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Festtage

Advent

Wer ist es, der da kommt?

 


Zusammenfassung

Jesus Christus wird als Kind in Bethlehem geboren. Aber wer ist dieses Kind? Es ist nur vordergründig ein Säugling, Joseph ist nur vordergründig sein Vater, Maria ist seine Mutter, aber auch dies Verhältnis ist nicht das normale Mutter-Kind-Verhältnis, denn dieser Jesus hat bereits eine Geschichte mit dem Volk, in das er geboren wird. In dem Wort Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. (Johannes 1,10-11  *) wird die ganze Dramatik des Verhältnisses deutlich, das dieser Jesus Christus zu seiner Umwelt hatte. Er ist nicht irgendwann der Christus geworden, er war der, von dem Apostel Johannes sagt: „die Welt ist durch ihn geworden“. Dieses Wissen sollte unseren Advent bestimmen.

Schlagwörter: Adam - Apostel Johannes - Arche Noah - David - Jakob - Jesus - Matthäus - Messias - Paulus - Pompejus - Simon Petrus - Sintflut

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Advent - Wer ist es, der da kommt?

Gott, der Vater wohnt in einem Licht, in dem niemand wohnen kann.

Zunächst müssen wir ganz vorsichtig mit dem Wort „Gott“ im Alten Testament umgehen. Denn dieses Wort wurde von Menschen geschrieben, die getrieben durch den Heiligen Geist redeten, die aber nur das von Gott sahen, was sie in Zeit und Raum erfassen konnten, die natürlich nur das sahen, was sich ihnen von Gott her offenbarte. Und sie haben diesen Gott erfahren, als er ihnen begegnete und seinen Namen offenbarte.

Adam begegnet Gott im Paradies: Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! Und Gott der HERR bildete aus Erde alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, daß er sähe, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gäbe. Da gab der Mensch einem jeglichen Vieh und Vogel und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. (1.Mose 2,18-20 *) Der Schöpfer-Gott trägt seine Geschöpfe zum Menschen, damit er sie benenne. Gott bezieht also den Menschen in seine Schöpfung mit ein. Er sucht den Menschen, überlässt ihm die Namensgebung. Und Paulus schreibt über Gott, den Vater: der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1.Timotheus 6,16 *) Wie kann also dieser Gott im Paradies mit den Menschen über die Namen von Tieren reden. Das passt doch nicht. Aber hier zeigt sich auch, wie konsistent unsere Bibel ist. Denn Jesus gibt uns einen klaren Hinweis, was wir von diesem Gott, „welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann“, überhaupt sehen können: Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an mich glaubt, in der Finsternis bleibe. (Johannes 12,44-46 *) Alles, was wir von Gott sehen können, ist Jesus, der Christus Gottes. Es bleiben die wenigen Stellen übrig, wo Gott spricht, etwa Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht! (1.Mose 1,26  *) Und gleich darauf heißt es: Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. (1.Mose 1,27  *) Beidesmal wird für Gott das Wort ELOHIM verwandt. Oder da sind die beiden Situationen, in denen eine Stimme vom Himmel ertönt, einmal bei der Taufe Jesu: Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! (Matthäus 3,16-17 *) oder bei der Verklärung Jesu: Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören! (Matthäus 17,5 *) Wenn wir also das ernst nehmen, was Paulus über Gott, den Vater, an Timotheus schreibt, dann müssen wir das Alte Testament als ein Buch über das Handeln Jesu lesen.

Dann wir uns auch klar, wie es um den berühmten angeblichen Widerspruch im Alten Testament steht. Da lesen wir in 1.Mose 6,6 *: da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen. Und bereits im vierten Buch Mose lesen wir: Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und es nicht halten? (4.Mose 23,19 *) Hier wird sehr deutlich, dass der alte Bund nur Jesus kannte und die Unterscheidung zwischen Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, nicht machen konnte. Jesus, der mit und für uns Menschen in Raum und Zeit lebt, kann etwas gereuen, Gott, den Vater, aber nicht.

Auch die Worte ELOHIM und JHWH, die als Bezeichnung für Gott im AltenTestament gebraucht werden, helfen hier nicht weiter, wie Psalmen 110  * verdeutlicht: Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße! (Psalmen 110,1  *) Im Urtext spricht hier JHWH zu ADONAI. Von ADONAI und damit Jesus sagt David: „mein Herr“. Damit ist an dieser Stelle JHWH eindeutig Gott, der Vater, denn Jesus deutet diesen Psalm auf den Messias, wie uns Matthäus berichtet: Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus und sprach: Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids. Er spricht zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geiste «Herr», da er spricht: «Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»? Wenn also David ihn Herr nennt, wie ist er denn sein Sohn? (Matthäus 22,41-45 *) Dabei heißt das Wort „Herr“ im griechischen Urtext in beiden Fällen KYRIOS. Auch die Septuaginta übersetzt sowohl JHWH als auch ADONAI mit KYRIOS. Dieser Text zeigt sehr gut, wie die Trinität für den alten Bund noch unsichtbar ist.

Dabei müssen wir auch noch ein weiteres Wort Jesu hinzuziehen: Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? (Johannes 14,8-9 *) Hier wird deutlich, dass, wenn wir auf Gott blicken, nur Jesus für uns überhaupt sichtbar ist, ganz im Sinne des Paulus, der von Gott sagt, „welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann“. Alles, was wir von Gott „sehen“ können, was in unseren vom dreidimensionalen Raum und der Zeit geprägten Verstand überhaupt nur denkbar erscheint, was sich in der Erfahrung des Volkes Israels und seiner Propheten, der Erfahrung der Apostel und der Kirche widerspiegelt, das ist Jesus Christus. Diese Überlegungen machen sehr deutlich, dass es weder über die Philosophie, noch einen Propheten wie Mohammed, noch über sonst einen menschlichen Gedanken oder eine menschliche Tat möglich ist, sich Gott zu nähern. Alles was von Gott in unserer Welt erfahrbar ist, ist uns in Jesus, dem Christus Gottes, gegeben. Dies ist eine sehr scharfe Aussage, die uns in unseren theologischen Klügeleien sehr demütig machen sollte. Nur Jesus allein ...

(Wer hierzu mehr wissen möchte, den verweise ich auf meine Vorträge ⇒ Ein Vortrag über die Größe Gottes und ⇒ Gott und die Zeit.)

Wenn wir diese Überlegungen anstellen, dann erscheint das Geschehen von Weihnachten noch größer. Jesus, der im Auftrag des Vaters die Welt erschaffen hat, der die Erde durch die Sintflut vernichtet, aber ihr Leben durch die Arche Noah gerettet hat, der Abraham berufen hat, der in der Wolke vor Israel dahergezogen ist, der sich immer wieder um sein Volk gemüt hat, auch durch Tiefen wie die babylonische Gefangenschaft, dieser Jesus wird Mensch und wohnt unter uns. Gelegentlich, wenn er angegriffen wird, lässt Jesus es durchblicken, aber er schafft es trotz aller Anfeindungen von seiner Sendung durch Gott, den Vater, keinen Gebrauch zu machen. Er spricht vom Tempel nicht als seinem Haus, sondern vom Haus seines Vaters. So sagt bereits der zwölfjährige Jesus zu seiner Mutter, als sie ihn nach Tagen der Suche im Tempel findet: „Wußtet ihr nicht, dass ich sein muß in dem, was meines Vaters ist?“ (Lukas 2,49 *) Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang im Tempel und es wurde jedem offenbar, der Tempel war leer. Wie lange er schon leer war, können wir nicht beantworten. Aber schon Gnaeus Pompejus betrat im Jahr 63 v.Chr. das Allerheiligste und fand es leer.

An einer anderen Stelle wird Jesus bezichtigt, er sei von einem Dämon besessen, weil er sagt: „Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit!“. Am Ende dieser Auseinandersetzung sagt Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!“ (Johannes 8,58 *). Damit spielt er auf das „Ich bin“ an, mit dem er sich Mose vorgestellt hat. (2.Mose 3,14 *) Und er bekennt sich zu seiner Präexistenz (Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; (Johannes 1,9-12  *) und Hebräer 1,1-4 *).

Dieses waren aber einzelne Situationen. Bemerkenswert ist vielmehr die ungeheuere Demut, mit der er, der Weltenherrscher, sich hat angreifen lassen, ja sich hat zum Gespött machen lassen. Wie muss es Jesus in den Ohren gegellt haben, als der Satan ihm die Weltherrschaft anbietet: Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. (Matthäus 4,8-9 *) Jesus lacht ihn nicht aus, sondern beruft sich nur auf das Wort Gottes. Diese Demut 33 Jahre lang unter schwersten Angriffen durchgestanden zu haben und nie der Versuchung nachgegeben zu haben, selbst nicht am Kreuz, von seinem Vater eine Legion Engel anzufordern, das ist vielleicht eine der größten Leistungen, die Jesus vollbracht hat. Er deutet es Simon Petrus gegenüber einmal an: Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir noch jetzt mehr als zwölf Legionen Engel schicken? Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, daß es so kommen muß? (Matthäus 26,52-54 *)

Juden haben Jesus nicht erkannt.

Warum sind diese Dinge heute, im Jahr 2021, für uns so wichtig.

Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass wir uns heute anders verhalten als damals die Juden. Auch die Kreuzfahrer sind losgezogen und haben gedacht, dass sie die Guten sind und haben dann erst einmal ein Pogrom unter den Juden veranstaltet und ihre Taschen mit dem erbeuteten Geld der Juden gefüllt (⇒ WIKIPEDIA zum Thema Pogrome). Wie diese Taten im Himmel beurteilt wurden, muss hier nicht näher ausgeführt werden. Der Apostel Paulus bezieht klar Stellung: Ist es möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne Gottes ; denn es steht geschrieben: «Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr.» Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem! (Römer 12,18-21 *). Aber dieses Beispiel zeigt uns, dass niemand frei davon ist, wenn ein bestimmtes Klima des Hasses und ein gleichzeitig ein wirtschaftliches Interesse da ist, blind für das Vorbild Jesu zu werden. Jesus selbst warnt uns: Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden. Wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist Christus, oder dort, so glaubet es nicht. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um womöglich auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in den Kammern, so glaubet es nicht. Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. (Matthäus 24,22-27 *) Unser Problem wird also nicht so sehr sein, dass wir Jesus, wenn er kommt, nicht erkennen, unser Problem wird eher sein, dass wir schon vorher vielen Christussen nachgelaufen sind. Auch deshalb ist es nötig, dass wir unseren Blick nicht zu sehr auf das Kind, das uns gegeben ist, fixieren, sondern dass wir die Macht und Herrlichkeit vor Augen haben, die Jesus als der Auferstandene hat: „der die Himmel durchschritten hat“ (Hebräer 4,14 *) und der „Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat“ (Hebräer 12,2 *). Erst wenn wir diese Größe und Herrlichkeit Christi vor Augen haben, sind wir vor den kleinen Möchte-Gern-Christussen geschützt, die Anhänger suchen, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, und die von der Demut Christi weit entfernt sind.

Aber es gehört noch ein Zweites hinzu. Jesus macht es uns im Gleichnis von den 10 Jungfrauen deutlich (Matthäus 25,1-13 *). Nur 5 von ihnen haben ihre Lampen mit Öl gefüllt und werden zur Hochzeit eingelassen, wenn der Bräutigam kommt. Der Rest steht draußen und muss lernen, was es heißt, zu spät zu kommen. Sie haben kein Öl in ihren Lampen. Was ist dieses Öl, das die einen haben und die anderen nicht haben?

Als Jakob von der Himmelsleiter träumt, erkennt er, dass er Gott begegnet ist: Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stand am Morgen früh auf und nahm den Stein, den er unter sein Haupt gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einer Denksäule und goß Öl oben darauf, und nannte diesen Ort Beth-El; zuvor aber hieß die Stadt Lus. (1.Mose 28,17-19 *) Er heiligt also den Stein, auf dem er geschlafen hat, als ihm Gott erschienen ist, indem er Öl darauf gießt. Als er auf dem Rückweg aus Mesopotamien wieder an diese Stelle kommt, begegnet Gott ihm erneut und gibt ihm den neuen Namen Israel. Da richtete Jakob eine Säule auf an dem Ort, wo er mit ihm geredet hatte, einen Denkstein, und goß ein Trankopfer darauf aus und schüttete Öl darüber; und Jakob nannte den Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, Bethel. (1.Mose 35,14-15 *) Erneut nutzt Jakob Öl, um sein Trankopfer zu heiligen. Später wird Mose dem Volk sagen, was ein rechtes Speisopfer ist: „... du sollst es (dein Speisopfer) in Brocken zerbrechen und Öl darauf gießen, so ist es ein Speisopfer“ (3.Mose 2,6 *). Das Öl steht also für die Heiligung. Auch im neuen Bund hat das Öl eine besondere Bedeutung, denn der Kranke soll mit Öl gesalbt werden (Jakobus 5,14 * und Markus 6,13 * vgl. auch den barmherzigen Samariter Lukas 10,34 *). Im Gastrecht ist die Salbung mit Öl eine besondere Wertschätzung eines Gastes: Darum, sage ich dir, ihre vielen Sünden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. (Lukas 7,47 *) sagt Jesus zu seinem Gastgeber, als ihm eine Prostituierte die Füße salbt und dieser Gastgeber sich darüber mokiert.

Damit ist Advent auch ein Anlass, Öl zu kaufen und das bedeutet, die Heiligung zu suchen. Und wie kann ich das tun? Ich gehe zu meinem HERRN und bekenne meine Schuld und meine Unzulänglichkeit an und bete ihn an. „Ich aber darf durch deine große Gnade in dein Haus eingehen; ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewendet, in deiner Furcht.“ singt der Psalmist (Psalmen 5,7 *).

Indem ich mich meinem HERRN, Jesus Christus, zuwende, all meine Schuld und Unzulänglichkeit vor ihm ablade und ihn anbete, wird in mir ein Raum geschaffen für den Heiligen Geist. Erst durch den Heiligen Geist wird unsere Anbetung zu einer Anbetung Gottes des Vaters, wie Jesus es der Frau am Jakobsbrunnen erklärt hat: Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Johannes 4,23-24 *)

Und indem wir in dieser Anbetung liefern, sind wir unserem HERRN so nahe, dass wir ihn, wenn er wiederkommt, zweifelsfrei werden erkennen können. Denn wir kennen seine Stimme. Es wird uns gehen, wie es den Emmausjüngern ging, als Jesus ihnen das Brot brach: Und es begab sich, als er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen. (Lukas 24,30-31 *) Jesus hat uns verheißen, dass wir seine Stimme erkennen werden, einfach deswegen, weil wir sie schon so oft in unserem Leben gehört, wenn auch manchmal überhört haben. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe alle herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. (Johannes 10,2-4 *) Darauf setze ich mein Vertrauen: „... denn sie kennen seine Stimme.“ Ich werde Jesus, wenn er kommt, an seiner Stimme erkennen. Wenn ich diese Stimme höre, dann werde ich empfinden, dass ich sie schon sehr oft in meinem Leben gehört habe. Und dann werde ich seine ganze Herrlichkeit sehen.

Das ist ein guter Grund, rechtzeitig Öl zu kaufen.

⇒ Weitere Ausarbeitungen zum Advent - Bereit, dem Sohn Gottes zu begegnen

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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 1,26-27
1   2
Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles,...
21.Mose 2,18-20
1
Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!Und Gott der HERR bildete aus Erde alle Tiere des Feldes und alle Vögel des...
31.Mose 6,6
1
da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen.Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom...
41.Mose 28,17-19
1
Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies ist die Pforte des Himmels.Und Jakob stand am Morgen früh auf und nahm den Stein, den er...
51.Mose 35,14-15
1
Da richtete Jakob eine Säule auf an dem Ort, wo er mit ihm geredet hatte, einen Denkstein, und goß ein Trankopfer darauf aus und schüttete Öl darüber;und Jakob nannte den Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte,...
62.Mose 3,14
1
Gott sprach zu Mose: «Ich bin, der ich bin!» Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: «Ich bin», der hat mich zu euch gesandt.Und nochmals sprach Gott zu Mose: Also sollst du zu den Kindern...
73.Mose 2,6
1
du sollst es in Brocken zerbrechen und Öl darauf gießen, so ist es ein Speisopfer.Willst du aber ein gekochtes Speisopfer darbringen, so bereite man es von Semmelmehl mit Öl;und du sollst das Speisopfer,...
84.Mose 23,19
1
Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und es nicht halten?Siehe, zu segnen habe ich den Auftrag...
9Psalmen 5,7
1
(H5-8) Ich aber darf durch deine große Gnade in dein Haus eingehen; ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewendet, in deiner Furcht.(H5-9) HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde...
10Psalmen 110
1   2
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: Herrsche...
11Matthäus 3,16-17
1
Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen.Und siehe, eine Stimme kam vom...
12Matthäus 4,8-9
1
Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeitund spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.Da...
13Matthäus 17,5
1
Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören!Als...
14Matthäus 22,41-45
1
Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesusund sprach: Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids.Er spricht zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geiste «Herr»,...
15Matthäus 24,22-27
1
Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.Wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist...
16Matthäus 25,1-13
1
Dann wird das Himmelreich zehn Jungfrauen gleich sein, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf klug.Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber...
17Matthäus 26,52-54
1
Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir...
18Markus 6,13
1
und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.Und der König Herodes hörte das (denn sein Name ward bekannt), und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden;...
19Lukas 2,49
1
Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist?Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.Und er ging mit ihnen hinab...
20Lukas 7,47
1
Darum, sage ich dir, ihre vielen Sünden sind vergeben worden, denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben!Da fingen...
21Lukas 10,34
1
und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goß Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach:...
22Lukas 24,30-31
1
Und es begab sich, als er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen.Da wurden ihre Augen aufgetan, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen.Und sie...
23Johannes 1
1   2
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.Dieses war im Anfang bei Gott.Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden...
24Johannes 4,23-24
1
Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn...
25Johannes 8,58
1
Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie...
26Johannes 10,2-4
1
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.Diesem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.Und wenn...
27Johannes 12,44-46
1
Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.Ich bin als ein Licht in die Welt...
28Johannes 14,8-9
1
Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater...
29Römer 12,18-21
1
Ist es möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne Gottes ; denn es steht geschrieben: «Die Rache ist mein, ich...
301.Timotheus 6,16
1
der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.Den Reichen im jetzigen Zeitalter gebiete,...
31Hebräer 1,1-4
1
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn,welchen er zum Erben von allem eingesetzt,...
32Hebräer 4,14
1
Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis!Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid...
33Hebräer 12,2
1
im Aufblick auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.Achtet...
34Jakobus 5,14
1
Ist jemand von euch krank, der lasse die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen; und sie sollen über ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn.Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten,...




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