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Prophetentexte

Alttestamentliche Berichte über Propheten

Beobachtungen zum Beruf des Propheten im Alten Testament

 


Zusammenfassung

Faszinierend in der Bibel sind die prophetischen Aussagen, die über Jahrtausende überliefert wurden, bevor sie sich erfüllt haben. Was waren das für Männer, unter welchem Druck standen sie mit ihrer Botschaft und wie sind ihre Mitmenschen mit ihnen umgegangen? Wie wirkte ihre Botschaft politisch?

Schlagwörter: Begabung - Erfüllung - Erkenntnis - Geduld - Gemeinde - Leiden - Prophetie - Weisheit - Weissagung - zu spät

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Prophet
Der Prophet in der Bibel
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Überblick zum Beruf des Propheten im Alten und Neuen Testament

Neutestamentliche Berichte über Propheten
Die Gabe der Prophetie im Neuen Testament




1.Mose 20 *:

Der Prophet steht mit seiner ganzen Familie unter dem Schutz Gottes, selbst, wenn er sich wunderlich verhält.

2.Mose 7 *:

Der Prophet kann nicht sicher sein, dass Gott sein Wort direkt und unmittelbar unterstützt. Er ist Gottes Werkzeug. Auch dann, wenn die Angesprochenen das Wort zurückweisen. Er braucht einen langen Atem, viel Vertrauen in seine Berufung.

4.Mose 12 *:

Gott selbst setzt sich für den Propheten ein. Der Prophet hat demütig darauf zu warten. Er bittet für seine Verfolger (Vgl. Jesus am Kreuz).

5.Mose 13 *:

Das Wort des Propheten ist am Wort Gottes zu prüfen. Auch vorangehende Zeichen entbinden die Gemeinde nicht davon, das Wort des Propheten zu überprüfen. Es gibt Aussagen, die können auf keinen Fall von Gott sein.

5.Mose 18 *:

Lügenpropheten müssen sterben.

5.Mose 34 *:

Die Ausnahmestellung Moses als Prophet.

1.Samuel 9 *:

Saul wird zum König berufen durch die Begegnung mit dem Seher / Propheten Samuel. Berufung von Mitarbeitern ist ein prophetischer Dienst, auch eine Berufung durch einen Propheten sichert nicht den langfristigen Erfolg der Berufung.

1.Samuel 22 *:

Das Handeln des Propheten strahlt in das politische Umfeld aus. Der Prophet lässt sich nicht politisch vereinnahmen.

1.Könige 1 *:

Politisches Handeln des Propheten. Adonija versucht gegen den Propheten König zu werden. Dies gelingt nicht.

1.Könige 11 *:

Der Prophet vollzieht, was Gott beschlossen hat.

1.Könige 13 *:

Intrigen der Propheten untereinander. Die Risiken eines Propheten, der sich nicht völlig an das Wort Gottes hält.

1.Könige 14 *:

Verstellung vor dem Propheten nützt nichts. Er wird von Gott vorbereitet.

1.Könige 18 *:

Der Prophet Elia kämpft für die Sache des HERRN. Er fordert die Baalspriester heraus und überwindet sie mit Gottes Hilfe.

1.Könige 19 *:

Der Prophet muss fliehen und wünscht sich zu sterben. Die Todesdrohung der heidnischen Isebel. Er erhält Nahrung von Gott für neue Belastungen. Er muss zum Horeb gehen (40 Tage), um den Herrn zu erleben und dann nach Damaskus, um Jehu zum König zu salben. Er beruft Elisa, der sich zunächst abwendet, dann aber voll und ganz nachfolgt (Er verbrennt den Pflug und schlachtet die Rinder).

1.Könige 20 *:

Ahab wird Ben Hadad, der König von Syrien, in die Hand gegeben. Er gewinnt zwei Schlachten gegen ihn, so wie es der Herr verheißen hat. Da er an Ben Hadad den Bann nicht vollzieht, wird ihm von einem Propheten die Strafe Gottes angekündigt. Auch im Sieg muss der Prophet das Wort Gottes sagen und darf nicht Milde walten lassen. Er darf sich nicht an der allgemeinen Freude beteiligen.

1.Könige 22 *:

Der Prophet wird gehasst, weil er nichts Gutes weissagt. Alles geschieht, wie es der HERR durch den Mund seiner Propheten vorhergesagt hat.

2.Könige 3 *:

Joram und Joschafat ziehen gegen Moab. Das Volk der Moabiter wird in ihre Hand gegeben, da der HERR die Moabiter täuscht. Heidnische Bräuche der Moabiter widern Israel an, so dass sie die Belagerung der Hauptstadt Moabs einstellen.

2.Könige 5 *:

Naamann, der Heeroberste des Königs von Aram, verlangt Heilung in Israel. Der König bekommt Angst, der Prophet handelt, damit Naamann erkennt, dass ein Prophet in Israel ist. Der Prophet nimmt für das Handeln Gottes, die Heilung, kein Geld. Entsprechende Versuche des Dieners führen zu Aussatz.

2.Könige 6 *:

Elisa tut ein Wunder, um einem einfachen Arbeiter zu helfen. Er informiert den König von Israel so detailiert über die Pläne des Königs der Aramäer, dass dieser Verrat vermutet. Ein Überfall der Aramäer auf den propheten ist erfolglos, weil himmlische Heerscharen, die nur der Prophet und auf sein Gebet hin auch der Diener sehen kann, helfen.

2.Könige 9 *:

Der Prophetenschüler salbt Jehu zum König, das Haus Ahabs auszurotten. Dieser spielt den Vorgang zunächst herunter, wird dann aber von seinen Dienern als König anerkannt.

2.Könige 20 *:

Hiskia wird krank, ihm wird der Tod geweissagt. Auf Grund seiner Bitten zu Gott erhält er 15 weitere Jahre. Seine politische Dummheit gegenüber den Männern von Babel führt dazu, dass Jeremia ihm den Untergang Israels vorhersagt. Er ist froh über die Botschaft, dass er es nicht mehr erlebt.

Das Prophetenwort kann durch Bitten aufgehoben werden. Der Prophet wirkt auch als weitsichtiger Politiker.

2.Chronika 12 *:

Schemaja redet zu Rehabeam und den Obersten Judas/Israels. Diese demütigen sich, so dass nicht der ganze Zorn Gottes über sie kommt.

2.Chronika 18 *:

Der Geist verwirrt 400 Propheten, so dass sie zu Lügenpropheten werden. Sie weissagen falsch. Nur Micha sagt das unangenehme und kommt dafür ins Gefängnis. Ahab versucht sich der Prophetie durch menschliche Ticks (Verkleidung) zu entziehen, fällt aber im Kampf.

2.Chronika 25 *:

König Amazja folgt dem Wort des HERRN und überwindet Seir, übernimmt aber deren Götter. Die Einwände des Propheten überhört er. Er will selber entscheiden, wer sein Ratgeber ist: Haben wir dich zum Ratgeber des Königs gemacht? Deshalb wird er verworfen.

2.Chronika 26 *:

Der Prophet als Chronist. (Usia wird mächtig in Kriegen und in der Technikentwicklung. Sein Ruhm dringt bis nach Ägypten. Da vergreift er sich am Heiligtum.)

2.Chronika 28 *:

Der Prophet geht einer Streitmacht entgegen. Dadurch erreicht er, dass der Schaden für Juda verringert wird. Juda hat sich unter Ahas an Gott vergangen. Ahas opfert den Göttern, deren Völker ihn besiegt haben.

2.Chronika 32 *:

Die Geschichte von Hiskia. Er betet in großer Not gemeinsam mit dem Propheten Jesaja.

Esra 5-6 *:

Der Bau des Tempels wird auf Grund einer Prophezeiung begonnen. Die Zustimmung des Königs wird erst später eingeholt. Es liegt aber ein Auftrag des Vorgängers von Darius vor.

Psalmen 74 *:

Ein Klagelied über den Zustand der Gemeinde. Die Schutzlosigkeit der Gemeinde zeigt sich im Fehlen eines Propheten.

Jesaja 3 *:

Gott wird dem Volk "Stab und Stütze" nehmen und dazu gehören auch die Propheten.

Jesaja 9 *:

Älteste und Propheten sind zwei Seiten der Führung des Volkes: Kopf und Schwanz, beides wird der HERR abhauen, da das Volk hochmütig geworden ist.

Jesaja 28 *:

Propheten vom Wein trunken.

Jesaja 38 *:

Die Hiskia-Geschichte. Prophetie ist nicht unabdingbar. Das Gebet ist mächtiger. Aber der Prophet entlarvt politische Dummheit. Vordergründige Zufriedenheit des Hiskia mit der Tatsache, dass die Folgen seiner Dummheit seine Regierungszeit nicht betreffen.

Jeremia 23 *:

Der Prophet redet dann und nur dann, wenn der HERR es will. Der Prophet redet das und nur das, was der HERR will. Alles andere ist nutzlos.

Jeremia 25 *:

2. Beleg für: Der Prophet redet dann und nur dann, wenn der HERR es will. Der Prophet redet das und nur das, was der HERR will. Alles andere ist nutzlos.

Jeremia 28 *:

Umgang Jeremias mit dem falschen Propheten Hananja. Jeremia argumentiert nicht, aber Gott handelt. Das Volk leidet unter dem falschen Propheten, denn aus dem hölzernen Joch wird ein eisernes.

Jeremia 29 *:

Die harte Seelsorge des Propheten. Weissagung der Errettung nach langer Zeit. Prophetie hilft, Durststrecken zu erkennen und sich darauf einzustellen.

Jeremia 32 *:

Der Prophet muss die Konsequenzen seines Redens tragen. Er erhält von Gott Bestätigung. Seine Hoffnung für das Volk drückt sich im Kauf des Grundstücks aus. Seine Fürbitte.

Jeremia 34 *:

Verheißungen für den König von Israel. Eine gewollte, organisierte Erweckung (die Freilassung) bleibt gleich stecken und verschlimmert die Situation des Volkes.

Jeremia 36 *:

Das Buch des Jeremia hat eine große Wirkung im Volk und selbst bei den Beratern des Königs. Der König vernichtet es aber. Gott erhöht die Strafen des Königs und das Buch wird in erweiterter Form neu geschrieben. Die Anschläge des Königs verschlimmern die Situation und können die Prophetie und den Propheten nicht ernsthaft behindern.

Jeremia 42 *:

In höchster Not kommen die Menschen zum Propheten und suchen seinen Rat. Als dieser wieder außerhalb ihres Vorstellunsvermögens ist, vergessen sie ihre Versprechen und gehorchen dem Wort des HERRN nicht, ihre Lage verschlechtert sich dadurch weiter. Sie führen ihr Unheil aber auf die Tatsache zurück, dass sie nicht mehr der Göttin des Himmels opfern. Die scheinbare Erweckung endet in einem schlimmen Rückfall.

Jeremia 45 *:

Der Diener Jeremias seufzt unter seinem Amt. Er wird in seinen Erwartungen gebremst, erhält aber eine Verheißung für sein Leben.

Jeremia 51 *:

Jeremia weissagt auch gegen Babel, aber er macht seine Aussagen ohne Zeitangaben. Das fliehende Königshaus kommentiert seine Aussagen nicht mehr.

Klagelieder 2 *:

Jeremia erlebt die Erfüllung seiner Prophetie, empfindet aber keine Genugtuung, sondern er trauert.

Hesekiel 2,4-6  *:

Prophetie wird auf Widerstand treffen. Der Prophet braucht Mut. Ziel der Prophetie ist nicht zwingend die Überzeugung der Angesprochenen sondern die Ehre Gottes auch unter dem abtrünnigen Volk.

Hesekiel 7,19-27 *:

Es gibt ein „zu spät” für das abtrünnige Volk. Dann wird es vergeblich nach Propheten rufen und Unheil wird über sie kommen. Aber letzlich werden sie erfahren, dass Gott der HERR ist und - in Christus - Heil geschaffen hat.

Hesekiel 13 *:

Es gibt falsche Propheten. Der Prophet hat diese Auseinandersetzung mit falschen Propheten zu führen. Er kann sich aber darauf verlassen, dass am Ende Gott selbst den Platzregen senden wird, der die falsche Prophetie offenbart und die Tünche abwäscht.

Hesekiel 14 *:

Dem abtrünnigen Menschen ist zu sagen, dass er sich zu Gott bekehren soll. Eine weitergehende Botschaft gibt es für ihn zunächst nicht. Er muss sich von seinen falschen Göttern abwenden. Wehe den falschen Propheten, die etwas anderes sagen. Auch einige wenige heilige Männer im Volk werden das Volk nicht stellvertretend erretten.

Hesekiel 22,23-31 *:

Wieder ein Wehruf wider die falschen Propheten, die sich zusammenschließen, um eine scheinbare Einmütigkeit zu errreichen. Gott selbst wird sie entlarven. Das Unrecht im Volk macht ihre Falschheit offenbar. Immer wieder der Ruf nach dem Mann, der in den Riss treten könnte - Jesus Christus, der HERR.

Hesekiel 33,23-33 *:

Das Wort des Propheten wird in der Zukunft als solches offenbar werden. Damit setzt der HERR ein Zeichen, dass ER der lebendige Gott ist. Gott erwartet, dass sein Volk sein Wort hört und danach tut.

Hesekiel 38 *:

Prophetie kann sehr konkret werden und konkrete Ereignisse vorhersagen.

Daniel 9 *:

Daniel erlebt, dass sich die Prophetie erfüllt. Er muss im Exil mit den Folgen leben und bringt sie im Gebet vor Gott. Und indem er betet und die Sünden bekennt, erfährt er, dass Gott erneut zu ihm redet. Aber die Prophetie ist nicht nur Hoffnung, sondern sie zeichnet ein reales Bild auch der belastungen, die die Zukunft bringen wird.

Hosea 4 *:

Wehruf über die falschen Theologen, die dafür verantwortlich sind, dass das Volk aus Mangel an Erkenntnis zu Grunde geht. Propheten, die sich daran beteiligen, werden ebenfalls straucheln.

Hosea 5,13-7,2 *:

In seinen Schmerzen erkennt der Mensch seine Hilfsbedürftigkeit, läuft aber zum falschen Arzt. Der Sünder wird zum Propheten, denn in seiner neuen Zuwendung zu Gott erkennt er die drei Tage zwischen Karfreitag und Ostern, die Auferstehung des HERRN. Dieses ist eine unbeabsichtigte Prophetie. Der Sünder spricht sie aus, ohne zu verstehen, wie weitreichend sein Wort ist. Die Heilung des Volkes setzt dabei bereits ein, wird aber nicht ohne Sündenerkenntnis erfolgen.

Unbeabsichtigte Prophetien sind ein wiederkehrendes Thema der Bibel. So wird auch Kaiphas eine solche Prophetie in den Mund gelegt: Da versammelten die Hohenpriester und Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was wollen wir machen? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen! Lassen wir ihn so fortfahren, so werden alle an ihn glauben; und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute weg. Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts und bedenket nicht, daß es für uns besser ist, ein Mensch sterbe für das Volk, als daß das ganze Volk verderbe! Solches aber redete er nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahre Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in Eins zusammenbrächte. Von jenem Tage an beratschlagten sie nun, ihn zu töten. (Johannes 11,47-53 *)

Hosea 9,1-11 *:

Schrecklich ist es, wenn die Geduld Gottes zu Ende ist. Diese sieht und beschreibt der Prophet Hosea, auch mit dem Hinweis darauf, dass Israel dann den Propheten erkennen wird. In diesem Erschrecken liegt auch ein seufzendes Erwarten des Messias Jesus Christus.

Hosea 12 *:

Gott ruft zur Umkehr, er weist das Volk immer wieder auf seine Sünde hin. Es mangelt nicht an Gerichten. Gott tut alles Erforderliche zu unserer Errettung. Es liegt an uns, wenn wir nicht reagieren.

Amos 2,10-16 *:

Gott tut das Erforderliche. Er sendet Propheten, aber das sündige Volk tut alles, den Glauben zu beeinträchtigen. Es kommt sogar zum Verbot von Prophetie.

Amos 3  *:

Nein, Gott, der HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten. (Amos 3,7   *) Dieses Wort unterstreicht die Bedeutung der Prophetie. Gleichzeitig belegt es auch, dass Prophetie zu allen Zeiten da ist, wann immer Gott etwas tut. So ist die Abwesenheit von Prophetie ein Hörproblem, weil Propheten ins Abseits gedrängt werden, in ihren Kirchen und Gemeinden nicht zur Kenntnis genommen werden. Nach Amos 3,7  * gibt es immer auch Prophetie, wenn Gott handelt.

Amos 7 *:

Die Umtriebe und politischen Intrigen, mit denen das prophetische Wort auch von frommen Menschen bekämpft wird, werden hier deutlich. Gleichzeitig wird der Prophet auch missbraucht, um dem politischen Gegner zu schaden. Soll er doch nach Juda gehen und dort das Volk verunsichern...

Micha 3 *:

Auch der Prophet Micha musste sich mit den falschen Propheten auseinandersetzen, die für Geld die gewünschten Prophezeiungen machten. Fast erinnern sie an moderne Gutachter. Aber ihnen wird gesagt, dass sie ihr Land zerstören, so wie zu allen Zeiten Korruption Länder zerstört. Im Gegensatz dazu steht der Prophet Micha, erfüllt mit dem Heiligen Geist, kraftvoll da. Es ist selten, dass Propheten diese positive Ausstrahlung haben.

Habakuk 1 *:

Der Prophet Habakuk betet und muss sich mit dem Schweigen Gottes auseinandersetzen. Dies fällt ihm schwer, mühsam ringt er um Verständnis für Gottes Handeln. Er erkennt die Kraft des Glaubens: Habakuk 2,4 *: Siehe, der Aufgeblasene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm; aber der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.

Zephanja 3 *:

Auch Zephanja beklagt den leichtfertigen Umgang mit Prophetie, die Entweihung des Heiligtums. Er sieht Gottes zukünftiges Handeln, das demütige Volk, das nach den kommenden Prüfungen übrig bleiben wird und den neuen Jubel, den es in Zion geben wird.

Haggai 1 *:

Der Prophet Haggai sieht, wie das Volk Israel nach der Verbannung die Wohnungen wieder neu aufbaut, aber das Haus des HERRN vergisst. Darauf führt er zurück, dass die Ernteerträge gering sind und Dürre das land heimsucht. Aber er ist ein Prophet, der den Erfolg seiner Predigt sieht. Dies ist nicht vielen Propheten vergönnt gewesen.

Sacharja 1 *:

Sacharja traf das Wort des HERRN in der Verbannung, als die Perser die Babylonier besiegt hatten und Darius regierte, also kurz bevor die Verbannten oder einige von ihnen wieder zurückkehren durften. Zusammen mit Haggai predigt er in einer Zeit, als das Volk offen war für prophetische Worte. Dies mündetet in den Wiederaufbau des Tempels.

Sacharja 9,9-17 *:

Sacharja sieht in einem Gesicht Jesus, den verheißenen Messias. Es ist eigenartig, dass die Theologie es nicht aushält, wenn ein Prophet seinen Blick vom Zeitgeschehen erhebt und in die weitere Zukunft blickt. Und schon wird angenommen, dass kann nur ein DeuteroSacharja ist, der da redet. Dies rührt an die Wurzeln der Prophetie. Wenn es Gott ist, der da redet, dann kann ich mit historisch kritischen Methoden dem Text nicht gerecht werden, denn Gottes Rede entzieht sich unserem Zeitempfinden. Sind es aber Menschen, die aus ihrem Gutdünken reden, warum sollte es mich heute interessieren.

Sacharja 8,1-17 *:

Sacharja sagt dem Volk Gutes voraus. Allerdings hängt alles daran, ob das Volk rechtschaffend und in der Wahrheit lebt und den Frieden ohne Arglist sucht. Persönliche Verheißungen sind nichts statisches, sondern sie setzen voraus, dass der Träger der verheißung in der Nähe Gottes bleibt. Dieses Missverständnis von Verheißungen hat bereits Johannes der Täufer den Pharisäern vorgeworfen, die meinten, mit der Tatsache, dass sie Abrahams Nachkommen seien - und damit Träger der Verheißung - sei alles schon gut: Matthäus 3,9 *: Und denket nicht bei euch selbst, sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Jesus sagt es ähnlich: Johannes 8,37-42 *: Ich weiß, daß ihr Abrahams Same seid; aber ihr suchet mich zu töten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Unser Vater ist Abraham! Jesus spricht zu ihnen: Wäret ihr Abrahams Kinder, so tätet ihr Abrahams Werke. Nun aber suchet ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, welche ich von Gott gehört habe; das hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott! Da sprach Jesus zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt.

Sacharja 13 *:

Noch einmal tauchen die falschen Propheten auf, die sich am Ende der Zeiten schämen werden. Bilder von den Wunden „in deinen Händen” und Worte wie „durchbohren” verweisen auf Jesus. Die alttestamentliche Prophetie kommt hier zu einem Ende und erwartet den Messias, den sein Volk nicht erkennen wird, wenn er wirklich da ist. Und damit werden sich Vers 8 und 9 erfüllen.

Maleachi 4  *:

Das Siegel der alttestamentlichen Prophetie verweist auf Johannes den Täufer, der Jesus den Weg bahnen wird.

Diese Liste von Bibelversen macht deutlich, unter welch harten Bedingungen Prophetie in Israel stattfand. Ein Prophet, der vorgab, im Namen des HERRN zu reden, musste sterben, wenn sein Wort nicht eintrat. Allerdings verflachte die im Laufe der Zeit und Prophetie wurde zu einem Geschäft, auch um die Politik des Königs zu unterstützen. Immer wieder auftretende Propheten, die wirklich das Wort des HERRN sagten, bekamen viele Schwierigkeiten und mussten um ihr Leben fürchten.

Das Hauptthema der Prophetie war, den Menschen den Willen Gottes zu verkündigen und sie zu warnen, wenn sie sich falschen Göttern zuwandten. Unter der Langmut Gottes sind die Propheten teilweise verzweifelt. Allerdings gabe es auch Beispiele von Propheten, wie Micha, die sich durch die Gegenwart Gottes sehr gestärkt fühlten und deshalb voller Zuversicht auftraten.

Der Blick auf Jesus, den kommenden Messias, bestimmt zunehmend den Inhalt der Prophetien, beginnend mit Jesaja 53  * und endend bei Maleachi 4  *. Letztlich ist alle Prophetie ein Blick auf das Heilshandeln Gottes und so sollte sie auch gelesen werden. Nur vordergründig hat sie mit Zeiterscheinungen zu tun, eigentlich nur als ein Beweis, dass hier Gott redet, der die Zukunft kennt. Dies tritt in Hesekiel 2,4-6  * besonders hervor.

So ist Prophetie eine Herausforderung zum Glauben an einen lebendigen Gott. Denn die Bibel überliefert eine Fülle von Prophetien, die über Jahrhunderte erfolgten und sich teilweise erst weit nach dem Tode des Propheten erfüllt haben. Es gibt Jesaja-Handschriften, die nachweislich lange vor Jesus geschrieben wurden und in Qumran ausgegraben wurden. Diese erweisen klar, dass die Prophetien echt sind. Neben Jesaja 53  * sind auch die vielen Bilder zu erwähnen, die der Prophet Daniel hinterlassen hat. Es sind die Prophetien zu erwähnen, die sich im Laufe der Geschichte Israels erfüllt haben.

Aber es sollte auch nicht vergessen werden, dass Prophetie eine Begabung für seine Gemeinde ist. Gott hat sie seiner Gemeinde geschenkt. Und sie hat auch die Aufgabe, mir am Morgen eines jeden Tages klar zu machen, was ich im Verlaufe dieses Tages tuen oder auch unterlassen sollte. Die Gnadengabe der Prophetie steht im Neuen Testament ganz oben in der Liste der Gaben, die im Leib Jesu notwendig und demzufolge auch vorhanden sind.

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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 20
1
22.Mose 7
1
34.Mose 12
1
45.Mose 13
1
55.Mose 18
1
65.Mose 34
1
71.Samuel 9
1
81.Samuel 22
1
91.Könige 1
1
101.Könige 11
1
111.Könige 13
1
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1
131.Könige 18
1
141.Könige 19
1
151.Könige 20
1
161.Könige 22
1
172.Könige 3
1
182.Könige 5
1
192.Könige 6
1
202.Könige 9
1
212.Könige 20
1
222.Chronika 12
1
232.Chronika 18
1
242.Chronika 25
1
252.Chronika 26
1
262.Chronika 28
1
272.Chronika 32
1
28Esra 5-6
1
Haggai aber, der Prophet, und Sacharja, der Sohn Iddos, die Propheten, weissagten den Juden, die in Juda und zu Jerusalem waren; im Namen des Gottes Israels weissagten sie ihnen.Da machten sich auf Serubbabel,...
29Psalmen 74
1
30Jesaja 3
1
31Jesaja 9
1
32Jesaja 28
1
33Jesaja 38
1
34Jesaja 53
1   2
35Jeremia 23
1
36Jeremia 25
1
37Jeremia 28
1
38Jeremia 29
1
39Jeremia 32
1
40Jeremia 34
1
41Jeremia 36
1
42Jeremia 42
1
43Jeremia 45
1
44Jeremia 51
1
45Klagelieder 2
1
46Hesekiel 2,4-6
1   2
ja, ich sende dich zu solchen Kindern, die ein trotziges Angesicht und ein verstocktes Herz haben; zu denen sollst du sagen: «So spricht Gott, der HERR!»Sie aber, mögen sie darauf hören oder es bleiben...
47Hesekiel 7,19-27
1
Sie werden ihr Silber auf die Gassen werfen, und ihr Gold wird zu Unrat werden. Ihr Silber und Gold vermag sie nicht zu retten am Tage des grimmigen Zorns des HERRN. Es wird ihre Seelen nicht sättigen...
48Hesekiel 13
1
49Hesekiel 14
1
50Hesekiel 22,23-31
1
Und das Wort des HERRN erging an mich also:Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht beregnet worden ist, das keinen Regenguß empfangen hat am Tage des Zorns.Seine Propheten, die darinnen...
51Hesekiel 33,23-33
1
Da erging das Wort des HERRN also an mich:Menschensohn, die Bewohner dieser Ruinen im Lande Israel sagen also: «Abraham war nur ein einzelner Mann und hat das Land zum Besitz erhalten; unser aber sind...
52Hesekiel 38
1
53Daniel 9
1
54Hosea 4
1
55Hosea 5,13-7,2
1
Und als Ephraim seine Krankheit sah und Juda sein Geschwür, da lief Ephraim zu Assur und sandte zum König Jareb; er aber konnte euch nicht heilen und das Geschwür nicht von euch nehmen.Denn ich bin wie...
56Hosea 9,1-11
1
Freue dich nicht, Israel, wie die Völker frohlocken; denn du bist deinem Gott untreu geworden, hast gerne Buhlerlohn genommen auf allen Korntennen!Tenne und Kelter werden sie nicht nähren, und der Most...
57Hosea 12
1
58Amos 2,10-16
1
und ich war es, der euch aus dem Lande Ägypten heraufgebracht und euch vierzig Jahre lang in der Wüste geleitet hat bis zur Einnahme des Landes der Amoriter;und ich habe aus euren Söhnen Propheten erweckt...
59Amos 3
1   2   3
60Amos 7
1
61Micha 3
1
62Habakuk 1
1
63Habakuk 2,4
1
Siehe, der Aufgeblasene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm; aber der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.Und dazu kommt noch der tückische Wein. Der Mann wird übermütig und bleibt nicht ruhig; er...
64Zephanja 3
1
65Haggai 1
1
66Sacharja 1
1
67Sacharja 8,1-17
1
Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging also:So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem Grimm eifere ich für sie.So spricht der HERR: Ich bin wieder...
68Sacharja 9,9-17
1
Frohlocke sehr, du Tochter Zion, jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitet auf einem Esel, auf dem Füllen der Eselin.Und er...
69Sacharja 13
1
70Maleachi 4
1   2
71Matthäus 3,9
1
Und denket nicht bei euch selbst, sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.Es ist aber schon die Axt an die Wurzel...
72Johannes 8,37-42
1
Ich weiß, daß ihr Abrahams Same seid; aber ihr suchet mich zu töten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch.Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, was ihr von eurem Vater...
73Johannes 11,47-53
1
Da versammelten die Hohenpriester und Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was wollen wir machen? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen!Lassen wir ihn so fortfahren, so werden alle an ihn glauben; und...




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