weil ihr von Anfang an...
19Johannes 16,7-11
1
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.Und wenn...
20Apostelgeschichte 1
1   2   3   4
Den ersten Bericht habe ich abgelegt, lieber Theophilus, über alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hat,bis zu dem Tage, da er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er...
21Apostelgeschichte 2
1   2   3   4   5   6
Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze...
22Apostelgeschichte 6,2-5
1
Da beriefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ziemt sich nicht, daß wir das Wort Gottes verlassen, um bei den Tischen zu dienen.Darum, ihr Brüder, sehet euch nach sieben Männern...
23Apostelgeschichte 7,54-60
1
Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.Er aber, voll heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten...
24Apostelgeschichte 9
1   2   3
Saulus aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriesterund erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche Anhänger des Weges...
25Apostelgeschichte 10
1
Es war aber in Cäsarea ein Mann, namens Kornelius, ein Hauptmann der Rotte, welche man «die italienische» nennt;fromm und gottesfürchtig samt seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen spendete und...
26Apostelgeschichte 15
1
Und etliche kamen aus Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauche Moses beschneiden lasset, so könnt ihr nicht gerettet werden!Da sich nun Zwiespalt erhob und Paulus und...
27Apostelgeschichte 19
1   2   3   4
Es begab sich aber, während Apollos in Korinth war, daß Paulus, nachdem er die obern Länder durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er etliche Jünger fand, sprach er zu ihnen:Habt ihr den heiligen...
281.Korinther 12,1-11
1
Über die Geistesgaben aber, meine Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen.Ihr wisset, daß ihr, als ihr Heiden waret, euch zu den stummen Götzen hinziehen ließet, wie ihr geleitet wurdet.Darum...
29Galater 5,22
1
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.Welche aber Christus angehören, die haben...
30Epheser 5,14
1
Darum spricht er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dir Christus leuchten!Sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise;und kaufet die Zeit...
311.Johannes 4,1
1
Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt.Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist,...




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