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Zusammenfassung

Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm! (Psalmen 2,12  *)

Das Kind in der Krippe darf uns nicht über die große Macht hinwegtäuschen, die der kommende Erlöser besitzt, auch wenn alle Anzeichen darauf hindeuten, dass er schwach und den Angriffen der Menschen nicht gewachsen ist

Schlagwörter: Abraham - Augustus - Herodes der Große - Jesus - Kaiser Konstantin der Große - Maria - Pontius Pilatus

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... draußen, vor dem Tor, auf dem Feld wird die Botschaft verkündigt.



Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm! (Psalmen 2,12   *)

Es ist faszinierend zu sehen, dass man das Neu Testament im Alten Testament bereits in seinen Grundzügen lesen kann. Das Wort des Propheten Amos bewahrheitet sich am Leben Jesu sehr eindrucksvoll: Nein, Gott, der HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten. (Amos 3,7 *)

Das Buch der Psalmen wird durch die ersten beiden Psalmen eingeleitet. Und bereits an dieser Stelle redet der Psalmist, sein Name wird nicht genannt, von einem Sohn, dem man huldigen soll, wie man einem König huldigt. Dieser Psalm wurde vermutlich bei der Inthronisation der jüdischen Könige verlesen. Damals wird man wohl gemeint haben, dass es hier um den König selbst geht. Denn einer Inthronisation ging ja im Allgemeinen der Tod des regierenden Königs voraus, der neue König war gestern ja noch der Sohn des Königs, der Anwärter.

Wie mögen es die jüdischen Könige empfunden haben, wenn verlesen wurde: Heische von mir, so will ich dir die Nationen zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. (Psalmen 2,8   *) Vermutlich werden sie dasselbe gedacht haben wie wir, wenn wir das Wort Jesu hören: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe; (Johannes 14,12 *) Bei solchen Worten setzt unser Glaube aus und wir können sie nur demütig zur Kenntnis nehmen.

Aber den Juden der Zeitenwende begegnet plötzlich der Sohn. Unscheinbar, in einer Krippe, ohne die üblichen Insignien der Macht. Ein Baby. Ist ein Kind geboren, dann tritt zunächst einmal alles zurück, was vorher geschehen ist: Die Schmerzen der Geburt für die Mutter. Die Strapazen der beschwerlichen Reise von Nazareth nach Bethlehem: Die hochschwangere Maria musste von Nazareth nach Bethlehem wandern, 156 km. Dafür benötigt man 33 h reine Wanderzeit, mindestens 1579m bergauf und 1141m bergab. Das entspricht etwa dem Weg von Hildesheim bis in den östlichen Zipfel des Harzes, dabei aber über den Brocken gewandert. Welche schwangere Frau würde das auf sich nehmen. Und in Bethlehem hatte die Familie einen Stall statt einer Unterkunft. Aber nun war das Kind da. Der HERR hatte die Familie immerhin davor bewahrt, dass das Kind während der Wanderung nach Bethlehem kam. In Bethlehem hatten sie wenigstens einen Platz, wenn es auch ein Stall war.

Der Sohn ist da.

Derweil liegt Herodes, von dem man sagt, er sei der Große, im Sterben. Zwei Söhne hat er bereits hinrichten lassen, eine Ehefrau ebenfalls. Ein Sohn lag im Gefängnis. Auch den ließ der todkranke Herodes noch schnell hinrichten bevor er starb, aber er hatte ja noch genügend Söhne, da kam es auf einen Sohn mehr oder weniger nicht an. Im Palast herrschte die blanke Angst, was der unter schlimmen Schmerzen leidende König vor seinem Tode denn noch alles anstellen würde. Der Palast hatte enorme Einnahmen, schwelgte im Reichtum, aber er hatte keinen Frieden. Und man blickte auch immer nach Rom, denn alle Macht lag in den Händen des Kaisers. Alle Macht?

Während Herodes seinen letzten Kampf kämpfte, machten sich im Himmel Engel bereit, um ein für die Welt einmaliges Fest zu veranstalten. Ein Chor von Engeln sollte auf der Erde singen, nicht in Rom, auch nicht in Jerusalem, nicht einmal in Bethlehem. Der Chor sollte sich auf einer Weide in der Nähe von Bethlehem aufstellen. War da überhaupt jemand, der den Gesang der Engel hören konnte? Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die bewachten des Nachts ihre Herde. (Lukas 2,8  *) Diesen Hirten, unbedeutenden Männern, geschah sonderbares, eigentlich unglaubliches: Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr. (Lukas 2,9   *) Der Chor der Engel musste noch warten, bis dieser Engel die frohe Botschaft verkündigt hatte. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. (Lukas 2,10-12   *)

Aber nun gab es kein Halten mehr, nun durfte der ganze Chor hervortreten. Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen! (Lukas 2,13-14   *)

Während man im Königspalast schlief, vielleicht auch die Nacht nutzte, um Intrigen zu spinnen, vielleicht auch auf den Tod des Königs wartete, da sind ein paar namenlose und unbedeutende Hirten aus Bethlehem völlig verwirrt von dem, was sie da erlebt haben. Und es begab sich, als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten zueinander: Laßt uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die da geschehen ist, die der Herr uns kundgetan hat! Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kindlein in der Krippe liegend. Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort kund, das ihnen von diesem Kinde gesagt worden war. Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde. Maria aber behielt alle diese Worte und überlegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. (Lukas 2,15-20   *)

Gott sendet seinen Sohn in die Welt, so wie er es schon Abraham verheißen hat: „… und durch dich sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden!“ (1.Mose 12,3 *) und wie es die Propheten in vielfächtiger Weise verkündigt haben (⇒ Messias-Prophetien). Und dieser Retter der Welt erscheint, ausgerechnet in Bethlehem, dieser kleinen und unbedeutenden Stadt. Und die himmlische Welt veranstaltet ein Fest. Und wo findet dieses Fest statt, nicht einmal in dem kleinen Ort Bethlehem, so dass wenigstens der Bürgermeister von Bethlehem es miterleben könnte. Es findet auf einer Wiese außerhalb von Bethlehem statt.

Und über dieses Kind spricht der Psalmist viele Jahrhunderte vor seiner Geburt: Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm! (Psalmen 2,12   *) Er sieht nicht das kleine Baby, er sieht den Sohn Gottes. Und er sieht, dass der Zorn des Sohnes Tod bedeutet: „Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege;“ ist eine Aufforderung, dem Sohn zu huldigen, weil sein Zorn den Tod bringt. Und es folgt nicht etwa ein abwiegelndes Wort, dass das mit dem Zorn doch gar nicht so schlimm ist, denn der Sohn sei doch ganz nett und freundlich, sondern es folgt die klare Ansage: „denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen!“ Erst darauf folgt das beruhigende Wort: „Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“

Und so sehen wir in diesem Wort unseren Gott, wie er ist. Er erscheint in Gestalt eines zerbrechlichen Babys, geboren in einem Ort, den die Welt kaum kennt, geboren von einer Familie, die schon in Israel kaum jemand kennt. Und gerade jetzt und in diesem Augenblick gilt es, Gott in diesem Kind zu erkennen. Damit ist das Kind in der Krippe ein Bild für alles, was wir im Reich Gottes erleben. Da sind kleine Anfänge, weil Gott einen Menschen beruft, in seinem Namen zu reden oder zu handeln. Da geschieht nichts Großes. Die Politik macht weiter ihre Politik, scheinbar verändert sich nichts. Und doch hat Gott ein Werk begonnen. 300 Jahre nach der Geburt dieses Babys wird Konstantin Kaiser von Rom. Er siegt, nachdem er im Traum Jesus gesehen hat, die Sonne der Gerechtigkeit, deren Zeichen er zu seinem Zeichen machte. Auf diesem Wege wird das Kreuz von Golgatha stehen, werden viele Märtyrer ihren Glauben mit ihrem eigenen Blut bekräftigen. Aber das Werk, das Gott, der HERR, dort in Bethlehem begonnen hat, wird wachsen, unaufhaltsam.

Gott beginnt seine Werke ganz klein und unmerklich. Nur wenige erkennen es. Herodes musste es erkennen, weil plötzlich Weise bei ihm auftauchten und nach dem neugeborenen König der Juden fragte. Er ließ flächendeckend in Bethlehem Kinder ermorden. Doch es half ihm nichts. Bald darauf starb er und einer seiner verbliebenen Söhne führten seinen Terror in einer Weise fort, dass selbst der Kaiser Augustus sich von ihm abwandte und ihn in die Verbannung schickte. Wenn Gott ein Werk beginnt, dann sieht es für uns Menschen häufig so aus, wie dieses Baby in Bethlehem: Dieses Baby ist für die Hirten ein Grund, Gott zu preisen. Wenn uns der Geist Gottes die Augen öffnet, dann erkennen wir bereits in diesem Baby das Heilshandeln Gottes. Es führt uns zur Anbetung und zum Dank, weil Gott uns so sehr liebt. Aber gleichzeitig ist es für alle, die diesen Gott ignorieren möchten, die lieber nach ihren eigenen Vorstellungen leben möchten, ein Grund sich zu fürchten, auch wenn sie dies, angesichts eines Babys, ignorieren: Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm! (Psalmen 2,12  *) Das stolze Jerusalem mit seinem wunderbaren Tempel, auf den es sein Vertrauen stützte, wird siebzig Jahre später in Schutt und Asche liegen, weil es auf die Worte Jesu nicht gehört hat: Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt werden; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch selbst überlassen! Ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr sagen werdet: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! (Lukas 13,34-35 *)

„Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ Wir dürfen uns bergen bei diesem Kind, denn dieses Kind bedeutet Leben für jeden, der das Erlösungswerk Jesu annimmt, der die Spuren des Handelns Gottes in seinem Leben rechtzeitig erkennt und daraus die Konsequenzen zieht und, wie die Hirten, Gott lobt und Gott preist für jedes Wort, das Gott zu uns redet, denn alles geschieht so, wie Gott es gesagt hat. Kein Wort geht verloren, mögen die Herodesse und Pilatusse (Pontius Pilatus) aller Zeiten noch so toben und ihre Macht zur Schau stellen: Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. (Lukas 2,20  *)

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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 12,3
1
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir fluchen; und durch dich sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden!Da ging Abram, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot ging mit ihm;...
2Psalmen 2
1   2   3   4   5
Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich?Die Könige der Erde stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich wider den HERRN und wider seinen Gesalbten:«Wir wollen ihre Bande zerreißen und...
3Amos 3,7
1
Nein, Gott, der HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten.Der Löwe brüllt; wer sollte sich nicht fürchten? Gott, der HERR, redet; wer sollte nicht weissagen?Laßt...
4Lukas 2
1   2   3   4   5   6
Es begab sich aber in jenen Tagen, daß ein Befehl ausging vom Kaiser Augustus, daß alle Welt sich sollte schätzen lassen.Diese Schatzung war die erste und geschah, als Kyrenius Landpfleger in Syrien war.Und...
5Lukas 13,34-35
1
Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt werden; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel, aber ihr habt nicht...
6Johannes 14,12
1
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe;und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet,...




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