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Prophetentexte

Der Prophet Elia im Neuen Testament

Johannes der Täufer als der von Maleachi verheißene Elia

 


Zusammenfassung

Johannes der Täufer weist auf Jesus hin. Ansonsten ist er sehr demütig und bezieht keine weiteren Prophetien auf seine Person. Sein Vater Zacharias und auch Jesus sehen dies anders. Persönliche Demut und Prophetie stehen hier in einem gewissen Gegensatz. Dies zu sehen, ist auch wichtig bei der Frage, wie wir mit Prophetie umgehen.

Schlagwörter: Begabung - Elia - Erfüllung - Erkenntnis - Geduld - Gemeinde - Jesus - Johannes der Täufer - Leiden - Prophetie - Verklärung - Weisheit - Weissagung - zu spät

Bereich Ausarbeitungen

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Neutestamentliche Berichte über Propheten
Die Gabe der Prophetie im Neuen Testament

Das Wort »Prophet«
Bibelstellen zu »Prophet« in der Bibel




Johannes der Täufer und Elia, Demut und Verheißung

Die Ankündigung der Geburt des Johannes durch einen Engel

Der Lobgesang des Zacharias

Die Selbsteinschätzung Johannes des Täufers

Das Messiasbekenntnis Johannes des Täufers

Johannes wird unsicher an Jesus

Jesus bezeichnet Johannes als den erwarteten Elia

Die Hinrichtung des Johannes

Jesus wird für Elia gehalten

Die Verklärung Jesu - Elia erscheint

Elia - Ein Vorbild?

Spott über den, der sich auf Elia verlässt

Fazit

Die Ankündigung der Geburt des Johannes durch einen Engel

Da erschien ihm ein Engel des Herrn, stehend zur Rechten des Räucheraltars. Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und mit heiligem Geiste wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an. Und viele von den Kindern Israel wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, zu bereiten dem Herrn ein gerüstetes Volk. (Lukas 1,11-17 *)

Der Engel, der die Geburt des Johannes ankündigt, nimmt ausdrücklich Bezug auf den Geist und die Kraft Elias. Damit sagt er zwar nicht ausdrücklich, dass Johannes der versprochene Elia ist, auf den Israel ja seit der Prophetie des Maleachi wartet: (H3-23) Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN; (H3-24) der soll das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Banne schlagen muß! (Maleachi 4,5-6  *)

Der Lobgesang des Zacharias

Und sein Vater Zacharias ward mit heiligem Geist erfüllt, weissagte und sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet; und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David, wie er verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her: Errettung von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; Barmherzigkeit zu erzeigen unsern Vätern und zu gedenken seines heiligen Bundes, des Eides, den er unserm Vater Abraham geschworen hat, uns zu verleihen, daß wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen, denn du wirst vor dem Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten, Erkenntnis des Heils zu geben seinem Volke, in Vergebung ihrer Sünden, wegen der herzlichen Barmherzigkeit unsres Gottes, in welcher uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, zu scheinen denen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, unsre Füße auf den Weg des Friedens zu richten! (Lukas 1,67-79  *)

In diesem Lobgesang Gottes, den die Bibel ausdrücklich als „prophetische Worte” qualifiziert, die aus der Erfüllung mit dem Heiligen Geist erfolgten, nimmt Zacharias eine Reihe von Zitaten aus dem Alten Testament auf. Er sieht die Erfüllung dieser Verheißungen in der Geburt des Johannes, aber im Blick auf einen Höheren, dem Johannes den Weg bereitet. Obwohl der Engel im Blick auf Johannes von der Kraft und dem Geist Elias gesprochen hat, stellt Zacharias keinen direkten Bezug zu Elia her. Er nennt den Namen Elias nicht. Die Demut, die Johannes später in dieser Frage zeigt, könnte hier ihren Ursprung haben.

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet; (Lukas 1,68   *)

Er hat ein Gedächtnis seiner Wunder gestiftet; gnädig und barmherzig ist der HERR. (Psalmen 111,4 *)

und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David, (Lukas 1,69   *)

Dort will ich dem David ein Horn hervorsprossen lassen, eine Leuchte zurichten meinem Gesalbten. (Psalmen 132,17 *)

Die Widersacher werden vor dem HERRN erschrecken; er wird über sie donnern im Himmel. Der HERR wird die Enden der Erde richten und wird seinem König Stärke verleihen und das Horn seines Gesalbten erhöhen! (1.Samuel 2,10 *)

wie er verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her: Errettung von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; (Lukas 1,70-71   *)

Und er rettete sie von der Hand des Hassers und erlöste sie aus der Hand des Feindes. (Psalmen 106,10 *)

Barmherzigkeit zu erzeigen unsern Vätern und zu gedenken seines heiligen Bundes, (Lukas 1,72   *)

Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er tausend Geschlechtern befohlen hat; des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, seines Eides, den er Isaak geschworen hat. (Psalmen 105,8-9 *) und gedachte seines Bundes mit ihnen und empfand Mitleid nach seiner großen Huld (Psalmen 106,45 *) Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, daß es ein ewiger Bund sei; also, daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir. (1.Mose 17,7 *)

des Eides, den er unserm Vater Abraham geschworen hat, uns zu verleihen, (Lukas 1,73   *)

und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan und deines einzigen Sohnes nicht verschont hast, will ich dich gewiß segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Rande des Meeres, und dein Same soll die Tore seiner Feinde besitzen, (1.Mose 22,16-17 *) damit ich den Eid aufrechterhalte, den ich euren Vätern geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig fließt, wie es heutigen Tages der Fall ist. Da antwortete ich und sprach: So sei es, HERR! (Jeremia 11,5 *)

daß wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm. (Lukas 1,74-75   *)

Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen, denn du wirst vor dem Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten, (Lukas 1,76   *)

Siehe, ich sende meinen Engel, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, nach dem ihr begehret; siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen! (Maleachi 3,1 *)

Erkenntnis des Heils zu geben seinem Volke, in Vergebung ihrer Sünden, (Lukas 1,77   *)

und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne den HERRN!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken! (Jeremia 31,34 *)

wegen der herzlichen Barmherzigkeit unsres Gottes, in welcher uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, (Lukas 1,78   *)

Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jesaja 60,1-2 *) (H3-19) Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gottlos handeln, wie Stoppeln sein, und der zukünftige Tag wird sie anzünden, spricht der HERR der Heerscharen, daß ihnen weder Wurzel noch Zweig übrigbleibt. (H3-20) Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flügeln; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall! (Maleachi 4,1-2 *)

zu scheinen denen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, unsre Füße auf den Weg des Friedens zu richten! (Lukas 1,79  *)

(H9-1) Das Volk, das in der Finsternis wandelt, sieht ein großes Licht, über den Bewohnern des Landes der Todesschatten geht eine Leuchte auf. (Jesaja 9,2 *)

Diese enge Verzahnung des Liedes, das Zacharias hier anstimmt, mit den Prophetien des Alten Testamentes zeigt, wie lebendig das Wort Gottes in Zacharias ist. Nun kann man davon ausgehen, dass Zacharias nach all den bemerkenswerten Ereignissen Zeit genug gefunden hat, um in der Schrift zu forschen und zu erkennen, wie denn das alles einzuordnen ist, was ihm der Engel da gesagt hat. Aber unabhängig davon, ob dieses Lied spontan war oder eine Folge langem Bibelstudiums, ist die Verwurzelung des Menschen Zacharias in der Schrift deutlich erkennbar und für uns eine Herausforderung, das Zeitgeschehen auch und gerade heute aus der Sicht des Wortes Gottes zu beurteilen. Israel ist wieder ein Staat geworden und damit sind weitere Verheißungen Gottes wahr geworden. Auschwitz und Hesekiel 37 * sind ebenfalls Anregungen zum Nachdenken, genauso wie das Standbild, das Nebukadnezar sieht und David deutet (Daniel 2 *).

Die Selbsteinschätzung Johannes des Täufers

Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht der Christus! Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht! Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein! Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst? Er sprach: Ich bin «eine Stimme, die da ruft in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!» wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Sie waren aber von den Pharisäern abgesandt. Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht Einer, den ihr nicht kennt, welcher nach mir kommt, der doch vor mir gewesen ist, für den ich nicht würdig bin, ihm den Schuhriemen zu lösen. Dieses geschah zu Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. (Johannes 1,19-28 *)

Auch an dieser Stelle wird deutlich, wie sehr Israel auf den verheißenen Elia wartet. Da Elia der Vorläufer für den Messias Gottes, für den Christus, sein soll, tritt davor die Erwartung des Messias naturgemäß in den Hintergrund. Und so stellen sie Johannes ihre Fragen, derentwegen sie von der religiösen Führung aus Jerusalem gesandt worden sind. Johannes der Täufer nimmt für sich nicht in Anspruch, der verheißene Elia zu sein, auch nicht „der Prophet”, aber er sieht sich schon in der Tradition der Propheten, beschränkt sich aber auf Jesaja 40,3 *: Eine Stimme ruft: In der Wüste bereitet den Weg des HERRN, ebnet auf dem Gefilde eine Bahn unserm Gott! Er weiß um die Gegenwart des Gottessohns und im Lichte dessen auch um die Bedeutung aber auch um die Begrenztheit seiner Taufe. Die Motive für die Zurückhaltung des Johannes bleiben offen. War es Demut, war es Vorsicht, war es Furcht? Da Johannes in seinen Predigten auch furchtlos den König angegriffen hat (Matthäus 14,1-13 *), ist zu bezweifeln, dass er hier aus Furcht handelt. Damit bleibt als Erklärung eigentlich nur Demut.

Das Messiasbekenntnis Johannes des Täufers

Am folgenden Tage sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinwegnimmt! Das ist der, von welchem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar würde, darum kam ich, mit Wasser zu taufen. Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen und auf ihm bleiben. Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist's, der im heiligen Geiste tauft. Und ich habe es gesehen und bezeuge, daß dieser der Sohn Gottes ist. Am folgenden Tage stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger. Und indem er auf Jesus blickte, der vorüberwandelte, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes! (Johannes 1,29-36 *)

Johannes legt lange vor Petrus ein eindeutiges Messiasbekenntnis ab. Dieses Messiasbekenntnis ist eigentlich eine Prophetie, denn Gott hat ihm dies in Gestalt einer Taube offenbart. Johannes spricht nur seine spirituelle Erfahrung aus und steht auch dazu, wie das Wort vom Lamm Gottes am nächsten Tag zeigt. Indem er vom Lamm Gottes spricht, knüpft er an Bilder an, die die Propheten Jesaja und Jeremia gepredigt haben:

Jesaja 53,7 *: Da er mißhandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut.

Jeremia 11,19 *: Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wußte nicht, daß sie solche Anschläge wider mich schmiedeten: «Laßt uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Namens nimmermehr gedacht werde!»

Johannes wird unsicher an Jesus

Als aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi vernahm, ließ er ihn durch seine Jünger fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündiget dem Johannes, was ihr sehet und höret: Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium gepredigt. Und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir! (Matthäus 11,2-6  *)

Johannes wird unsicher über Jesus. Er ist im Gefängnis und muss jederzeit befürchten, umgebracht zu werden. Die herodianischen Könige hatten da eine finstere Tradition. Und so sendet er eine Botschaft an Jesus. Der Johannes, der die Taube aus dem Himmel auf Jesus hat herniederkommen sehen, der durch den Heiligen Geist erfahren hatte, dass Jesus der Messias ist, der darüber ein öffentliches Zeugnis mehrfach abgelegt hat, im Angesicht des Todes wird er unsicher und fragt: „Bist du der verheißene Messias?” Jesus antwortet mit zwei Bibelstellen:

Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan und der Tauben Ohren geöffnet werden; alsdann wird der Lahme hüpfen wie ein Hirsch und der Stummen Zunge lobsingen; denn es werden Wasser in der Wüste entspringen und Ströme in der Einöde. (Jesaja 35,5-6 *)

Der Geist Gottes, des HERRN, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, um den Elenden gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, zerbrochene Herzen zu verbinden, den Gefangenen Befreiung zu predigen, den Gebundenen Öffnung der Kerkertüren ; (Jesaja 61,1 *)

und schließt mit dem Satz: Und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir! (Matthäus 11,6  *)# Er muss ihn an seinen Glauben erinnern und tut dies in einer freundlich indirekten Form. Die nachfolgenden Aussagen Jesu machen klar, dass er die Berufung des Johannes anerkennt und nicht in Frage stellt.

Jesus bezeichnet Johannes als den erwarteten Elia

Als aber diese aufbrachen, fing Jesus an zur Volksmenge zu reden über Johannes: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, das vom Winde bewegt wird? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige! Oder was seid ihr hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, einen, der mehr ist als ein Prophet! Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: «Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.» Wahrlich, ich sage euch, unter denen, die vom Weibe geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten, als Johannes der Täufer. Doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Himmelreich Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich. Denn alle Propheten und das Gesetz bis auf Johannes haben geweissagt. Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen soll. Wer Ohren hat zu hören, der höre! Wem soll ich aber dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die am Markte sitzen und ihren Gespielen zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben geklagt, und ihr habt nicht geweint! Denn Johannes ist gekommen, der aß nicht und trank nicht; da sagen sie: Er hat einen Dämon! Des Menschen Sohn ist gekommen, der ißt und trinkt; da sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund! Und die Weisheit ist durch ihre Kinder gerechtfertigt worden. (Matthäus 11,7-19  *)

Jesu knüpft an der Tatsache an, dass viele Menschen zu Johannes gegangen sind, um sich von ihm taufen zu lassen, eine Taufe der Buße. Er fragt sie, was sie in Johannes eigentlich gesehen haben und trifft damit genau den Nerv. Es war damals nicht anders als heute auch. Die Menschen sind an vielem interessiert, insbesondere an Menschen, die eine interessante Botschaft haben. Aber es fällt ihnen schwer, sich festzulegen. „Ja, wer ist oder war er eigentlich, dieser Johannes ...” Jesus hat eine klare Antwort: „Mehr als ein Prophet.” Aber das ist nicht das wirkliche Thema für Jesus. Jesus redet vom Himmelreich und von der Macht, die dieses Himmelreich in der Welt hat. Und da wird er ganz klar: „... bis jetzt leidet das Himmelreich Gewalt.” Den frommen Juden muss er sagen, dass sie dem Himmelreich Gewalt antun. Diese Gewalt haben alle Propheten zu spüren bekommen, die den Willen Gottes tun wollten. Diese Gewalt wird Johannes der Täufer erfahren, sie wird Jesus erfahren. Es sind zuviele selbsternannte Vertreter Gottes auf Erden, Brückenbauer oder Hohepriester oder wie immer sie sich nennen, die ihre Macht festhalten und sie auch nicht mit Gott oder seinem Gesandten teilen wollen. Jesus wird auf Grund dieser Machtanmaßung der Priesterschaft sterben müssen.

Eher beiläufig folgt dann die Aussage Matthäus 11,14   *: Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen soll. Damit legt sich Jesus fest: Das Kommen des Elia ist geistlich zu sehen: Elia ist in der Gestalt des Johannes erschienen. Es ist nicht wörtlich zu verstehen. Nicht Elia selbst sondern ein anderer Mensch, jemand der für Elia steht, erfüllt die Prophezeiungen des Maleachi    *. Diese Aussage ist auch für unser Nachdenken über Propheten und Prophetien von Bedeutung. Eine Prophezeiung muss sich erfüllen, Jesus unterstreicht das viele Mal. Aber eine Prophezeiung kann sich in einer nicht wörtlichen Weise erfüllen. Dieses liegt bei Gott.

Die Hinrichtung des Johannes

Folie wird nicht angezeigt: Prophetentexte/Josephus18-5-2.jpg Flavius Josephus: Jüdische Altertümer 18.Buch Kapitel 5.2 Fourier-Verlag Wiesbaden
Flavius Josephus ist im Jahr 37 n.Chr. geboren, war jüdischer Feldherr in Galiläa, geriet dort in römische Gefangenschaft und arbeitete fortan mit den Römern zusammen. In seinen Geschichtswerken versuchte er, die jüdische Geschichte und ihre religiösen Vorschriften der griechischsprachigen Welt nahe zu bringen. Sein Sterbedatum ist nicht bekannt.
Quelle:Flavius Josephus. Jüdische Altertümer. Fourier Verlag, Wiesbaden, S.525-526
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Zu jener Zeit hörte der Vierfürst Herodes das Gerücht von Jesus. Und er sprach zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Täufer; der ist von den Toten auferstanden; darum sind auch die Kräfte wirksam in ihm! Denn Herodes hatte den Johannes greifen, binden und ins Gefängnis legen lassen, wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben! Und er wollte ihn töten, fürchtete aber das Volk, denn sie hielten ihn für einen Propheten. Als nun Herodes seinen Geburtstag beging, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen und gefiel dem Herodes. Darum verhieß er ihr mit einem Eide, ihr zu geben, was sie auch fordern würde. Da sie aber von ihrer Mutter angeleitet war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers! Und der König ward betrübt; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische saßen, befahl er, es zu geben. Und er sandte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. Und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht und dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter. Und seine Jünger kamen herbei, nahmen den Leichnam und begruben ihn und gingen hin und verkündigten es Jesus. Als aber Jesus das hörte, entwich er von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. (Matthäus 14,1-13 *)

Die Hinrichtung des Johannes berichtet Matthäus im nachherein. Denn seine eigentliche Information ist, dass Herodes Antipas, ein Sohn Herodes des Großen, über die Taten Jesu erschrocken ist, weil er befürchtet, dass das etwas mit Johannes dem Täufer zu tun hat. Die herodianischen Könige waren zwar grausame Herrscher, aber sie fürchteten den jüdischen Gott. Einerseits wussten sie, dass sie das jüdische Volk nicht regieren konnten, wenn sie den Eindruck erweckten, dass sie die jüdischen Gesetze nicht achteten, andererseits waren sie durch das, was sie in jener Zeit erlebten und hörten, sensibilisiert, dass da mehr Dinge zwischen Himmel und Erde stattfinden, als man mit dem Verstand erfassen kann. Die Furcht des Herodes war auch politisch begründet, denn das Volk hatte ihm die Hinrichtung von Johannes nicht verziehen, wie aus dem Bericht des Josephus ebenso deutlich hervorgeht wie aus der Bibel. Daher musste er immer mit Aufständen rechnen. Alle herodianischen Könige waren Könige von Roms Gnaden. So war schon Herodes der Große sehr häufig in Rom, um sein Reich politisch zu sichern. Der gesamte Hofstaat war von Intrigen geprägt, die dazu führten, dass Herodes seine erste Frau und später auch ihre beiden Söhne hinrichten ließ, nicht ohne vor dem Kaiser einen Prozess gegen seine Söhne zu führen.

Dieser Spagat zwischen jüdischer Frömmigkeit und römischem pragmatischem Verhalten führte immer wieder zu Konflikten, die dann auch in solchen Kurzschlüssen wie der Hinrichtung des Johannes führten. Dies erklärt auch das zögerliche Verhalten des Pontius Pilatus Jesus gegenüber, weil er keine unnötigen Konflikte schüren wollte, die ihn dann seinerseits beim Kaiser in Verruf bringen konnte. Ein missliebiger Statthalter konnte auch recht schnell hingerichtet werden.
Herodes Antipas muss das selber erfahren. Er fährt nach Rom, um sich dort den Königstitel zu holen, muss aber erfahren, dass sein Schwager gegen ihn intrigiert. Er war noch unter Tiberius an der Erziehung des Gaius, des späteren Kaisers Gaius Caligula, beteiligt und hatte so die allerbesten Voraussetzungen, seinen Onkel und Schwager vor dem Kaiser schlecht zu machen. Gaius Caligula verweigerte Herodes Antipas die Königswürde und verbannte ihn 39 n.Chr. nach Südgallien. Dort stirbt er, ohne dass man etwas näheres darüber weiß.

Jesus wird für Elia gehalten

Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Täufer; andere aber Elia; noch andere Jeremia oder einer der Propheten. Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! (Matthäus 16,13-16 *)

Johannes wird gefragt, ob er der Elia sei (BTDAX), Jesus wird danach gefragt, immer wieder taucht dieser Gedanke auf. In den Turbulenzen der damaligen Zeit, in der als Schmach empfundenen Unterwerfung des Volkes Gottes unter die Römer, war die Erwartung eines, der die Dinge wieder in Ordnung bringt, groß. Jesus fragt aber nur vorsichtig nach, er will auf eine ganz andere Frage hinaus: „Wofür haltet ihr mich?” Und Petrus bekennt Jesus als den Messias.

Die Verklärung Jesu - Elia erscheint

Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus und Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie beiseite auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Da hob Petrus an und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, daß wir hier sind! Willst du, so baue ich hier drei Hütten, dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hören! Als die Jünger das hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Und Jesus trat herzu, rührte sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Und als sie den Berg hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Sagt niemandem von dem Gesichte, bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist! Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, daß zuvor Elia kommen müsse? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich und wird alles in den rechten Stand setzen; ich sage euch aber, daß Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn von ihnen leiden müssen. Da verstanden die Jünger, daß er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete. (Matthäus 17,1-13  *)

Elia erscheint in der verklärung Jesu. Er erscheint neben Jesus nur einem ausgewählten Jüngerkreis, Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes. Damit ist die Prophezeiung des Maleachi (Maleachi 4,5-6  *) eigentlich erfüllt. Wenn es Jesus nur darum gegangen wäre, Prophetien zu erfüllen, hier hätte er ein gutes Argument gehabt.

Stattdessen bleibt Jesus bei seiner früheren Aussage, dass Elia in Gestalt des Johannes erschienen ist. Er geht sogar noch weiter, er verbietet ihnen, über dieses Erlebnis zu reden. Erst nach seiner Auferstehung wollte Jesus, dass dieses Ereignis bekannt wurde. Man kann darüber nachdenken, ob Jesus befürchtet hat, dass ein Elia-Kult entstehen würde, wenn dieses Ereignis bekannt würde und damit Jesu eigentliche Mission, sich am Kreuz für die Sünden der Welt zu opfern, beschädigt würde. Dies bleibt verborgen. Wenn man die hysterischen Fragen des Volkes und insbesondere seiner religiösen Führer an Johannes und auch an Jesus betrachtet, ob sie denn Elia seien, kann man dies schon vermuten.

So bleibt das Ereignis der Verklärung eine Stärkung für Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem ans Kreuz. Denn Lukas (Lukas 9,31 *) berichtet uns, dass Mose und Elia darüber mit Jesus gesprochen haben. Für die Jünger war es eine weitere Erfahrung, dass Gott sich zu Jesus bekennt (Matthäus 17,5  *).

Elia - Ein Vorbild?

Es begab sich aber, als sich die Tage seines Heimgangs erfüllten und er sein Angesicht nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen, sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten. Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war. Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie auch Elia getan hat! Er aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erretten. Und sie zogen in ein anderes Dorf. (Lukas 9,51-56 *)

Kurz nach der Verklärung macht Jesus sich mit seinen Jüngern auf den Weg nach Jerusalem und muss durch Samaria ziehen. Zwischen Juden und Samaritanern gab es immer wieder Spannungen. Fromme Juden umgingen Samaria und wanderten durch das Jordantal, wenn sie auf dem Weg zwischen Jerusalem und Galiläa waren. Jesus war aber auch den Samaritanern zugewandt und hat deshalb immer wieder den Kontakt mit ihnen gesucht. In den Missionsbefehl hat er Samaria ausdrücklich mit eingeschlossen (Apostelgeschichte 1,8 *). Aber Jesus wird in dem Dorf, in dem er übernachten will, abgewiesen. Beeindruckt von der Erscheinung des Elia, die Jakobus und Johannes miterlebt haben, fragen sie Jesus, ob er ihnen erlaubt, dieses Dorf mit Feuer vom Himmel zu vernichten, so wie Elia es tat (2.Könige 1,1-17 *). Jesus weist dies zurück, bedroht sie und erinnert sie daran, wes Geistes Kind sie sind.

Auch diese Begebenheit zeigt, wie stark der Einfluss von Elia zu jener Zeit war, aber Jesus lässt sich dadurch nicht von seinem Weg abbringen. Auch hier haben wir ein weiteres Beispiel, wie Menschen mit Prophetien umgehen. Erweist sich ein Mensch erst einmal als charismatischer Führer, weil Gott sich zu ihm stellt und durch ihn Wunder geschehen, so besteht die Gefahr, dass sein ganzes Verhalten kritiklos übernommen wird. Da aber alle Menschen Sünder sind (1.Johannes 1,8-10 *) - Jesus als die einzige Ausnahme (Hebräer 4,15 *) - hat das schlimme Folgen, die in der Kirchengeschichte immer wieder deutlich geworden sind.

Spott über den, der sich auf Elia verlässt

Die aber vorübergingen, lästerten ihn, schüttelten die Köpfe und sprachen: Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, hilf dir selbst! Bist du Gottes Sohn, so steig vom Kreuze herab! Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, so wollen wir ihm glauben! Er hat auf Gott vertraut, der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn! Desgleichen schmähten ihn auch die Mörder, die mit ihm gekreuzigt waren. Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani! das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Etliche der Anwesenden, als sie es hörten, sprachen nun: Der ruft den Elia! Und alsbald lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die Übrigen aber sprachen: Halt, laßt uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten! Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. (Matthäus 27,39-50 *)

Selbst am Kreuz muss der nicht erscheinende Elia noch als Argument herhalten, dass Jesus mit Recht zum Tode verurteilt ist. Ein wenig erinnert das, was wir hier am Kreuz erleben, an die Selbstrechtfertigung, mit denen sich Atheisten Mut machen. Man baut eine Argumentation auf und sagt dann, wenn die und die Konsequenz nicht eintritt, dann kann es Gott gar nicht geben, denn wenn es ihn gäbe, dann müsste er doch... Gott muss gar nicht. Gott kann, Gott will, aber der allmächtige Gott muss gar nichts. Er hat seine Zeit für das, was er tut. Unsere naseweise Argumentation wird ihn nicht davon abbringen, seinen Heilsplan zu verfolgen. So bleibt angesichts des Spottes der religiösen Führer nur daran zu erinnern, dass 40 Jahre später in Jerusalem kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und das Volk, das hier höhnt, bitter leiden muss, weil ihre eigenen radikalen Kräfte die römische Weltmacht so sehr reizen, dass schließlich Jerusalem dem Erdboden gleich gemacht wird (Hebräer 10,31 *). Übrigens berichtet Josephus, dass diese radikalen Kräfte, wir würden sie heute Terroristen nennen, vorher die gesamte religiöse Führung Israels umbringen, weil diese sich für eine Übergabe Jerusalems an die Römer aussprechen (Galater 6,7 *).

Fazit

Die Betrachtung der Eli-Erwartungen im Neuen Testament ist sehr stark mit der Person Johannes des Täufers verknüpft. Daher sind in diesem Abschnitt auch einige Dinge dargestellt, die dem eigentlichen Ziel, den Umgang mit Prophetien zu beobachten, nicht entsprechen. Die Texte zeigen, wie eine Zukunftserwartung ein Volk prägt und ihm auch den Blick verstellt für das, was sich wirklich ereignet. Immer wieder werden Johannes und auch Jesus gefragt, ob sie der versprochene Prophet Elia sind. Dabei werden die wirklichen Vorgänge übersehen. Selbst ein ausgewiesener Prophet wie Johannes der Täufer, der von Gott selbst ein Zeichen erhält, dass Jesus der Christus ist, wird im Laufe der Zeit unsicher und fragt nach, ob es denn sich wirklich so verhält.

Die Frage, ob Johannes der Täufer der versprochene Elia ist, bleibt offen. Johannes selbst sagt dazu: „Nein”. Jesus sagt: „Mehr als das.” Und in der Verklärung erscheint Elia persönlich, aber nur für Jesus und einen ausgewählten Kreis von drei Jüngern. Das Volk erfährt nichts davon. Man könnte also auch sagen, dass Elia in der Verklärung erschienen ist und damit die Prophetie auch wörtlich erfüllt ist. Trotzdem bleibt das „Mehr als das”, das Jesus in einer Predigt sagt.

So müssen wir wohl Jesu Wort als verbindlich nehmen, der sagt: Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen soll. (Matthäus 11,14  *) Aber es bleibt die Erfahrung, dass der Umgang mit Prophetien nicht so eindeutig ist, wie wir es vielleicht gerne hätten. Denn der Engel sprach vom Geist und der Kraft des Elia, die in Johannes wirksam werden würde. Prophetien müssen sich erfüllen, aber die Erfüllung kann auch eine geistliche Erfüllung sein, wie das Beispiel des Elia in der Person des Johannes zeigt. Andererseits geben uns diese Beobachtungen nicht das Recht, alle Prophetien ausschließlich geistlich zu beurteilen und zu erwarten, dass eine wirkliche Erfüllung im wörtlichen Sinne nicht stattfindet. Diesen Fehler hat die alte Kirche über Jahrhunderte gemacht, indem sie sich selbst als das geistliche Israel verstanden hat und die Erwartung, dass Gott sein Volk, die Juden, wieder in einem gesicherten Staat zusammenführen wird, aufgegeben hat. Stattdessen hat sie die Verheißungen, die für das Volk Israel galten, auf sich bezogen und die Juden als Heilandsmörder verfolgt und unterdrückt. Diese Deutung war einfach nur falsch, wie wir heute wissen, und sie hat viel Schuld auf die Kirche und die christlichen Völker geladen.

Hauptproblem beim Umgang mit Prophetien sind unsere vorgefertigten Zukunftserwartungen, die uns die Augen vor dem verschließen, was Gott wirklich tun will. Dagegen haben wir vorzugehen und alles Spekulieren, wie es denn gemeint sein könnte, zu unterlassen. Der Geist Gottes wird uns zur rechten Zeit die Augen öffnen, und wir werden erkennen, dass Christus es uns ja vorhergesagt hat. Die Tatsache, dass die Juden im Angesicht des Messias ihr „Kreuzige ihn!” geschrieen haben, sollte uns demütig machen. Unser Gebet sollte sein, dass wir so intensiv mit Jesus verbunden sind, dass wir seine Stimme erkennen, wenn Jesus einmal wiederkommt, und nicht genauso grausamen Irrtümern aufsitzen wie die religiösen Führer zur Zeit Jesu, die meinten, sie verteidigten den Glauben, als sie Jesus, den Sohn Gottes, töteten.

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11.Mose 17,7
1
Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, daß es ein ewiger Bund sei; also, daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir.Und ich...
21.Mose 22,16-17
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13Jesaja 53,7
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15Jesaja 61,1
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Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist...
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Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.So lasset uns nun mit Freimütigkeit...
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Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!Gedenket aber der früheren Tage, in welchen ihr nach eurer Erleuchtung unter Leiden viel Kampf erduldet habt,da ihr teils selbst Schmähungen...
421.Johannes 1,8-10
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Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns;wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und...







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11.Mose 17,7
1
Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, daß es ein ewiger Bund sei; also, daß ich dein Gott sei und deines Samens nach dir.Und ich...
21.Mose 22,16-17
1
und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan und deines einzigen Sohnes nicht verschont hast,will ich dich gewiß segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die...
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Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns;wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und...




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