Bild und Verknüpfung zum Wegweiser

Festtage

Pfingsten 2021

... die Gemeinde angesichts des leeren Grabes

 


Zusammenfassung

Pfingsten ist das Fest der Gemeinde. Die Gemeinde übernimmt Verantwortung. Wird sie ihrer Rolle gerecht?

Schlagwörter: Ananias und Saphira - Apostel Johannes - Apostel Matthias - Bibel - David - Gott - Heiliger Geist - Hoher Rat - Hoherpriester - Jakobus - Jesaja - Jesus - Judas Iskarioth - Lukas - Markus - Messias - Mose - Papias von Hierapolis - Passah/Pessach - Paulus - Pfingstfest - Philippus - Pontius Pilatus - Schawuot - Schma Jisrael - Schriftgelehrter - Simon Petrus - Sohn - Stephanus - Talmud - Tetrarch Philippus - Trinität - Vater

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Die Bedeutung der Ausgießung des Heiligen Geistes für die Kirche damals und heute

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Inhaltsverzeichnis

Pfingsten - eine Herausforderung für eine 2 000-Jahre-alte Kirche

Das Amt wirft seine Schatten voraus

Das Pfingstfest in Jerusalem

Das Geschehen

Die Predigt des Fischers Simon Petrus

Die Reaktion des Volkes

Die Predigt geht weiter

Eine Predigt im Hohen Rat

Die Gemeinde, angegriffen, aber betend, ein Herz und eine Seele

Die Gemeinde, unvermittelt entstanden

Das Amt in der Gemeinde

Und heute?

Pfingsten - eine Herausforderung für eine 2 000-Jahre-alte Kirche

Pfingsten ist für das, was nach 2 000 Jahren Kirchengeschichte von der Gemeinde Jesu übrig geblieben ist, eine Herausforderung, der sie sich ohne WENN und ABER zu stellen hat. Die Urgemeinde, die zu Pfingsten in Jerusalem entstand, setzte Maßstäbe, der sich auch die heutige Gemeinde zu stellen hat. Andernfalls steht sie in der Gefahr, geistliches Versagen zu ihrer Theologie zu erheben und Gottferne zu ihrer Norm zu machen. Jeder Theologe muss sich fragen, wie er auf der Basis seiner Theologie reagieren würde, wenn das, was damals in Jerusalem geschah, in seiner Gemeinde oder seiner Stadt heute geschähe.

Das Amt wirft seine Schatten voraus

Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben, nämlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. Diese alle verharrten einmütig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. Und in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den Jüngern auf und sprach (es waren aber etwa hundertzwanzig Personen beisammen): Ihr Männer und Brüder, es mußte das Wort der Schrift erfüllt werden, das der heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, welcher denen, die Jesus gefangennahmen, zum Wegweiser wurde. Denn er war uns beigezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen. Dieser erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit und stürzte kopfüber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide traten heraus. Und es wurde allen kund, die zu Jerusalem wohnen, so daß jener Acker in ihrer Sprache Akeldama genannt wurde, das heißt: Blutacker. Denn es steht geschrieben im Buche der Psalmen: «Seine Behausung soll öde werden, und niemand soll darin wohnen», und: «sein Amt empfange ein anderer.» So muß nun von den Männern, die mit uns gegangen sind die ganze Zeit über, da der Herr Jesus unter uns ein und ausging, von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da er von uns hinweg aufgenommen wurde, einer von diesen muß mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. Und sie stellten zwei dar, Joseph, genannt Barsabas, mit Zunamen Justus, und Matthias, beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählt hast, das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von welchem Judas abgetreten ist, um hinzugehen an seinen Ort. Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den elf Aposteln hinzugewählt. (Apostelgeschichte 1,13-26 *)

Die Wahl des Matthias zum zwölften Apostel an Stelle von Judas Iskarioth ist ein erster Punkt, an dem es sich zu fragen lohnt, warum Simon Petrus so gehandelt hat. Wir lesen, dass eine große Schar, etwa 120 Personen, im Gebet vereint in einem Obergemach in Jerusalem versammelt waren. Und während sie so beten, steht Simon Petrus auf und schlägt die Wahl eines Nachfolgers für Judas Iskarioth vor. Er beschreibt eindrücklich das Ende des Judas Iskarioth und gibt Kriterien an, die ein Apostel Jesu zu erfüllen habe. Die Diskussion, wie das Verhalten des Simon Petrus zu bewerten sei, durchzieht die Kirchegeschichte. Fest steht, das Jesus selbst einen Apostel berufen wird, der die Kirche Jesus in den folgenden Monaten noch brutal verfolgen wird, der aber mit seinen Briefen einen gewaltigen Einfluss auf die sich entwickelnde Kirche nehmen wird, der bis heute anhält. Hat Simon Petrus hier aus dem Heiligen Geist heraus gehandelt? Oder hat er nur das getan, was in einer Amtskirche Tag für Tag passiert. Da ist eine Vakanz und dieses Loch muss gestopft werden? Immerhin hat Simon Petrus hier für uns ein wichtiges Kriterium hinterlassen, was ein Apostel ist: Männer, „die mit uns gegangen sind die ganze Zeit über, da der Herr Jesus unter uns ein und ausging, von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da er von uns hinweg aufgenommen wurde, einer von diesen muß mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden.“ Damit ist das Apostelamt mit dem letzten Zeugen der Taufe Jesu beendet. Heute sollte niemand sich anmaßen, ein Apostel zu sein, erst recht kein Stellvertreter Jesu. Aber wie diese Begebenheit und die weitere Kirchengeschichte zeigt, sieht Jesus gnädig darüber hinweg. Trotzdem sollten wir hier vorsichtig sein. Nicht immer ist es richtig oder auch nur tolerabel, wenn wir ein Amt besetzen, nur weil es freigeworden ist. Diese Tendenz der Amtskirche wirft hier ihre Schatten voraus.

Das Pfingstfest in Jerusalem

Die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten, dem Passah/Pessach und dem Schawuot, ist für die Juden eine besondere Zeit. Die Tage zwischen den Festen werden feierlich gezählt: Ihr sollt aber an dem Tage, wenn eure Garbe gewebt wird, dem HERRN ein Brandopfer zurichten von einem tadellosen einjährigen Lamm; dazu sein Speisopfer, zwei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, ein Feueropfer dem HERRN zum lieblichen Geruch; samt seinem Trankopfer, einem Viertel Hin Wein. Ihr sollt aber weder Brot noch geröstetes Korn noch zerriebene Körner essen bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott diese Gabe darbringt. Das ist eine ewig gültige Ordnung für alle eure Geschlechter. Darnach sollt ihr vom Tage nach dem Sabbat, von dem Tage, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzählen bis zum Tag, der auf den siebenten Sabbat folgt, nämlich fünfzig Tage sollt ihr zählen, und alsdann dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen. Ihr sollt nämlich aus euren Wohnsitzen zwei Webebrote bringen, von zwei Zehntel Semmelmehl zubereitet; die sollen gesäuert und dem HERRN zu Erstlingen gebacken werden. (3.Mose 23,12-17 *), das sogenannte Omer-Zählen. Damit war und ist Schawuot ein Festtag, auf den man sich vorbereitet, den man erwartet, man zählt die Tage bis zu jenem Fest. Am Fest selbst wird die Tora verlesen, insbesondere die 10 Gebote. Viele Gläubige studieren die Nacht hindurch in der Synagoge die Tora (hebräisch תקון חצות Tikun Chazot, deutsch ‚Nachtwache‘). In den Synagogen und Jeschiwot, den Talmud-Toraschulen, bleibt man im Allgemeinen die ganze Nacht über wach und verbringt die Zeit mit dem gemeinsamen Torastudium (d. h. immer zwei zusammen). Auch halten Rabbiner und Schriftgelehrte Vorträge. Von Zeit zu Zeit wird das Studium durch Gesang und Tanz unterbrochen, und so geht es weiter bis zum Morgengrauen. Dann versammeln sich in der ersten Morgendämmerung alle zum Gebet, um schon beim Sonnenaufgang das Schma Jisrael zu sprechen. (WIKIPEDIA) Traditionell wird an diesem Tag Milch getrunken, dazu werden milchige Speisen (Eierkuchen mit Quark, Käsekuchen usw.) und Honig gegessen, da die Tora mit Milch verglichen wird, die das Volk Israel wie ein unschuldiges Kind begierig trinkt. Am Abend wird dann der verstorbenen Eltern gedacht: Es wird nach aschkenasischem Ritus in der Synagoge ein besonderes Gedenkgebet, יִזְכֹּר Jiskor („Erinnerung“), zum Gedenken an den verstorbenen Vater oder die verstorbene Mutter gesprochen. Dies beinhaltet eine Bitte für Zedaka zu deren Wohle. Nur jene, deren Vater und/oder Mutter nicht mehr unter den Lebenden weilen, verbleiben während des Jiskorgebetes in der Synagoge. Jeder andere verlässt den Raum, um so den Nachkommen einen ernsten privaten Moment zu gewähren, in dem sie sich mit dem Andenken mit ihren Eltern vereinen können.

Man erkennt aus dem Dargestellten, dass das Volk am Schawuot in einer heiligen Erwartungshaltung ist. In diese Erwartung hinein spricht nun Gott selbst.

Das Geschehen

Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, worin sie saßen. Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen. Und sie wurden alle vom heiligen Geist erfüllt und fingen an in andern Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Es wohnten aber zu Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, aus allen Völkern unter dem Himmel. Da aber dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? Wie hören wir sie denn, ein jeder in seiner Sprache, darin wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadocien, in Pontus und Asien; in Phrygien und Pamphylien, in Ägypten und in den Gegenden Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unsern Zungen die großen Taten Gottes verkünden! Sie erstaunten aber alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum andern: Was soll das sein? Andere aber spotteten und sprachen: Sie sind voll süßen Weines! (Apostelgeschichte 2,1-13 *)

Wir können davon ausgehen, dass die Jünger als fromme Juden in der Nacht vor dem Schawuot die Tora gelesen haben und morgens in der Frühe am Morgengebet teilgenommen haben und das Schma Jisrael gesprochen haben. Es muss eine erwartungsvolle Spannung über dieser Versammlung gelegen haben. Viele waren übernächtigt, viele hatten eine lange Anreise hinter sich. In der Luft hing der Geruch frisch gebackenen Brotes, das zur Opferung bereitlag. Und vor ihnen lag ein Fest mit vielen süßen Speisen.

Fast könnte man die Situation mit unserem Weihnachtsfest vergleichen: Die vierundzwanzig Türchen oder Tücher sind offen. Alles ist geschmückt. Einige haben weite Anreisen zum Familienfest vor sich. Und nun wartet alles auf die Bescherung. Wie würde es uns gehen, wenn in diese Bescherung plötzlich etwas Unvorhergesehenes hineinplatzt, vielleicht der Pastor eine Prdigt hält, in der ein ganz anderer Text behandelt wird, als wir es erwarten. Dies aber ist in Jerusalem geschehen, fünfzig Tage nach Jesu Auferstehung hat Gott eine neue Predigt geplant.

„Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, worin sie saßen.“ Man konnte dieses Brausen hören, denn Lukas schreibt: „Da aber dieses Getöse entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt.“ Alle hörten das Brausen. Aber es geschah noch etwas anderes: „Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen. Und sie wurden alle vom heiligen Geist erfüllt und fingen an in andern Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“ Ob diese Feuerzungen ebenfalls für jeden zu sehen waren oder ob sie nur von denen gesehen wurden, die in der Nähe der Jünger standen, wissen wir nicht. Aber es geschah ein Sprachenwunder, genauer ein Hörwunder: „… denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.“ Da waren Menschen nach Jerusalem gezogen, die aramäisch, wenn überhaupt, dann nur sehr bruchstückhaft sprachen, weil sie seit Generationen in einer griechischsprachigen Umwelt lebten. Wenn man eine Sprache nicht gut versteht, hört man immer mit einer gewissen Angespanntheit zu, damit man wenigstens Teile der Gespräche aufnehmen kann. Dann ist es immer ein besonders erhebendes Gefühl, wenn man seine eigene Sprache hört. Und dies geschah plötzlich im Tempel des lebendigen Gottes. Alle verstanden die Botschaft von Jesus Christus in ihrer Heimatsprache. Unser Bericht zeigt, welch internationale Gemeinschaft im Tempel versammelt war: „Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadocien, in Pontus und Asien; in Phrygien und Pamphylien, in Ägypten und in den Gegenden Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber“. Alle hören das Evangelium in ihrer Muttersprache. Man kann es ahnen, welch Schreck dies für die Offiziellen war, die sich für das Fest verantwortlich wussten. Und da hatte einer die rettende Idee: „Sie sind voll süßen Weines!“ Ein abfälliger Witz und schon ist die Situation gerettet. „Hört da nicht hin, die sind betrunken …“

Ist die Gemeinde Jesu heute sensibler für das Reden Gottes. Wenn Jesus mit einer unerwarteten Botschaft in unsere Weihnachtsstimmung hineinplatzen würde, wären wir dann bereit zu hören? Würden wir dann den Weihnachtsbraten warten lassen, weil der HERR redet? Oder würden wir auch das Reden des HERRN abweisen, weil wir empfinden: „Das passt jetzt nicht, das kann gar nicht vom HERRN sein, …“ Alle gerieten damals in Verlegenheit: „Sie erstaunten aber alle und gerieten in Verlegenheit und sprachen einer zum andern: Was soll das sein?“ Aber einige haben sich dem Wirken des Geistes sofort entzogen: „ Sie sind voll süßen Weines!“

Ob die Jünger in diesem Moment klar sahen, dass dies das Ereignis war, das Jesus, der Christus, ihnen angekündigt hatte, ich glaube eher nicht. Aber bewegt vom Heiligen Geist mussten sie reden und dies taten sie reichlich.

Die Predigt des Fischers Simon Petrus

Da trat Petrus mit den Elfen auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte! Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet; denn es ist erst die dritte Stunde des Tages; sondern dies ist, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: «Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben; ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen. Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der große und offenbar werdende Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen, daß jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, errettet werden wird.» Ihr israelitischen Männer, höret diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, von Gott bei euch erwiesen durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn tat, mitten unter euch, wie ihr selbst wisset; diesen, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände ans Kreuz geheftet und getötet. Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Bande des Todes löste, wie es denn unmöglich war, daß er von ihm festgehalten würde. Denn David spricht von ihm: «Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke. Darum freut sich mein Herz, und meine Zunge frohlockt, auch mein Fleisch wird ruhen auf Hoffnung; denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht!» Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden von dem Stammvater David: er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide verheißen hatte, aus der Frucht seiner Lenden einen auf seinen Thron zu setzen, hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung Christi geredet, daß seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein Fleisch die Verwesung sehe. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr jetzt sehet und höret. Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgefahren, sondern er sagt selbst: «Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße.» So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. (Apostelgeschichte 2,14-36  *)

Was wird der Fischer Simon Petrus wohl in diesem Moment getan hat? Hat er sich eine Holzkiste geholt, damit er ein wenig erhöht stand und alle ihn sehen konnten? Ist er vielleicht auf einen der Söller gestiegen, damit alle ihn hören konnten. Auf jeden Fall wird es eine Situation gewesen sein, wie Jesus sie seinen Jüngern vorhergesagt hat: Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt. (Lukas 12,11-12 *) Hier stand er vor dem versammelten Volk Gottes und musste Rechenschaft ablegen. Und er tat es, weil der Heilige Geist ihn in diesem Augenblick lehrte, was er sagen sollte.

Er weist zunächst den Vorwurf zurück, die Menschen, die da in fremden Sprachen redeten, seien betrunken. Er tut es mit einem ganz pragmatischen Argument: „Denn es ist erst die dritte Stunde des Tages.“ Er fängt jetzt auch nicht an zu schimpfen: „Das sind doch heilige Männer, wie könnt ihr so etwas von denen behaupten.“ Er weit den Vorwurf zurück, lässt es dann aber auf sich beruhen.

Er deutet die Situation geistlich, indem er auf den Propheten Joel verweist: (H3-1) Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen; (H3-2) und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen; (H3-3) und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen; (H3-4) die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn da kommt der große und schreckliche Tag des HERRN. (H3-5) Es soll aber geschehen, daß ein jeder, der den Namen des HERRN anruft, gerettet wird; denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine Zuflucht sein, wie der HERR versprochen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft. (Joel 2,28-32  *) Dabei lässt er den letzten Halbsatz weg: „ denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine Zuflucht sein, wie der HERR versprochen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der HERR beruft.“ Simon Petrus hat den Mut, eine alte Prophetie des Propheten Joel aufzugreifen und zu sagen, dass dieses Wort hier und heute sich erfüllt hat. Er hatte keine Zeit, sich mit den Brüdern zu beraten, wie denn diese Situation zu deuten sei. Was sind die geeigneten Bibelstellen, die man heranziehen könnte. Könnte sich da jemand angegriffen fühlen, wenn ich das so sage? Wird das nicht mein Verhältnis zum Hohen Rat belasten, wenn ich jetzt solch eine Deutung gebe. Es erinnert ein wenig an Jesus in Nazareth, der aus dem Propheten Jesaja vorliest und dann sagt: „Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“ (Lukas 4,21 *). Eine klare und unmissverständliche Ansage ohne alles WENN und ABER. Damals war es Jesus, der Christus, jetzt ist es Simon Petrus, der Apostel.

Es folgt die Heilsbotschaft. Simon Petrus macht keine großen Worte, keine langschweifigen Erklärungen. Er liefert nur die Fakten:

Man kann das Heilshandeln Gottes kaum prägnanter darstellen. Simon Petrus setzt sich auch ganz klar von dem ab, was sich heute unter uns als Theologie gebärdet, die Relativierung der Wunder. Die Wunder sind keine erfundenen Geschichten, um damit eine theologische Aussage zu formulieren, sie sind Taten, die „mitten unter euch“ geschehen sind. Pfingsten fragt uns also auch, wie wir es mit den Wundern Jesu halten, wie wir es mit den Taten Gottes halten, die mitten unter uns geschehen. Haben wir als Gemeinden ein Gedächtnis dafür, erleben wir Gebetserhörungen und halten wir sie im Gedächtnis? Sind wir bereit, uns klar und öffentlich dazu zu bekennen?

Simon Petrus sieht das Geschehen von Golgatha als etwas, das „nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen“ geschah. Dies tat er wohl im Gefolge der Begegnungen mit Jesus, der ihnen „das Verständnis, um die Schriften zu verstehen“, eröffnet hat. Lukas 24,45-47 *: Da öffnete er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, daß Christus leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde, und daß in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden soll unter allen Völkern. Es musste geschehen, weil es die Propheten so vorhergesagt haben und diese Vorhersagen Jahrhunderte vorher aufgeschrieben haben.

Aber Simon Petrus spricht nicht nur von dem, was geschehen musste, er spricht auch von den Verantwortlichkeiten: Diesen Jesus „habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände ans Kreuz geheftet und getötet.“ Und wir tun gut daran, wenn wir das IHR als WIR lesen. Denn es ist unsere Sünde, die Jesus ans Kreuz trieb. Beim Abendmahl brechen wir das Brot und bekennen es als den Leib Christi. Damit bekennen wir auch, dass wir es sind, die diesen Leib gebrochen haben, nicht die Römer allein, die es auf Druck der schreienden Hoherpriesterschaft getan haben und über die Jesus sagt: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,34 *). Ich bin überzeugt, dass es auch in unseren Gemeinden zu Konflikten führen wird, wenn jemand ohne Absprache mit der Gemeindeleitung Tote auferweckt.

Aber Simon Petrus hält sich nicht lange damit auf, über Verantwortlichkeiten der Vergangenheit zu reden. Er benennt sie, aber sein eigentliches Ziel ist etwas anderes: „Ihn hat Gott auferweckt.“ Das ist die Kernbotschaft. Die Hohenpriester haben so etwas befürchtet: Weitsichtig sind sie zu Pontius Pilatus gegangen und sprachen: Herr, wir erinnern uns, daß dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen. So befiehl nun, daß das Grab sicher bewacht werde bis zum dritten Tag, damit nicht etwa seine Jünger kommen, ihn stehlen und zum Volke sagen: Er ist von den Toten auferstanden, und der letzte Betrug ärger werde als der erste. (Matthäus 27,63-64 *) Nur haben alle ihre Tricks nicht bewirkt, ind den Worten von Simon Petrus: Gott selbst löste die Bande des Todes, „wie es denn unmöglich war, daß er von ihm festgehalten würde.“ Nun wird im Tempel genau das gepredigt, was die Hoherpriesterschaft unbedingt verhindern wollte. Auch hier können wir lernen, Gott lässt sich nicht aufhalten, auch nicht von Gemeindeleitungen oder selbsternannten Stellvertretern auf Erden. Ostern ist der Inbegriff des souveränen Handeln Gottes in der Welt. Mögen wir uns dessen immer bewusst sein, dass der souveräne Gott nicht in die Enge unserer menschlichen Gedanken gezwängt werden kann.

Nach dieser kurzen und prägnanten Darstellung des Heilshandeln Gottes zitiert Simon Petrus erneut aus dem Alten Testament, um deutlich zu machen, dass alles so geschehen musste. Er zitiert David und den Psalmen 16,8-11 *: Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er mir zur Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen; denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich überlassen und wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich! Für jeden war klar, dass er von dem Messias sprach. Er kehrt zur Auferstehung zurück, macht sie zum Kernpunkt seiner Predigt. Und er macht sich zum Zeugen dieser Auferstehung, er bekennt sich dazu, zusammen mit den anderen Jüngern. Und er geht noch einen Schritt weiter: Dieser Jesus ist der Christus und er sitzt zur Rechten Gottes. Wieder ist David der Zeuge mit Psalmen 110 *

Er schließt seine Predigt mit einem unzweideutigen Bekenntnis: „So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.“ Hier ist interessant, dass Simon Petrus nicht davon spricht, dass Jesus schon immer der Christus gewesen ist, Gott hat ihn „zum Herrn und Christus gemacht“. Damit baut er keinen Gegensatz zur Präexistenz Jesu auf, aber er sagt schon, dass Jesus erst durch die Auferstehung zum Messias Israels geworden ist. Welch eine Predigt, die der Fischer Simon Petrus da aus dem Stegreif gehalten hat. Aber es war nicht Simon Petrus selbst, es war der Heilige Geist, der ihm nach der Verheißung Jesu diese Worte geschenkt hat. Auch darin ist uns diese Predigt mit ihrer enormen Wirkung ein Ansporn: Lassen wir dem Heiligen Geist Raum, durch uns zu reden? Im Pfingstgeschehen sehen wir, welche Kraft darin liegt.

Die Reaktion des Volkes

Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird. Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam aber eine Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; die Güter und Habe verkauften sie und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es bedurfte. Und täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich solche, die gerettet wurden, zur Gemeinde hinzu. (Apostelgeschichte 2,37-47 *)

Diese Predigt hat die Menschen getroffen. Es gab kein Darumherumgerede mehr. Niemand sprach davon, dass hier Betrunkene am Werk sind: „Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?“ So sprechen Menschen, die das Wort getroffen hat. Und wie antwortet Simon Petrus: „Tut Buße“. Er nimmt keine Rücksicht darauf, dass er es hier mit rechtgläubigen Juden zu tun hat, die auf ihre Erfahrung mit Gott stolz sind, die jeden Tag zu Gott beten. Seine Aussage ist klar und unmissverständlich: „Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird.“ Er nimmt keine Rücksicht. Was immer ihr in der Vergangenheit im Namen des HERRN getan habt, was immer die Verdienste sind, die ihr erworben habt. „Tut Buße“, „lasst euch taufen …“, „dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“. Er spricht sogar von „diesem verkehrten Geschlecht“. Laufen die Leute nun weg, weil Simon Petrus Klartext redet? „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan.“ Es entstand eine intensive Gemeinschaft, in der alle miteinander teilten, in der der Besitz keine Rolle mehr spielte, in der man täglich in dem Tempel ging und betete. Die Gemeinde in Jerusalem war entstanden und sie wuchs täglich weiter.

Die Predigt geht weiter

Petrus aber und Johannes gingen in den Tempel hinauf um die neunte Stunde, da man zu beten pflegte. Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des Tempels, welche man «die Schöne» nennt, hinsetzte, damit er von denen, die in den Tempel hineingingen, ein Almosen erbitte. Als dieser Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie um ein Almosen. Petrus aber samt Johannes blickte ihn an und sprach: Sieh uns an! Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, stehe auf und wandle! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Und alsbald wurden seine Füße und seine Knöchel fest, und er sprang auf und konnte stehen, ging umher und trat mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott. Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte. Und sie erkannten, daß er der war, der um des Almosens willen an der «schönen» Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über dem, was ihm widerfahren war. Da er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos. Als Petrus das sah, antwortete er dem Volke: Ihr israelitischen Männer, was verwundert ihr euch darüber, oder was blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, daß dieser wandelt? Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Sohn Jesus verherrlicht, den ihr überliefert und vor Pilatus verleugnet habt, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, daß euch ein Mörder geschenkt werde, den Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet; den hat Gott von den Toten auferweckt, dafür sind wir Zeugen. Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen Mann hier, den ihr sehet und kennet, gestärkt, und der durch ihn gewirkte Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen. Und nun, ihr Brüder, ich weiß, daß ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten; Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, daß nämlich Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt. So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den euch vorherbestimmten Christus Jesus sende, welchen der Himmel aufnehmen muß bis auf die Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat. Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: «Einen Propheten wird euch der Herr euer Gott erwecken aus euren Brüdern, gleichwie mich; auf den sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird. Und es wird geschehen: jede Seele, welche nicht auf diesen Propheten hören wird, soll aus dem Volk vertilgt werden.» Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, soviele ihrer geredet haben, die haben auch diese Tage angekündigt. Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit unsern Vätern schloß, indem er zu Abraham sprach: «Und in deinem Samen sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.» Euch zuerst hat Gott, indem er seinen Sohn Jesus auferweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, durch Bekehrung eines jeden unter euch von seiner Bosheit. (Apostelgeschichte 3 *)

In bester Tradition Jesu geschieht ein Wunder. Simon Petrus und Johannes gehen in den Tempel und heilen einen stadtbekannten Lahmen, der jeden Tag an der schönen Pforte saß und bettelte. Sie heilen ihn nicht, indem sie von Ferne für ihn beten und schauen, was geschieht. Sie heilen ihn wie Männer, die das Handeln ihres Gottes kennen. „Im Namen Jesu Christi von Nazareth, stehe auf und wandle!“ Welche Blamage, wenn es nicht geklappt hätte. Aber Simon Petrus wird in diesem Augenblick wohl keine solchen Gedanken gehabt haben, denn „er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf.“ Und er konnte sofort stehen. Dieser Mann hüpft nun durch den Tempel und preist Gott und jedermann weiß, dass er im Namen Jesu gesund geworden ist. Da dieser Mann bei Simon Petrus und Johannes stand, lief dort eine große Menge zusammen und Simon Petrus nutzte die Gelegenheit und predigt erneut, indem er Jesus als den auferstandenen Christus verkündigt. Auch diese Predigt lässt an Klarheit nichts zu wünschen übrig. Allerdings erzählt er mehr von den Geschehnissen der Passion Jesu und erwähnt die Propheten, zitiert sie aber nicht. Stattdessen beruft er sich auf das Wort des Mose: Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören! (5.Mose 18,15 *)

Eine Predigt im Hohen Rat

Während sie aber zum Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu. Die verdroß es, daß sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten. Und sie legten Hand an sie und setzten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend. Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig. Und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend. Es geschah aber am folgenden Morgen, daß sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten, auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlechte waren. Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Aus welcher Macht oder in welchem Namen habt ihr das getan? Da sprach Petrus, vom heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel, wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört und gefragt werden, durch wen ihm geholfen worden sei, so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt, den Gott von den Toten auferweckt hat, daß durch ihn dieser gesund vor euch steht. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmäht wurde, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden! Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und erfuhren, daß sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich und erkannten sie, daß sie mit Jesus gewesen waren. Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie nichts dagegen sagen. Da hießen sie sie aus dem Hohen Rate abtreten und beratschlagten miteinander und sprachen: Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn daß ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen. Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreite, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie hinfort mit keinem Menschen mehr von diesem Namen reden. (Apostelgeschichte 4,1-17 *)

Man wundert sich schon, dass all die Dinge im Tempel geschehen konnten und die Staatsmacht nicht eingriff. Auch mit Jesus haben sie lange Geduld gehabt, aber als er Lazarus von den Toten auferweckt hat, da hat die Staatsmacht durchgegriffen. Nun ist ein Wunder sogar durch die Hand seiner Jünger geschehen. Die Geduld der Staatsmacht ist nun zu Ende. „Wehret den Anfängen …“, wird mancher gedacht haben. Und so verbringen Simon Petrus und Apostel Johannes eine Nacht im Gefängnis. Die verbliebenen Jünger hatten aber draußen alle Hände voll zu tun, denn es bekehrten sich weitere 2 000 Menschen, die getauft werden wollten. Sie machen einen Fehler, denn sie fragen die beiden, in welchem Namen sie das getan haben. Und schon haben sie es mit dem Heiligen Geist zu tun, denn die nun folgende Kurzpredigt des Simon Petrus leitet Lukas mit den Worten ein: „Da sprach Petrus, vom heiligen Geist erfüllt, zu ihnen“ Simon Petrus beantwortet die Frage und spitzt das Evangelium auf zwei Kernaussagen zu:

Man kann kaum glauben, dass hier der Mann spricht, der vor 7 Wochen noch frierend am Feuer im Hof des Hohenpriesters gestanden hat und aus Angst geleugnet hat, Jesus überhaupt zu kennen. Simon Petrus gibt uns damit aber auch ein Vorbild, nicht auf unsere Unzulänglichkeit zu schauen, sondern so zu predigen, wie der Heilige Geist es uns eingibt. Simon Petrus hat zu seinem Versagen gestanden, denn er hatte genug Einfluss, um diese Episode aus den Evangelien herauszustreichen. Aber alle Evangelisten berichten davon, selbst der Schüler des Simon Petrus, Johannes Markus. Papias von Hierapolis berichtet über Markus, dass er das Evangelium nach den Predigten des Simon Petrus auf Wunsch der Gemeinden aufgeschrieben habe (Eusebius von Cäsarea, Kirchengeschichte II.15 und III.39). Also wird Simon Petrus sich auch in seinen Predigten zu seinem Versagen bekannt haben. Hier aber, wo es darauf ankommt, Jesus zu verkündigen, stellt er seine Befindlichkeiten hinten an und predigt frei heraus. Er hat auch dem Druck standgehalten, den das vermutlich innerlich für ihn bedeutet hat. Er war völlig auf seinen HERRN fixiert und ein gehorsames Werkzeug für ihn.

Die Gemeinde, angegriffen, aber betend, ein Herz und eine Seele

Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, durchaus nicht mehr in dem Namen Jesu zu reden noch zu lehren. Petrus aber und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott; denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie keinen Weg fanden, sie zu bestrafen, wegen des Volkes; denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war; denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an welchem dieses Zeichen der Heilung geschehen war. Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den Ihrigen und verkündigten alles, was die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Sie aber, da sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der du durch den Mund unsres Vaters David, deines Knechtes, gesagt hast: «Warum toben die Heiden und nehmen sich die Völker vor, was umsonst ist? Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich miteinander wider den Herrn und wider seinen Gesalbten.» Ja wahrlich, es haben sich versammelt in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel, zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor beschlossen hatte, daß es geschehen sollte. Und nun, Herr, siehe an ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden; indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus! Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. (Apostelgeschichte 4,18-31 *)

Der Hoher Rat hat mittlerweile eine Entscheidung getroffen und gibt sie den beiden Jüngern umgehend bekannt. Ihnen wurde geboten, „durchaus nicht mehr in dem Namen Jesu zu reden noch zu lehren.“ Und die Antwort des Simon Petrus und des Apostel Johannes: „Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott“. Die Aussage lautet im Klartext: „Ihr, Hoher Rat, seid Gott ungehorsam!“ Ein mutiges Wort, kompromisslos, denn sie liefen Gefahr, weiter im Gefängnis festgehalten zu werden. Und sie geben noch eins oben drauf: „… denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Hier reden Männer, die vom Geist Gottes getrieben werden, mit einem Hohen Rat, der politisch zwischen dem Volk und der römischen Besatzungsmacht laviert und den Konflikt fürchtet. Auch diese Ratsherren werden zu Beginn und zum Ende ihrer Sitzungen wohlgesetzte Gebete zu Gott gesprochen haben. Aber bei ihren politischen Entscheidungen spielte dieser Gott nur eine untergeordnete Rolle.

Aber es steigt noch ein weiteres Gebet zu Gott auf. Die Gemeinde hört von der Forderung des Hohen Rates und betet ebenfalls. Sie bringen das Wort Davids vor Gott: Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? Die Könige der Erde stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich wider den HERRN und wider seinen Gesalbten: (Psalmen 2,1-2 *) Und sie beten etwas sehr ungeheuerliches im Blick auf ihr eigenes Volk, denn sie sagen, wer diese Heiden sind, die sich gegen den HERRN und seinen Gesalbten, seinen Messias, versammelt haben: Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel“. Sie sehen das Volk Israel unter den Heiden. Auch Jakobus war vermutlich mit unter den Betern, der Mann, der sich inbrünstig für die Umkehr Israels einsetzen wird und dafür umgebracht werden wird. Die Gemeinde bittet nicht darum, dass die Drohungen der Heiden aufhören sollen, denn sie weiß aus Gottes Wort, dass es so kommen muss. Die Gemeinde bittet darum, dass sie Freimut zum Predigen bekommt: „… und verleihe deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden; indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus!“

Sollte dies nicht auch unser Gebet heute sein, die Bitte um Freimut zum Predigen, die Bitte um die Bestätigung des Wortes Gottes durch die nachfolgenden Zeichen, so wie Jesus sie uns verheißen hat: Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. (Markus 16,17-18 *)

Die Gemeinde, unvermittelt entstanden

Ein Mann aber, mit Namen Ananias, samt seiner Frau Saphira, verkaufte ein Gut und entwendete von dem Erlös, unter Mitwissen seiner Frau, und brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, den heiligen Geist zu belügen und von dem Erlös des Gutes etwas zu entwenden? Konntest du es nicht als dein Eigentum behalten? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum beschlossest du denn in deinem Herzen diese Tat? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott! Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die es hörten. Es standen aber die Jünglinge auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es begab sich, nach einer Weile von ungefähr drei Stunden, da kam seine Frau herein, ohne zu wissen, was geschehen war. Da hob Petrus an und sprach zu ihr: Sage mir, habt ihr das Gut um so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel! Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden auch dich hinaustragen! Da fiel sie alsbald zu seinen Füßen nieder und verschied; und als die Jünglinge hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Manne. Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten. Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. Von den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen, so daß man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschattete. Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte; die wurden alle geheilt. (Apostelgeschichte 5,1-16 *)

Und sogleich schleicht sich in diese Gemeinde die Scheinheiligkeit ein. Wir wären heute stolz, wenn jemand ein Grundstück verkauft und einen nennenswerten Teil seiner Kirche stiftet. Hier ging es aber nicht eigentlich um die Stiftung, denn Simon Petrus betont, dass Ananias und Saphira völlig frei sind, über ihr Vermögen zu entscheiden. Aber weil sie den Schein erweckten, sie haben alles dem HERRN gegeben und heimlich einen Teil zurückbehalten haben, müssen sie sich vor Simon Petrus verantworten. Und wegen dieser Lüge sterben sie, nicht weil die Gemeinde ein Todesurteil ausgesprochen hat, sondern weil Gott so gehandelt hat. In der Urgemeinde muss ein Klima der Wahrhaftigkeit bestanden haben, dass dazu führte, dass der Lügner nicht überleben konnte. Sie sind „übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen“. Vielleicht haben wir hier einen Schlüssel, warum unter uns so wenig von dem geschieht, was die Apostelgeschichte berichtet, weil wir es mit der Wahrhaftigkeit in unserem Glauben nicht so ernst nehmen. Man kann sich gut vorstellen, wie dieses Ereignis auf die Gemeinde und sicherlich auch auf Simon Petrus selbst gewirkt hat: „Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten.“ Und es geschahen weiter Zeichen und Wunder durch die Apostel. Pfingsten erinnert uns auch daran, dass die Tatsache, dass unter uns keine Wunder geschehen, kein positives Zeugnis für unsere Gemeinden ist. Wir sollten unsere Augen öffnen und schauen, was der HERR in den Gemeinden tut und es auch mit klaren Worten kommunizieren. Häufig sind wir da butterweich und zurückhaltend: „Wir haben gebetet, dass der Arzt die richtigen Entscheidungen trifft.“

Aber auch die Urgemeinde ist hier an einen Punkt geraten, von dem Lukas sagt: „on den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen“ Ganz offenbar merkte die Gemeinde, wie sich im Volk eine Gruppe herausbildete, die es nicht wagte, sich der Gemeinde anzuschließen. Allerdings gab es auch immer noch Menschen, die zur Gemeinde kamen, Männer und Frauen.

Das Amt in der Gemeinde

In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden. Da beriefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ziemt sich nicht, daß wir das Wort Gottes verlassen, um bei den Tischen zu dienen. Darum, ihr Brüder, sehet euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, von gutem Zeugnis, voll heiligen Geistes und Weisheit; die wollen wir für diesen Bedarf bestellen, wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren. Und die Rede gefiel der ganzen Menge, und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Diese stellten sie vor die Apostel, und sie beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr zu Jerusalem, auch eine große Zahl von Priestern wurden dem Glauben gehorsam. Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Es standen aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner und derer von Cilicien und Asien auf und stritten mit Stephanus. Und sie vermochten der Weisheit und dem Geist, womit er redete, nicht zu widerstehen. (Apostelgeschichte 6,1-10 *)

Die Gemeinde sah sich organisatorischen Fragen gestellt, ethischen Fragen, wie sie das Verhalten von Ananias und Saphira aufwarf, aber, da sie alle Güter gemeinsam hatte, auch Verteilungsproblemen. Damit wurde das Amt des Diakons in der Gemeinde geschaffen. Denn die Apostel wollten ihr Predigtamt nicht vernachlässigen. Für die Verteilung der Güter sollten nun Männer gefunden werden:

Reicht das, um eine Stellenbeschreibung für einen Diakon zu geben? Ganz offenbar, denn wir hören nicht, das das Problem weiter bestand. Wir hören aber von dem Einsatz, den die nach diesen Kriterien ausgewählten Männer für die Sache des HERRN zeigten. Stephanus wird ein glühender Zeuge für das Evangelium. Seine Argumente sind so stark, dass jüdische Männer, unter ihnen der junge Saulus/Paulus meinen, Gott einen Gefallen zu tun, indem sie ihn steinigen, ganz so, wie Jesus es vorhergesagt hat (Johannes 16,2 *). Philippus wird den Kämmerer aus Äthiopien an Hand der Prophetien des Jesaja auf Jesus hinweisen und ihn taufen und damit vermutlich den Grundstein für die Kirche in Äthiopien legen.

Aber dieses Amt hat in der Kirche eine Eigengesetzlichkeit entwickelt. Die üblichen Kriterien wie

die wir zwar nie so explizit benennen, aber sehr sorgfältig prüfen und anwenden, haben die Oberhand gewonnen. Ein Prediger, der Menschen für Jesus gewinnt, wird es schwer haben, wenn diese Menschen seinem vorgesetzten Bischof nicht die nötige Ehrerbietung erweisen oder gar die Bibel anders verstehen als jener Bischof. Da war Simon Petrus ganz anders. Ein Paulus konnte in der Gemeinde ein großes Werk tun, obwohl er auch mit Simon Petrus klare Worte sprach: Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war angeklagt. Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. Und es heuchelten mit ihm auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mitfortgerissen wurde. Als ich aber sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden, jüdisch zu leben? (Galater 2,11-14 *) Simon Petrus wird später über Paulus schreiben: Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wo er davon spricht, in welchen etliches schwer zu verstehen ist, was die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. (2.Petrus 3,15-16 *) Welcher moderne Bischof würde es schon zulassen, wie Simon Petrus, dass sein Versagen in den offiziellen Schriften seiner Gemeinde dargestellt wird. Simon Petrus hat Markus vermutlich sogar ermuntert, die Begebenheit, als er Jesus verleugnet hat, genau zu berichten. Paulus hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er die Gemeinde Jesu verfolgt hat (Denn ich bin der geringste von den Aposteln, nicht wert ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. (1.Korinther 15,9 *)). Im Vergleich mit diesen Männern müssen wir uns sehr prüfen, wo unser Glaube Heuchelei ist, wir alle müssen das tun, nicht nur die katholischen Bischöfe, die den Missbrauch von Messdienern vertuschen wollen, um dem HERRN einen Dienst zu erweisen(?).

Und heute?

So stellt uns Pfingsten die Frage nach unserer Kirche heute. Wo sind wir hingeraten mit unserer theologischen Rechthaberei? Da sind Menschen, die Theologie studieren, weil sie die Sache mit Gott verstehen wollen. Dagegen ist zunächst nichts zu sagen. Aber was geschieht, wenn sie dann mit ihrem Studium fertig sind und immer noch keine persönliche Beziehung zu Jesus, dem Christus Gottes, haben? Gehen dann die Dinge trotzdem ihren Lauf, einfach deshal, weil es nach einem Theologiestudium so üblich ist: Sie werden Pastoren und damit Lehrer des Evangeliums, ohne das sie irgend eine positive Erfahrung mit dem Heiligen Geist haben. Was soll dann aus den Gemeinden werden, denen sie im Laufe ihres Lebens eben kein Zeugnis davon geben, dass eine lebendige Beziehung zu Jesus möglich ist, dass Wunder auch heute noch geschehen, dass Prophetie auch heute noch geschieht. Pfingsten bedeutet für solche Menschen: Kehrt um. Wirf dein Studium nicht weg, aber öffne dich für den Heiligen Geist. Jesus akbh sagt es klar in seiner sehr direkten Art: Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen. (Jakobus 1,5-8 *)

Wie sollen Menschen damit umgehen, wenn das Gutdünken erfolgreicher Bücherschreiber, nicht aber das Wort Gottes zum Maßstab gemacht wird. Jesus zieht sich aus solchen Gemeinden still zurück. Wir würden uns manchmal den Blitz vom Himmel wünschen. Aber zum einen müssen wir vorsichtig sein mit solchen Wünschen, der Blitz könnte uns selbst treffen. Zum anderen ist Jesus nicht so. Im Gleichnis vom armen Lazarus sagt er sehr klar, wie er das sieht: Spricht zu ihm Abraham: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten auferstände. (Lukas 16,29-31 *)

Am schmerzlichsten trifft es uns wohl, wenn wir die Zeichen und Wunder sehen, die in der ersten Gemeinde geschahen und die wir unter uns so schmerzlich vermissen. Dazu gibt es zwei Gesichtspunkte, die wir sorgfältig bedenken sollten:

Der erste Gesichtspunkt: Wunder geschehen unter uns:

Selbst zu Jesu Zeiten geschahen Wunder nicht, wenn der Hoher Rat zusammentrat. Sie geschahen irgendwo in der Provinz, vor kleinen Leuten, die in ihrer Verzweiflung zu Jesus kamen, nicht bei den Reichen, die sich teuere Ärzte leisten konnten und darauf auch ihr Vertrauen setzten. Wenn wir in unserer Stadt einmal in allen Hauskreisen und Bibelkreisen und Gebetsgruppen, die sich irgendwo im Verborgenen treffen, Protokoll führen würden und die Gebetserhörungen in ein Buch schreiben würden, dann würde das sicherlich ein großartiges Buch der Wirkungen des Heiligen Geistes in unserer Stadt. Davon bin ich überzeugt.

Der zweite Gesichtspunkt: Wo ist dein Gott:

Jesus macht ja kein Geheimnis daraus, warum er Wunder tun kann. Und er verheißt uns, dass wir noch größere Wunder werden tun können als er. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, so daß ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. (Johannes 5,19-21 *) Jesus hatte immer seinen Vater, den lebendigen Gott, im Blick. Er sieht, was der Vater gerade tut und macht dasselbe. Dabei geht aber auch der Vater aktiv auf ihn zu: „Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut“. Er tut also die Werke des Vaters und er weiß um diese Werke. Paulus schreibt an die Gemeinde in Ephesus: Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. (Epheser 2,8-10 *) Wir sollen uns also unserer guten Taten nicht rühmen, denn Gott hat diese guten Werke bereitet, dass „wir darin wandeln sollen“. Also lautet die Frage an uns doch, wie nahe uns unser Gott ist, wie eng die Verbindung durch den Heiligen Geist ist, so dass uns diese Werke überhaupt erst bekannt werden. Ich denke, dass wir ganz viele von den Werken, die Gott für uns bereitet hat, verpassen, weil wir lieber wichtige Fernsehsendungen sehen, als die Nähe Gottes zu suchen, weil wir unseren Gott und sein Reden auf bestimmte offizielle Ereignisse beschränken und damit eher Herodes gleichen, der sich freute, Jesus zu sehen, „weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, ein Zeichen von ihm zu sehen“. Und wir müssen aufpassen, dass wir dann nicht wie Herodes enden, denn es heißt dann, nachdem Jesus mit Herodes nicht reden wollte: „Und Herodes samt seinen Kriegsleuten verachtete und verspottete ihn“. (Lukas 23,6-12 *) Wir müssen auf das Handeln Gottes achten, denn Gott richtet sich nicht nach unserem Terminkalender.

Wieder ist es Paulus, der der Gemeinde in Ephesus ganz pragmatisch schreibt: Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern werdet voll Geistes, (Epheser 5,18 *) Manche Theologen bezeugen, dass sie eine Predigt mindestens eine Flasche Wein kostet, bis sie fertig ist. Nun will ich nicht dogmatisch den Weingenuss während der Vorbereitung einer Predigt verbieten, aber ich möchte doch auch hier die Frage stellen: „Wo ist dein Gott?“ Wie nahe ist dir Gott, wie deutlich spricht der Heilige Geist zu dir, wenn du eine Predigt vorbereitest. Ist es dir schon einmal passiert, dass der Heilige Geist dir gesagt hat: „Lass das, das ist zynisch und nicht in der Liebe gesagt!“ oder auch „Doch, sag das, fürchte dich nicht vor Menschen!“

Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Johannes 16,25-27 *)

Ein gesegnetes Pfingstfest

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Nr.BibelstelleBibeltext
13.Mose 23,12-17
1
Ihr sollt aber an dem Tage, wenn eure Garbe gewebt wird, dem HERRN ein Brandopfer zurichten von einem tadellosen einjährigen Lamm;dazu sein Speisopfer, zwei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, ein Feueropfer...
25.Mose 18,15
1
Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören!Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, am Horeb, am Tage der Versammlung begehrt...
3Psalmen 2,1-2
1
Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich?Die Könige der Erde stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich wider den HERRN und wider seinen Gesalbten:«Wir wollen ihre Bande zerreißen und...
4Psalmen 16,8-11
1
Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er mir zur Rechten ist, wanke ich nicht.Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen;denn du wirst meine Seele...
5Psalmen 91,14-15
1
Denn er klammert sich an mich an, darum will ich ihn erretten; ich will ihn sicherstellen, weil er meinen Namen kennt.Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn...
6Psalmen 110
1
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche...
7Psalmen 118,22
1
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden;vom HERRN ist das geschehen; es ist ein Wunder in unsern Augen!Dies ist der Tag, den der HERR gemacht; wir wollen froh sein und uns...
8Jeremia 23,6
1
In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen; und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der HERR, unsere Gerechtigkeit.Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht...
9Joel 2,28-32
1   2
(H3-1) Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte...
10Matthäus 21,42
1
Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie gelesen in der Schrift: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom Herrn geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen»?Darum...
11Matthäus 27,63-64
1
und sprachen: Herr, wir erinnern uns, daß dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen.So befiehl nun, daß das Grab sicher bewacht werde bis zum dritten Tag, damit...
12Markus 12,10
1
Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen»?Da suchten...
13Markus 16,17-18
1
Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, mit neuen Zungen reden,Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts...
14Lukas 4,21
1
Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist dieser...
15Lukas 12,11-12
1
Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt;denn der heilige Geist wird euch in derselben...
16Lukas 16,29-31
1
Spricht zu ihm Abraham: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören!Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun!Er aber...
17Lukas 20,17
1
Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?»Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert...
18Lukas 23,6-12
1
Als Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mensch ein Galiläer sei.Und da er vernahm, daß er aus dem Gebiet des Herodes sei, sandte er ihn hin zu Herodes, der in diesen Tagen ebenfalls zu Jerusalem war.Herodes...
19Lukas 23,34
1
Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie teilten aber seine Kleider und warfen das Los.Und das Volk stand da und sah zu. Es spotteten aber auch die Obersten und sprachen:...
20Lukas 24,45-47
1
Da öffnete er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen,und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, daß Christus leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde,und daß in seinem...
21Johannes 5,19-21
1
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise...
22Johannes 16,2
1
Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.Und solches werden sie euch tun, weil sie weder den Vater...
23Johannes 16,25-27
1
Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen vom Vater Kunde geben werde.An jenem Tage werdet ihr in meinem...
24Apostelgeschichte 1,13-26
1
Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben, nämlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn...
25Apostelgeschichte 2,1-13
1
Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze...
26Apostelgeschichte 2,14-36
1   2
Da trat Petrus mit den Elfen auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr jüdischen Männer und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kund, und horchet auf meine Worte!Denn diese sind...
27Apostelgeschichte 2,37-47
1
Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von...
28Apostelgeschichte 3
1
Petrus aber und Johannes gingen in den Tempel hinauf um die neunte Stunde, da man zu beten pflegte.Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des...
29Apostelgeschichte 4,1-17
1
Während sie aber zum Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu.Die verdroß es, daß sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten.Und...
30Apostelgeschichte 4,18-31
1
Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, durchaus nicht mehr in dem Namen Jesu zu reden noch zu lehren.Petrus aber und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott...
31Apostelgeschichte 5,1-16
1
Ein Mann aber, mit Namen Ananias, samt seiner Frau Saphira, verkaufte ein Gutund entwendete von dem Erlös, unter Mitwissen seiner Frau, und brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.Petrus...
32Apostelgeschichte 6,1-10
1
In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden.Da beriefen die Zwölf die Menge...
33Römer 10,13
1
denn «wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden».Wie sollen sie ihn aber anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie aber glauben, wenn sie nichts von ihm gehört haben?...
341.Korinther 15,9
1
Denn ich bin der geringste von den Aposteln, nicht wert ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade gegen mich ist nicht...
35Galater 2,11-14
1
Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war angeklagt.Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte...
36Epheser 2,8-10
1
Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus...
37Epheser 5,18
1
Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern werdet voll Geistes,und redet miteinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern und singet und spielet dem Herrn in...
38Jakobus 1,5-8
1
Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt,...
391.Petrus 2,7
1
Für euch nun, die ihr glaubet, hat er Wert; für die Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Ärgernisses.Sie...
402.Petrus 3,15-16
1
Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat,wie auch in allen Briefen, wo er davon spricht, in welchen etliches...




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