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Festtage

Advent

Bereit, dem Sohn Gottes zu begegnen

 


Zusammenfassung

Begegnung mit Gott war schon für das frühe Volk Israel eine Überforderung. Nur durch den Geist Gottes wird die neutestamentliche Gemeinde darauf vorbereitet.

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Losung und Lehrtext für den ersten Adventsonntag, 2. Dezember 2007
Herrenhuter Brüdergemeinde - Evangelische Brüder-Unität

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
1. Mose 8,22

Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten;
sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde,
sondern dass jedermann zur Buße finde.
2. Petrus 3,9


Es ist offenbar, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst geworden, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. Solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott; denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so daß wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen! Ja jenes, das herrlich war, ist überhaupt nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwengliche Herrlichkeit hat. Denn wenn das, was aufhören sollte, mit Herrlichkeit kam, wieviel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen! Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit und tun nicht wie Mose, der eine Decke auf sein Angesicht legte, damit die Kinder Israel nicht auf das Ende dessen, was aufhören sollte, schauen möchten. Aber ihre Sinne wurden verhärtet; denn bis zum heutigen Tage bleibt dieselbe Decke beim Lesen des Alten Testamentes, so daß sie nicht entdecken, daß es in Christus aufhört; sondern bis zum heutigen Tage, so oft Mose gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen. Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen. Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist.
2. Korinther 3, 3-18

Das Alte Testament ist voller Hinweise auf Jesus. Mose selbst weist auf ihn hin, indem er die Verheißung ausspricht: einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf den sollst du hören! (5. Mose 18, 15) Das 5. Buch Mose stellt so etwas wie ein Vermächtnis des Mose dar, auch wenn viele es in die Zeit des Königs Josia verlegen. Es ist nicht geprägt von Wohlgefälligkeit über das Erreichte, es ist mehr das Empfinden, das es nicht reichen wird. Immer wieder legt er dem Volk Segen und Fluch vor: Segen, wenn sie der Führung Gottes folgen und Fluch, wenn sie sich anderen Göttern zuwenden. Die Geschichte Israels beschreibt deutlich, wie das Volk Gottes immer wieder den Weg verlässt, den Mose ihm vorgezeichnet hat.
Paulus zieht den Vergleich zu Mose: Israel hat die Gebote auf steinernen Tafeln bekommen, Christus schreibt uns sein Wort in unserer Herz.
Israel diente dem Buchstaben, Christus hat uns den Geist gegeben.
Israel vermochte nicht in das Angesicht des Mose schauen. Der Widerschein Gottes, dem Mose auf dem Horeb begegnet war, blendete sie, so dass sie Angst bekamen und Mose eine Decke vor seine Augen nehmen musste.
Der Text mündet in die gewaltige Aussage, dass wir, die wir Christus angenommen haben, die Herrlichkeit des Herrn widerspiegeln. Wir strahlen diese Herrlichkeit Jesu aus, wenn denn der Geist Jesu in uns ist. Damit schließt sich der Kreis. Denn Paulus begann mit der Aussage, dass wir ein Brief Christi sind. Der Abschnitt endet mit der Aussage, dass wir die Herrlichkeit Jesu ausstrahlen.
Hier spricht Paulus eine persönliche Erfahrung aus, denn ihm wurde nach seiner Bekehrung, als ihm Jesus auf dem Weg nach Damaskus begegnet ist, die Decke von den Augen genommen. Damals hat er das Alte Testament ganz neu gelesen und die Herrlichkeit Jesu durch die alten Texte hindurch scheinen gesehen und die Veränderung durch den Geist des HERRN in seinem Leben erfahren.
So ist Advent die Zeit, in der auch wir neu aus dem Dunkel in das Licht Jesu treten sollen.

  • Es ist die Zeit, in der wir uns freimachen von allem, was den hellen Schein Jesu trüben könnte.
  • Es ist die Zeit, in der wir uns neu öffenen sollen für diesen Geist des HERRN.

  • Der Geist des HERRN ist ein Geist des Lebens, der Freiheit und der Herrlichkeit ist. Dieser Geist befreit uns zu einem Leben im Lichte der Herrlichkeit Gottes, so dass wir den dämpfenden Schutz der Decke des Mose nicht mehr brauchen. Möge die Adventszeit uns die Erfahrung geben oder neu geben, dass «aber der Geist macht lebendig».

    Gerade in der Adventszeit wird deutlich, ob wir uns an einer süßen Geschichte eines jungen Ehepaares mit einem niedlichen Kind erfreuen oder ob wir bereit sind, dem lebendigen und auferstandenen HERRN zu begegnen, ob wir bereit sind, in dem Kind das souveräne und großartige Handeln Gottes zu erkennen. Wenn wir uns zur Adventszeit zu sehr auf das Kind fixieren, besteht die Gefahr, dass wir gar nichts begreifen, dass wir uns unter eine Decke verkriechen, wie Israel es tat. Israel hatte es nur mit dem Widerschein des lebendigen Gottes im Angesicht des Mose zu tun. Uns will sich in Christus der lebendige Gott offenbaren. Da bedarf es eines bewussten Wollens, sich dem lebendigen Gott zu öffnen. Wir haben allerlei Mechanismen, uns dem lebendigen Gott zu entziehen. Man frage sich nur einmal, wieviel nach einem Sonntags-Gottesdienst noch präsent ist, wieviel mich in die Woche begleitet. Da zeigt sich doch sehr schnell, wie wir vieles gar nicht an uns heran lassen oder aber schnell wieder abschütteln. Auch und gerade die Adventszeit hat viele solche Mechanismen. Nur der Geist Gottes versetzt uns in die Lage, das wichtige vom unwichtigen zu unterscheiden, Prioritäten zu setzen und den lebendigen Gott in den Mittelpunkt zu rücken, wie wir es ihm in unserer Taufe versprochen haben.







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