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Festtage

Volkstrauertag

Vollständiger Zusammenbruch der staatlichen Strukturen Judas unter Nebukadnezar

 


Zusammenfassung

Auch Juda erlebte einen vollständigen Zusammenbruch seiner staatlichen Strukturen, als Nebukadnezar im Jahre 587 v.Chr. Jerusalem eroberte und die jüdische Oberschicht in die babylonische Gefangenschaft führte. Aber das Volk lernte in der Gefangenschaft seinen Gott erneut kennen und lieben. Unser Volk dagegen hat sich nach dem Zusammenbruch immer weiter von seinen christlichen Wurzeln entfernt. Und so bleibt offen, welche Geister uns letztlich heimsuchen werden.

Schlagwörter: Artaxerxes I. - Auschwitz-Birkenau - Babylonische Gefangenschaft - Esra - Jesus - Konzentrationslager - Nebukadnezar

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Der Volkstrauertag 15.11.2020 - Nicht nur ein politischer Feiertag

Historische Vorgänge haben ihre Geschichte
Und es begab sich im neunten Jahre seines Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem und belagerte die Stadt; und sie bauten Belagerungstürme um sie her. Und die Stadt wurde belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. Am neunten Tage des vierten Monats aber ward die Hungersnot in der Stadt so stark, daß das Landvolk nichts zu essen hatte. Da brach der Feind in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern, beim Garten des Königs; und da die Chaldäer rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg nach der Ebene. Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut hatte. Sie aber fingen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla und sprachen das Urteil über ihn. Und sie metzelten Zedekias Söhne vor dessen Augen nieder; darnach blendeten sie Zedekia und banden ihn mit zwei ehernen Ketten und führten ihn nach Babel. (2.Könige 25,1-7 *)

... und ihre Folgen
Am siebenten Tage des fünften Monats (das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel), kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Diener des Königs von Babel, nach Jerusalem und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle Häuser zu Jerusalem, und alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer. Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riß die Mauern der Stadt Jerusalem ringsum nieder. Den Rest des Volkes aber, der in der Stadt noch übriggeblieben war, und die Überläufer, welche zum König von Babel übergegangen waren, und den Rest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, hinweg. Doch von den Geringsten im Lande ließ der Oberste der Leibwache Weingärtner und Ackerleute zurück. (2.Könige 25,8-12 *)

Es kommt der Tag, da spielen all die Winkelzüge der Vergangenheit keine Rolle mehr. War dieses Bündnis richtig oder falsch? Wer hat wann auf wen nicht gehört? Hätte man nicht besser dies oder jenes getan? All das spielt keine Rolle mehr, denn Jerusalem ist im Würgegriff der führenden Weltmacht seiner Zeit, Nebukadnezar steht vor den Toren.

Die Ereignisse nehmen ihren Lauf, Jerusalem ist belagert, das Volk hungert. Die stolzen Mauern, mit denen Jerusalem sich geschützt hat, halten nicht mehr. Die Verantwortlichen fliehen.

In der Stadt, deren Straßen eben noch von den Durchhalteparolen widerhallten, wird es plötzlich ganz still. Die Krieger sind weg. Die Feinde schlafen noch, so sicher fühlen sie sich in ihrem Sieg. Vielleicht gab es Kindergeschrei, Hungrige, die nach Brot suchten. Aber in der Stadt war keine Kraft mehr. Die Stadt war verlassen. Die Kraft Gottes hatte die Stadt verlassen. Ganz leise ist sie aus der Stadt gegangen, als noch die Durchhalteparolen erschollen, als der König noch Pläne machte, wie die Stadt zu verteidigen sei, da ist die Kraft Gottes ganz leise gegangen. Niemand hat es bemerkt, nicht einmal ein Tor hat gequietscht, als Gott die Stadt verließ. Die Kraft Gottes war nicht mehr da.

Der König hatte seine Hoffnung auf Ägypten gesetzt. Aber Ägypten hatte andere Sorgen als Jerusalem zu retten. Ägypten war weit. Und Nebukadnezar hatte einen undurchdringlichen Ring um die Stadt Jerusalem gelegt und in die Mauer eine Bresche geschlagen.

Fragen nach der Schuld spielen in solch einem Augenblick keine Rolle mehr. Unser Volk hat diesen Prozess zweimal mitgemacht. Verblendet von dem Fastsieg im ersten Weltkrieg stürzte es sich in einen zweiten, wählte die, die versprachen, aus der Niederlage einen Sieg zu machen und merkte nicht, wie eine ganz andere Dimension von Deutschland Besitz ergriff. Das Volk wurde zum Werkzeug, um Hassfantasien Wirklichkeit werden zu lassen, indem es in den Konzentrationslagern geradezu eine Industrie des Tötens erschaffte. Die Vernichtungsindustrie kam nur ins Stocken, wenn der Wind ungünstig stand, weil dann die Frau des Lagerkommandanten von Auschwitz-Birkenau die Abgase aus den Krematorien riechen musste. Es war nicht schlimm für diese Dame, was da in den Krematorien geschah, nur riechen mochte sie es nicht.

Für den König von Juda war das Ergebnis seiner Flucht schrecklich. Die Bibel beschreibt es in seiner ganzen Grausamkeit. Auch für unser Volk war das Ergebnis schrecklich. Es führte zu einem Massenselbstmord, nicht nur von verantwortlichen Nazis, sondern auch von solchen, die nach dem, was ihnen wie ein Zusammenbruch erschien, keinen Ausweg mehr sahen.

Wir hatten als Volk verlernt, weiter zu schauen. Viele hatten an den Führer geglaubt und sahen nun, dass ihr Glaube nicht getragen hatte. Und dahinter war es dunkel.

Auch in Jerusalem mussten die kleinen Leute leiden. Nach dem Hunger kam die Vertreibung nach Mesopotamien. Nur Landarbeiter blieben zurück, um in Juda Weinberge zu bestellen. Vielleicht mussten sie die Garnisonen versorgen, die Nebukadnezar zurückließ, um das eroberte Juda für sich zu sichern, falls doch einmal Ägypter auftauchen würden.

Aber Israel hat in Mesopotamien gelernt. Es hat an seinem Gott festgehalten, jetzt erst recht festgehalten. Es hat begriffen, dass es nicht das Unvermögen eines Gottes war, der schwächer als der babylonische Gott ist. Es hat gemerkt, dass es ihre eigene Sünde war, die sie in diese Lage gebracht hat. Diese Erkenntnis kam ihnen nicht sofort, aber sie setzte sich in der Verbannung durch. Ihr Glaube wurde so stark, dass Esra von seinem König, Artaxerxes I. im Jahr 457 v.Chr. keine Leibwache für die Reise nach Jerusalem erbitten mochte, weil er dem König von der Kraft seines Gottes, den er in Jerusalem anbeten wollte, vorgeschwärmt hatte: Und ich ließ dort an dem Fluß Ahava ein Fasten ausrufen, daß wir uns demütigten vor unsrem Gott, um von ihm eine glückliche Reise für uns und unsre Kinder und alle unsre Habe zu erflehen. Denn ich schämte mich, vom König ein Heer und Reiter anzufordern, die uns wider die Feinde auf dem Wege helfen könnten; denn wir hatten dem König gesagt: Die Hand unsres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zu ihrem Besten; seine Stärke aber und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen! Also fasteten wir und erflehten solches von unserem Gott; und er erhörte uns. (Esra 8,21-23 *)

Dies ist ein Phänomen, das die Geschichte Israels durchzieht. Israel hat immer wieder seinen Gott verlassen und Götzendienst getrieben. Aber wenn es dann die Folgen seines Verhaltens spürte, dann ist es umgekehrt, hat sich nicht von Gott abgewandt, sondern sich zu seiner Schuld bekannt.

Wir als Deutsche haben genug Grund, über unsere Schuld zu trauern. Dies geschieht auch immer wieder. Aber wir haben unseren Gott mehr und mehr vergessen und verlassen. Wir sind nicht mehr ein Volk, das Christus nachfolgt. Da sind zwar immer noch Einzelne, die den Glauben festhalten, aber als Volk haben wir unseren Gott vergessen. Wir sind in der Lage, wütend gegen Menschen zu demonstrieren, die vermeintlich unsere Gesellschaft verändern, weil sie ihren islamischen oder jüdischen Glauben nach Deutschland tragen. Und dabei merken wir gar nicht, dass wir selbst Deutschland schon längst verändert haben, weil wir unseren Gott vergessen haben.

Es ist ja noch einmal gut gegangen, die Nazis sind lange weg, wir leben seit 75 Jahren im Frieden. Wir haben viele Gespenster aus unserem Land vertrieben, eigentlich nicht wir selber, sondern amerikanische, russische, englische und französische Soldaten. Aber wir haben keinen Glauben in unserem Land gepflegt. Wir haben den Glauben an Jesus Christus, der unser Land und seine Gesetze geprägt hat, immer stärker verdrängt. Und dann wundern wir uns, dass wir für jeden Wind, der von irgendwoher in unser Land kommt, empfänglich sind und die Geister der Vergangenheit wiederkommen. Jesus hat dazu ein klares Wort gesagt. Er spricht von einem Menschen, aber für ein Volk gilt dies genauso: Wenn aber der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus welchem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. Alsdann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die schlimmer sind als er; und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und es wird zuletzt mit diesem Menschen ärger als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht. (Matthäus 12,43-45 *)

Mögen wir unser geschmücktes Haus Deutschland mit dem Geist Gottes füllen, damit die bösen Geister der Vergangenheit keinen Raum mehr finden.

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Nr.BibelstelleBibeltext
12.Könige 25,1-7
1
Und es begab sich im neunten Jahre seines Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem und belagerte die Stadt; und...
22.Könige 25,8-12
1
Am siebenten Tage des fünften Monats (das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel), kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Diener des Königs von Babel,nach Jerusalem und verbrannte...
3Esra 8,21-23
1
Und ich ließ dort an dem Fluß Ahava ein Fasten ausrufen, daß wir uns demütigten vor unsrem Gott, um von ihm eine glückliche Reise für uns und unsre Kinder und alle unsre Habe zu erflehen.Denn ich schämte...
4Matthäus 12,43-45
1
Wenn aber der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht.Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus welchem ich...




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