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Menschen der Bibel

Abgrenzung

Die Handlungsalternativen innerhalb der Praxis der Synagoge

 


Zusammenfassung

Joseph Kaiphas war von 18 bis 36 n.Chr. Hoherpriester in Israel, ein Schwiegersohn des Ananus (Hannas), der von 6 bis 15 n.Chr. Hoherpriester war. In einem Jahrhundert, in dem 28 Hohepriester amtierten, schaffte er es, sich 18 Jahre im Amt zu halten. Er begegnet Jesus als oberster Richter seines Volkes und ist maßgeblich am Zustandekommen des Todesurteils beteiligt. Er hielt sich so lange an der Macht, wie auch Pilatus Statthalter von Kaiser Tiberius in Syrien war (26 bis 36 n.Chr.), hatte also offenbar gute Beziehungen zu Pilatus und verlor sein Amt nahezu gleichzitig mit Pilatus.

In diesem Abschnitt werden die Instrumente untersucht, die der Synagoge für den Umgang mit Menschen zur Verfügung standen, die eine Meinung vertraten, die der Mehrheitsmeinung der Gelehrten widersprach. Dies ist einmal der Synagogenbann, andererseits aber auch die Verurteilung dadurch, dass in Gebeten Verwünschungen ausgesprochen wurden.

Jesus hat den Bann auch als Instrument für die christliche Gemeinde gesehen, sie aber stark mit Vergebung in Verbindung gebracht und sehr stark zur Geduld gemahnt, zum Warten auf die Früchte des Handelns der Abweichler.

Sowohl der Bann in der neutestamentlichen Gemeinde als auch der Bann im Judentum werden in diesem Abschnitt untersucht.

Schlagwörter: Achtzehngebet - Ananias und Sapphira - Apostel Johannes - Bibel - Dschihadismus - Geniza - Geniza zu Fostat - Gott - Halacha - Heiliger Geist - Hoher Rat - Jakobus - Jesus - Josua - Lukas - Martin Buber - Mose - Paulus - Pharisäer - Sadduzäer - Schriftgelehrter - Simon Petrus - Sohn - Solomon Schechter - Sprüche der Väter - Strack/Billerbeck - Talmud - Trinität - Vater

Bereich Anregungen

Thema Vorangehender Beitrag Folgender Beitrag

Menschen in der Bibel
Menschen in der Begegnung mit Gott
Die großen Glaubensfrauen und -männer der Bibel - Ihre Stärken und ihre Schwächen

Der Fall Jerusalems aus der Sicht des Talmud
Gott steht zu Israel

Eine Theologie, um die Fehler der Väter zu rechtfertigen
Die Folgen des Hohepriesters Joseph Kaiphas für die rabbinische Theologie

Bibelarbeiten
Bibelarbeiten für verschiedene Zielgruppen
Die Faszination des Wortes Gottes

Die Erfüllung der Messiasprophetien aus Sicht des Neuen Testamentes
... brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete?

Eine Theologie, um die Fehler der Väter zu rechtfertigen
Die Folgen des Hohepriesters Joseph Kaiphas für die rabbinische Theologie
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Inhaltsverzeichnis

Thema: Pragmatismus und das Reich Gottes

Thema: Wie behalte ich die Lage im Griff

Thema: Die Himmelfahrt Jesu

Thema: Pfingsten - Die Ausgießung des Heiligen Geistes

Thema: Jetzt muss sich der Hohepriester auch noch mit ungelehrten Leuten und Laien herumschlagen

Thema: Krankenheilungen sind kein Argument - Politik gegen die Jünger Jesu

Thema: Die Gewalt eskaliert

Thema: Die Bekämpfung des Messias Jesus verselbständigt sich zu einer systematischen Verfolgung

Thema: Die Staatsmacht greift ein

Thema: Paulus zurück in Jerusalem

Thema: Der Kampf gegen das messianische Judentum

Thema: Der Fall Jerusalems aus der Sicht des Talmud

Thema: Abgrenzung

Thema: Eine Theologie, um die Fehler der Väter zu rechtfertigen

Thema: Messiasprophetien des Alten Testamentes

Thema: Die Erfüllung der Messiasprophetien aus Sicht des Neuen Testamentes

1.1 Herkunft Kaiphas

1.2 Kaiphas im Neuen Testament

1.3 Der Prozess gegen Jesus im Hohen Rat

1.4 Der Prozess gegen Jesus - Nicht nur ein jüdisches Problem

1.6 Spielball der Mächtigen - Judas Iskarioth

1.7 Fazit zum Prozess gegen Jesus im Hohen Rat

2.1 Der Hohepriester Kaiphas begegnet dem Messias

2.2 Die Arroganz der Wissenden

2.3 Die Erleichterung nach der Kreuzigung

2.4 Die Angst vor der Auferstehung - Oder: Alte Lügen erfordern neue Lügen

2.5 Ostern ist der Höhepunkt göttlichen Handelns

3.1 Der Hohe Rat organisiert - Gott handelt

3.2 Unbemerkt vom Hohen Rat - Der auferstandene Herr, Jesus Christus, erscheint den wirklich wichtigen Menschen

3.3 Jesus Christus sucht den Glauben

4.1 Der Hohe Rat ist schwer beschäftigt - Das Pfingstfest in Jerusalem

4.2 Ein Fischer aus Galiläa predigt im Tempel in Jerusalem - Und Tausende hören zu

4.3 Was ist zu tun?

5.1 Der Hohe Rat übergeht das Pfingstereignis in Jerusalem schweigend - Aber es kommt noch schlimmer

5.2 Heilung ohne Erlaubnis des Hohen Rates - Und dann auch noch dies Gerede von der Auferstehung

5.3 Das Verhalten des Petrus ist unerträglich - Aber nur für den Hohen Rat

5.4 Schon wieder ein Prozess

5.5 Der Beschluss der Glaubensväter - Aber Petrus und Johannes sind nicht beeindruckt

5.6 Die kraftvolle Reaktion der Gemeinde

5.7 Gott zieht weiter

6 Erneute Wunder und die Reaktion der Staatsmacht

6.2 Rechtgläubigkeit - Irrtum ausgeschlossen oder Können wir Gott auf unser Bibelverständnis festlegen?

6.3 Konnte der Hohe Rat das eigentlich wissen? - Täter oder Opfer?

6.4 Gruppendynamik im Hohen Rat oder Man muss zu seinen Entscheidungen stehen(?)

6.5 Im Hohen Rat gab es mehr Weisheit als gedacht - Das weise Rat Gamaliels

6.6 Umkehr - Wie schwer fällt es gestandenen Männern

7.1 Stephanus wird Diakon in der wachsenden Gemeinde

7.2 Die Predigt des Stephanus - Keine Verteidigungsrede sondern Klartext

7.3 Die Reaktion - Dem Hohen Rat entgleitet der Prozess

7.4 Jesus steht und ist bereit, Stephanus zu entgegen zu gehen

7.5 Warum lässt Gott das zu

8.1 Saulus greift ein - Das Eigentor der Vertreibung

8.2 Jesus greift ein - Saulus bekehrt sich

9.1 Agrippa I - Herkunft

9.2 Agrippa I - Schulden über Schulden

9.3 König Agrippa I

9.4 König Agrippa I und die Christen

9.5 Gebetserhörung - und keiner will es glauben

9.6 Die wahre Stimme Gottes

9.7 ... und die Kirche wächst

10.1 Paulus weiß, was auf ihn zukommt

10.2 Der zeitlich Rahmen

10.3 Prophetische Warnungen des Paulus auf seiner Reise nach Jerusalem

10.4 Paulus kommt in Jerusalem an

10.5 Paulus wird in Jerusalem erkannt

10.6 Paulus in römischer Gefangenschaft

10.7 Paulus predigt in Jerusalem

10.8 Paulus nutzt sein römisches Bürgerrecht

10.9 Paulus vor dem Hohen Rat

10.10 Die Zeit des Hohenpriesters Ananias

10.11 Der HERR kennt die Seinen

10.12 Paulus vor Felix

10.13 Seelsorge am Statthalter Felix

10.14 Paulus vor dem Statthalter Festus

10.15 Festus und Herodes Agrippa II

10.16 Paulus verteidigt sich vor Herodes Agrippa II

10.17 Paulus verlässt Judäa - Fazit

11.1 Die spärlichen Informationen am Ende der Apostelgeschichte

11.2 Jahreszahlen vor dem Angesicht des ewigen Gottes

11.3 Der Bericht des Flavius Josephus über den Tod des Jakobus, des Bruders des Herrn

11.4 Eusebius ausführlicher Bericht über den Tod des Jakobus

11.5 Der Dienst des Jakobus

11.6 Zeitenwende zum Krieg

11.7 Nachdenkliches über Rechtgläubigkeit

11.8 Jakobus muss es nicht mehr erleben

11.9 Die weinenden Hohenpriester

11.10 Die Abwärtsspirale

12.1 Die Sikarier - Terrorismus bereits im Altertum

12.2 Der babylonische Talmud zu der Zerstörung Jerusalems

12.3 Einige Bemerkungen zum Bericht des babylonischen Talmuds zu der Zerstörung Jerusalems

12.4 Flavius Josephus zu den Eigentumsrechten nach der Zerstörung Jerusalems

12.5 Freuet euch mit Jerusalem

13.1 Jesus über die Gefahren für die Gemeinde

13.2 Instrumente der Abgrenzung im Talmud

13.2.1 Der zwölfte Lobpreis im Achtzehngebet

13.2.2 Der Synagogenbann

14.1 Jesus zitiert Psalm 110

14.2 Was lehrt uns das Verhalten Jesu?

14.3 Psalm 110 in der jüdischen Tradition vor Jesus

14.4 Die Bedeutung des Psalmes 110 für das Neue Testament

14.4.1 Die Kirchenväter über Paulus als Autor des Briefes an die Hebräer

14.4.2 Der Brief an die Hebräer und Psalm 110

14.4.3 Melchisedek ist ein Priester eigener Art, kein Mensch, der Vater und Mutter hätte

14.4.4 Melchisedek ist größer als Abraham und erst recht größer als Levi und Aaron

14.4.5 Das Priestertums Melchisedeks löst das levitische Priestertum ab

14.4.6 Der Messias aus dem Stamm Juda ist kraft seiner Auferstehung Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks

14.4.7 Der Eidschwur des allmächtigen Gottes

14.4.8 Die Freude über das Priestertum Jesu

14.4.9 Fazit

14.5 Zwei Messiasse? - Sacharja 4,14

14.6 Der Talmud und die Abgrenzung gegenüber den Christen

14.7 Der Umgang des Talmud mit Psalm 110

14.7.1 Deutung von Psalm 110 auf Abraham

14.7.2 Deutung von Psalm 110 auf Hiskia

14.7.3 Deutung von Psalm 110 auf David

14.8 Spricht Gott zu den Menschen oder sprechen Menschen zu Gott?

Frühe Prophetien vor Jakob

Jakob prophezeit den Messias aus dem Stamm Juda

Mose prophezeit den kommenden Propheten

Messiasprophetien der Psalmen

Messiasprophetien des Propheten Jesaja

Messiasprophetien der weiteren Propheten vor dem Exil

Messiasprophetien des Propheten nach dem Exil, Haggai, Sacharja und Maleachi

Das Bild vom Eckstein

Der Messias ist König und Hoherpriester zugleich

Der Spross

Die Deutung des Hohenpriestertums Christi im Hebräerbrief

Die Offenbarung des Christus am Ende der Zeiten

Gott, der Vater, ist Herr der Prophetien

Was sind Messias-Prophetien

Die frühen Prophetien auf den Messias

Der Messias, König und Priester im Alten Testament

Der Spross Davids

Der Messias, König und Priester im Neuen Testament

Der Gottesknecht

Das erste Gottesknechtlied

Das zweite Gottesknechtlied

Das dritte Gottesknechtlied

Das vierte Gottesknechtlied

Erfüllte Prophetien nach Matthäus

Die Ankündigungen des Messias seit Abraham

Der Messias kommt aus Bethlehem

Der Messias und Ägypten

Der Messias als Licht für die Menschen in der Finsternis

Der Messias wird für die Menschen leiden

Der Messias wird triumphieren

Der Messias wird verraten werden

Der Lohn des Verrats

Falsche Zeugen treten gegen den Messias auf, aber der Messias schweigt

... wie ein Verbrecher

Der Messias wird verspottet

Das Grab des Messias

Die Auferstehung des Messias

Fazit zu den Messiasprophetien bei Matthäus

Erfüllte Prophetien aus den weiteren Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen

Jesus als der verheißene Prophet

Jesus als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks

Jesus wird von den Seinen, den Juden, abgelehnt und gehasst

Jesus Christus und der Geist Gottes

Judas Iskarioth: Sein Amt soll ein anderer empfangen

Der Messias: Geschlagen und angespuckt

Der Messias: Durchbohrt

Der Messias: Er betet für seine Feinde

Der Messias: Nicht ein Bein wird gebrochen

Der Messias: Soldaten werfen das Los um sein Gewand

Der Messias: Aufgefahren zur Höhe

13.1 Jesus über die Gefahren für die Gemeinde

Auch Jesus weiß, dass die Gemeinde die Kraft haben muss, widerstrebende Kräfte zu binden. Aber er warnt sie vor vorschnellem Urteil. Er spricht es in einem Gleichnis an: Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, daß wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut zusammenleset, zugleich mit ihm den Weizen ausraufet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune! (Matthäus 13,24-30 *) Er macht also deutlich, dass Kraut und Unkraut Zeit haben soll, zur Reife zu gelangen. Er will nicht, dass wir vermeintliches Unkraut sicherheitshalber herausreißen, er lässt auch dem vermeintlichen Unkraut die Gelegenheit und die Zeit, positive Frucht zu bringen. Er zeigt, was das praktisch bedeutet, als er in der Bergpredigt vor den falschen Propheten warnt. Da sagt er: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? (Matthäus 7,16 *) Wenn er die Früchte sieht, dann wird er auch sehr radikal in seiner Aussage: Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen. (Matthäus 7,19-20 *) Er gibt somit dem Baum Zeit zur Reife und erst dann, wenn seine Früchte erkennbar sind, dann soll das Unkraut verbrannt, der schlechte Baum abgeholzt werden. Jesus will also, dass die Dinge und auch Personen, die keine Frucht bringen, die die Gemeinde verderben, entfernt werden. Aber er will das an der tatsächlich vorgefundenen Frucht festmachen und nicht daran, ob jemand Fruchtlosigkeit erwarten lässt oder Fruchtlosigkeit zu befürchten ist. Er fällt kein vorschnelles Urteil.

Diese Aufgabe, Fruchtlosigkeit zu erkennen, übergibt er an seine Jünger. Er sagt, bemerkenswerterweise im Anschluss an das Messiasbekenntnis des Petrus, zunächst zu Simon Petrus selbst: Und ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. (Matthäus 16,19 *) Später erzählt Jesus ein Gleichnis, in dem er deutlich macht, dass er 99 Schafe allein zurücklässt, um das eine Schaf zu finden, das verloren zu gehen droht, und in dem er betont, wie sehr er, der Hirte, sich freut, dieses Schaf gefunden zu haben: Und wenn es sich begibt, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich über dasselbe mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren. Also ist es auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, daß eines dieser Kleinen verloren gehe. (Matthäus 18,13-14 *) Erst nach diesem Gleichnis gibt er dann eine Art Gemeindeordnung vor: Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruhe. Hört er aber diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide und Zöllner. Wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein. (Matthäus 18,15-18 *) Und Simon Petrus hat Jesus schon richtig verstanden, denn er fragt Jesus direkt nachdem Jesus sozusagen das Vorgehen bei einem Ausschlussverfahren aus der Gemeinde festgelegt hat: Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal? Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal! (Matthäus 18,21-22 *) Auch dieser Dialog unterstreicht noch einmal, dass das Ziel Gottes nicht die Identifikation und die Vernichtung der Abweichler ist, sondern ihre Rettung. Aber wenn ein Baum schlechte Frucht trägt, dann muss er abgehauen werden. Da haben die religiösen Führer eine Verantwortung auch in der christlichen Gemeinde, die sie aber in der Geduld und in der Liebe Jesu wahrnehmen müssen (Vgl. auch das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum, der noch ein Jahr stehen gelassen wird: Lukas 13,6-9 *.

Die vorangehenden Bibelstellen haben gezeigt, dass auch Jesus der Gemeinde der Gläubigen das Recht und die Pflicht zusprach, die schlechten Früchte aus der Gemeinde zu entfernen. Aber dies ist kein Machtinstrument der Führungselite der Gemeinde, es darf nicht prophylaktisch erfolgen, sondern auch das Andersartige soll Zeit bekommen, seine Frucht zu zeigen. Erst wenn sich diese Frucht als schlecht herausstellt, hat die Gemeinde das Recht, eine solche Person auszuschließen. Dabei gibt uns Paulus Kriterien in die Hand, wonach Frucht zu beurteilen ist: Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord; Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solches tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. (Galater 5,19-22 *)

In einem Fall, ein Mann hat die Frau seines Vaters genommen, schreibt er sogar sehr hart und unmissverständlich: Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe! Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte getan würde! Denn ich, der ich zwar dem Leibe nach abwesend, dem Geiste nach aber anwesend bin, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, welcher solches begangen hat, beschlossen: im Namen unsres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unsres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, den Betreffenden dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn Jesus. (1.Korinther 5,1-5 *) Als Simon Petrus durch Ananias und Sapphira belogen wird, sterben beide, ohne dass Petrus eingreift und es heißt: Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten. (Apostelgeschichte 5,11 *) Wir sehen daran, wie wichtig Gott die Heiligkeit der Gemeinde ist, aber ebenso gilt, dass Gott alle Menschen liebt, gerade auch die, die verloren gehen. Sie sind ihm ebenso wichtig, wie etwa das Gleichnis vom verlorenen Sohn eindringlich vor Augen führt: Lukas 15,11-32 *. Hier ist Gebet gefragt und gleichermaßen Geduld und Stärke. Es gibt eben kein Gesetzbuch, aus dem ein Richter die richtige Entscheidung ableiten kann, es gibt nur das intensive Hören auf Gottes Willen.

Andererseits steht Jesus aber der Zucht, wie sie von der Synagoge geübt wird, sehr kritisch gegenüber. Er musste sie erleben, als er einen blind geborenen Menschen heilte und die Pharisäer eine Untersuchung anstellten, ob das denn mit rechten Dingen zugegangen wäre, denn es war am Sabbat geschehen. Im Zuge dieser Untersuchungen befragen sie auch die Eltern: Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr sagt, daß er blind geboren ist? Wie ist er denn jetzt sehend? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist und daß er blind geboren ist; wieso er aber jetzt sieht, das wissen wir nicht; und wer ihm die Augen aufgetan hat, wissen wir auch nicht. Fraget ihn! Er ist alt genug, er mag selbst für sich reden! Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn einer ihn als den Christus anerkennen würde, er aus der Synagoge ausgestoßen werden solle. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug; fragt ihn selbst! (Johannes 9,19-23 *) Man sieht, dass hier bereits eine Absprache bestand, denjenigen aus der Synagoge auszuschließen, der Jesus als den Messias anerkennt. Und diese Absprache war offenbar so gut bekannt, dass die Eltern sich davor fürchteten, denn sie bedeutete soziale Isolation, der Mensch konnte eigentlich nur noch aus seinem Dorf wegziehen, wenn er aus der Synagoge ausgeschlossen war. Auch dieses müssen wir im Zusammenhang mit der Gemeindezucht sehen und bewerten. Je enger der Kontakt in einer Gemeinde ist, umso schmerzlicher ist ein Ausschluss aus dieser Gemeinschaft. Jesus begegnet dem geheilten Menschen noch einmal: Jesus hörte, daß sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, auf daß ich an ihn glaube? Und Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es! Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel vor ihm nieder. (Johannes 9,35-38 *) Über die Tatsache, dass er ausgestoßen wurde, spricht Jesus dabei nicht. Er blickt nach vorne.

Bereits am Anfang der Bergpredigt spricht Jesus sehr offen darüber, was denen bevorsteht, die ihm nachfolgen: Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich! Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei Arges wider euch reden um meinetwillen! Freuet euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. (Matthäus 5,10-12 *) oder bei Lukas: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen. Freuet euch alsdann und hüpfet! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben ihre Väter den Propheten getan. (Lukas 6,22-23 *)

In den Endzeitreden wird Jesus noch deutlicher: Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, erschrecket nicht; denn es muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich wider das andere erheben und ein Königreich wider das andere; und es werden hin und wieder Hungersnöte, Pest und Erdbeben sein. Dies alles ist der Wehen Anfang. Alsdann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehaßt sein von allen Völkern um meines Namens willen. (Matthäus 24,6-9 *) Der Apostel Johannes hat noch eine härtere Rede Jesu in Erinnerung: Solches habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmet. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und solches werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich aber habe euch solches gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, ihr daran denket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war. (Johannes 16,1-4 *) Dabei macht Jesus auch deutlich, warum er so spricht. Er spricht diese Worte eigentlich zu den Menschen, die in dieser Situation stecken. Prophetie ist also nicht Spekulation über die Zukunft, sondern sie ist Seelsorge an den Menschen, die von den Ereignissen betroffen sind. Dies verstehen viele Menschen nicht, die Zeittafeln erstellen und Abläufe in der Endzeit vorhersagen möchten.

Andererseits ist dieses Wort Jesu in unserer Zeit wieder sehr aktuell: „… es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.“ Es gibt so manchen Dschihadisten, der genau das glaubt und danach handelt.

Den Schriftgelehrten gegenüber sucht Jesus die Konfrontation, allerdings erst zum Ende seiner Lehrtätigkeit hin, als sie ihm die Früchte ihrer schriftgelehrten Arbeit mehr als deutlich gezeigt haben: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken tut nicht; denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. Sie binden aber schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie selbst aber wollen sie nicht mit einem Finger berühren. Alle ihre Werke aber tun sie, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß und lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und den Vorsitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten und wenn sie von den Leuten Rabbi genannt werden! Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der himmlische. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Himmelreich vor den Menschen zuschließet! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr der Witwen Häuser fresset und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr Meer und Land durchziehet, um einen einzigen Judengenossen zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr ein Kind der Hölle aus ihm, zwiefältig mehr, als ihr seid! (Matthäus 23,2-15  *)

Matthäus 23,2-15  * zeigt uns, dass es viel zu kurz gegriffen ist, hier auf die Juden zu zeigen und damit die Bedeutung zu ignorieren, die diese Worte Jesu auch für uns haben:

Und wir sehen, wie diese Politik der Angst vor einem Ausschluss aus der Synagoge wirkt: Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge ausgestoßen würden. (Johannes 12,42 *) Aber es blieb nicht beim Ausschluss aus der Synagoge. Paulus berichtet über die Zeit, als er die Christen noch verfolgt hat: Ich habe zwar auch gemeint, ich müßte gegen den Namen Jesus von Nazareth viel Feindseliges verüben, was ich auch zu Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den Hohenpriestern die Vollmacht empfangen hatte, und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die Stimme dazu. Und in allen Synagogen zwang ich sie oft durch Strafen, zu lästern, und über die Maßen gegen sie wütend, verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte. (Apostelgeschichte 26,9-11 *) Und diese Verfolgung hörte nicht auf. Paulus muss erfahren, dass die von ihm gegründete Gemeinde in Galatien von Kräften verwirrt wird, die ein anderes Evangelium wollen: nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium Christi verdrehen wollen. (Galater 1,7 *) Über diese Menschen sagt Paulus im weiteren Verlauf des Briefes: Galater 4,17 *: Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert. Die Gemeinde Jesu ist zu allen Zeiten umkämpft worden. Der eine wollte noch dieses, der andere jenes trojanische Pferd in sie hineinzerren, und manche tun es im guten Glauben, weil sie meinen, „Gott einen Dienst zu erweisen.“ Uns zur Warnung ist es geschrieben.

Dies sieht auch Paulus so, wenn er fragt: Römer 11,1  *: Ich frage nun: Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamme Benjamin. Er beantwortet dies mit einem ganz klaren Wort: „Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat!“ (Römer 11,2   *) Und dann warnt er uns mit einem sehr eindringlichen Wort: So schaue nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du in der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden! (Römer 11,22   *) Er sieht die Geschichte Israels als Warnung für die Christenheit. Und er hat recht damit, bis auf den heutigen Tag.

Aber Römer 11   * enthält auch ein trostreiches Wort für uns: Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich. (Römer 11,29   *) Dies gilt für Israel, dies gilt aber auch für die christliche Gemeinde und es gilt für jeden einzelnen von uns, wenn wir nicht selbst die Gnadengaben Gottes zurückweisen.

13.2 Instrumente der Abgrenzung im Talmud

Diese Vorbemerkungen waren erforderlich, um die Frage nach den Instrumenten der Abgrenzung im Talmud weniger einseitig betrachten zu können. Auch das Christentum kennt solche Instrumente und hat sie in der Geschichte nicht immer nur in der Liebe Christi genutzt, sondern sie hat sie zum Machterhalt, zum Gelderwerb, zur persönlichen Aufwertung genutzt. An dieser Stelle müssen sich alle Religionen demütig beugen.

Die Aussagen der folgenden Abschnitte basieren auf

Hermann L. Strack und Paul Billerbeck
Kommentar zum Neuen Testamen aus Talmud und Midrasch
4. Band: Exkurse zu einzelnen Stellen des Neues Testament
München 1975

WIKIPEDIA zu diesem Werk

Dabei geht es um den 10. Exkurs: Das Achtzehngebet (S.208-249)

und um den 13. Exkurs: Der Synagogenbann (S.293-333)

Beide Kapitel liefern uns Instrumente der Abgrenzung, die der Synagoge zur Verfügung standen und die sie auch genutzt hat. Wir sehen sie nur im Spiegel des Talmud, also aus der Zeit nach Jesus.

13.2.1 Der zwölfte Lobpreis im Achtzehngebet

Um zu zeigen, wie intensiv die Scheidung der Synagoge von den Christen betrieben wurde, zitiert Strack/Billerbeck das Achtzehngebet, Schmone Esre in der palästinensischen und babylonischen Rezension.

Dort heißt es im zwölften Lobspruch in der palästinensischen Fassung: «Den Abtrünnigen sei keine Hoffnung und die freche Regierung mögest du eilends ausrotten und die Nazarener und die Häretiker mögen umkommen in einem Augenblick, ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und mit den Gerechten nicht aufgeschrieben werden. Gepriesen seist du, JHWH, der Freche beugt.»

Diese Fassung wurde in einer Geniza, einem vermauerten Hohlraum zur Aufbewahrung verbrauchter jüdischer liturgischer Schriften, die den Gottesnamen enthielten, durch Solomon Schechter gefunden. Es ist die in der Forschung sehr bekannte Kairoer Geniza, die Geniza der Ben-Esra-Synagoge oder auch Geniza zu Fostat.

Die babylonische Fassung desselben zwölften Lobspruches ist weniger gezielt gegen die Christen gerichtet und lautet: «Den Abtrünnigen sei keine Hoffnung und alle Häretiker und Angeber mögen umkommen in einem Augenblick, und die freche Regierung mögest du ausrotten und zerbrechen in unseren Tagen. Gepriesen seist du, JHWH, der Feinde zerbricht und der Freche beugt.»

Fairer Weise muss man daneben aber auch die Fassung sehen, die heute verwendet wird und nach Martin Buber lautet: «Den Verleumndern sei keine Hoffnung, und alle Ruchlosen mögen im Augenblick untergehen, alle mögen sie rasch ausgerottet werden, und die Trotzigen schnell entwurzle, zerschmettre, wirf nieder und demütige sie schnell in unseren Tagen. Gelobt seist du Ewiger, der du die Feinde zerbrichst und die Trotzigen demütigst!»

Man sieht daran, wie scharf die Abgrenzung der Synagoge gegenüber den Christen war, erkennt aber auch die Unterschiede, es war also keine einheitliche Abgrenzung, sondern sie war räumlich unterschiedlich, auch wenn man die palästinische Rezension und die babylonische Rezension nicht zwingend mit Palästina und Babylon identifizieren darf. Damit haben wir eine Quelle, die das Bild fortsetzt, das die Apostelgeschichte zeichnet, wenn sie über die Juden in Beröa berichtet: Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte. (Apostelgeschichte 17,11 *) Vorher hatte Paulus in Thessalonich, nachdem man ihn zunächst in der Synagoge predigen ließ, erhebliche Auseinandersetzungen: Aber die ungläubigen Juden wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, machten Lärm und brachten die Stadt in Aufruhr, drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor das Volk zu führen. (Apostelgeschichte 17,5 *) Dies führte so weit, dass in den Sendschreiben der Offenbarung der erhöhte Herr über die Synagogen in Smyrna und Philadelphia sagt, sie seien «Synagogen des Satans». Die Reaktion, nun alle Synagogen so abzutun, ist völlig irreführend, denn es werden hier von den Synagogen der sieben Orten, die Sendschreiben erhalten, zwei so bezeichnet. Wir sollten vielmehr sorgfältig darauf achten, wie unser Gottesdienst gestaltet ist. Was sieht der erhöhte Herr, wenn er in unseren Gottesdienst schaut und nicht nur auf die formal korrekte Predigt schaut, sondern auch hört, wie wir in unserem Herzen übereinander seufzen, schlecht voneinander denken und uns weit von der Liebe entfernen, die Jesus uns vorgelebt hat. Antisemitismus ist an dieser Stelle einfach nur dumm. Paulus hat dies im Römerbrief sehr deutlich formuliert, dem ist nichts hinzuzufügen: Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht wider die Zweige! Rühmst du dich aber, so wisse, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich! (Römer 11,17-18   *) und So schaue nun die Güte und die Strenge Gottes; die Strenge an denen, die gefallen sind; die Güte aber an dir, sofern du in der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden! Jene dagegen, wenn sie nicht im Unglauben verharren, sollen wieder eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen. Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgeschnitten und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel eher können diese, die natürlichen Zweige, wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden! (Römer 11,22-24  *)

13.2.2 Der Synagogenbann

Die Synagoge hatte die Möglichkeit, Menschen zeitweise vom Gottesdienst auszuschließen, wenn sie gegen die Regeln verstießen. Dabei gab es vermutlich zwei Grade des Bannes:

Dieser Bann war nicht gedacht, Menschen aus der Synagoge auszuschließen, er war primär gedacht, Menschen zum Nachdenken und zur Besserung zu erziehen. So durfte eine mit dem Bann belegte Person weiterhin die Tora lesen. Ein einfacher Bann lief nach der gesetzten Frist, maximal 30 Tagen, von selbst ab. Man hat 24 Gründe für einen Bann aufgeführt:

  1. Verachtung eines Gelehrten, selbst nach dessen Tod
  2. Verachtung eines Gerichtsboten
  3. Beschimpfung eines Freien als Sklaven
  4. Geringschätzung eines Wortes eines Schriftgelehrten oder gar der Tora selbst
  5. Nichterscheinen vor Gericht
  6. Missachtung eines Gerichtsurteils
  7. Gefährdung anderer Menschen (z.B. durch einen bissigen Hund, bis die Gefährdung beseitigt ist)
  8. Verkauf von Grund und Boden an Nichtisraeliten
  9. Zeugnis gegen einen Israeliten vor einer nichtisraelitischen Behörde
  10. Weigerung eines Fleischers priesterlicher Herkunft, den für die Priester bestimmten Anteil abzusondern und an Priester zu übergeben
  11. Entheiligung eines Feiertages
  12. Arbeit am Nachmittag des Rüsttages
  13. Unnützes Aussprechen des Namens Gottes oder bei einem Schwur aus nichtigem Anlass
  14. Verführung von Menschen, heilige Opfer außerhalb Jerusalems zu verzehren
  15. Verführung von Menschen, den Namen Gottes zu entheiligen
  16. Hindernisse auf den Weg eines Blinden legen
  17. Hinderung von Menschen, Pflichtgebote zu erfüllen
  18. Fleischer, die Fleisch verkaufen, dessen Verzehr verboten ist
  19. Fleischer, die ihr Schlachtmesser nicht durch einen Gelehrten auf rituelle Tauglichkeit untersuchen lassen
  20. Jemand, der seiner Frau einen Scheidebrief gibt und danach trotzdem mit ihr ein gemeinsames Geschäft betreibt
  21. Gelehrter mit einem üblen Ruf
  22. Aussprechen eines Bannes gegen jemanden, der keinen Bann verdient hat

Man sieht daran, dass der Synagogenbann ein Mittel war, die Beobachtung des Gesetzes und der rituellen Forderungen durchzusetzen. Es war also kein Mittel der Abgrenzung gegenüber abweichende Lehrmeinungen. Die Apostelgeschichte zeigt auch durchgängig, dass Paulus Gelegenheit hatte, in der Synagoge zu lehren. Er wurde dann zwar wegen seiner Lehre angegriffen, aber von einem formalen Bann wurde nie gesprochen, wohl aber von Anklagen gegen Paulus vor staatlichen Gerichten, obwohl dies einen Verstoß gegen Forderung 9 darstellt.

Lehrmäßige Fragen spielten trotzdem eine Rolle, wie die folgende Liste von Regeln zeigt, die ebenfalls, wenn auch nicht offiziell, zu einem Bann führen konnten:

Dazu muss man wissen, dass die Halacha der rechtliche Teil der Überlieferung des Judentums ist, der seit dem babylonischen Exil gesammelt wurde und im Talmud niedergelegt wurde.

Die zusätzlichen Regeln im Einzelnen:

An diesen Zusätzen erkennt man eine Tendenz, Konsensfindung zu unterstützen. Wenn jemand mit seiner Meinung die Mehrheit nicht überzeugen kann, solle er sie verwerfen. Die Geschichte, die Billerbeck dazu zitiert, zeigt, dass selbst dann, wenn der Vertreter der Minderheitsmeinung durch Wunder bestätigt wird, seine Meinung trotzdem der Mehrheitsmeinung unterzuordnen ist. Diese Beobachtung ist im Blick auf Jesus wichtig. Seine Wunder zählen nicht, die Mehrheit im Hohen Rat entscheidet.

Dabei ist die Halacha Maßstab aller Dinge, diese Forderung geht über die Bindung an das mosaische Gesetz hinaus. Es reicht also nicht aus, dass Gesetz zu befolgen, sondern auch die Zäune, die in Gestalt der Halacha um das Gesetz herum aufgebaut worden sind, damit das Gesetz auf keinen Fall übertreten werde, sind zwingend einzuhalten: Mose empfing das Gesetz vom Sinai und überlieferte es Josue und Josue den Ältesten und diese den Propheten und diese den Männern der großen Synagoge. Diese sprachen drei Dinge aus: Seid vorsichtig im Urteil! Nehmt viele Schüler an! Macht einen Zaun um das Gesetz! (Sprüche der Väter 1.1)

Interessant ist auch das Verbot, Gebote durch törichte Schlussfolgerungen anzutasten. Die Frage an Jesus, was im Himmel mit einer Frau geschähe, die fünfmal Witwe geworden ist, kann als eine solche Frage gewertet werden. (An jenem Tage traten Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung, fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: «Wenn jemand ohne Kinder stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.» Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. Desgleichen auch der andere und der dritte, bis zum siebenten. Zuletzt, nach allen, starb auch die Frau. In der Auferstehung nun, wem von den Sieben wird sie als Frau angehören? Denn alle haben sie zur Frau gehabt. Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt. Denn in der Auferstehung freien sie nicht, noch lassen sie sich freien, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel. Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist, der da spricht: «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und als die Menge solches hörte, erstaunte sie über seine Lehre. (Matthäus 22,23-33 *)) Allerdings wurde sie von Sadduzäern gestellt, die die Halacha bzw. das, was z.Z Jesu davon schon existierte, nicht anerkannten. Als Beispiel für eine solch törichte Frage wird überliefert, dass dem Rabbi Gamliel um 90 n.Chr. die folgende Frage gestellt worden sei: «Wenn mir von meiner Frau, die mir (zur Beiwohnung) erlaubt ist, die Tochter verboten ist, sollte es da nicht recht sein, daß von einer verheirateten Frau (d.h. von der Frau eines andren Mannes), die mir verboten ist, mir die Tochter verboten ist? ... Da tat er ihn in den Bann» (Seite 317f, ebenso die folgenden beiden Zitate)

Ein Beispiel für eine läppische Frage, die Rabbi Jehuda (gest. ca 217 n.Chr.) gestellt wurde: «Wenn einer zwei Köpfe hat, an welchem von ihnen legt er die Gebeteriemen an? Er antwortete ihm: Entweder mache dich auf und geh in die Verbannung oder nimm den Bann auf dich.»

Lukas berichtet uns von einem Wort Jesu über die Schriftgelehrten: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die im Talar einhergehen wollen und sich gerne grüßen lassen auf den Märkten und den Vorsitz in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Mahlzeiten lieben; (Lukas 20,46 *) Das hat er offenbar gut beobachtet, wie die folgende Episode zeigt: «Rabina saß vor Rab Aschi (gest.427); Er sah einen Mann. der seinen Esel an einem Sabbat an eine Steinpalme band. Er rief ihn an, aber dieser scherte sich nicht um ihn. Da sprach er: Es sei dieser Mann im Bann!»

Dabei muss man beachten, dass die Gelehrten selber vom Bann befreit waren. Bei Verfehlungen bat man sie höflich, sich um ihrer eigenen Ehre willen in die Stille zurückzuziehen. Diese Scheu bewahrte wohl Jesus davor, dass er mit dem Bann belegt wurde.

Auch in der Apostelgeschichte lesen wir nicht davon, dass die Christen unter den Juden mit einem Bann belegt wurden. Es ging den verbliebenen Juden, die Jesus nicht als den Christush anerkannten, wohl eher um Abgrenzung und Ausgrenzung, denn der Bann war immer nur eine Zeitstrafe mit dem Ziel, den Übeltäter für die jüdische Gemeinschaft zurückzugewinnen.







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Nr.BibelstelleBibeltext
1Matthäus 5,10-12
1
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich!Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei Arges wider euch reden um meinetwillen!Freuet...
2Matthäus 7,16
1
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte.Ein guter...
3Matthäus 7,19-20
1
Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen,...
4Matthäus 13,24-30
1
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten...
5Matthäus 16,19
1
Und ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.Da gebot er seinen...
6Matthäus 18,13-14
1
Und wenn es sich begibt, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich über dasselbe mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren.Also ist es auch nicht der Wille eures Vaters im...
7Matthäus 18,15-18
1
Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit...
8Matthäus 18,21-22
1
Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, welcher gegen mich sündigt? Bis siebenmal?Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!Darum...
9Matthäus 22,23-33
1
An jenem Tage traten Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung, fragten ihnund sprachen: Meister, Mose hat gesagt: «Wenn jemand ohne Kinder stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur...
10Matthäus 23,2-15
1   2
Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt.Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken tut nicht; denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht.Sie...
11Matthäus 24,6-9
1
Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, erschrecket nicht; denn es muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.Denn ein Volk wird sich wider das andere erheben und ein Königreich...
12Lukas 6,22-23
1
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen um des Menschensohnes willen.Freuet euch alsdann und hüpfet!...
13Lukas 13,6-9
1
Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine.Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich komme...
14Lukas 15,11-32
1
Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne.Und der jüngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen das Gut.Und nicht lange darnach packte der jüngere...
15Lukas 20,46
1
Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die im Talar einhergehen wollen und sich gerne grüßen lassen auf den Märkten und den Vorsitz in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Mahlzeiten lieben;sie fressen...
16Johannes 9,19-23
1
Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr sagt, daß er blind geboren ist? Wie ist er denn jetzt sehend?Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser...
17Johannes 9,35-38
1
Jesus hörte, daß sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, auf daß ich an ihn glaube?Und Jesus sprach...
18Johannes 12,42
1
Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge ausgestoßen würden.Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die...
19Johannes 16,1-4
1
Solches habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmet.Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.Und...
20Apostelgeschichte 5,11
1
Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die davon hörten.Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen...
21Apostelgeschichte 17,5
1
Aber die ungläubigen Juden wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, machten Lärm und brachten die Stadt in Aufruhr, drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie...
22Apostelgeschichte 17,11
1
Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte.Es wurden denn auch viele...
23Apostelgeschichte 26,9-11
1
Ich habe zwar auch gemeint, ich müßte gegen den Namen Jesus von Nazareth viel Feindseliges verüben,was ich auch zu Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den...
24Römer 11
1   2   3   4   5   6
7
Ich frage nun: Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamme Benjamin.Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen...
251.Korinther 5,1-5
1
Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe!Und ihr seid aufgebläht und hättet doch...
26Galater 1,7
1
nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium Christi verdrehen wollen.Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium predigen würde außer dem, was wir euch...
27Galater 4,17
1
Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert.Eifern ist gut, wenn es für das Gute geschieht, und zwar allezeit, nicht nur in meiner Gegenwart bei euch.Meine...
28Galater 5,19-22
1
Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung;Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid,...
29Jakobus 3,1-2
1
Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein strengeres Urteil empfangen!Denn wir fehlen alle viel; wenn jemand in der Rede nicht fehlt, so ist er ein vollkommener Mann,...




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