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Groß ist unser Gott

Vortrag über den Gott, der in einem Licht wohnt, da niemand wohnen kann, das unseren Erfahrungshorizont weit übersteigt

(2) Seerosenblätter: Wie sieht ein zweidimensionales Wesen eine dreidimensionale Welt

 


Zusammenfassung

Diese Ausarbeitung geht auf einen Vortrag zurück, den ich an verschiedenen Stellen gehalten habe. Es ist eine erweiterte Fassung, die sich an Menschen richtet, die eine Bereitschaft zu mathematischem Denken haben, ohne sich dabei in der mathematischen Formelwelt auszukennen.

Deshalb wird in diesem Vortrag an Hand von Teichrosenblättern, die auf der zweidimensionalen Wasseroberfläche leben und das, was oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche ist, nicht sehen können, gezeigt, welche Schwierigkeiten entstehen, wenn wir versuchen, mit unserer dreidimensionalen Erfahrung die Größe Gottes zu denken. Eine Reihe von Bibelstellen werden sofort klar, wenn wir uns Gott und damit auch den auferstandenen und erhöhten Herrn Jesus Christus in einer Welt vorstellen, die nicht unseren dreidimensionalen Begrenzungen unterliegt.

Im zweiten Teil kommen nun die Teichrosenblätter zu Wort und werden erzählen, welche Glaubensschwierigkeiten sie haben.

Schlagwörter: Beschränktheit des Menschen - Dimension - Glauben und Schauen - Gott - Herr - Jesus Christus - Seerosenblätter - Vater - Vortrag

Bereich Anregungen

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Inhaltsverzeichnis

Nachdenken über(?) Gott

Aussagen der Bibel über Gott und das Verhältnis zwischen Gott dem Vater und Gott dem Sohn

Die beschränkte Welt von Teichrosenblättern

Eine kleine Hinführung zu den Effekten, die wir sehen, wenn Räume unterschiedlicher Dimension aufeinandertreffen

Der Durchgang eines vierdimensionalen Objektes durch eine dreidimensionale Welt kann mathematisch berechnet werden

Fazit



Die beschränkte Welt von Teichrosenblättern



Uns Menschen sind einige Dinge völlig klar und wir hinterfragen sie in keiner Weise. So ist es selbstverständlich, wie man ein Gefängnis baut: Durch einen festen Betonboden und eine feste Betondecke versperrt man den Weg nach oben oder unten. Rechts und links baut man starke Wände, ebenso vorne und hinten. Das Fenster wird durch Gitter versperrt und die Tür aus festem Stahl wird mit einem soliden Schloss versehen. Wenn man den Raum also in drei Dimensionen verschießt, dann ist er verschlossen. Rechts und links bildet eine Dimension, vorne und hinten eine weitere Dimension und die dritte Dimension ist die Richtung von unten nach oben. Mehr gibt es nicht. Ist unser Gefangener in solch einem Gefängnis, dann führt kein Weg hinaus. Die Gefangenen akzeptieren das auch. Da ist keiner, der sucht, ob es etwa noch eine vierte Dimension gibt, über die man da herauskommt. Dieser Gedanke ist etwas für Wissenschaftler, ein ganz normaler Strafgefangener wird sich eher Gedanken machen, ob er die Fenstergitter durchtrennen kann oder ein Loch in den Boden hauen kann oder vielleicht doch durch die Tür entschwinden kann, wenn sie einmal offen ist.

Nun lassen wir die dritte Dimension einmal weg und stellen uns eine zweidimensionale Welt vor. Meine Seerosenblätter leben in solch einer zweidimensionalen Welt. Sie nehmen einen gewissen Platz auf der Teichoberfläche ein, so wie unser Körper einen Teil des Raumes einnimmt, der uns umgibt. Wenn ein Teichrosenblatt sich bewegt, dann kann es immer nur an die äußere Kante eines anderen Blattes anstoßen. Diese Kante bemerkt es, mehr nicht. Wenn wir Menschen uns berühren, berührt sich unsere Haut, unsere Oberfläche. Was im Menschen ist, bleibt uns verborgen, solange wir den anderen Menschen leben lassen.

 


Selbstverständlich haben Seerosenblätter eine gewisse Dicke und sind damit dreidimensionale Blätter. Aber, um ein gewisses Verständnis für Bedeutung der unterschiedlichen Dimensionen zu entwickeln, nehmen wir einmal an, diese Dicke sei Null und das Seerosenblatt völlig in die Wasseroberfläche eingebettet. Dann kann es auch nicht unter ein anderes Seerosenblatt krauchen und sich schon gar nicht darüber legen. Es kann sich auch nicht entscheiden, nach oben aufzusteigen oder in den Teich abzutauchen. Wenn Seerosenblätter absterben und versinken, dann sind sie für die anderen Seerosenblätter einfach weg. Es gibt sie nicht mehr. Ein Seerosenblatt kann sich also nicht vorstellen, dass diese Blätter am Grund des Teiches liegen und Humus bilden, aus dem neues Leben entsteht. Sie können es sich deshalb nicht vorstellen, weil sie für den Teichboden gar keinen Begriff haben. Er ist außerhalb ihrer Vorstellungswelt.

Die Seerosenblätter sehen voneinander immer nur den Rand, so wie wir von einem anderen Menschen immer nur die äußere Hülle sehen. Auf unserem Foto können wir aber, weil es aus der dritten Dimension - für mathematisch nicht so versierte Menschen bedeutet das „von oben” - aufgenommen worden ist, sehr wohl sehen, dass einige Blätter völlig grün, andere teilweise im Inneren rot gefärbt sind.

 


„Man kann doch in einen Menschen nicht hineinsehen, ...”

Diesen Seufzer hört man oft, wenn jemand sich von einem anderen enttäuscht fühlt. Auf unsere Seerosenblätter übertragen heißt dies, dass ein Seerosenblatt von einem anderen immer nur den Rand sehen kann. Es weiß nicht, wie es im Inneren des Blattes aussieht. Denn dazu müsste es sich in die dritte Dimension erheben und das haben wir in unserem Beispiel ausgeschlossen. So sieht es nur den Rand und weiß nicht, ob das Blatt vielleicht schon Löcher hat oder in der Mitte vielleicht sogar schon welk ist. Das kann es nicht sehen.

Umgekehrt weiß es aber auch, dass es reicht, den Rand schön sauber zu halten. Dann werden alle anderen Seerosenblätter sagen, was für ein elegantes, sauberes Seerosenblatt das ist. Nur der Gärtner sieht, dass auf dem Seerosenblatt andere Blätter liegen, dass es Verunreinigungen gibt. Manche davon, wie die Apfelblütenblätter auf dem Foto, sind nicht so schlimm, einige können dem Seerosenblatt auch zu Schaffen machen. Der Gärtner sieht es sofort, aber die anderen Blätter können es nicht sehen. Denen kann das Seerosenblatt etwas vormachen.

Den Gärtner kann es so nicht täuschen. Er sieht immer das ganze Blatt, er sieht alle Löcher, alle Verschmutzungen auf dem Blatt, er sieht, wo es welk wird. Auf den Rand wird er kaum schauen, weil er den Überblick über das Innere hat.

Unsere Seerosenblätter sehen ja nur, was auf der Teichoberfläche ist. Sie sehen also weder den Stängel, noch sehen sie die Wurzel. So verstehen sie auch nicht, wo neue Blätter herkommen. Blätter tauchen halt an der Oberfläche auf und verschwinden wieder. Mehr wissen unsere Seerosenblätter nicht, da sie ja die Wurzel nicht sehen können, die Wurzel in der Tat auch gar nicht in ihrer Welt ist.

 


Unsere Seerosenblätter meinen, sie haben eine Wasserfläche abgesperrt, wenn von rechts und links, vorne und hinten kein Zugang mehr besteht. Dann kann kein Seerosenblatt hinein und keins hinaus. Aber nun geschieht es hin und wieder, dass etwas durch die Luft geweht wird, das in ihrer kleinen, abgesperrten Wasserfläche landet. Oder etwas taucht vom Grund des Sees genau in ihrer Wasserfläche auf. Dazu gibt es ganz unterschiedliche Meinungen bei unseren Seerosenblättern. Einige sprechen dann von Wundern. Diese Wunder geschehen, weil es eine Welt ausserhalb ihrer zweidimensionalen Wasseroberfläche gibt. In dieser Welt gibt es sogar einen Gärtner. Dieser sorgt für die Seerosenblätter. Und manchmal passiert es, dass dabei kleine Teilchen auf der Wasseroberfläche auftauchen, die vom Gärtner stammen.

Das sind dieselben Seerosenblätter, die auch an Stängel glauben, mit denen man mit einer Wurzel verbunden sei. Sie sind sehr glücklich darüber und sagen sogar, dass sie durch diese Stängel Kraft schöpfen und darüber viel Freude empfinden.

Diese Meinung ist aber unter den anderen Seerosenblättern umstritten. Einige geben zwar zu, dass sie auch gerne so glauben würden, wie diese fröhlichen und etwas naiven Seerosenblätter mit ihrem Glauben an Wurzel und Stängel, können es aber nicht. Andere Seerosenblätter halten diesen Glauben sogar für schädlich, weil er junge Seerosenblätter daran hindert, sich gebührend mit der Wasseroberfläche zu beschäftigen.

 


Die meisten Seerosenblätter berufen sich darauf, dass man weder Stängel noch Wurzel sehen kann. Alle ihre Expeditionen auf der Wasseroberfläche haben viele interresante Dinge, nie aber einen Stängel oder eine Wurzel gezeigt. Und so ist dieser Glaube an Stängel und Wurzel sehr umstritten. Warum muss man an Stängel und Wurzel glauben, wenn man sie nicht sieht und auf der Wasseroberfläche alles vorhanden ist, was ein Seerosenblatt so braucht. Erstaunlich ist nur, dass für einige Seerosenblätter das Wissen um die Verbundenheit mit einer Wurzel von großer Bedeutung ist.

Unter den Seerosenblättern, die weder an Stängel noch Wurzel glauben, gibt es bedeutende Wissenschaftler. Sie haben Theorien aufgestellt, wie neue Seerosenblätter entstehen. Dies ist ein Ergebnis zufälliger Prozesse auf der Wasseroberfläche, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu neuen Blättern führen. Auch haben sie Sterbetafeln erstellt, nach denen alte Blätter verschwinden. Diese haben auch ganz gut funktioniert. Nur als dann die Tage immer kürzer wurden, ist es zu einem Massensterben gekommen, das niemand vorhergesehen hatte. Auch, was ein Winter ist, wird Seerosenblättern immer verborgen bleiben, auch den Wissenschaftlern unter ihnen, denn dann sterben alle ab, und im Frühjahr wird eine neue Generation wieder von vorne anfangen und vielleicht wieder über Wurzel und Stängel nachdenken.

 


Die Blüte ist für Seerosenblätter eine wirkliche Herausforderung. Sie erscheint zunächst als Knospe auf der Wasseroberfläche und liegt dort unscheinbar und mitleiderregend, weil sie sich nicht so schön ausdehnen kann wie ein Seerosenblatt. Dann passiert etwas mit ihr, da öffnet sich etwas und sieht wunderschön weiß aus. Aber kaum ist ein wenig von dem Weiß zu sehen, erhebt sich die Blüte und verschwindet aus der Welt der Seerosenblätter. Nur ein schmuddeliger Rand ist dann noch von ihr zu sehen. Deswegen sagt die Wissenschaft auch, dass das Weiß nur eine Täuschung ist, die Blüte aber an sich zu hässlich ist und deshalb aus der Welt der Seerosenblätter verschwinden muss. Die gläubigen Seerosenblätter sagen, dass sei die Schönheit, die von der Wurzel ausgehe. Aber gesehen haben auch die gläubigen Seerosenblätter die Blüte noch nicht. Nur die wenigen Einblicke, die man beim Öffnen der Blüte hat, verleiten sie zu dieser kühnen These.

 


Ein weiterer hübscher Vergleich ist diese scheinbare Sperre, die vier Seerosenblätter bilden und die das fünfte Seerosenblatt daran hindert, den linken Bereich des Teiches zu erreichen. Diese Sperre ist für unsere zweidimensional gedachten Seerosenblätter unüberwindlich. Menschliche Grenzen sind von ähnlicher Natur. Aber wir wissen, dass solche Grenzen gelegentlich durch Ballonfahrer überwunden werden, weil sie einige hundert Meter über der Grenze dahinschweben. In einer zweidimensionalen Welt gibt es diese Option nicht, diese Sperre ist absolut. Das fünfte Seerosenblatt hat nur die Möglichkeit, die anderen Blätter zu bitten, Platz zu machen oder sich mit Gewalt Platz zu verschaffen. Ansonsten muss es auf der rechten Seite bleiben. Wir haben dasselbe Phänomen mit unseren abgeschlossenen Räumen. Allerdings reichen uns keine Wände vorne und hinten, rechts und links, sondern wir brauchen auch noch Dach und Boden als Begrenzung. Aber dann ist der Raum zu. Genau ein Begrenzungspaar mehr, Dach und Boden benötigt die dritte Dimension. Und es ist leicht einzusehen, dass wir in der vierten Dimension noch eine weitere Begrenzung brauchen. Wählen wir als vierte Dimension etwa die Zeit, so besteht unser gedachtes Gefängnis aus den drei Begrenzungspaaren und etwa der Dauer der Haftstrafe vom 1.Januar bis zum 30.Juni. In solche vierdimensionale Kästchen schließen unsere Richter überführte Straftäter ein. Dabei tut dem Straftäter insbesondere die vierte Dimension weh.

 


Was macht der Gärtner, wenn er so eine Konstellation sieht und vielleicht das Gefühl hat, das Seerosenblatt passt da rechts nicht so recht hin, vielleicht, weil dann sein Stängel geknickt wird und der Zugang zur Wurzel gestört ist. Der Gärtner wird das Blatt anheben, herübertragen und links wieder auf die Wasseroberfläche legen. Er wird es glattstreichen, so dass es ganz in die Wasseroberfläche eingebettet ist. Für die vier anderen Seerosenblätter wäre das zunächst einmal ein unerklärliches Phänomen. Wie kann so etwas geschehen. Die konservativen Seerosenblätter würden von einem Wunder sprechen, dass die Existenz des Gärtners klar belegt. Dabei müssen wir bedenken, dass unsere Seerosenblätter den Gärtner als dreidimensionales Wesen mit ihren gedachten zweidimensionalen Augen gar nicht sehen können. Nur wenn er seinen Finger ins Wasser steckt, würden sie von ihm einen kleinen Kreis sehen, der aber schnell wieder verschwindet, weil der Gärtner nur einmal kurz die Wassertemperatur prüfen wollte.

Die Bibel kennt solche Begebenheiten. So wird über Philippus, einem Gemeindediakon der Gemeinde in Jerusalem, folgende Begebenheit berichtet: Nachdem er den Kämmerer aus Äthiopien von Jesus erzählt und schließlich getauft hatte, sei er hinweggenommen worden: Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog fröhlich seines Weges. Philippus aber wurde zu Azot gefunden, und er zog umher und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam. (Apostelgeschichte 8,39-40 *) Dies können wir uns genau so wenig vorstellen wie unsere Seerosenblätter den Eingriff des Gärtners. Auf jeden Fall ist Philippus wohl nicht durch die Luft gesaust.

Nun besteht die Welt nicht nur aus gläubigen Menschen und so können wir annehmen, dass auch unter unseren Seerosenblättern solche sind, die eine Geschichte, in der ein dreidimensionaler Gärtner vorkommt, einfach nicht glauben wollen. Diese werden dann gewaltige Forschungen anstellen und eine theoretische Physik ersinnen, in der genau dieser Wechsel möglich ist, die Wissenschaft wird dann vielleicht Wechsellogie heißen und das Phänomen erklären. Und es wird ein Aufatmen durch die Reihen der modernen Seerosenblätter gehen, weil der Glaube an den Gärtner noch einmal abgewehrt worden ist. Uns steht diese Wissenschaft noch bevor. Denn es steht ja nicht zu erwarten, dass die Menschheit komplett zum Glauben an Jesus Christus kommt, wenn er einmal wiederkommt: denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herniederfahren, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst. Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit. (1.Thessalonicher 4,16-17 *) Sie wird nur erstaunt feststellen, dass einige Christen weg sind. Einige Christen werden noch da sein, nämlich die, die gelehrt haben, dass Christus nicht wiederkommt und das das, was Paulus dazu geschrieben hat, einfach nur theologische Kategorien sind, die aber nicht wörtlich zu nehmen sind. Diese werden dann die ersten sein, die die Wissenschaft vom Verschwinden von Menschen erdenken, die sogenannte Verschwindologie. Und die zu Christus Entrückten werden sich köstlich über die Theorie amüsieren, die da entsteht, aber vielleicht werden sie auch nur weinen über so viel Unverstand. Auf jeden Fall wird die Wissenschaft eine Entrückung durch den in den Wolken erscheinenden Herrn nicht hinnehmen, da bin ich einigermaßen sicher, auch wenn wir in der Offenbarung lesen: Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen. Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. (Offenbarung 1,7-8 *) Dieses wird vermutlich erst geschehen, wenn Christus wiederkommt und sein tausendjähriges Friedensreich aufrichtet.

 


Damit haben wir indirekt die Fragen, die wir am Anfang vom biblischen Text her gestellt haben, beantwortet. Wir haben am Beispiel der Seerosenblätter oder, abstrakt gesprochen, am Beispiel zweidimensionaler Wesen, die in einer zweidimensionalen Welt leben, gesehen, wie eingeschränkt deren Wahrnehmung ist. Wichtig ist dabei der Aspekt, dass ihre Fähigkeit, Wissenschaft zu treiben, bregrenzt wird. Sicherlich würde in einem solchen Raum dann auch von genialen Physikern plötzlich von einer Raumkrümmung gesprochen, die sich die einfältigen Seerosenblätter gar nicht vorstellen können, die aber einen Glanz einer größeren Welt in das Denken unserer zweidimensionalen Wesen bringt. Auch uns hat Einstein ja belehrt, dass wir uns von unserem dreidimensionalen Weltbild lösen müssen. Auch Einstein hat von einer Raumkrümmung unseres dreidimensionalen Rumes in eine höherdimensionale Welt gesprochen. Die Zeit ist nach Einstein nicht eine völlig andere Kategorie als die drei Raumkoordinaten, sondern sie ist, zusammen mit der Lichtgeschwindigkeit, eine vierte Raumkoordinate. Unsere Welt saust, anschaulich gesprochen, mit Lichtgeschwindigkeit durch diesen vierdimensionalen Raum. Wir nehmen die vierte Dimension als Zeit wahr und messen sie in Stunden und Minuten und nicht mit einem Längenmaß. Aber nach Einstein ist sie eine vierte Dimension, die wir auch mit dem Metermaß messen könnten, eine Sekunde entsprechen ca. 300000 km, dem Weg, den das Licht in einer Sekunde zurücklegt.

Es erscheint mir wichtig, dass wir uns mit diesen Phänomenen vertraut machen, bevor wir vorschnell Dinge als völlig unmöglich abtun. Denn unser „Unmöglich” ist ja im wesentlichen davon geprägt, dass wir versuchen, mit einem minimalen Modell der Welt auszukommen. Dies waren über Jahrtausende unsere drei Dimensionen. Die Mathematik hat im 19. Jahrhundert mit der Linearen Algebra und der Dimensionstheorie Modelle geschaffen, mit denen wir Räume beliebiger Dimension beschreiben können. Einstein hat uns gelehrt, dass wir zumindest in vier Dimensionen denken müssen. Aber wo ist Schluss. Möglicherweise hört unser Denken bei vier oder fünf Dimensionen aus, weil wir dann eine Physik haben, die alles erklärt, was wir an physikalischen Phänomenen erklären wollen. Aber wie ist es mit dem Stängel und der Wurzel? In uns ist ein Phänomen, das unser Nachdenken in eine bestimmte Richtung drängt, uns an bestimmten Stellen innehalten lässt und uns sagt: „Ja, genau das ist es!” und es ist dieses Moment der Freiheit und des Willens in uns. Ist die Psychologie da ein ausreichendes Erklärungsmodell für diese Phänomen? Oder ist da ein Geist Gottes, der in jedem Menschen wirkt und auf den der Mensch entweder mit positiver Annahme oder negativer Ablehnung reagiert. Ist da tief in uns eine Stelle, an der die Botschaften Gottes ankommen und die wir entweder fördern können, indem wir uns Gott öffnen, oder die wir verschütten können, indem wir uns dagegen wehren. Und ist dies in einer materialistisch geprägten Welt überhaupt darstellbar? Gibt es also Phänomene, die wir materialistisch gar nicht erfassen können. Der Begriff der Information ist ein solches Phänomen. Sie ist messbar, aber sie ist nicht Materie. Wir schreiben sie auf Materie, um sie dauerhaft verfügbar zu machen, aber ein Buch ist mehr als Papier und Druckerschwärze.

Deshalb sollten uns die betrachteten Phänomene zunächst einmal demütig machen. Wir sind zwar in der Lage, vieles zu erklären. Wir wissen einigermaßen genau, was ein Blitz ist und brauchen den germanischen Gott Thor und seinen Hammer nicht mehr als Erklärungsmodell. Und doch sind unsere Beobachtungen, schon wenn wir die Größe des Weltalls sehen, sehr beschränkt. Wer hat denn schon einmal in einer anderen Galaxis physikalische Experimente durchgeführt und kann sagen, dass dort alles exakt so ist wie in unserer Galaxis. Das Wort „alles” sollten wir dabei mit besonderem Respekt behandeln, selbst auf unserer Erde, denn wir haben als Menschheit nur endlich viele Experimente gemacht. Das Wort „alles” wird dann leicht zu 1, 2, 3, Unendlichkeit ... Wer hat denn schon einen Lichtstrahl auch nur für ein Jahr begleitet, geschweige denn für Millionen Jahre, dass er sagen könnte, dass sich da wirklich nichts ändert?

 


Im folgenden Abschnitt werden wir die Ergebnisse mathematischer Berechnungen darstellen, die zeigen, wie ein Auftreten und Verschwinden höherdimensionaler Objekte in einer niederdimensionalen Welt erfolgt.







Bereich Anregungen

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Nr.BibelstelleBibeltext
1Apostelgeschichte 8,39-40
1
Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog fröhlich seines Weges.Philippus aber wurde zu Azot gefunden,...
21.Thessalonicher 4,16-17
1
denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herniederfahren, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst.Darnach...
3Offenbarung 1,7-8
1
Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.Ich bin...




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