Bild und Verknüpfung zum Wegweiser

Gott und die Zeit

(2) Vortrag über Gott, der außerhalb der Zeit steht

(2) Die Sicht der Bibel

 


Zusammenfassung

Bereits die Märtyrer haben vor den römischen Konsuln mutig argumentiert: „Der Prokonsul sprach: Die Götter hältst du für tot? Karpus entgegnete: Willst du hören? Sie haben nicht einmal als Menschen gelebt, um zu sterben. Willst du sehen, daß das wahr ist? Entzieh ihnen deine Ehre, die du ihnen zu erweisen scheinst, und du wirst erkennen, daß sie nichts sind; Erdstoff sind sie und gehen mit der Zeit unter. Unser Gott nämlich, der zeitlos ist und die Zeit geschaffen hat, bleibt selbst immer unvergänglich und ewig; er ist immer derselbe und erleidet keinen Zugang noch Abgang; jene aber werden von Menschen gemacht und, wie ich sagte, von der Zeit vernichtet. Daß sie aber Orakel geben und täuschen, möge dich nicht wundern; denn der Teufel macht von Anbeginn an, nachdem er aus seiner erhabenen Stellung gefallen ist, vermöge der ihm eigenen Bosheit die Liebe Gottes gegen die Menschen zuschanden, arbeitet den Heiligen, die ihm zusetzen, entgegen, erregt Feindschaften und gibt von diesen im voraus seinen Anhängern Kunde. In gleicher Weise erschließt er auch aus dem, was uns täglich zustößt, da er der Zeit nach älter ist, die Zukunft und sagt das Schlimme voraus, das er selbst zu tun beabsichtigt.” Gott ist zeitlos und hat die Zeit geschaffen. Sie ist ein Werkzeug in seiner Hand. Dies ist aus der Bibel klar abzuleiten und durch die moderne Physik bestätigt. Die Zeit, die für das bewegte System Erde gilt, gilt schon nicht mehr präzise für die Satelliten, die wir ins All schicken.

Der Vortrag deutet die physikalischen Gegebenheiten mit einer kleinen Animation an, um eine Basis für die weiteren Betrachtungen zu schaffen. Er will nicht die Spezielle Relativitätstheorie erklären. Der Schwerpunkt liegt dagegen auf den korrespondierenden Aussagen der Bibel über die Schöpfung, über Prophetie und über die Erlösung, wenn Gott selbst der Tempel und das Licht des neuen Jerusalems sein wird.

Im zweiten Teil werden die Bibelstellen zusammengestellt, die uns Hinweise auf die Vorstellung der Bibel von der Zeit geben.

Schlagwörter: Beschränktheit des Menschen - Christus - Gott - Herr - Jesus - Neues Jerusalem - Prophetie - Schöpfung - Vater - Vortrag - Zeit

Bereich Anregungen

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Euer Gott
Sehet, da ist Euer Gott
Ein Versuch, die Handlungsweisen Gottes an Hand biblischer Texte zu zeigen.

Vortrag über Gott, der außerhalb der Zeit steht
Die moderne Vorstellung über die Relativität der Zeit zeigen, dass unsere Glaubensväter mit der im Glauben getroffenen Aussage, dass Gott über der Zeit steht, physikalisch plausibel argumentiert haben.

CORONA-Virus COVID-19
COVID-19-Pandemie - (k)ein Thema für den Bibelleser

Die Zeit im Neuen Testament
Die Zeit als χρονος, καιρος oder αιων im Neuen Testament
Welche Schwerpunkte wie Zeitverlauf, Zeitpunkt, Zeitdauer oder auch Gelegenheit setzen die einzelnen Begriffe.

Vortrag über Gott, der außerhalb der Zeit steht
Die moderne Vorstellung über die Relativität der Zeit zeigen, dass unsere Glaubensväter mit der im Glauben getroffenen Aussage, dass Gott über der Zeit steht, physikalisch plausibel argumentiert haben.
 
Alte Erkenntnisse im Licht der modernen Physik  <<   1   2 





Inhaltsverzeichnis

1 000 Jahre wie ein Tag… die Zeit in der Bibel

Was ist eigentlich Zeit?

Die Zeit in der Physik

Skizze eines Weltbildes der Bibel

Einschub: Die Zeit bei Augustinus von Hippo

Innerhalb der Zeit



Skizze eines Weltbildes der Bibel



Zunächst soll in einer Skizze ein Weltbild entworfen werden, von dem dann im folgenden mit Hilfe von Bibelstellen gezeigt wird, dass die Aussagen der Bibel dadurch tatsächlich abgebildet werden.
 


Raum und Zeit, oder, wie es in der modernen Physik bezeichnet wird, die Raumzeit, ist hier als ein beschränktes Gebilde dargestellt. Gott, der Vater ist außerhalb dieser beschränkten Raumzeit. Dies liegt daran, dass Gott in seiner Größe von dem vierdimensionalen Gebilde Raumzeit nicht erfasst werden kann. Die Raumzeit ist Bestandteil der Schöpfung, hat also in der Schöpfung ihren Anfang. Der Vorgang der Schöpfung selbst beginnt vor der Raumzeit, einfach deshalb, weil die Raumzeit mit dem „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde ...” beginnt, ein Schöpfungsvorgang also vor dem Erschaffenen beginnt.

Gott ist aber in dieser erschaffenen Welt in Jesus Christus von Anfang an und bis heute präsent. Jesus war vor der Schöpfung, hat die Schöpfung durchgeführt und ist in ihr präsent, indem er im Paradies mit Adam und Eva sprach, indem er Abraham erschien, in der Wolkensäule, die Israel voranzog, als Wanderprediger in Israel bis zum Tod am Kreuz, als Auferstandener, der Petrus, und vielen anderen Zeugen bis hin zu Paulus erschien und bis heute Menschen erscheint.

Aber die Zeit wird auch ein Ende haben und durch eine Neuschöpfung abgelöst werden, das neue Jerusalem, von dem am Ende der Offenbarung die Rede ist. Dies werden wir in den folgenden Abschnitten an einzelnen Bibeltexten versuchen deutlich zu machen. Dieses Bild soll einen ersten Eindruck vermitteln, damit auch die Auswahl der Bibelstellen verständlich wird.

Auch hier gilt, dass wir uns beschränken müssen, um einen Überblick zu ermöglichen. Der Bibeltext stellt die feste Grundlage dar, solche Skizzen sollen nur Verständnishilfen bieten und sind infolge dessen Vereinfachungen eines komplexen Tatbestandes. Nur so sollen sie gelesen und verstanden werden.

 



Bei der Betrachtung des Anfangs beschränken wir uns auf die ersten fünf Verse der Bibel. Dies soll nicht die Bedeutung der nachfolgenden Verse mindern oder gar den Eindruck erwecken, als wären die Aussagen über die Erschaffung des Menschen und die Gabe des göttlichen Odems an den Menschen von geringerer Bedeutung, diese Beschränkung erfolgt ausschließlich deswegen, weil unser Thema hier die Zeit ist. Die Erschaffung der Zeit können wir aus den fünf Versen bereits sehr schön ablesen.

1.Mose 1,1-2  * : Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

Hier erfolgt mit der Erschaffung von Himmel und Erde zunächst einmal die Erschaffung des Raumes und der Erde als Lebensraum des Menschen in diesem Raum. Es gibt noch keine Zeit und kein Licht, es herrscht Finsternis. Mit dieser Deutung sind wir von den Kosmologien, wie sie diskutiert werden, noch weit entfernt. Der Kosmos ist noch nicht mit Sternen gefüllt. Eine Sonne, die der Erde ihre Umlaufbahn und damit auch Sommer und Winter ermöglicht, existiert noch nicht. Das Wasser ist schon da und füllt die Erde. Kontinente oder Inseln gibt es noch nicht.

1.Mose 1,3   * : Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Hier erscheint die gewaltige Macht Gottes. Gott spricht und es geschieht. Wir werden später sehen, dass es vermutlich Jesus ist, der hier spricht, Der Sohn Gottes, der Durchführer der Schöpfung.

Später steht Jesus vor dem Grab des Lazarus. Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier. (Johannes 11,39  * ) Physikalisch war die Situation völlig klar. Nicht aber für das göttliche Allmachtswort: Und als er solches gesagt, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! (Johannes 11,43   * ) Und das Ergenis ist ein Schöpfungsakt: Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und laßt ihn gehen! (Johannes 11,44   * ) Dieses geschah in völligem Einklang mit dem Vater: Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. Doch ich weiß, daß du mich allezeit erhörst; aber um des umstehenden Volkes willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, daß du mich gesandt hast. (Johannes 11,41-42   * )

Gott spricht und es geschieht. Gott kann keine Scherzchen machen, denn was immer er sagt, es geschieht. Diese schöpferische Macht des Wortes Gottes entzieht sich jeder physikalischen Betrachtungsweise. Unsere wissenschaftlichen Betrachtungen können immer nur die Ergebnisse göttlichen Handelns beobachten und beschreiben. Das göttliche Handeln können wir nicht verstehen. Hier ist der Glaube gefragt. So wie es bei der Auferweckung des Lazarus war: Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn. (Johannes 11,45  * )

Nach der Erschaffung des Raumes schuf Gott das Licht. Man mag dies sehr kritisieren. Warum kommt das Licht zuerst, noch vor der Sonne und den Sternen? Wenn wir den inneren Zusammenhang sehen, den das Licht und die Zeit haben, den wir in der kleinen Animation zur Lichtgeschwindigkeit dargestellt haben, dann wir dieser Text plötzlich völlig klar. Mit dem Licht kam die Zeit in die Schöpfung. Und weil das so war, schließt dieser Schöpfungsabschnitt mit den Worten: und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der erste Tag. (1.Mose 1,5  * )

Wir haben es hier mit einem Abend und einem Morgen zu tun, der aus Gott geboren ist, denn die Sonne war, wie schon erwähnt, noch nicht da. Auch diese Bindung des Lichtes an Gott werden wir bei der Betrachtung der Texte aus der Offenbarung wiederfinden: Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. (Offenbarung 21,23  * ) Diese Texte stellen auch eine geistliche Herausforderung dar: Nehmen wir Abend und Morgen aus Gottes Hand und sehen in ihm den Ursprung von Abend und Morgen.

 


Offenbarung 21,22-27  *  zeigt uns, dass Gott selbst das Licht ist. Er ist nicht auf das Licht zu reduzieren. Die Bibel sagt uns auch, dass Gott Liebe ist (1.Johannes 4,7-12 * ), obwohl Gott nicht auf die Liebe zu reduzieren ist. Denn Gott ist auch das Wort  * ,  *  ,  *  , aber auch  *  ,  *  . Für unseren Text ist wichtig, dass von Gott Licht ausgeht, das Licht, in dem Gott wohnt: Die Erscheinung Jesu Christi, welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1.Timotheus 6,15-16  * )

Damit ist der erste Aspekt geklärt, woher denn das Licht kam, das am ersten Schöpfungstag zu sehen war. Der Text aus der Offenbarung beschreibt aber auch das Lamm, das die Leuchte ist. Damit gibt uns die Offenbarung erneut einen Hinweis auf das Verhältnis von Vater und Sohn in der Trinität: Gott selber ist das Licht, von ihm geht es aus. Aber es erstrahlt in der Welt durch den Sohn, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Und dieses Verhältnis von Vater und Sohn hat selbst im Neuen Jerusalem noch Bestand, also über das Ende der Zeit hinaus, wie wir noch zeigen werden.

Der Text 1.Timotheus 6,15-16  *  Dieser Text macht die Alleinstellung Gottes deutlich. Es gibt nichts neben ihm. Er allein ist gewaltig, alles andere ist neben ihm geringwertig. Nichts besitzt eigenständige Gewalt. Der Satan ist keine eigenständige Gewalt, es besteht keine Dualität zwischen Gut und Böse, die Gewalt liegt allein bei Gott. Satan ist der Hund, der noch ein wenig kläffen darf, bis Gott ihn endgültig verbannt. Er ist König der Könige und Herr der Herrschenden. Alle Gewalt auf Erden, wie sie sich auch gebärdet, sie ist begrenzt durch Gott, sie besteht nur, solange Gott sie toleriert. Unsterblichkeit ist allein Gottes Privileg. Unsterblichkeit geht von Gott aus. Nirgends sonst ist sie zu finden. Er wohnt in einem unzugänglichen Licht, ein Licht, dass uns völlig überfordern würde, wir könnten dieses Licht nicht ertragen. Ein Mensch kann ihn nicht sehen. Nur der Sohn kann dies und kann uns Kunde von Gott geben. Damit sind alle Religionsstifter, wie gut sie es auch gemeint haben mögen, reduziert auf Menschen, die wie Blinde von der Farbe reden. Nur Jesus Christus kann über Gott den Vater reden. Vor der Größe Gottes bleibt für uns nur eins, die Anbetung.

Für unsere Betrachtungen bleibt, dass Gott Ausgangspunkt des Lichtes ist, eines Lichtes, dessen Natur uns völlig verborgen ist. Wir sehen seinen Widerschein in unserem Herrn Jesus Christus. Er ist die Leuchte Gottes des Vaters, der das Licht in unsere Welt hineinträgt. Niemand sonst.

So hat der erste Schöpfungstag zweifache Wirkung, das Licht und die Zeit werden erschaffen und treten in die Welt ein. Die Welt aus Himmel und Erde ist zu einer Weltzeit, zu einer Raumzeit geworden. Damit ist das Koordinatensystem gesetzt, in dem wir bis heute verharren, das in gewisser Weise unser Gefängnis ist, weil wir weder real noch auch nur in unserer Fantasie diesen Raum verlassen können. Wir können mit einem höherdimensionalen Raum zwar rechnen und uns allerlei Vorstellungen machen, wie er aussehen könnte. Aber er entzieht sich völlig unseren messtechnischen Möglichkeiten, weil unsere Experimente nicht aus unserer Raumzeit herausragen. Gott, der Vater, bleibt für uns in einem unzugänglichen Licht, nur erkennbar in dem Gottessohn, unserem Herrn Jesus Christus.

 


Wir lesen das Alte Testament und auch die Passionsgeschichte ganz neu, wenn wir begreifen, dass immer da, wo das Wort Gott steht, eigentlich der Name Jesu Christi stehen müsste. Und wir verstehen die Demut Jesu erst richtig, wenn wir begreifen, dass er nicht ein einfacher und möglicherweise gescheiterter Wanderprediger aus Judäa ist, sondern dass er derjenige war, durch den die Schöpfung erfolgt ist, dass er Abraham berufen hat, dass er das Volk durch die Wüste geführt hat. Und dann wird auch klar, was Johannes meint, wenn er schreibt: Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. (Johannes 1,5   * ) oder später noch zugespitzter: Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. (Johannes 1,11 * )

Und sie haben ihn nicht erkannt, selbst da nicht, als er Lazarus auferweckt hat.

Nun würde eigentlich der Johannestext  *  schon als Zeuge ausreichen, dass die Welt durch den Sohn erschaffen worden ist. Da aber der Schreiber des Hebräerbriefes ausdrücklich auf den CHRONOS, Schlachter übersetzt „Weltzeiten”, eingeht, soll auch dieser Text zusätzlich herangezogen werden, auch denen zur Warnung, die meinen, man müsste Johannes nicht so ernst nehmen. Während Johannes das ganze Verhängnis vor Augen hat, dass zum Kreuzestod Jesu geführt hat, schaut der Schreiber des Hebräerbriefes auf den erhöhten Herrn Jesus Christus, der zum Erben eingesetzt worden ist, der die Ausstrahlung des göttlichen Wesens ist, der sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt hat. Er unterstreicht die Majestät Jesus. Auch angesichts dieser Majestät des erhöhten Herrn ist die Demut Jesu, als er auf der Erde mit den Jüngern als Wanderprediger durch Israel gewandert ist, Ausdruck seiner unbegreiflichen Größe. Er hat selbst am Kreuz, unter ungeheueren Schmerzen nicht von seiner Majestät Gebrauch gemacht, sondern ist den Erlösungsweg bis zum Ende treu gegangen.

 


Einschub: Die Zeit bei Augustinus von Hippo


Augustinus von Hippo hat sich ausführlich mit dem Thema „Gott und die Zeit” beschäftigt. Er lebte 354 bis 430 n.Chr. und war Bischof in Hippo. Hippo Regius war eine antike Küstenstadt im heutigen östlichen Algerien, nahe der Mündung des Flusses Seybouse gelegen. Die Ruinen befinden sich im Süden der Stadt Annaba (WIKIPEDIA). Er arbeitete zunächst als Rhetoriker, orientierte sich dabei an Cicero. Später wurde er von manichäischen Freunden beeinflusst. Später kam er zum Glauben und lernte die von Platon beeinflusste Bibelauslegung kennen und damit den Neuplatonismus.

Wir haben ihn bereits mit dem Seufzer über die Zeit zitiert: „Wenn mich niemand darüber fragt, so weiß ich es; wenn ich es aber jemandem auf seine Frage erklären möchte, so weiß ich es nicht” (Confessiones 11.14).

Wir finden in Confessiones 11.14 einen interessanten Satz: «Die Zeit ist deshalb Zeit, weil sie zum Nichtsein hinstrebt.» Er beschreibt vorher, dass die Zeit an die Dinge geknüpft ist: «Ginge nichts vorüber, so gäbe es keine Vergangenheit, käme nichts heran, so gäbe es keine Zukunft, bestände nichts, so gäbe es keine Gegenwart.» Er spricht dann Vergangenheit und Zukunft die Realität ab, weil die Vergangenheit nicht mehr ist und die Zukunft noch nicht ist. Aus dieser Überlegung heraus stellt er nun in Frage, was er zunächst dargestellt hat: «Wenn also die Gegenwart, um Zeit zu sein, in die Vergangenheit übergehen muß, wie können wir dann sagen, daß sie an das Sein geknüpft ist, da der Grund ihres Seins darin besteht, daß es sofort in das Nichtsein übergeht?» Und daraus schließt er nun, dass der Übergang aus dem Sein ins Nichtsein eine kennzeichnende Eigenschaft der Zeit ist, die sie in einen Gegensatz zur Ewigkeit bringt: «Wäre dagegen die Gegenwart beständig gegenwärtig, ohne sich je in die Vergangenheit zu verlieren, dann wäre sie keine Zeit mehr, sondern Ewigkeit.»

In Confessiones 11.30 legt er sich fest: «Mögen sie also einsehen, daß die Zeit erst mit der Schöpfung begonnen hat». Wieder beobachtet er sehr gut, was Ewigkeit bedeutet: «Gib ihnen, o Herr, recht zu bedenken, was sie da sprechen, und recht einzusehen, daß man nicht von "niemals" sprechen kann, wo es keine Zeit gab.» In der Ewigkeit außerhalb der Zeit, kann man nicht von „Niemals” reden, da es dort kein „Niemals” gibt, weil dies an die Zeit geknüpft ist. Dies ist ein tiefer Gedanke, der auch seelsorgliche Auswirkungen hat. „Warum handelt Gott jetzt nicht?” oder „Warum schweigt Gott?” fragen wir. Gott aus seiner Ewigkeit heraus handelt sofort und gibt seine Antwort an eine bestimmte Stelle in die Zeit, einen Punkt, einen Zeitpunkt, den er selbst bestimmt, der für uns aber noch nicht ist. Dieses Wissen kann uns stark machen, wenn wir in einer Situation sind, in der wir nicht wissen, wie es weiter geht. Wir gehen auf die Antwort Gottes zu, selbst wenn sie noch nicht da ist.

Augustinus hat einen seelsorglichen Bezug zur Zeit, den er etwa in Confessiones 11.29 ausführt. Er strebt aus der Zeitlichkeit und ihren Verlockungen in die Ewigkeit Gottes:

Aber da ja deine Barmherzigkeit besser ist als Leben ( Psalmen 62,4 *  ), darum ist mein Leben nur eine Ausdehnung; und deine Rechte hat mich aufgenommen in meinem Herrn, dem Menschensohne, dem Mittler zwischen dir, dem Einen, und uns, den Vielen, in Vielem durch Vieles, auf daß ich dich durch ihn ergreife, da ich auch von dir ergriffen bin ( Philipper 3,12-14 *  ), und mich von meiner Vergangenheit erhole und dem einen Ziele nachstrebe. Vergessend, was da hinten ist, mich ausstreckend nicht nach dem, was künftig und vorübergehend ist, sondern zu dem, was vor mir liegt, strebend, nicht in Zerrissenheit, sondern in ernstlichem inneren Ringen eile ich der Palme der himmlischen Berufung zu, wo ich hören will die Stimme deines Lobes ( Psalmen 25,7 *  ) und betrachten soll deine Wonne ( Psalmen 26,4 *  ), die nicht kommt und nicht geht. Jetzt aber sind meine Jahre Jahre des Seufzens ( Psalmen 30,11 *  ); du, o Herr, bist mein Trost, du bist mein ewiger Vater. Ich aber bin ganz aufgegangen in der Zeit deren Ordnung ich nicht kenne; meine Gedanken, das innerste Leben meiner Seele, zerreißen sich in stürmischem Wechsel, bis ich gereinigt in dir und geläutert durch das Feuer deiner Liebe mich in dich ergieße.

Dieser Text ist interessant, weil es die Verbundenheit mit Gott und das Streben nach Gott ausdrückt, das das Leben des Augustinus immer stärker erfasst. Aus dem Zeitlichen strebt er zu Gott. Auch hier wird deutlich, dass er Gott nicht im Zeitlichen sieht, sondern außerhalb der Zeit.

Ganz klar macht er seine Meinung über Gott und die Zeit im 31. Kapitel des 11. Buches (Confessiones 11.31:

Mein Herr und Gott, wie groß sind die Tiefen deiner Geheimnisse, und wie weit haben mich die Folgen meiner Sünden von ihnen verschlagen! Heile meine Augen, und ich will mich über dein Licht mit erfreuen. Fürwahr, wenn es einen Geist gäbe, der mit so großer Wissenschaft und so großer Kenntnis begabt ist, daß ihm alles Vergangene und Zukünftige so bekannt ist wie mir ein ganz bekanntes Lied, dann wäre er über die Maßen wunderbar und zum Erschrecken erstaunlich; denn alle Vergangenheit, alle Jahrhunderte lägen so offen vor ihm wie vor mir das Lied, wenn ich es singe; ich weiß, was und wieviel noch übrig ist. Aber ferne von mir, ganz fern sei die Annahme, du, der Schöpfer des Weltalls, der Schöpfer der Geister und der Körper, wüßtest in ähnlicher Weise alle Zukunft und Vergangenheit. Du weißt sie weit, weit wunderbarer und weit geheimnisvoller. Denn wenn einer ein bekanntes Lied singt oder hört, so wird er infolge der Erwartung der zukünftigen Töne und bei der Erinnerung an die verklungenen verschieden berührt und seine Aufmerksamkeit gespannt. Solches ist aber nicht der Fall bei dir, dem unwandelbar Ewigen, das ist dem wahrhaft ewigen Schöpfer der Geister. Wie du im Anfange Himmel und Erde ohne Einbuße deiner Erkenntnis erkannt hast, so hast du im Anfange Himmel und Erde geschaffen ohne Änderung deiner Tätigkeit. Wer das versteht, möge dich preisen; wer das nicht versteht, auch der möge dich preisen. O wie erhaben bist du! Und die demütigen Herzen sind dein Haus! Denn du richtest auf, die zerschlagenen Herzens sind, und nicht fallen, deren Höhe du bist.

Er gibt hier ein schönes Beispiel für Gottes Blick auf die Welt:

Für ihn ist Raum und Zeit wie für uns ein kleines Lied, das wir auswendig gelernt haben. Wir wissen, was schon gesungen ist, was wir noch singen werden, wie wir es singen wollen. So ist Gottes Blick auf unsere Welt. Aber Gott geht darüber noch weit hinaus. «Wie du im Anfange Himmel und Erde ohne Einbuße deiner Erkenntnis erkannt hast...» schreibt Augustinus. Damit will er andeuten, dass der Schöpfungsakt aus der Fülle Gottes kam und für seine unendliche Fülle keine Einbuße bedeutete, keine Anstrengung, denn seine Kraft war vorher und auch danach immer unendlich groß. «so hast du im Anfange Himmel und Erde geschaffen ohne Änderung deiner Tätigkeit» deutet in die gleiche Richtung. Aus der unendlichen Fülle seiner Taten wurde eine Tat zur Schöpfung. Wieder ist aus dem unbegrenzten Handeln Gottes eine einzelne Handlung erfolgt, das Schöpfungshandeln Gottes. Damit wurde den übrigen Taten Gottes kein Abbruch getan, denn sie sind immer noch unbegrenzt, unendlich. Das Bild mit dem Lied ist ein sehr schönes Bild, um uns ein Wenig die Größe Gottes zu verdeutlichen. Aber es beschreibt Gott noch nicht hinreichend, denn ich muss mich auf das Lied konzentrieren. Gott schöpft aus seiner Fülle und ist daher nicht durch die Tat der Schöpfung in irgend einer Weise eingeschränkt. Wenn wir sagen, Gott habe die Schöpfung nebenbei gemacht, so wird das nur teilweise dem Handeln Gottes gerecht. Er hat die Schöpfung gemacht, ohne das irgend etwas anderes darunter leiden musste, weil Gott vielleicht durch die Tätigkeit „Schöpfung” abgelenkt gewesen wäre. In diesem Sinne hat er sie nebenbei gemacht. Aber er hat die Schöpfung auch so gemacht, das alles in seiner Gesamtheit sehr gut war. Im Sinne der Qualität hat er die Schöpfung sehr gut gemacht ( 1.Mose 1,31 *  ) und sie nicht in einem abwertenden Sinne nebenbei gemacht.

Augustinus fragt, was wir eigentlich messen, wenn wir die Zeit messen, weil er feststellt, dass eigentlich der Beginn unserer Messung in der Vergangenheit liegt und damit nicht mehr ist. Auch das Ende unserer Messung liegt in der Vergangenheit, wenn die Messung erfolgt ist. Wir haben also lauter Dinge gemessen, die gar nicht existieren. Diese Frage stellt er sehr ausführlich in Confessiones 11.26 und er beantwortet sie auf zwierlei Weise. Zunächst ist es die Seele, die die Fortdauer der Zeit misst, also nicht etwa unsere Apparate (Confessiones 11.27). Das Maß für die Zeit ist nicht etwa das Schwingen eines Quarzkristalls, es ist der Geist (Confessiones 11.28): «Aber wie kann sich die Zukunft, die doch noch nicht ist, verzehren oder erschöpfen, wie kann die Vergangenheit, die nicht mehr ist, zunehmen, wenn nicht der Geist, in dem dieses vorgeht, eine dreifache Tätigkeit ausübt? Denn er erwartet, nimmt wahr und erinnert sich, so daß das von ihm Erwartete durch seine Wahrnehmung hindurch in Erinnerung übergeht.» Damit greift er Worte Jesu auf, die er über den Heiligen Geist gesprochen hat: Zunächst stellt Jesus fest, dass uns der Heilige Geist an alles erinnern wird, was Jesus uns gesagt hat (Vergangenheit), und uns lehren wird (Gegenwart): der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Johannes 14,26 * ) Dann verheißt er uns aber auch, dass der Heilige Geist uns die Zukunft verkündigen wird: Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. (Johannes 16,13 * )

Augustinus ist auch deshalb für unsere Frage interessant, weil er ein Bild für die Ewigkeit entwickelt:

Confessiones 11.7: «So rufest du uns also, o Gott, zur Erkenntnis des Wortes, das Wort, Gott, ist bei dir, das von Ewigkeit her ausgesprochen wird und in dem alle Dinge von Ewigkeit her ausgesprochen werden. Denn das eine Wort wird nicht etwa beendet, damit ein anderes gesprochen und nach und nach alle gesprochen werden können, sondern alles ist zugleich und von Ewigkeit her ausgesprochen ... Wir erkennen es, o Herr, wir erkennen es; denn insoweit ein Körper seine bisherige Wesenheit verliert und dafür eine neue annimmt, insoweit sagt man, er vergeht und entsteht. In deinem Worte ist somit nichts, was vergeht und entsteht; denn es ist in Wahrheit unsterblich und ewig.»

Da in der Ewigkeit keine Zeit mehr ist, ist alles zugleich. Dies erscheint uns zunächst wie ein großes Durcheinander, denn uns ist es schon lästig, wenn zwei Dinge zugleich geschehen und wir auf mehrere Anforderungen parallel reagieren müssen. Wenn wir aber ein wenig darüber nachdenken, erscheint es doch plausibel. Denn Aussagen wie „bald”, „noch nicht”, „früher”, „später”, usw. haben ihren Sinn nur deswegen, weil es eine Zeit gibt, die sie ordnet. So müssen wir für unseren menschlichen Verstand die Zeit zunächst einmal als ein Gottesgeschenk betrachten, denn sie ordnet Dinge, die wir gleichzeitig gar nicht bewältigen könnten. Andererseits heißt es auch, wenn Gott uns in seine Ewigkeit ruft, in der keine Zeit mehr ist, dass er uns dann mit dem neuen Leib, von dem der Apostel Paulus spricht, auch einen neuen Verstand gibt, der dieser Ewigkeit angemessen ist und der Ordnung, die uns die Zeit liefert, nicht mehr bedarf ( 2.Korinther 5,1-10 *  ).

Da Ewigkeit bedeutet, dass nichts mehr ist, was vergeht oder entsteht, wenn wir einmal den Gedanken von Augustinus aufgreifen, dann bedeutet dies auch, das alles bereits da ist und zwar überall. In der Zeit muss ich, um etwas zu bekommen, zunächst arbeiten, damit ich entweder das Geld verdienen, um das Objekt, das ich bekommen möchte, zu erwerben. Oder ich muss das Objekt erstellen. Selbst der Sammler muss erst einsammeln, bevor er das Gesammelte zur Verfügung hat. Es vergeht also Zeit, bis ich das Objekt habe. Das Objekt entsteht dadurch in meinem Haus, etwa, indem es hereingetragen wird oder aufgebaut wird. Wenn wir Augustinus folgen, gibt es kein Entstehen in der Ewigkeit. Das heißt, dass das Objekt entweder nie da ist oder immer schon da war. Nun ist es wohl kaum plausibel anzunehmen, dass die Erlösten in der Ewigkeit in leeren Wohnungen sitzen und traurig darüber nachdenken, dass sie sich auf der Erde jetzt erst einmal einen Tisch und einen Stuhl gekauft hätten. Also ist es wohl nur sinnvoll anzunehmen, dass in der Ewigkeit alle meine Wünsche von Anfang an erfüllt sind, dass die Erlösten in einem Zustand glücklicher Erfüllung und Zufriedenheit leben. Dies geht über unseren Verstand und unseren Erfahrungshorizont weit hinaus, denn wir haben uns an unseren Mangel bereits so gewöhnt, dass wir uns einen Zustand, in dem wir alles haben, was wir brauchen, gar nicht vorstellen können. Im Gegenteil, es gibt viele reiche Menschen, die darunter leiden, dass sie sich auf gar nichts mehr freuen können, weil alles schon da ist.

Ist der Himmel also ein Ort, in dem die Erlösten ohne Hoffnung wohnen? Ja, zunächst einmal müssen wir diese Frage bejahen, weil hoffen und glauben zeitbezogen sind und sich auf die Zukunft beziehen, die es in der Ewigkeit nicht mehr gibt. Die Zukunft ist Bestandteil der Gegenwart geworden, die Vergangenheit ist nicht weg, sondern sie ist ebenfalls Bestandteil der Gegenwart, weil keine Zeit mehr ist. Ein unglaublicher Gedanke zunächst, aber völlig logisch, wenn wir das undenkbare einmal denken, dass keine Zeit mehr ist.

Ist also der Himmel für die Erlösten völlig langweilig. Dazu ist aber noch ein weiterer Aspekt zu betrachten, der aus meiner Sicht den Himmel zu einem Ort jubelnder Freude macht. Wie ist es, wenn ich in einer großen Gemeinde ein Gespräch mit einem Pastor führen möchte. Ich muss diesen Menschen zunächst einmal versuchen, zu kontaktieren, damit ich ihm mein Anliegen sagen kann. Dann werde ich im Allgemeinen einen Termin bekommen und wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, dann kann ich das Gespräch führen, wenn ich bis dahin mein Anliegen nicht schon vergessen habe. Nehmen wir aus dieser Kette einmal die Zeit heraus, dann heißt das doch, dass die Erlösten zu jeder Zeit mit jedem anderen Erlösten einschließlich Gott selber im Kontakt stehen. Der Himmel wird also nicht ein Ort sein, wo alle in großem Reichtum und satt aber einsam in ihrer Wohnung sitzen, es wird ein Ort sein, wo wir keinen Mangel haben und miteinander in einem tiefen inneren Kontakt stehen, der über das, was ein Ehepaar in einer guten Ehe an innerer Gemeinschaft und Übereinstimmung aufbaut, nur ein kleiner Abglanz ist. Wenn man allein die Freude bedenkt, die entsteht, wenn in einem Gottesdienst der Geist Gottes eine tiefe Gemeinschaft wirkt und man hinterher aufeinander zugeht und sich begrüßt und sich miteinander über das gemeinsam Erlebte freut, dann wird deutlich, was die Quelle der Freude im Himmel sein wird.

Dies geht in der Tat weit über unsere Vorstellungskraft hinaus. Aber es macht auch deutlich, wie die Allgegenwart Gottes zu verstehen ist. Ein Gott in der Zeit kann nicht als allgegenwärtig gedacht werden. Denn das ist uns allen doch schmerzlich bewusst, dass eine Reise von Flensburg nach Konstanz Zeit benötigt. Eine Reise etwa zu einem anderen Planeten benötigt die Anstrengungen einer ganzen Nation und eine Reise zu einem anderen Fixstern ist, nach allem was wir heute wissen, völlig ausgeschlossen. Allgegenwart in der Zeit ist also undenkbar. Aber wenn wir Gott außerhalb der Zeit denken, dann ist mit dem, was wir oben festgestellt haben, die Allgegenwart Gottes völlig plausibel. Sie ist eine Konsequenz der Tatsache, dass er außerhalb der Zeit ist. Und die Erlösten im Himmel werden an dieser Allgegenwart Gottes teilhaben. Ein unvorstellbarer, aber auch ein großartiger Gedanke. Dieser Gedanke wendet das Bild von einem Himmel mit gelangweilten Erlösten zu einem Himmel, in dem eine unvorstellbare Freude der Erlösten mit ihrem Gott, dem Vater, mit Jesus Christus, mit dem Heiligen Geist, mit den Aposteln und allen Heiligen, der Gemeinde der Heiligen aller Zeiten dieser Welt herrscht. In diesem Himmel sind alle allen gegenwärtig. Da wird auch nicht die Spur einer Langeweile zu finden sein. Da wird es auch nicht mehr um Wissen und Kapieren gehen, denn alles, was wir wissen wollen, wissen wir, da wird einfach nur Freude aneinander und miteinander herrschen. Dies ist unvorstellbar, wenn wir es aus der Zeit heraus versuchen zu denken, aber es erscheint mir doch eine logische Konsequenz, wenn wir Gott außerhalb der Zeit denken.

Es ist umgekehrt auch eine Bekräftigung, dass wir Gott außerhalb der Zeit denken müssen. Denn ein Gott innerhalb der Zeit ist ein Gott, der mit zwei Kriegen zugleich so seine Probleme hat, der eine Warteliste hat, mit der er die Gebete der Gläubigen abarbeitet, der nicht allgegenwärtig sein kann, weil Bewegung immer Zeit braucht. Nimmt man aber umgekehrt an, dass Gott vielleicht eine wesentlich höhere Geschwindigkeit hat als unsere Lichtgeschwindigkeit, damit er sein Arbeitspensum schafft, dann hat man ihn indirekt doch aus der zeit herausgenommen, weil die Lichtgeschwindigkeit, wie wir gesehen haben, bestimmend für unsere Zeit ist.

Eine persönliche Erfahrung möchte ich dazu noch anfügen. Wenn ich über einer Frage ins Gebet gehe, dann habe ich in einzelnen Fällen auch eine Antwort bekommen, die sehr unmittelbar da war und die ich sofort, in dem Augenblick als Antwort von unserem Herrn empfunden habe. Es war dann, als wenn in meinem Gehirn ein Gedanke war, fertig vorlag, den ich erst noch einmal anschauen musste, mir durch den Kopf gehen lassen musste, bis ich überhaupt verstand, was der Herr mir damit sagen wollte. Aber die Empfindung: „Das ist die Antwort. So musst Du es machen.” war vorher schon da. Mir ist klar, dass man hierzu viele kritische Einwände haben kann. Ich gebe dies als eine persönliche Erfahrung wieder, jeder möge für sich prüfen, ob er oder sie diese Erfahrung teilt, mir kam diese Erfahrung in den Sinn, als ich mich mit diesen Texten und ihren Konsequenzen beschäftigt habe.

Damit können wir als Fazit unserer Betrachtungen über die Ansätze des Augustinus festhalten



Innerhalb der Zeit



In diesem Abschnit wird an Hand von zwei Bibelstellen verdeutlicht, dass Jesus innerhalb der Zeit ist und das auch die Verstorbenen, die auf die Auferstehung und das neue Jerusalem warten, noch innerhalb der Zeit sind. Auch das nachfolgende Kapitel gibt noch einen Hinweis darauf, dass Jesus Christus innerhalb der Zeit ist, da nicht er, sondern der Vater Ursprung der Prophetie ist.
 


Jesus hier sehr deutlich, wer Zeit und Stunde seiner Wiederkunft kennt, der Vater im Himmel.

Er betont, dass die Engel im Himmel diesen Zeitpunkt nicht kennen. Er sagt nichts darüber aus, ob er den Zeitpunkt kennt. So müssen wir diese Frage im Grundsatz offen lassen. Später, im Abschnitt über die Prophetie werden wir eine Bibelstelle kennenlernen, die es aber deutlich macht, dass er nicht außerhalb der Zeit ist. Im Gegenteil erscheint es mir plausibel, Jesus gerade als den Teil der Dreieinigkeit Gottes zu verstehen, der in unseren Raum und unsere Zeit hineingegangen ist, um uns nahe zu sein. So schreibt der Hebräerbrief über Jesus: Daher mußte er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden. (Hebräer 2,17-18 * ) Dieses „in allem den Brüdern ähnlich” bedeutet dann offenbar auch die Beschränkung in Raum und Zeit. Allerdings hat diese Überlegung für den auferstandenen Gottessohn ihre Grenzen, weil ja auch geschrieben steht: Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde. (Hebräer 4,14-15 * ) In sofern ist er uns eben nicht gleich, indem er die Himmel durchschritten hat, also als Auferstandener göttliches Recht für sich in Anspruch zu nehmen, den Himmel zu durchschreiten. Und: Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch. (Hebräer 8,1-2 * ) Aber wir werden im Folgenden sehen, dass die Tatsache, am Thron Gottes zu sein, nicht notwendigerweise bedeutet, außerhalb der Zeit zu sein.

Trotzdem maße ich mir hier kein abschließendes Urteil an. Was der Herr offenlässt, können wir getrost auch offenlassen. Trotzdem würde ich die biblischen Aussagen so interpretieren, dass vieles dafür spricht, dass Jesus innerhalb der Zeit lebt und auf uns wartet, dass er uns dadurch nahe sein will. Dies kommt ja auch in den Abendsmahlsworten zum Ausdruck, die uns Matthäus überlefert: Ich sage euch aber, ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken, bis zu jenem Tage, da ich es neu mit euch trinken werde im Reiche meines Vaters. (Matthäus 26,29 * ) Hier stellt er etwas in Aussicht, das in der Zukunft liegt, also innerhalb oder nach der Zeit.

Allerdings hat Jesus Anteil an dem Wissen des Vaters, das aus der Tatsache resultiert, dass Gott, der Vater, über der Zeit steht. Er bezieht sich in seinem Handeln in vollkommener Weise auf den Vater. Er handelt so, wie er es von seinem Vater sieht. Und damit ist sein Handeln von dem Wissen des Vaters geprägt, denn wenn Gott, der Vater, etwas nicht tut, weil er aus seiner Sicht in die Zukunft sieht, dass es nicht gut ist, dies jetzt zu tun, dann tut Jesus es auch nicht. Er handelt also, als kenne er die Zukunft, selbst wenn er die Zukunft nicht so kennt, wie sein Vater sie kennt, denn er handelt wie sein Vater. Damit ist die Frage, ob Jesus innerhalb oder außerhalb der Zeit ist, ein Stück weit müßig, da Jesu Handeln auf jeden Fall von diesem Wissen bestimmt ist.

 


Mit den Märtyrern schaut Johannes auch den Altar, der offenbar im Thronsaal Gottes steht. Offenbarung 5 endet mit dem Wort: Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 5,13-14 * ) Danach spricht Johannes unvermittelt von dem Altar, unter dem er die Märtyrer sieht. Diese rufen: „Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen?” Zunächst einmal sagen sie „Wie lange” Damit wird klar, dass sie in der Zeit sind, denn ein „Wie lange” gibt es nur in der Zeit. Sie leben also in der Zeit und sie nehmen Anteil an dem, was auf der Erde geschieht. Und sie leiden darunter. Darauf folgt der bedeutungsschwere Vers 11:

„Und es wurde einem jeden von ihnen ein weißes Kleid gegeben.” Die Märtyrer werden nicht etwa wegen ihres Aufrufes getadelt, weil da von Rache und nicht von Liebe die Rede ist. Es wird ihnen ein weißes Kleid der Reinheit gegeben, dass ihnen die Kraft geben soll, das noch durchzustehen, was noch für eine gewisse Zeit geschehen soll.

„Und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten.” Die Märtyrer sind in der Zeit und sie sind noch nicht vollendet. Sie sollen noch eine kleine Zeit ruhen. Auch die Märtyrer haben eine Zeit der Ruhe nach ihrem Tod, in der sie darauf warten, dass die Dinge geschehen, die in den letzten Kapiteln der Offenbarung beschrieben sind. Sie überspringen diese Zeit nicht, sie herrschen auch noch nicht über 10 Städte, wie Jesus es für das Ende der Zeit in Aussicht stellt (  *  ). Sie warten darauf, dass Gott die Herrschaft vollständig übernimmt.

„... bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären.” Gott sieht aber weiter. Er sieht die Menschen, die noch nicht geboren sind, die noch eine Gelegenheit erhalten sollen, seinen Sohn Jesus Christus kennenzulernen. Er sieht noch, dass vieles unvollendet ist. Er will noch Gelegenheit zur Vollendung geben. Die Liebe Gottes geht weit über den Horizont der Märtyrer hinaus. Gott will noch mehr Heil schaffen.

„..., die auch sollten getötet werden, gleichwie sie.” Aber er sieht auch die Angriffe des Satans, die auf dieses Heilsangebot erfolgen. Er sieht die Märtyrer, die ihr Martyrium noch vor sich haben. Er wird auch diese noch zur Vollendung führen. Gottes Gedanken sind anders als unsere Gedanken. Wir würden Schluss machen, um dem Leiden ein Ende zu setzen. Gott nimmt dieses Leiden in Kauf, so wie er auch das Leiden Jesu Christi, seines eingeborenen Sohnes in Kauf genommen hat, damit noch mehr Heil in der Welt entsteht, weil Menschen, bewegt vom Geist Gottes, zur Vollendung kommen.

Und so bleiben die Märtyrer in ihrer Zeit und müssen noch warten. Was heißt das aber für die, die nicht als Märtyrer, aber als erlöste Menschen gestorben sind. Es heißt zumindest, dass auch diese warten müssen. Wo sie sich befinden, während sie auf die Vollendung der Zeiten warten, wissen wir nicht. Es ist aber naheliegend, dass es auch für sie einen Raum im Himmel gibt, in dem sie warten. Und es ist auch wahrscheinlich, dass sie an dem, was auf der Erde geschieht, Anteil nehmen, einfach deshalb, weil die Kunde davon ganz offenbar in den Himmel dringt. Aber wir wissen es nicht. Wir kennen nur das Wort Jesu von den Wohnungen, die für uns im Himmel bereitstehen: In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. (Johannes 14,2 * )

 


Der Vers aus   *  , aus dem auch der Titel dieses Vortrages entnommen ist, zeigt nun für Gott eine andere Perspektive für die Zeit. Und wir haben im ersten Teil des Vortrages bereits festgestellt, dass auch die Vorstellung der Physik von der Zeit relativ ist. Die Physik ordnet jedem Objekt eine eigene Zeit zu. Nur Objekte, die sich gleichförmig bewegen, besitzen eine gleiche Zeit. Die Änderungen in der Zeit sind bei niedrigen Geschwindigkeiten vernachlässigbar gering, in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit aber erheblich. Darüber hinaus hat auch die Schwerkraft einen Einfluss auf die Zeit, der in der Allgemeinen Relativitätstheorie behandelt wird und von uns nur kurz bei der Darstellung des Experimentes mit den Atomuhren, die einmal ostwärts und einmal westwärts um die Erde geflogen wurden, erwähnt worden ist. Man weiß heute, dass es Objekte gibt, die eine so hohe Schwerkraft besitzen, dass aus ihnen nicht einmal das Licht entweichen kann. Diese Objekte heißen schwarze Löcher und in ihnen ist die Schwerkraft so hoch, dass sogar die Zeit stillsteht.

Halten wir also fest, dass es keine Zeit gibt, die allgemeingültig für alles und jeden gilt. Damit ist also klar, dass Gott die Zeit zusammen mit dem Raum so erschaffen hat, dass sie immer nur lokale Bedeutung hat. Alle Objekte auf der Erde bewegen sich maximal mit bis zu 200-300 km/h. Alle Objekte in der zivilen Luftfahrt fliegen mit maximal 1000 km/h. Raketen, die die Erdanziehung verlassen, fliegen mit 11,2 km/s oder 40 032 km/h, um auch das Sonnensystem zu verlassen, benötigen sie 16,6 km/s oder 59 760 km/h. 16,6 km/s sind 0,0055% der Lichtgeschwindigkeit, also eine Zeitdehnung von 0,000000153%. Dies kann bei Berechnungen, wie sie etwa für Ortungssysteme eine Rolle spielt, von Bedeutung sein, für normale menschliche Kommunikation ist es ohne Belang. Deshalb ist diese Dehnung der Zeit völlig jenseits unserer Erfahrungswelt. Aber sie existiert und gibt uns einen Einblick, das Gott die Zeit nicht als etwas allgemeingültiges erschaffen hat oder gar eine Zeit existiert, der auch Gott selber unterworfen ist. So wie die drei Dimensionen Länge, Breite und Höhe ist auch die Zeit eine weitere Koordinate, die Gott für die Schöpfung gesetzt hat und die unser Leben bestimmt, der er selbst aber nicht unterworfen ist.

 


Gottes Sicht auf die Zeit



Hier wollen wir einmal versuchen, den Gedanken „Gott lebt außerhalb der Zeit” zu denken. Was sieht Gott, wenn er auf uns schaut. Wir können das für jeden einzelnen Menschen tun, machen es aber für Paulus, weil wir eigentlich nur auf die Vergangenheit einen Blickwinkel haben, der dem ähnelt, was Gott für die Zeit insgesamt sieht, da er außerhalb der Zeit ist.
 


Wenn Gott auf das Leben des Paulus schaut, so sieht er alles, von Anfang bis Ende. Wenn Paulus auf der zweiten Missionsreise vor Troas nicht mehr so recht weiter weiß, weil er empfindet, dass alle Türen zu sind, dann blickt Gott schon weiter und sieht, dass er als nächstes nach Griechenland übersetzen muss und dort ebenfalls eine Kirche gründen soll: Er kam aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und Ikonium. Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen. Und er nahm ihn und ließ ihn beschneiden um der Juden willen, die an jenem Orte waren; denn sie wußten alle, daß sein Vater ein Grieche war. Indem sie aber die Städte durchzogen, übergaben sie ihnen zur Befolgung die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem gefaßten Beschlüsse. Da wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu. Als sie aber Phrygien und die Landschaft Galatien durchzogen, wurde ihnen vom heiligen Geist gewehrt, das Wort in Asien zu verkünden. Und sie kamen gen Mysien und versuchten nach Bithynien zu reisen; und der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. (Apostelgeschichte 16,1-7  * )

Warum findet Paulus den Mann, der ihne später in Mazedonien und Korinth so wichtige Dienste leisten wird? Warum braucht Paulus so lange, bis er merkt, dass seine Pläne nicht Gottes Pläne sind?

Dieser Vorgang zeigt sehr schön, wie Gott handelt. Zunächst gibt er Paulus die Hilfsmittel, die er für sein weiteres Werk braucht. Dann hält er ihn an, er verschließt Türen, weil Paulus so viele Pläne hat, so mit seinen bisherigen Aufgaben beschäftigt ist, dass er für Neues gar nicht offen ist. Und dann beginnt er zu zweifeln, ob er auf dem richtigen Weg ist. Jetzt ist er offen für Gott. Und jetzt hat er einen Traum: Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. (Apostelgeschichte 16,8   * )

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Paulus nimmt diesen Traum ernst oder Paulus verwirft ihn, weil er sagt, er sei einfach überarbeitet. Hier hatte Paulus tatsächlich eine Entscheidung zu treffen. Paulus war frei, diese Entscheidung so oder so zu treffen. Gott zwingt niemanden, aber er sieht schon voraus, wie Paulus sich entscheiden wird: Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, trachteten wir alsbald nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, daß uns der Herr berufen habe, ihnen das Evangelium zu predigen. So fuhren wir denn von Troas ab und kamen in gerader Fahrt nach Samothrace und am folgenden Tage nach Neapolis; und von da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes Teils von Mazedonien ist, eine Kolonie. Wir hielten uns aber in dieser Stadt etliche Tage auf. (Apostelgeschichte 16,9-12  * )

Es ist müßig zu fragen, was geschehen wäre, wenn Paulus in Troas gepredigt hätte, einfach in dieser Stadt geblieben wäre. Vermutlich wäre auch in Troas der eine oder andere zum Glauben gekommen und der ungehorsame Paulus hätte hinterher gedacht, wie gut für diese Menschen, dass ich nicht nach Mazedonien gereist bin. Jesus hätte jemanden Anderes berufen müssen, der das Werk weitergeführt hätte. Über seine Jünger sagt Jesus einmal: Und er antwortete und sprach: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien! (Lukas 19,40 * ) Auch dort sagt er nicht, dass diese nicht anders können, weil es so vorherbestimmt ist, nein, er sagt, dass dieser Lobpreis erfolgen wird, wenn diese es nicht tun, werden es die Steine tun. Auf die Situation des Paulus vor Troas umgewandelt: Wenn Paulus nicht in Mazedonuen predigt, dann werden es die Steine (andere, die ich noch berufen werde) tun. Dieses Bild darf also nicht so missverstanden werden, als bestimmt Gott damit alle unsere Wege und nimmt uns den freien Willen. Er sieht aber schon was unsere freie Willensentscheidung ergibt.

Er hat es zugelassen, dass die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. Er hat aber ihre Zeit auf 12 Jahre begrenzt, obwohl er wusste, was sie in dieser zeit anstellen werden. Allerdings hätten sich die Nazis auch anders entscheiden können. Auch sie waren frei, aber in ihrem Hass auch wieder unfrei. Aber nach 12 Jahren war Schluss, diese Grenze hat Gott ihnen gesetzt.

 


Das vorangehende Bild vermittelt den Eindruck, als würde Gott die Zeit gar nicht sehen. Deshalb hier noch einmal ein weiteres Bild, das veranschaulicht, dass Gott nicht nur diesen zweidimensionalen Wegeplan sieht, sondern die Zeitkoordinate auch sieht. Aber er sieht sie wie eine weitere Dimension und sieht den Weg des Paulus als eine Linie, die sich durch diese Raumzeit schlängelt, hier in diesem Bild angedeutet durch den Beginn der ersten Missionsreise, wo er von Antiochia mit dem Schiff nach Zypern reist. Die Daten sind fiktiv, nur das Frühjahr des Jahres 50 n.Chr. stimmt vermutlich. Die Flächen muss man sich dabei als dreidimensionale Räume vorstellen.
 


Wie geschieht Prophetie?



Mit dem vorangehenden haben wir die Voraussetzungen geschaffen, uns mit der Frage auseinanderzusetzen, ob es Prophetie überhaupt geben kann und wie Prophetie, wenn es sie denn gibt, die Gemeinde erreicht.

In der Theologie sind Wissenschaftler am Werk, die bezüglich der Zeit eine relativ einfältige Vorstellung haben. Dies kann man ihnen nicht vorwerfen, da Geisteswissenschaftler i.a. sprachlich orientierte Gymnasien besucht haben, in denen man die Physik relativ früh abwählen konnte, so dass sie mit der Relativitätstheorie wohl bestenfalls dem Namen nach in Berührung gekommen sind. Soweit sie sich an den Bibeltext halten, wäre das auch nicht schlimm. Aber leider meinen einige dieser Theologen, sie seien auf Grund ihrer wissenschaftlichen Kompetenz in der Lage, die Bibel zu kritisieren und könnten sagen, was stimmen kann und was ganz sicher nicht stimmen kann.

Und da sie aus ihrer Erfahrung wissen, dass alles der Zeit unterworfen ist, halten sie etwa die Prophetie einfach für Unsinn. Deshalb müssen die Evangelien sehr spät geschrieben sein, denn in den Evangelien kündigt Jesus ja den Untergang, die Zerstörung Jerusalems an. Da zur Zeit Jesu Jerusalem bestand und mit hohen Mauern geschützt war, konnte also Jesu das noch gar nicht gewusst haben, es also auch nicht gesagt haben. Deshalb müssen die Evangelien alle nach 70 n.Chr. geschrieben worden sein, denn in dem Jahr wurde Jerusalem zerstört und nun konnte man Jesus diese Worte in den Mund legen. Die Apostel haben also zur Ehre des Herrn gelogen. So einfach (einfältig) kann Theologie sein.

Die Tatsache, dass schon Augustinus argumentiert hat, dass Gott außerhalb der Zeit steht, ficht diese Theologen nicht an, denn sie haben ja über 1000 Jahre mehr wissenschaftliche Forschung als Augustinus. Dabei sollten sie doch sehr nachdenklich werden, dass ein Augustinus, weil er sich einfach an den Bibeltext gehalten hat, Dinge erkannt hat, die wir erst heute auch in der Physik wiederfinden. Es war also schon immer sinnvoll der Bibel zu vertrauen, denn selbst die ⇒ Evolution steht auf tönernen Füßen, da die Zeiten einfach viel zu kurz sind, die einer Evolution zur Verfügung stehen, um nur durch Schütteln aus unbelebter Materie belebte Materie zu machen. Aber dazu benötigt man Mathematikkenntnisse und damit sind wir wieder bei einem fundamentalen Problem im Lebenslauf vieler Geisteswissenschaftler und damit auch vieler Theologen. Ich schreibe dies nicht, weil ich arrogant über diese Menschen urteilen möchte, ich möchte nur deutlich machen, welche Arroganz dazu führt, dass Menschen meinen, sich über das lebendige Wort Gottes stellen zu können und mit ihrem kleinen Verstand über Gott, den Schöpfer Himmels und der Erden und auch der Zeit, urteilen zu können. Eigentlich ist das, was ich hier beschreibe, ein Anlass zum Weinen und zur Fürbitte für viele verblendete Menschen, die in hohen kirchlichen Ämtern meinen, Gott in seine Schranken weisen zu müssen.

 


Über Prophetie kann man ganze Bücher schreiben. Es wäre allein schon reizvoll, einfach die Passionsgeschichte aus den alten Propheten zu schreiben. Damit würde man zeigen, das fast alles, was in dieser Zeit geschah, von den Propheten schon vorhergesagt worden ist. Kaiphas und sein Hoher Rat haben keine Entschuldigung, dass sie Jesus nicht als den Messias erkannt haben. Aber damit will ich nicht die Juden dafür verantwortlich machen. Ich bin sicher, dass Jesus heute, wenn er so demütig wie damals aufträte, aber dabei Tote auferweckt, von jedem Gemeindevorstand fast jeder Kirchengemeinde ausgeschlossen würde, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Wenn die Mächtigen dumm sind, leben die Klugen gefährlich. Und wenn die Mächtigen einer Kirche keine Vollmacht haben und leeres Stroh dreschen, dann müssen sie Menschen bekämpfen, die vollmächtig predigen, damit die Menschen nicht merken, dass ihre eigene Predigt leer und fruchtlos ist. So war das damals, und so ist das heute, da bin ich ganz sicher.

Die Bibel ist voll von erfüllter Prophetie, auch Prophetie aus einer Zeit, zu der der Prophet (etwa ) auch nicht ansatzweise wissen konnte, wovon er sprach. Dies wäre ein eigener Vortrag, deshalb setzen wir es hier einmal voraus. Es gibt Prophetie, auch wenn manche einfältige Theologen das gerne in Abrede stellen.

Aber wie entsteht Prophetie. Dazu liefert unser Text einen guten Hinweis. Prophetie entsteht nicht etwa, weil Schlauberger sich Dinge sehr schlau überlegen.

Prophetie kommt von Gott, dem Vater.

Gott gibt die Prophetie seinem Sohn Jesus Christus, weil er, Gott, der Vater, schaut, was in Bälde geschehen soll. Erhebt hier der Fatalismus sein Haupt? Ist alles vorherbestimmt, können wir denn gar nichts ändern, sind wir gar nicht frei, ist unsere freie Entscheidung Einbildung, weil wir nur die Parameter, die unsere Entscheidung erzwingen, nicht kennen? Wir haben das bereits in dem Abschnitt über Gottes Sicht auf uns deutlich gemacht, dass Gott unser Handeln sieht und kennt, weil er auch die ZUkunft überblickt. Aber er legt es nicht fest. Wir entscheiden uns für oder gegen Gott. Allerdings setzt Gott uns Grenzen. Dazu schauen wir das „Was in Bälde geschehen soll” an, das in unserem Text vorkommt. Das mit „sollen” übersetzte Wort heißt „δει” (dei) und bedeutet: „es ist nötig”, „es muss”, „es ist recht”, „es soll”, „es darf” … geschehen. Nichts kann Gott zwingen. Daher sind Übersetzungen, die den Eindruck erwecken, Gott sei von irgendetwas gezwungen, so oder so zu handeln, völlig ausgeschlossen. Eine Bewertung wie „es ist recht” passt nicht in den Zusammenhang und schon gar nicht an den Anfang der Offenbarung. Persönlich empfinde ich „es darf” als die angemessene Übersetzung. Dann sagt unser Text aber, dass Gott einen Rahmen setzt, in dem Dinge geschehen dürfen. Er sieht von seiner Position außerhalb der Zeit, was die Menschen aus diesem Rahmen, den er ihnen gegeben hat, machen und gibt diese Schau seinem Sohn Jesus Christus mit dem Ziel, dass er seinen Knechten das Geschaute offenbart. Jesus bezeugt es nun durch die Vermittlung von Engeln oder in anderen Fällen durch den Heiligen Geist dem Seher Johannes auf Patmos, also zu einem festen Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort. Damit ist die Prophetie in Zeit und Raum angekommen. Johannes gibt die Botschaft, zusammen mit einem Friedensgruß und einem Segen, an die Gemeinden weiter. Diese müssen nun entscheiden, was sie daraus machen: Johannes an die sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Throne sind, und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen von den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns liebt und uns durch sein Blut von unsren Sünden gewaschen und uns zu einem Königreich gemacht hat, zu Priestern für seinen Gott und Vater: ihm gehört die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit! Amen. (Offenbarung 1,4-6 * )

 


Dieser Weg einer Prophetie von Gott, dem Vater, bis in die Gemeinde, wird hier noch einmal als Schaubild dargestellt. Wichtig ist dabei, dass in dieser Kette nichts die Entscheidungsfreiheit des Menschen aufhebt. Die Entscheidung zwischen dem Willen Gottes und dem persönlichen Gutdünken bleibt jedem Menschen. Allerdings kennt Gott diese Entscheidung, bevor wir geboren sind. Aber er fällt sie nicht für uns, er sieht sie nur, so wie wir Dinge sehen, die sich in der Gegenwart abspielen. Denn Gott steht über der Zeit, so wie wir auf einem hohen Berg stehen und das Geschehen in einem Tal beobachten können.
 


Außerhalb der Zeit - Das neue Jerusalem



Damit bleibt es, das neue Jerusalem, dass uns in Offenbarung 21 und 22 beschrieben wird, in diese Überlegungen einzuordnen.
 


Zunächst betrachten wir einen Text, in dem Petrus über das Ende der zeiten spricht. Er tut dies in einem Zusammenhang, in dem er 4   *  zitiert. Der Psalm hat bereits eine endzeitliche Komponente, indem er die Vergänglichkeit der Schöpfung in den Vordergrund rückt: Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! (Psalmen 90,1  * )

Petrus greift dies nun auf, indem er es auf das Vergehen der Erde und aller Werke darauf bezieht: Dieses eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! Der Herr säumt nicht mit der Verheißung, wie etliche es für ein Säumen halten, sondern er ist langmütig gegen uns, da er nicht will, daß jemand verloren gehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; da werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. (2.Petrus 3,8-10  * )

Er schreibt hier ganz unmissverständlich, dass die Erde und alle Werke darauf, also auch die von Gott geschaffene Zeit, verbrennen werden. Die Himmel werden vergehen. Er hat eine ganz klare Vision: Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. (2.Petrus 3,13 * ) Wenn es dann noch eine Zeit geben wird, dann wäre sie eine Neuschöpfung. Aber dazu finden wir eine klare Aussage in der Offenbarung.

 


Sechs Siegel sind bereits geöffnet. Sie bedeuten viel Leid für die Menschen. Als das siebte Siegel geöffnet wird, erscheinen sieben Engel mit Posaunen. Sechs Posaunen sind bereits erschallt und bedeuteten ebenfalls viel Elend für die Menschen. Johannes berichtet: Aber die übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße von den Werken ihrer Hände, so daß sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen von Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen, noch hören, noch gehen können. Und sie taten nicht Buße, weder von ihren Mordtaten noch von ihren Zaubereien noch von ihrer Unzucht noch von ihren Diebereien. (Offenbarung 9,20-21 * ) Daraufhin, bevor die siebte Posaune ertönt, erscheint ein Engel vom Himmel und redet Dinge, die Johannes nicht aufschreiben darf. Nun schließt der hier zitierte Text an: Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel und schwur bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: es wird keine Zeit mehr sein; sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, ist das Geheimnis Gottes vollendet, wie er es seinen Knechten, den Propheten, als frohe Botschaft verkündigt hat. (Offenbarung 10,5-7 * )

Der Engel kündigt an, dass mit der noch ausstehenden siebten Posaune das Geheimnis Gottes vollendet wird. Es wird so geschehen, wie er es seinen Knechten, den Propheten bereits verkündigt hat. Es wird also nichts geschehen, was den glaubenden Bibelleser überraschen wird. Und er kündigt das Ende der Zeit an. Es wird keine Zeit mehr sein.

Einige Übersetzer schlagen vor, hier CHRONOS mit Frist oder Dauer zu übersetzen. Dann hätte der Engel in einem etwas gestelztem Satz gesagt, dass keine Frist mehr sein würde, bis die siebte Posaune ertönt. Hermann Menge übersetzt: „Es wird hinfort kein Verzug mehr sein ...” Dies scheint mir aus dem Zusammenhang und der Weise, wie CHRONOS im übrigen in der Bibel verwandt wird, wenig wahrscheinlich. Im Lichte der Bibelstelle, die wir aus dem   *  zitiert haben, erscheint die Aussage, dass die Zeit nicht mehr existieren wird, als die wesentlich plausiblere, denn die Zeit ist Bestandteil der Schöpfung. Hier haben wir wohl ein Beispiel, wie der innere Zensor der menschlichen Vorstellungskraft bis in die Übersetzung hinein Wirkung zeigen kann.

Wir haben in den vorangehenden Kapiteln deutlich gemacht, dass eine Ewigkeit ohne Zeit unser Vorstellungsvermögen zwar weit überschreitet, aber auf keinen Fall völlig undenkbar ist.

 


Damit kommen wir zum Abschluss dieses Vortrages. Die Raumzeit als ein abgeschlossenes Gebilde, das Gott für die Schöpfung bereitgestellt hat, und das in der Schöpfung seinen Anfang und in der Neuschöpfung am Ende der Apokalypse ihr Ende findet, haben wir an einigen biblischen Texten plausibel gemacht. Gott, der Vater, steht außerhalb dieser Raumzeit, er ist uns aber in Jesus Christus nahe. Diese Raumzeit wird ein Ende haben und wir werden, mit dem Vater vereint, mit dem Sohn und mit dem Heiligen Geist in einem neuen Jerusalem wohnen, in dem der Vater selbst uns Licht und Tempel und, ich füge das jetzt einfach einmal so hinzu, Zeit ist. Es wird von einer Herrlichkeit sein, bei der unsere Fantasie versagt, die wir uns nicht vorstellen können. Wir werden in einer inneren verbundenheit untereinander und mit Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist leben, die alles weit übertrifft, was wir uns unter dem Begriff Gemeinschaft vorzustellen vermögen: Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gewiß und wahrhaft! (Offenbarung 21,3-5 * )
 




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Euer Gott
Sehet, da ist Euer Gott
Ein Versuch, die Handlungsweisen Gottes an Hand biblischer Texte zu zeigen.

Vortrag über Gott, der außerhalb der Zeit steht
Die moderne Vorstellung über die Relativität der Zeit zeigen, dass unsere Glaubensväter mit der im Glauben getroffenen Aussage, dass Gott über der Zeit steht, physikalisch plausibel argumentiert haben.

CORONA-Virus COVID-19
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Die Zeit im Neuen Testament
Die Zeit als χρονος, καιρος oder αιων im Neuen Testament
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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 1,1-5
1   2   3
Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es...
21.Mose 1,31
1
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag.
3Psalmen 25,7
1
Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner Gnade, um deiner Güte willen, o HERR.
4Psalmen 26,4
1
Ich blieb nie bei falschen Leuten und gehe nicht zu Hinterlistigen.
5Psalmen 30,11
1
(H30-12) Du hast mir meine Klage in einen Reigen verwandelt, du hast mein Trauergewand gelöst und mich mit Freude umgürtet;
6Psalmen 62,4
1
(H62-5) Nur von seiner Höhe planen sie ihn herabzustoßen; sie haben Wohlgefallen an Lüge; mit ihrem Munde segnen sie, aber im Herzen fluchen sie. (Pause.)
7Psalmen 90
1   2   3
Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit!...
8Nahum 1,2
1
Ein eifernder und rächender Gott ist der HERR; ein Rächer ist der HERR und voller Zorn; ein Rächer ist der HERR gegenüber seinen Widersachern, er verharrt im Zorn gegen seine Feinde.
9Matthäus 26,29
1
Ich sage euch aber, ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken, bis zu jenem Tage, da ich es neu mit euch trinken werde im Reiche meines Vaters.
10Lukas 19,11-28
1
Als sie aber solches hörten, fuhr er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen. Er sprach nun: Ein Edelmann zog in ein...
11Lukas 19,40
1
Und er antwortete und sprach: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien!
12Johannes 1,1-5
1   2   3
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden...
13Johannes 1,11
1
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
14Johannes 11,38-45
1   2   3   4   5
Jesus nun, indem er abermals bei sich selbst ergrimmte, kam zum Grabe. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor. Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht...
15Johannes 14,2
1
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.
16Johannes 14,26
1
der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
17Johannes 16,13
1
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist,...
18Apostelgeschichte 16,1-12
1   2   3
Er kam aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gutes Zeugnis von den...
192.Korinther 5,1-10
1
Denn wir wissen, daß, wenn unsere irdische Zeltwohnung abgebrochen wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Denn in diesem Zelt seufzen wir vor Sehnsucht...
20Philipper 3,12-14
1
Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß...
211.Timotheus 6,15-16
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welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen...
22Hebräer 2,17-18
1
Daher mußte er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht...
23Hebräer 4,14-15
1
Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an dem Bekenntnis! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid...
24Hebräer 8,1-2
1
Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte,...
252.Petrus 2,9
1
so weiß der Herr die Gottseligen aus der Prüfung zu erretten, die Ungerechten aber für den Tag des Gerichts zur Bestrafung aufzubehalten,
262.Petrus 3,8-10
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Dieses eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! Der Herr säumt nicht mit der Verheißung, wie etliche es für ein Säumen...
272.Petrus 3,13
1
Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.
281.Johannes 1,5
1
Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.
291.Johannes 4,7-12
1
Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist die Liebe Gottes...
301.Johannes 5,20
1
wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns einen Sinn gegeben hat, daß wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige...
31Offenbarung 1,4-6
1
Johannes an die sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Throne sind, und von Jesus Christus,...
32Offenbarung 5,13-14
1
Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die...
33Offenbarung 9,20-21
1
Aber die übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße von den Werken ihrer Hände, so daß sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen von Gold und Silber und Erz und...
34Offenbarung 10,5-7
1
Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel und schwur bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist,...
35Offenbarung 21,3-5
1
Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr...
36Offenbarung 21,22-27
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Und einen Tempel sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm. Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit...




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