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Menschen in der Bibel

Jakobus - der Bruder des Herrn

Gerechter Jude und gläubiger Christ, ein Mann kämpft um das Heil seines Volkes

 


Zusammenfassung

Jakobus ist der Bruder der HERRN. Mit seiner Familie hält er seinen älteren Bruder Jesus für durchgeknallt, als Jesus noch in Galiläa predigt. Er hält Abstand von Jesus. Und doch, irgendwann im Umfeld des Todes und der Auferstehung Jesu kommt er zum Glauben an Jesus. Jesus begegnet ihm nach seinem Tode, wie wir aus einer Bemerkung des Paulus wissen. Wir wissen aber nicht, was Jesus ihm aufgetragen hat. Er übernimmt Verantwortung in der Gemeinde des HERRN. Er wird Gemeindeleiter in Jerusalem. Er hält auch in schweren Zeiten zu dieser Gemeinde in dieser Stadt und er kämpft darum, dass sein Volk erkennt, dass es in Jesus dem Messias begegnet ist. Er betet täglich im Tempel für Jerusalem.

Damit ist Jakobus ein Mann, der uns daran erinnert, dass Jesus Israel als sein erstes Ziel hatte. Und dieses Ziel hat Jesus bis auf den heutigen Tag. Aber es ist Jesus, der dieses Ziel erreichen wird. Unsere Aufgabe ist, darin ist Jakobus uns ein Vorbild, alles zu tun, damit Israel diesen Weg auch finden und gehen kann.

Schlagwörter: Apostelkonzil - Bischof - Bruder des Herrn - Eusebius - Gemeindeleiter - Gesetz - Hegesippus - Jakobus - Jerusalem - Jesus - Josephus - Messias - Paulus - Petrus - messianische Juden

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Der Brief des Jakobus - des Bruders des Herrn - Diese Seite ist noch nicht fertig
Klare Worte eines pragmatischen Gemeindeleiters und messianischen Juden

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Er ist wahrhaftig auferstanden
Der wahre Hohepriester

Der Brief des Jakobus - des Bruders des Herrn - Diese Seite ist noch nicht fertig
Klare Worte eines pragmatischen Gemeindeleiters und messianischen Juden





Menschen in der Bibel - Jakobus - der Bruder des Herrn

Gerechter Jude und gläubiger Christ, ein Mann kämpft um das Heil seines Volkes

Inhalt

Ziel dieses Textes

Die Familie des Jakobus

Jakobus begegnet dem Auferstandenen, seinem Bruder Jesus

Jakobus und die Gemeinde in Jerusalem - Das Apostelkonzil

Jakobus und die Gemeinde in Jerusalem - Paulus kehrt nach Jerusalem zurück

Jakobus Tod

Fazit

Ziel dieses Textes

Ziel ist es, Fakten aus dem Leben des Jakobus, des Bruder des Herrn Jesu Christi, zusammenzutragen. Er ist der zweite Sohn Marias und erster gemeinsamer Sohn von Maria und Joseph ( Matthäus 13,53-58  *  ). Dabei gehe ich davon aus, dass dieser Jakobus, identisch ist mit dem Jakobus, der Gemeindeleiter in Jerusalem war und dass er auch der Autor des Jakobusbriefes ist. Das Neue Testament bezeugt dies eindeutig im Blick auf den Gemeindeleiter in Jerusalem. Paulus spricht davon, dass er in Jerusalem nur den Apostel Jakobus, den Bruder des Herrn getroffen habe: Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Ich sah aber keinen der andern Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn. (Galater 1,18-19  * ) Daraus wird deutlich, dass Jakobus die Stellung eines Apostels hatte und dass er so bedeutend war, dass Paulus die Begegnung mit ihm besonders hervorhebt.

Weniger eindeutig ist es mit der Verfasserschaft des Jakobusbriefes. Wir werden uns damit in einem zweiten Teil noch näher zu beschäftigen haben. Hier soll nur soviel gesagt werden: Es scheint mir einfach hoch plausibel, schon alleine, wenn man die Predigtform des Jakobusbriefes, kurze, prägnante Aussagen ohne Wenn und Aber, anschaut. Vergleicht man sie mit dem Predigtstil Jesu, etwa mit der Bergpredigt, so fällt es sofort auf, dass auch Jakobus ungeschützt und ohne Absicherung seiner Rede spricht. Ich gehe davon aus, dass Maria dies mit den Worten kommentiert hätte: „Genau wie ihr Vater Joseph …“

Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum die Kirchenväter geirrt haben sollen, die doch den Ereignissen noch viel näher waren als wir.

Wer meint, es besser zu wissen, prüfe seine Argumente, ob sie auch im Himmel noch Eindruck machen. Ich werde darüber nicht streiten.

Die Familie des Jakobus

Darüber sagt uns die Bibel naturgemäß wenig, was sich auf Jakobus selbst bezieht. Wir haben aber einige wenige Hinweise aus dem Leben Jesu, die Rückschlüsse auf seine Familie zulassen.

Die Familie des Jakobus war in Nazareth bekannt als die Familie des Zimmermanns: Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dannen. Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, so daß sie erstaunten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Kräfte? Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joses und Simon und Judas? Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher kommt ihm das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet als in seiner Vaterstadt und in seinem Hause! Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen. (Matthäus 13,53-58   * )

Die Ereignisse, die um die Geburt des Johannes in Juda bekannt geworden waren und auf den Bergen Judas zum Stadtgespräch wurden, beschreibt Lukas mit den Worten: Und es kam Furcht über alle ihre Nachbarn, und auf dem ganzen Gebirge von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen. (Lukas 1,65 * ) An Nazareth, das nicht in Judäa sondern in Galiläa, im Norden, lag, sind diese Ereignisse wohl vorübergegangen oder man hat sie bereits wieder vergessen.

Auf jeden Fall hat die Familie des Joseph davon in Nazareth nicht gesprochen. Vermutlich hat sie die Flucht aus Bethlehem nach Ägypten und die Ereignisse in Bethlehem selbst, der Kindermord des Herodes, so erschreckt, dass sie nicht darüber sprechen mochten. Es war ihnen klar, welche Gefahr bestand, wenn bekannt wurde, dass Jesus der verheißene Messias war. Auch die Prophetie des Simeon „und dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen“ ( Lukas 2,25-35 *  ) war nicht dazu angetan, Maria alle Sorgen zu nehmen. Sie werden in Nazareth als Familie des Zimmermanns möglichst zurückhaltend gelebt haben, um politischer Verfolgung zu entgehen und schon deshalb keine Sonderrolle in Anspruch genommen haben. Es ist daher auch auszuschließen, dass der kleine Jesus bereits Wunder in der Öffentlichkeit getan hat, denn diese wären sicher im kollektiven Gedächtnis der Stadt haften geblieben. Man hätte sich dann in der Synagoge von Nazareth über Jesu Predigt und die Kraft, die von Jesus ausging, nicht so sehr gewundert, sondern hätte vielleicht darauf verwiesen, dass er schon immer ein Sonderling war. Dies ist aber aus der Reaktion der Synagoge von Nazareth nicht zu entnehmen, im Gegenteil. Die Berichte der apokryphen Evangelien (z.B. Das Protoevangelium des Jakobus oder Das Pseudo-Matthäusevangelium) zu diesem Thema mit ihren Totenauferweckungen durch das Kind Jesu sind damit wohl als Märchen abzutun. Sie entwerfen ein Bild des jungen Jesus, das nicht von dem Gehorsam des zwölfjährigen Jesus geprägt ist. Lukas schreibt über den zwölfjährigen Jesus: „Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan.“ (Lukas 2,42-52  * ) Wir lesen da nichts von einem Jesus, den man einsperren musste, weil er im Zorn Spielkameraden mit seinem messianischen Machtwort umbrachte.

Andererseits wird aber in dieser Familie eine gute Bibellehre bestanden haben, denn das, was mit dem zwölfjährigen Jesus im Tempel geschieht ( Lukas 2,42-52   *  ), kann man nur verstehen vor dem Hintergrund, dass im Hause des Joseph eine Bibel existierte und Maria und/oder Joseph ihre Kinder in der Bibel unterwiesen haben. Wenn aber eine Bibel im Hause existierte, konnte die Familie nicht arm gewesen sein. Diese Überlieferung des Lukas zeigt auch, dass Jesus sich bereits als Zwölfjähriger seiner Messianität bewusst war: „Wußtet ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist?“ Aber ohne einen Zugang zum Wort Gottes, ohne die Fähigkeit, Lesen zu können, sind die Ereignisse aus Lukas 2,42-52   *  nur schwer vorstellbar.

Andererseits müssen aber auch in der Familie durch den jungen Jesus Wunder geschehen sein, die aber nicht nach außen gedrungen sind, die aber Maria von den übernatürlichen Fähigkeiten Jesu überzeugt hat, denn während der Hochzeit zu Kana ( Johannes 2,1-11 *  ) sagt sie zu den Dienern: „Was er euch sagen wird, das tut!“ Sie weiß, dass Jesus helfen kann. Nur deshalb spricht sie ihn an: „Sie haben keinen Wein.“

Auch der lange Aufenthalt in Bethlehem und die Flucht nach Ägypten zeigen, dass wir es nicht mit einer armseligen und dummen Familie zu tun haben, denn irgendwie müssen sie die Zeit in Bethlehem ja finanziert haben. War Joseph vielleicht nicht nur der einfache Zimmermann, sondern der Inhaber eines Zimmermannbetriebes, dem ein Haushälter vorstand und der Gewinn abwarf, auch wenn Joseph nicht in Nazareth war. Wie konnte Joseph mit seiner Familie nach Ägypten fliehen, wenn er die griechische Sprache nicht beherrschte? Er wird in Ägypten sicherlich vermieden haben, mit jüdischen Diasporagemeinden Kontakt aufzunehmen, da dort ganz sicher auch Vertrauensleute des Herodes waren. Wie hat er seinen Aufenthalt dort finanziert? Wenn man die Ereignisse, die Joseph zu bewältigen hatte und auch bewältigt hat, betrachtet, so entsteht das Bild eines glaubensstarken Menschen:

Das Bild, das gelegentlich in der Theologie von der Familie des Joseph gezeichnet wird, in der er als Zimmermann dargestellt wird, der seine Arbeit verrichtete, aber keine Bildung hatte und auch keine Bildung vermitteln konnte, ist also völlig unangemessen. Wenn man die vorsichtigen Andeutungen sorgfältig prüft, entsteht eher der Eindruck einer Familie, wie wir sie in pietistischen Kreisen des ausgehenden 19. Jahrhunderts vorfinden. Auch dort gab es eine an der Bibel orientierte Bildung, die die Kenntnis der Ursprachen der Bibel mit einschloss und weit über das hinausging, was man aus der beruflichen Arbeit der betreffenden Christen meint erwarten zu können.

Joseph wird aber in Matthäus 2,23 *  bei Matthäus das letzte Mal erwähnt. Markus erwähnt Joseph gar nicht. Lukas berichtet, dass der 12-jährige Jesus von seinem Vater und seiner Mutter mit Schmerzen gesucht wurde (Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. (Lukas 2,48   * )). Danach berichtet er im Stammbaum Jesus, dass man meinte, Jesus sei der Sohn Josephs ( Lukas 3,23 *  ) Er tut dies im Anschluss an den Ausspruch aus dem Himmel: Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, daß sich der Himmel auftat und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen! (Lukas 3,21-22 * ) ). Ansonsten schweig auch er über Joseph. Johannes erwähnt Joseph nicht als Person sondern nur dreimal ist in seinem Evangelium von Jesus, dem Sohn Josephs, die Rede. Wir erfahren also nichts über den Tod des Joseph. Allerdings lesen wir bei Matthäus, dass Jesus nach Kapernaum übersiedeltet und dort seinen Predigtdienst begann ( Johannes 4,12-17 *  ). Johannes berichtet, dass Jesus mit seiner Mutter Maria und seinen Brüdern nach Kapernaum zieht ( Johannes 2,12 *  ). Dies lässt darauf schließen, dass Joseph zu der Zeit bereits tot war und Jesus, als ältester Sohn, die Familie versorgte. Dann erhebt sich aber die Frage, wovon Jesus mit seiner Familie in Kapernaum lebte. Wieder bietet sich die Deutung an, dass der Zimmermannsbetrieb in Nazareth von einem Haushälter geführt wurde und die Familie versorgte.

Damit ist das Umfeld abgesteckt, in dem Jakobus aufwuchs. Wir können nur spekulieren, wie er mit diesem Umfeld umging. Ich denke, sein Verhältnis zu Jesus wird ambivalent gewesen sein. Einerseits wird er den großen Bruder wegen seines Wissens und seiner Begabungen bewundert haben, andererseits wird er aber auch versucht haben, eine eigenständige Position zu beziehen und seinen großen Bruder Jesus kritisch gesehen haben. Dieser kritische Blick auf Jesus geht aus den Zeugnissen der Evangelisten deutlich hervor, auch wenn er nicht explizit auf Jakobus bezogen wird:

Wir dürfen aus diesen Beobachtungen nicht schließen, dass Jesus seine Familie verworfen hat. Er hat die Familie immer dort kritisch gesehen, wo sie zum Selbstzweck wird und dem kommenden Reich Gottes im Wege steht: Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter! (Matthäus 12,49-50  * ) Aber er tadelt auch die Pharisäer, die um die Einkünfte des Tempels fürchten und deshalb die Verantwortung vor der Familie gering schätzen: Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat geboten: «Ehre deinen Vater und deine Mutter!» Und: «Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.» Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe zum Opfer vergabt, was dir von mir zugute kommen sollte; der braucht seinen Vater und seine Mutter nicht mehr zu ehren. Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen aufgehoben. (Matthäus 15,3-6 * ) Wie wichtig auch Jesus persönlich die Verantwortung ist, die er für seine Familie, speziell für seine Mutter hat, erleben wir unter dem Kreuz, als er seine Mutter dem Jünger Johannes anvertraut: Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, dein Sohn! Darauf spricht er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (Johannes 19,26-27 * )

Die Hinrichtung Jesu, die brutale Gewalt der religiösen Führer gegen ihren Bruder, muss in den Brüdern und damit auch bei Jakobus eine Kehrtwende herbeigeführt haben, denn wir lesen in der Apostelgeschichte: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berge, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben, nämlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. Diese alle verharrten einmütig im Gebet, samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. (Apostelgeschichte 1,12-14  * ) Ob sie dort aus Furcht waren, ob sie nur der Mutter zu Liebe mitgekommen waren oder ob sie ihren Bruder nach den Geschehnissen am Kreuz in einem anderen Licht sahen, wissen wir nicht. Auf jeden Fall waren sie nach Jesu Himmelfahrt in der sich bildenden Gemeinde Jesu mit dabei.

Jakobus begegnet dem Auferstandenen, seinem Bruder Jesus

Über Jakobus und seine Arbeit in der ersten Gemeinde erfahren wir sehr viel von Paulus aus seinen Briefen. Zunächst einmal berichtet Paulus uns, dass der Auferstandene seinem Bruder Jakobus erschienen ist:

1.Korinther 15,3-8 * : Denn ich habe euch in erster Linie das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsre Sünden gestorben ist, nach der Schrift, und daß er begraben worden und daß er auferstanden ist am dritten Tage, nach der Schrift, und daß er dem Kephas erschienen ist, hernach den Zwölfen. Darnach ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von welchen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Darnach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin.

Aus der Tatsache, dass nach der Erscheinung Jesu vor Jakobus noch eine Erscheinung Jesu vor den 12 Aposteln folgt, kann man schließen, dass die Erscheinung Jesu vor Jakobus noch vor der Himmelfahrt stattgefunden hat. Die Evangelien berichten darüber nichts, auch die Apostelgeschichte gibt darauf keinen Hinweis. Jakobus muss es aber dem Paulus erzählt haben, als er ihn in Jerusalem nach seiner, des Paulus, Bekehrung besucht hat: Galater 1,15-19   * : Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündige, ging ich alsbald nicht mit Fleisch und Blut zu Rate, zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück. Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Ich sah aber keinen der andern Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn. Zur Zeit der Bekehrung des Saulus war Jakobus in der Gemeinde zu Jerusalem bereits so anerkannt, dass er einem Apostel gleichgestellt war - „keinen der andern Apostel, außer Jakobus“ - und das es für Paulus wichtig war, ihn auch persönlich kennenzulernen. Dieses Gespräch scheint Basis für ein enges persönliches Verhältnis der beiden geworden zu sein, denn Jakobus erzählt Paulus von seiner Begegnung mit Jesus. Jakobus hat davon den Evangelisten nichts erzählt oder, wenn sie es denn wussten, darum gebeten, es nicht in ihren Bericht aufzunehmen. Dies passt in das Bild, das wir von der bescheidenen Familie Jesu haben, die nie mit der Tatsache hausieren gegangen ist, dass ihr Jesus der Messias sei. Im Abschnitt Die Familie des Jakobus am Text über Matthäus 13,53-58   *  wird diese Bescheidenheit deutlich.

Unklar bleibt, was Jesus seinem Bruder Jakobus aufgetragen hat. Aus der Tatsache, dass Jakobus bis zu seiner Hinrichtung in Jerusalem geblieben ist und dort im Tempel intensiv für das jüdische Volk gebetet hat, kann man wohl schließen, dass Jesus ihm dieses Volk ans Herz gelegt hat. Jesus hat noch auf dem Weg zum Kreuz auf das große Unheil hingewiesen, das über Jerusalem kommen wird: Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weinet nicht über mich; weinet vielmehr über euch selbst und über eure Kinder! (Lukas 23,28  * ) Und von Josephus hat in seinem Werk „Geschichte des judischen Krieges“ eindringlich darüber berichtet. Der Bericht des Josephus zeigt auch die Verblendung und Realitätsferne, die in weiten Teilen des Judentums geherrscht hat. Sie hatten ihren Messias verworfen und nun Menschen nach Jerusalem hineingelassen, die ihnen eher wie ein Messias vorkamen, aber letztlich nur zum Untergang Jerusalems beigetragen haben.

Diese Begegnung mit dem Auferstanden lässt auch die Tatsache, dass Jakobus mit seinen Brüdern nach der Himmelfahrt Jesu bei den Jüngern geblieben ist, in einem klareren Licht erscheinen. Er hatte erkannt, dass Jesus der Messias ist. Er hatte sich bekehrt. Dies war für ihn nicht leicht. Er war so nah mit Jesus aufgewachsen, er hat auch über ihn gespottet (Er ist von Sinnen! (Markus 3,21  * )) und besserwisserische Sprüche gemacht hat (Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht doch öffentlich bekannt zu sein. (Johannes 7,4  * )). Nun erscheint dieser Bruder als der Auferstandene vor Jakobus. Wir können uns kaum ausmalen, was das für Jakobus bedeutet hat. Und es passt in die Familie des Joseph, dass Jakobus nicht darüber spricht. Er wird zum Zeugen der Auferstehung Jesu und er wird zum Verwalter eines Vermächtnisses, das wir nicht kennen, aber vielleicht aus den Handlungen des Jakobus ablesen können. Diese sollen im folgenden näher betrachtet werden.

Jakobus und die Gemeinde in Jerusalem - Das Apostelkonzil

Im Abschnitt Die Familie des Jakobus wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Brüder Jesu sich nach der Himmelfahrt Jesu sich zu den Jüngern und damit zu der entstehenden Gemeinde Jesu hielten (Apostelgeschichte 1,12-14  * ). Danach schweigt die Apostelgeschichte über Jakobus und die anderen Brüder des Herrn. Für Judas wird ein Apostel gewählt, es wird Matthias. Pfingsten vergeht, ohne dass Jakobus in Erscheinung tritt. Die ersten Christenverfolgungen betreffen Petrus und Johannes. Die Gemeinde lebt in einer Gütergemeinschaft unter der Leitung des Apostels Petrus, der auch für die Zucht in der Gemeinde verantwortlich ist. Das Diakonenamt wird in der Gemeinde geschaffen. Der Diakon Stephanus wird zum ersten Märtyrer der neuen Gemeinde. Die Verfolgung der Gemeinde nimmt zu, die Gemeinde wird zum großen Teil aus Jerusalem vertrieben, nur die Apostel halten zunächst noch aus. In Samaria entsteht durch das Wirken des Philippus eine Gemeinde und Petrus und Johannes reisen nach Samaria, damit sie für die neu gewonnenen Jünger beteten, damit sie den Heiligen Geist empfangen. Saulus begegnet Jesus und bekehrt sich und wird sofort zum Zeugen für das Evangelium, das er in Damaskus in den Synagogen predigt. Er reiste nach Jerusalem und bezeugte auch dort Jesus als den Messias. Er trifft in Jerusalem auf Petrus und beschreibt diese Begegnung im Brief an die Galater: Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Ich sah aber keinen der andern Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn. (Galater 1,18-19  * ) Hier hören wir, dass Jakobus zu dieser Zeit schon eine herausgehobene Stellung in der Gemeinde in Jerusalem hatte. Paulus hat nur mit Petrus und Jakobus gesprochen, mit keinem anderen Apostel. Die Apostelgeschichte erwähnt Jakobus bis zur Bekehrung des Paulus mit keinem Wort, und doch ist er in dieser Zeit zu einer Führungspersönlichkeit in der Gemeinde in Jerusalem geworden. Er hat ganz offensichtlich in der Stille gearbeitet, die übrigen Apostel in ihrem Dienst unterstützt, so dass er durch seine verlässliche Arbeit in diese verantwortliche Position gekommen ist. Er ist ein wahrer Sohn des Joseph.

Petrus ist nun viel auf Reisen, er kommt nach Lydda und Joppe und nach Cäsarea, wo er den Hauptmann der Italischen Kohorte, Kornelius, besucht. Dieser empfängt mit seinem Hause, als Petrus zu ihnen spricht, den Heiligen Geist. Petrus sieht dies als ein Zeichen, dass man diese Menschen taufen sollte, obwohl sie keine Juden sind. Petrus muss sich dafür in Jerusalem vor den Gläubigen jüdischer Herkunft rechtfertigen.

Parallel dazu entsteht auch in Antiochia eine Gemeinde, zu der Barnabas gesandt wird, der Paulus in Tarsus aufsucht und ihn ebenfalls nach Antiochia brachte, um dort ein Jahr lang mit den Gläubigen zu arbeiten und sie zu unterweisen. Die Gemeinde wuchs.

Gleichzeitig nahm in Jerusalem die Verfolgung wieder zu. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ Herodes hinrichten. Petrus kam ins Gefängnis, wurde aber durch Eingreifen eines Engels befreit. Er geht in das Haus der Maria, der Mutter des Johannes Markus und bittet sie, Jakobus und die übrigen Brüder zu informieren. Daraufhin verließ er Jerusalem. Dies ist die erste Erwähnung des Jakobus in der Apostelgeschichte: Er winkte ihnen aber mit der Hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt habe. Er sprach aber: Meldet dies dem Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus und zog an einen andern Ort. (Apostelgeschichte 12,17 * )

Aus diesen Beobachtungen kann man ermessen, wie Jakobus gearbeitet hat. Er war nicht der große Prediger, er war ein Mensch, der im Verborgenen arbeitete. Er ist verlässlich an seinem Ort geblieben. Er hat in Jerusalem bis zum Ende durchgehalten. Es gibt einen Hinweis des Paulus: 1.Korinther 9,4-6 * : Haben wir nicht Vollmacht, zu essen und zu trinken? Haben wir nicht Vollmacht, eine Schwester als Gattin mit uns zu führen, wie auch die andern Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? Oder haben nur ich und Barnabas keine Vollmacht, die Arbeit zu unterlassen? Dieser Hinweis ist zunächst so zu verstehen, dass Jakobus wohl verheiratet war. Manche Ausleger leiten daraus zusätzlich ab, dass auch Jakobus gereist sei. Diese Deutung ist aber nicht zwingend. Der Hinweis Eusebs auf den Bericht des Hegesippus zeigt die tiefe Verbundenheit des Jakobus zum Tempel. Deshalb meine ich, dass er in Jerusalem geblieben ist und dies als Vermächtnis seines Bruders gesehen hat. Der reisende Petrus jedenfalls war überzeugt, dass er sich auf ihn verlassen konnte. Er musste nicht Jakobus persönlich sehen und ihm Anweisungen geben. Er vertraute darauf, dass Jakobus die Gemeinde in rechter Weise leiten würde.

Die bescheidene Art des Jakobus wird auch auf dem Apostelkonzil in Apostelgeschichte 15  *  deutlich. Der Geist Gottes hat Petrus in einer Vision auf die Frage vorbereitet, wie mit den Menschen umzugehen sei, die Christus annehmen, aber selbst keine Juden sind. In Apostelgeschichte 10  *  lesen wir, wie Petrus in einem Gesicht erlebt, dass er etwas essen soll, das nach dem mosaischen Gesetz unrein ist. Als er sich weigert, es zu essen, hört er eine Stimme: Und eine Stimme sprach wiederum, zum zweitenmal, zu ihm: Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein! (Apostelgeschichte 10,15   * ) Danach erscheinen Abgesandte des römischen Hauptmanns Kornelius, die Petrus einladen, in das Haus des Hauptmanns zu kommen. Der Heilige Geist spricht zu Petrus: „Darum steh auf, steige hinab und ziehe ohne Bedenken mit ihnen, denn Ich habe sie gesandt! (Apostelgeschichte 10,20   * ) Im Hause des Kornelius verkündigt Petrus das Evangelium von Jesus Christus und erlebt, wie der Heilige Geist über das ganze Haus des Kornelius ausgegossen wurde: Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott hoch preisen. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand das Wasser verwehren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie wir? (Apostelgeschichte 10,46-47  * ) In Jerusalem muss sich Petrus dafür verantworten, dass er Heiden getauft hat. Er erzählt, wie er durch den Geist Gottes dazu geleitet wurde und beschließt seine Rede mit den Worten: Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang. Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geist getauft werden. Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat, wie auch uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich, daß ich Gott hätte wehren können? (Apostelgeschichte 11,15-17  * ) Die Gemeinde freut sich über diesen Bericht des Petrus: Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Gott und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben! (Apostelgeschichte 11,18  * ) Kein Wort des Gemeindeleiters Jakobus wird in diesem Zusammenhang hervorgehoben. Jakobus sieht, dass die Dinge vom Geist Gottes geleitet sind und muss dem nichts hinzufügen. In dieser Zurückhaltung des Jakobus liegt eine große Kraft. Jakobus steht dem Heiligen Geist nicht im Weg, indem er sein ICH in den Vordergrund stellt. Er freut sich darüber, dass der Heilige Geist wirkt. Er muss da nicht noch seine Duftmarke setzen. Jakobus wirkt in der Gemeinde Jesu zu Jerusalem, es ist nicht die Gemeinde des Jakobus.

Paulus geht nun mit Barnabas auf die erste Missionsreise, die ihn bis nach Antiochia in Pisidien führt und begründet dort neue Gemeinden und setzt Älteste ein. Als er nach Antiochia in Syrien zurückkehrt, berichtet Lukas: Als sie aber angekommen waren, versammelten sie die Gemeinde und erzählten, wie viel Gott mit ihnen getan und daß er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan habe. Sie verbrachten aber nicht geringe Zeit mit den Jüngern. (Apostelgeschichte 14,27-28 * ) Es fehlt ein Wort, dass die Gemeinde Gott lobt für das Werk, das er unter den Heiden begonnen hat. Wir erfahren auch sogleich den Grund: Apostelgeschichte 15,1-2   *  Die Gemeinde wird sich uneins über den Umgang mit den Heiden, die sich zu Christus bekehren. Paulus beschreibt es im Galaterbrief noch eindringlicher, was dort geschah: Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war angeklagt. Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. Und es heuchelten mit ihm auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mitfortgerissen wurde. (Galater 2,11-13  * ) Heuchelei war in die Gemeinde in Antiochia eingekehrt. Judenchristen und Heidenchristen lebten einträchtig miteinander. Aber als Abgesandte aus Jerusalem erschienen, da wurde man plötzlich unsicher. Menschenfurcht kehrte in die Gemeinde ein. Dabei war doch eigentlich alles klar: Paulus schreibt an die Galater, wie er im Vorfeld seiner Missionstätigkeit mit den angesehenen Brüdern der Gemeinde in Jerusalem gesprochen hat: Galater 2,6-10   * : Von denen aber, die etwas gelten (was sie früher waren, ist mir gleich; Gott achtet das Ansehen der Person nicht), mir haben diese Angesehenen nichts weiter auferlegt; sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit dem Evangelium an die Unbeschnittenen betraut bin, gleichwie Petrus mit dem an die Beschneidung denn der, welcher in Petrus kräftig wirkte zum Apostelamt unter der Beschneidung, der wirkte auch in mir kräftig für die Heiden, und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die für Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung wirkten; nur sollten wir der Armen gedenken, was ich mich auch beflissen habe zu tun. Die persönlichen Erlebnisse des Petrus im Vorfeld seines Besuches bei Kornelius wurden bereits berichtet. Eigentlich war alles klar. Und trotzdem passiert es: Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. (Galater 2,12   * )

Spielt Jakobus hier ein falsches Spiel? Erst begegnet er Paulus freundlich und dann lässt er ihn fallen, weil er das mosaische Gesetz auch auf die Heiden anwenden will? Viele unterstellen Jakobus hier finstere Absichten. Aber haben wir dafür Anhaltspunkte?

Euseb berichtet in seiner Kirchengeschichte über Jakobus: Jakobus allein war es gestattet, das Heiligtum zu betreten; denn er trug kein wollenes, sondern ein leinenes Gewand. Allein pflegte er in den Tempel zu gehen und man fand ihn auf den Knien liegend und für das Volk um Verzeihung flehend. Seine Knie wurden hart wie die eines Kameles, da er ständig auf den Knien lag, um zu Gott zu beten und ihn um Verzeihung für sein Volk zu bitten. Wegen seiner hervorragenden Gerechtigkeit wurde er der Gerechte genannt; er war ein Oblias, was im Griechischen περιοχὴ τοῦ λαοῦ (Stütze und Halt des Volkes) heißt, und war die Gerechtigkeit, von welcher die Propheten sprechen. (Eusebius von Cäsarea († um 340) - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica) 2.Buch 27.Kapitel) Jakobus hat sich deshalb in Jerusalem aufgehalten, weil er für sein Volk gebetet hat, immer und immer wieder. Dies war ihm so wichtig, dass er deshalb Jerusalem nicht verlassen hat. Deshalb hat er Boten nach Antiochia gesandt. Und diese Boten haben ganz offensichtlich ihre eigene Politik gemacht. Von den Absprachen zwischen Paulus und Jakobus wussten sie ganz offenbar nichts. Schlimm ist nur, dass sich Paulus selbst verteidigen muss und Petrus ihn nicht unterstützt. Aber da ist Paulus ganz in seinem Element. Er kämpft für sein Anliegen und bezichtigt Petrus der Heuchelei. Man könnte meinen, nun sei das Tischtuch zwischen Paulus auf der einen Seite und Petrus und Jakobus auf der anderen Seite zerschnitten. Dies ist nicht der Fall und Lukas möchte diese unerfreuliche Geschichte auch gar nicht mehr weitererzählen, denn es wird ein weiser Entschluss gefasst. Man wird nicht über Jakobus reden, man wird mit ihm reden: Da sich nun Zwiespalt erhob und Paulus und Barnabas nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordneten sie an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen dieser Streitfrage wegen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufziehen sollten. So durchzogen sie, nun als Abgeordnete der Gemeinde, Phönizien und Samarien, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzählten und allen Brüdern große Freude bereiteten. (Apostelgeschichte 15,2-3   * )

In Jerusalem weht ein rauher Wind, keine Freude über die Bekehrungen sondern: Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten, wie vieles Gott mit ihnen getan habe. Es standen aber etliche von der Sekte der Pharisäer, welche gläubig geworden waren, auf und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten! (Apostelgeschichte 15,4-5   * )

Man trifft sich in einem kleineren Kreis der Apostel und Ältesten und berät. Petrus hat seinen Fehler eingesehen und hält eine Rede, in der er an sein Erlebnis mit Kornelius erinnert. Er sieht jetzt seine Verantwortung, vermutlich auch sein Versagen in Antiochia. Er beschließt seine Worte mit der Erkenntnis: Was versuchet ihr nun Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger leget, welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten? Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene. (Apostelgeschichte 15,10-11   * )

Die Gemeinde ist betroffen und schweigt. Petrus liegt hier voll auf der Linie des Paulus. Wenn allein die Einhaltung des Gesetzes rettet, dann wird niemand gerettet werden, denn das Gesetz kann niemand lückenlos einhalten. Es ist die Norm, bedarf aber immer wieder der Opfer für die Sünden, weil niemand dieser Norm gerecht wird. Paulus schreibt dies genauso an die Römer: Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind, wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner verständig, keiner fragt nach Gott; alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer! (Römer 3,9-12 * ) Er bezieht sich dabei auf Psalmen 14,2-3 * : Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, daß er sehe, ob jemand so verständig sei und nach Gott frage; aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, der Gutes tut, auch nicht einer! Es ist also nicht revolutionär, was Petrus hier sagt, es ist ein Wissen, das das Alte Testament kennt. Und es ist auch seinen Zuhörern bekannt, dass das Opfer, das täglich im Tempel dargebracht wird, nur im Blick auf den kommenden Messias wirksam ist, denn die Propheten haben es klar ausgesprochen:

Über diese Bibelstellen wurde in Jerusalem nicht gesprochen, als die Frage aus Antiochien diskutiert wurde. Diese Grenzen des Gesetzes waren den jüdischen Christen bewusst. Die Herausforderung damals wie heute lag darin, ob wir den Glauben als philosophische Kategorie sehen oder von ganzem Herzen leben, weil wir diesen heiligen Gott lieben und nicht nur fürchten wie die Dämonen.

Petrus steht also mit seinem Hinweis: Was versuchet ihr nun Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger leget, welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten? Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene. (Apostelgeschichte 15,10-11   * ) in guter alttestamentlicher Tradition. Er erreicht, dass Paulus und Barnabas endlich Gelegenheit erhalten, von ihren Erlebnissen auf der ersten Missionsreise zu berichten. Erst jetzt ergreift Jakobus das Wort:

Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, hob Jakobus an und sagte: Ihr Männer und Brüder, hört mir zu! Simon hat erzählt, wie Gott zum erstenmal sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: «Darnach will ich umkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, auf daß die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und alle Völker, über welche mein Name angerufen worden ist, spricht der Herr, der solche Dinge tut» und dem sie von Ewigkeit her bekannt sind. Darum halte ich dafür, daß man diejenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht weiter belästigen soll, sondern ihnen nur anbefehle, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten. Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt Leute, die ihn predigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird. (Apostelgeschichte 15,13-21   * )

Hier spricht jemand, der einen geraden Weg geht. Die alten Verabredungen gelten noch. Jakobus steht zu seinem Wort, das er Paulus vor Jahren gegeben hat. Und es ergeht ein Beschluss, der sogleich der Gemeinde in Antiochia bekannt gemacht werden soll:

Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben: «Die Apostel und die Ältesten und Brüder entbieten den Brüdern zu Antiochia und in Syrien und Cilicien, die aus den Heiden sind, ihren Gruß! Da wir gehört haben, daß etliche, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, ohne daß wir sie dazu beauftragt hätten, so hat es uns, die wir einmütig versammelt waren, gefallen, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unsren geliebten Barnabas und Paulus, Männern, die ihre Seelen hingegeben haben für den Namen unsres Herrn Jesus Christus. Wir haben also Judas und Silas gesandt, welche euch mündlich dasselbe verkündigen sollen. Es hat nämlich dem heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Stücken: daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor in acht nehmet, so tut ihr recht. Lebet wohl!» (Apostelgeschichte 15,23-29   * )

Der ganze Ablauf des Apostelkonzils zeigt, dass Jakobus keineswegs den Auftrag gegeben hat, den Christen aus den Heiden das Gesetz aufzubürden. Diesen Auftrag haben sich die Abgesandten aus Jerusalem selbst gegeben. Wir wissen nicht, was genau der Auftrag war, den ihnen Jakobus mitgegeben hat. Betrachten wir das Zeugnis des Eusebius, der ja einen Bericht des Hegesippus weitergegeben hat, der etwa 100 Jahre vor Eusebius im 2. Jahrhundert lebte: Hegesippus beschreibt Jakobus als einen Mann, dem Israel und die Sünden Israels auf dem Herzen lagen, so dass er immer wieder für dieses Volk betete: „Allein pflegte er in den Tempel zu gehen und man fand ihn auf den Knien liegend und für das Volk um Verzeihung flehend. Seine Knie wurden hart wie die eines Kameles, da er ständig auf den Knien lag, um zu Gott zu beten und ihn um Verzeihung für sein Volk zu bitten.“ Dem Herrenbruder Jakobus lag Israel auf der Seele und so wird er die Brüder gesandt haben, um zu hören, was in Antiochia geschieht, denn er musste immer damit rechnen, dass ihm rechtgläubige Juden vorwarfen, dass er mit seinem Glauben an Jesus das Gesetz bricht und Juden vom rechten Glauben abbringt. Ich stelle mir Jakobus als einen Mann vor, der das war, was man heute einen messianischen Juden nennt. Er war von ganzem Herzen Jude, aber er wusste, Jesus ist der verheißene Messias und er wollte, dass sein Volk Buße tut für das, was sie dem Messias angetan haben. Trotzdem hatte er offenbar auch eine klare Sicht auf die Notwendigkeit der Heidenmission. Er hatte ein Gespür für das Wirken des Heiligen Geistes. Aber er musste in dieser Krise auch erleben, dass eine Führungskraft manche Dinge nicht delegieren kann. Es wäre sicherlich weiser gewesen, wenn er selbst mit nach Antiochia gereist wäre. Dann wäre der Konflikt nicht so eskaliert. Aber er sah seine Aufgabe in Jerusalem und in dem täglichen Gebet im Tempel. Deshalb ist er nicht selbst nach Antiochia gereist und muss sich nun mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Trotzdem beschließt die Apostelgeschichte diesen ganzen Vorgang mit tröstlichen Worten, die Wunden sind offenbar geheilt: So wurden sie nun verabschiedet und kamen nach Antiochia und versammelten die Menge und übergaben das Schreiben. Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich über den Trost. (Apostelgeschichte 15,30-31   * )

Auch hier wird wieder die Bescheidenheit des Jakobus deutlich: Er lässt andere Brüder nach Antiochia reisen. Er lässt Petrus reden. Aber zum Schluss spricht er in einem Wort der Weisheit zur Gemeinde und weist den Weg. Er würde dies sicherlich zurückweisen und sagen: „Es hat nämlich dem heiligen Geist und uns gefallen.“

Worin besteht die Weisheit des Jakobus:

Er lässt die Kernfrage diskutieren: Indem Jakobus nur die Kernfrage, die Stellung der Heiden zum Gesetz des Mose diskutiert, kann er ein Gespräch führen, das frei von menschlichen Befindlichkeiten ist. Es geht nicht um Petrus, es geht nicht um Paulus, es geht um das rechte Verständnis für den Willen Gottes. Es steht der Gemeinde des Herrn gut an, nach dem Willen Gottes zu suchen und Fragen des persönlichen Verhaltens dem seelsorglichen Gespräch und der Vergebung anheim zu stellen und nicht zu gegenseitigen Beschuldigungen zu missbrauchen.

Er geht auf den persönlichen Konflikt zwischen Petrus und Paulus nicht ein: Wir wissen nicht, ob Jakobus dieser Konflikt überhaupt bekannt geworden ist. Dies ist allerdings sehr wahrscheinlich, denn da Barnabas und etliche andere Judenchristen vom Verhalten des Petrus beeinflusst wurden, hat Paulus diese Auseinandersetzung sicherlich offen geführt. Und damit ist anzunehmen, dass auch Jakobus davon Kenntnis bekommen hat. Paulus lässt im Galaterbrief auch offen, wie Petrus reagiert hat. Es ist aus seinem Verhalten in Jerusalem anzunehmen, dass er die Anschuldigungen des Paulus akzeptiert hat und Paulus versprochen hat, ihn in Jerusalem in der Sache zu unterstützen. Für Paulus war wichtig, dass es zwischen ihm und Petrus und Jakobus eine Übereinstimmung in der Frage gibt, dass Heidenmission durch Paulus erfolgen solle und dass die Heiden frei vom jüdischen Gesetz sind. Wer von diesem Konsens abweicht, macht sich schuldig, selbst wenn es Petrus selbst ist. Auch hier kann man für die eigene Gemeindepraxis lernen, einen einmal erreichten Konsens nicht leichtfertig aufzugeben, nur weil ein Ältester sich einmal nicht konsequent verhält, sondern sich gegenseitig immer wieder daran zu erinnern, was man einmal als den Willen Gottes erkannt hat.

Er schafft durch einige wenige Forderungen eine Entschärfung des Problems der Tischgemeinschaft: Hier zeigt sich eine große Fähigkeit des Jakobus. Er kommt jetzt doch mit einigen Forderungen an die Heidenchristen: Apostelgeschichte 15,19-20   * : Darum halte ich dafür, daß man diejenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht weiter belästigen soll, sondern ihnen nur anbefehle, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten. Diese Forderungen sind vollständig im Sinne des Paulus, denn auch er schreibt später an die Korinther: 1.Korinther 5,11 * : Nun aber habe ich euch geschrieben, daß ihr keinen Umgang haben sollt mit jemandem, der sich Bruder nennen läßt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen. Dabei verbietet er sogar die Tischgemeinschaft mit Götzendienern und Unzüchtigen, setzt also ganz harte Grenzen. Die Forderung, kein Blut zu essen, weil im Blut die Seele des Tieres ist, geht auf Gott selber zurück, der Noah nach der Sintflut segnet und verheißt, dass nie wieder eine solche Flut kommen solle: 1.Mose 9,1-4 * : Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde! Furcht und Schrecken vor euch soll kommen über alle Tiere der Erde und über alle Vögel des Himmels, über alles, was auf Erden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben! Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. Nur esset das Fleisch nicht, während seine Seele, sein Blut, noch in ihm ist! Dabei liegen «Blut» und «Ersticktes» nahe beieinander, denn die im Alten Testament vorgeschriebene Form des Schlachtens ist das Schächten (Vgl. WIKIPEDIA), bei dem ein sehr weitgehendes Ausbluten des Tieres gesichert ist. Ersticken wäre eine Tötung, bei der das Ausbluten nicht erfolgt, die also dem göttlichen Verbot des Blutverzehrs entgegensteht und deshalb wohl ebenfalls erwähnt wird. Sie hat keinen alttestamentlichen Ursprung. Diese Forderungen liefern die Basis, auf der eine Tischgemeinschaft zwischen Judenchristen und Heidenchristen erfolgen kann. Interessant ist, dass das Verbot, Blut zu essen, von Mose auch auf die Fremdlinge in Israel ausgedehnt wird: Und wenn ein Mensch vom Hause Israel oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, irgend Blut ißt, wider einen solchen, der Blut ißt, will ich mein Angesicht richten und ihn ausrotten aus seinem Volk; denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühne zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühne erwirkt durch die in ihm wohnende Seele. Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch kein Fremdling unter euch soll Blut essen. Und wenn ein Mensch von den Kindern Israel oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, auf der Jagd ein Wildpret oder Geflügel erwischt, das man essen darf, der soll desselben Blut ausgießen und mit Erde bedecken; denn alles Fleisches Seele ist sein Blut; es ist mit seiner Seele verbunden. Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Fleisches Blut essen; denn alles Fleisches Seele ist sein Blut. Wer es aber ißt, der soll ausgerottet werden. Jeder aber, der ein Aas oder Zerrissenes genießt, er sei ein Einheimischer oder ein Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein bleiben bis zum Abend, dann wird er rein. Wenn er aber sein Kleid nicht waschen und sein Fleisch nicht baden wird, so soll er seine Schuld tragen. (3.Mose 17,10-16  * ) Interessant ist, dass es nicht eigentlich ein mosaisches Gesetz ist, denn hier redet Gott, der Herr, selber: Und der HERR redete zu Mose und sprach: (3.Mose 17,1  * ) Aber dies gilt eigentlich durchgehend für das dritte Buch Mose und steht im Gegensatz zum 5. Buch Mose, in dem Mose selber redet und das eher ein Vermächtnis des Mose darstellt, das auf seiner Gotteserfahrung basiert, die das dritte Buch Mose beschreibt.

Es bleibt noch ein letzter Satz des Jakobus: Apostelgeschichte 15,21  * : Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt Leute, die ihn predigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird. Es ist das Bekenntnis eines messianischen Juden. Er hat das Gesetz und liebt das Gesetz und erfüllt es, soweit er kann, nicht, weil er es muss, weil es für seine Errettung notwendig ist, sondern weil dies das Gesetz ist, auf dem sein Leben in der Familie, in der Stadt und im ganzen Land basiert und weil es ihm ein Halt ist in der Diaspora. Psalmen 119,97 * : Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darüber nach den ganzen Tag. und Psalmen 119,165 * : Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts bringt sie zu Fall. Jakobus möchte, dass die Synagoge diesen Dienst fortsetzt, aber er möchte auch, dass die Heidenmission daran nicht scheitert, sondern das das Gesetz ein Angebot ist, das der erlöste Judenchrist weiterhin befolgen darf. Es ist sein spezieller Auftrag in der Welt.

In seinem Brief wird Jakobus noch deutlicher darstellen, wie er das Gesetz sieht. So schreibt er: Höret, meine lieben Brüder: Hat nicht Gott diejenigen erwählt, die in den Augen der Welt arm sind, daß sie reich im Glauben und Erben des Reiches würden, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die euch vergewaltigen, und ziehen nicht sie euch vor Gericht? Lästern nicht sie den schönen Namen, der euch beigelegt worden ist? Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllet nach dem Schriftwort: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!» so tut ihr wohl; wenn ihr aber die Person ansehet, so tut ihr Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem Gebote fehlt, der ist in allem schuldig geworden; denn der, welcher gesagt hat: «Du sollst nicht ehebrechen», der hat auch gesagt: «Du sollst nicht töten». Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden. Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen! Denn das Gericht ist unbarmherzig gegen den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber rühmt sich wider das Gericht. (Jakobus 2,5-13 * ) Jakobus ruft auf zur Barmherzigkeit und zur Nächstenliebe. Und er sagt, dass die Barmherzigkeit sich wider das Gericht rühmt. Dies heißt doch wohl, dass das Gesetz durch die Barmherzigkeit überschrieben wird, dass die Barmherzigkeit höher steht. Das Gesetz ist unbarmherzig, eine Übertretung reicht, um vor dem Gesetz schuldig zu werden. Aber an die Stelle dieses unbarmherzigen Gesetzes ist die Barmherzigkeit getreten, die ein Gesetz der Freiheit geschaffen hat, das die Übertretung des Gesetzes aufhebt und an seine Stelle die Liebe setzt. Aber im Gegensatz zu Paulus beschreibt er nun nicht ausführlich, was er darunter versteht, sondern setzt voraus, dass seine Leser wissen, wovon er spricht. Es ist typisch für Jakobus wie für Jesus. In kurzen, prägnanten Sätzen sagen beide, was sie meinen. Manchmal hätten wir uns mehr Erklärungen gewünscht. Jesus hat Paulus berufen, u.a. auch deshalb, damit er uns in seinen Briefen diese Erklärungen gibt, Erklärungen, die zur Zeit Jesu die Jünger noch nicht verstanden hätten. Diese Erklärungen sind nicht ein Werk des Paulus, sondern aus dem Heiligen Geist geboren, wie Jesus es verheißen hat: Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. (Johannes 16,12-13 * )

Der Verlauf des Konzils macht die Rolle des Jakobus sehr deutlich: Er will die Heidenmission. Er sieht auch klar, dass die Heiden zu Jesus und nicht zum Judentum geführt werden sollen. Er möchte aber auch, dass die Juden weiterhin das Gesetz, jetzt aber als ein Gesetz der Freiheit, leben können. Und er möchte, dass Judenchristen und Heidenchristen Gemeinschaft miteinander pflegen. Deshalb setzt er Bedingungen, die dies ermöglichen. Das ist seine Strategie, mit der er die Angriffe der Pharisäer abwehren will. Bereits damals war dieser Weg sehr beschwerlich und die wechselvolle Geschichte der Beziehungen zwischen Juden und den Heidenchristen zeigt, dass sich daran bis heute nichts geändert hat. Die messianischen Juden zeigen aber, das der Weg des Jakobus vom Heiligen Geist ist, da er bis heute Bestand hat.

Jakobus und die Gemeinde in Jerusalem - Paulus kehrt nach Jerusalem zurück

Ein zweites und letztes Mal wird Jakobus in der Apostelgeschichte erwähnt:

Apostelgeschichte 21,15-26  * : Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem. Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem gewissen Mnaso aus Cypern, einem alten Jünger, bei welchem wir Herberge nehmen sollten. Und als wir in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder mit Freuden auf. Am folgenden Tage aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten fanden sich ein. Und nachdem er sie begrüßt hatte, erzählte er alles bis ins einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte. Sie aber priesen Gott, als sie solches hörten, und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wie viele Tausende von Juden gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz. Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, du lehrest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln. Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall muß die Menge zusammenkommen; denn sie werden hören, daß du angelangt bist. So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben; diese nimm zu dir, laß dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, daß sie das Haupt scheren, so werden alle erkennen, daß an dem, was über dich berichtet worden, nichts ist, sondern daß auch du dich der Beobachtung des Gesetzes befleißigst. Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir hingesandt und angeordnet, daß sie von alledem nichts zu beobachten haben, sondern sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und dem Erstickten und der Unzucht. Da nahm Paulus die Männer zu sich und ging am folgenden Tage, nachdem er sich hatte reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für einen jeden von ihnen das Opfer dargebracht wäre.

Paulus kehrt nach Jerusalem zurück, obwohl ihm der Heilige Geist dort viel Ungemach und Gefängnis vorhergesagt hat. Nun kommt er an und Jakobus und die Ältesten empfangen ihn. Es wird berichtet, wie sehr die Gemeinde der Heidenchristen gewachsen ist. Umgekehrt kann Jakobus berichten, welche große Zahl von Juden an Jesus Christus gläubig geworden ist. So herrscht große Freude. Aber die Gefahren sind allen auch bewusst. Paulus ist für die Juden und auch für viele Judenchristen ein Feindbild, das ihr Judentum bedroht. Die Tatsache, dass Paulus die Heiden nicht beschneiden lässt, ist für die Judenchristen, die aber weiterhin «Eiferer nach dem Gesetz» sind, kaum nachvollziehbar. Jakobus distanziert sich zwar von diesen Eiferern, indem er auf das Ergebnis des Apostelkonzils hinweist, muss aber gestehen, dass er die Lage nicht im Griff hat. Deshalb rät er Paulus, in den Tempel zu gehen und dort zusammen mit «vier Männern, die ein Gelübde auf sich haben,» die rituelle Reinigung zu vollziehen, um ein Zeichen zu setzen, dass auch er, Paulus, das Gesetz befolgt. Auch hier wird wieder die Strategie deutlich, mit der Jakobus versucht, den immer schwelenden Konflikt zwischen Judenchristen und Heidenchristen zu lösen. Er nimmt Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Judenchristen. Hier bittet er Paulus, an einem rituellen Vorgang teizunehmen, um seine Treue zum Gesetz zu demonstrieren. Paulus fährt nun nicht aus der Haut wie in Antiochia, als Petrus «heuchelt», sondern er tut, was ihm geraten wird. Dies führt aber zu einem erheblichen Aufruhr in Jerusalem: Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus Asien, die ihn im Tempel sahen, das ganze Volk in Aufruhr und legten Hand an ihn und schrieen: Ihr israelitischen Männer, kommet zu Hilfe! Das ist der Mensch, der allenthalben jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht! Sie hatten nämlich vorher den Trophimus aus Ephesus mit ihm in der Stadt gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt. Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus, und alsbald wurden die Türen verschlossen. Als sie ihn aber zu töten suchten, kam die Anzeige hinauf zum Obersten der Schar, daß ganz Jerusalem in Aufruhr sei. Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Soldaten sahen, hörten sie auf, Paulus zu schlagen. Da kam der Oberste herzu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln und erkundigte sich, wer er sei und was er getan habe. Unter dem Volk aber schrieen die einen dies, die andern das; und da er vor dem Lärm nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in die Kaserne zu führen. Als er aber an die Stufen kam, mußte er von den Soldaten getragen werden wegen dem Druck des Volkes. Denn die Menge des Volkes folgte nach und schrie: Hinweg mit ihm in die Kaserne! (Apostelgeschichte 21,27-36   * ) Es kommt zur Anklage gegen Paulus. Wegen eines geplanten Mordanschlags auf Paulus wird er nach Cäsarea verlegt, wo er mehrere Jahre gefangen gehalten wird, bis man ihn schließlich wegen seiner Berufung auf den Kaiser nach Rom schickt. Jakobus taucht in dem weiteren Verlauf der Geschichte nicht mehr auf. Jakobus muss wohl bemerkt haben, dass sein Versuch, einen Ausgleich zu der klassischen jüdischen Gemeinde zu finden, gescheitert war.

Jakobus Tod

Dazu gibt es einen Bericht des Flavius Josephus in seinem Buch „Jüdische Altertümer”. Er berichtet über Jakobus Tod sehr ausführlich, weil er genau in die Interimszeit zwischen den römischen Statthaltern Festus und Albinus fiel, das Jahr 63 n.Chr, in dem kein römischer Statthalter in Palästina war, weil Festus verstorben, Albinus aber noch nicht eingetroffen war. Der Hohepriester meinte, diese Zeit nutzen zu können, um auch ohne römische Zustimmung Todesurteile fällen zu können. Josephus gibt einen Einblick in die Zeit und zeigt auch, welcher Terrorismus damals herrschte. Wenn man dem Bericht folgt, dann empfindet man, wie in den Jahren vor dem judäischen Krieg der Landfriede immer mehr gefährdet war und Mord und Erpressung das Leben immmer stärker beeinträchtigten. Weil der Bericht ein so klares Bild der Zeit liefert, soll er hier umfänglich dargestellt werden:

Den vollständigen Text der „Jüdische Altertümer” und anderer Schriften des Josephus findet man unter Internet Archive:

«The Internet Archive, a 501(c)(3) non-profit, is building a digital library of Internet sites and other cultural artifacts in digital form. Like a paper library, we provide free access to researchers, historians, scholars, the print disabled, and the general public. Our mission is to provide Universal Access to All Knowledge.»

Flavius Josephus „Jüdische Altertümer”

Zweites Buch - Neuntes Kapitel

Albinus wird Landpfleger, Steinigung des Jakobus und weitere Ereignisse unter Albinus

1. Bald darauf gelangte die Nachricht vom Tode des Festus nach Rom, und nun schickte der Caesar den Albinus als Landpfleger nach Judaea (63 n.Chr.). Der König aber entsetzte den Joseph wieder des Hohepriesteramtes und übertrug dasselbe dem Sohne des Ananus, der gleichfalls Ananus hieß. Dieser ältere Ananus soll einer der glücklichsten Menschen gewesen sein. Er hatte nämlich fünf Söhne, die alle dem Herrn als Hohepriester dienten, nachdem er auch selbst diese Würde lange Zeit hindurch bekleidet hatte, und so etwas war noch bei keinem unserer Hohepriester der Fall gewesen. Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadducäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben.

Er versammelte daher den Hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen liess. Das aber erbitterte auch die eifrigsten Beobachter des Gesetzes, und sie schickten deshalb insgeheim Abgeordnete an den König mit der Bitte, den Ananus schriftlich aufzufordern, dass er für die Folge sich ein ähnliches Unterfangen nicht mehr beifallen lasse, wie er auch jetzt durchaus im Unrecht gewesen sei. Einige von ihnen gingen sogar dem Albinus, der von Alexandria kam, entgegen und stellten ihm vor, dass Ananus ohne seine Genehmigung den Hohen Rat gar nicht zum Gericht habe berufen dürfen. Diesen Ausführungen pflichtete Albinus bei und schrieb im höchsten Zorne an Ananus einen Brief, worin er ihm die gebührende Strafe androhte. Agrippa aber entsetzte ihn infolge dieses Vorfalls schon nach dreimonatlicher Amtsführung seiner Würde und ernannte Jesus, den Sohn des Damnaeus, zum Hohepriester.

2. Als nun Albinus in Jerusalem angelangt war, gab er sich alle erdenkliche Mühe, das Land zu beruhigen und geordnete Zustände in demselben zu schaffen, indem er eine große Menge Sikarier niedermachen ließ. Der (frühere) Hohepriester Ananias aber stieg mit jedem Tage im Ansehen des Volkes und wurde stets mehr und mehr ausgezeichnet und geehrt. Er verstand es nämlich sehr gut, Geldgeschäfte zu machen, und wusste durch Geschenke sowohl den Landpfleger Albinus, als auch den Hohepriester für sich einzunehmen. Dabei aber hatte er nichtswürdige Knechte, die sich mit den verwegensten Menschen ins Einvernehmen setzten, um von den Tennen die den Priestern gehörigen Zehnten zu rauben, und wer ihnen Widerstand zu leisten wagte, wurde mit Schlägen misshandelt. Die Hohenpriester machten es ebenso, wie Ananias' Knechte, und da niemand sich ihnen widersetzen mochte, konnte es nicht ausbleiben, dass die Priester, die sich sonst von den Zehnten ernährten, aus Mangel zu Grunde gingen.

3. Bei einem Feste nun, das um diese Zeit gefeiert wurde, kamen auch die Sikarier wieder zur Nachtzeit in die Stadt, ergriffen den Schreiber des Tempelvorstehers Eleazar, der des Hohepriesters Ananias Sohn war, und führten ihn gebunden von dannen. Alsdann schickten sie einen Boten zu Ananias und versprachen, ihm den Schreiber zurückzuschicken, wenn er den Landpfleger veranlasse, zehn ihrer Genossen, die dieser gefangen hielt, freizugeben. Ananias, der keinen anderen Ausweg wusste, verwendete sich bei Albinus, und es gelang ihm, sein Gesuch bewilligt zu erhalten. Indes war das nur der Anfang von noch grösserem Übel. Denn die Banditen suchten jetzt auf alle mögliche Weise irgend einen von Ananias' Angehörigen oder Freunden in ihre Gewalt zu bekommen und hielten ihre Opfer jedesmal so lange gefangen, bis einige ihrer Genossen freigegeben wurden. So wuchs ihre Zahl wieder an, und mit noch grösserer Dreistigkeit als bisher verwüsteten sie das ganze Land.

Soweit der Bericht des Josephus. Er beschreibt, vielleicht, weil er es nicht genauer wusste, den Vorgang als ein ganz normales Todesurteil, das zwar nicht rechtsgültig zustande gekommen ist, aber ergangen ist und mit der Exekution des Jakobus endete. Sein Schwerpunkt sind eher die Vorgänge, die dann zur Absetzung des Hohenpriesters Ananus führten und den Wiederaufstieg des Ananias begünstigten. Tatsächlich scheint sich die Hinrichtung des Jakobus aber wesentlich dramatischer abgespielt zu haben, wie uns Eusebius berichtet.

Eusebius von Cäsarea, der etwa 340 nach Christus gestorben ist, berichtet in seiner Kirchengeschichte ausführlich über den Tod des Jakobus, der mit den Ereignissen um den Aufenthalt des Paulus in Jerusalem in Beziehung steht:

Bibliothek der Kirchenväter

Eusebius von Cäsarea - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)

Zweites Buch, 23. Kap. Der Martertod Jakobus’, des sog. Bruders des Herrn.

Da Paulus an den Kaiser appelliert hatte und von Festus nach Rom geschickt worden war, sahen sich die Juden um das Ziel, das sie durch ihr Vorgehen gegen Paulus zu erreichen hofften, betrogen. Sie wandten sich daher gegen Jakobus, den Bruder des Herrn, welchem von den Aposteln der bischöfliche Stuhl in Jerusalem zugewiesen worden war. Sie gingen also gegen ihn vor. Sie zitierten ihn und verlangten von ihm, daß er vor dem ganzen Volke den Glauben an Christus abschwöre. Als nun aber Jakobus wider aller Erwarten offen und frei vor der ganzen Menge, wie man es nicht vermutet hatte, bekannte, Jesus, unser Erlöser und Herr, sei der Sohn Gottes, da vermochten sie das Zeugnis dieses Mannes nicht mehr zu ertragen, zumal er überall wegen der Strenge seiner sittlichen und religiösen Auffassung als der gerechteste Mann galt, und sie töteten ihn. Anlaß zu diesem Vorgehen gab ihnen das Fehlen einer höheren Instanz. Da nämlich Festus (Prokurator von 60—62) damals in Judäa gestorben war, war das Land ohne Regierung und Verwaltung. Der oben angeführte Bericht des Klemens, Jakobus sei von der Zinne des Tempels herabgestürzt und mit einem Stück Holz erschlagen worden, hatte uns bereits Aufschluß über die Art seines Todes gegeben. Am genauesten berichtet über ihn Hegesippus, einer der ersten Nachfolger der Apostel. Er erzählt im zweiten Buche seiner „Erinnerungen” (Dieses Buch ist verloren gegangen): „Die Kirche wurde übernommen von den Aposteln und Jakobus, dem Bruder des Herrn, der von den Zeiten des Herrn an bis auf unsere Tage allgemein der Gerechte genannt wurde; denn es gab noch viele, die den Namen Jakobus führten. Schon vom Mutterleibe an war er heilig. Wein und geistige Getränke nahm er nicht zu sich, auch aß er kein Fleisch. Eine Schere berührte nie sein Haupt, noch salbte er sich mit Öl oder nahm Bad. Jakobus allein war es gestattet, das Heiligtum zu betreten; denn er trug kein wollenes, sondern ein leinenes Gewand. Allein pflegte er in den Tempel zu gehen und man fand ihn auf den Knien liegend und für das Volk um Verzeihung flehend. Seine Knie wurden hart wie die eines Kameles, da er ständig auf den Knien lag, um zu Gott zu beten und ihn um Verzeihung für sein Volk zu bitten. Wegen seiner hervorragenden Gerechtigkeit wurde er der Gerechte genannt; er war ein Oblias, was im Griechischen περιοχὴ τοῦ λαοῦ (Stütze und Halt des Volkes) heißt, und war die Gerechtigkeit, von welcher die Propheten sprechen (vgl. etwa Jesaja 56,1 * : So spricht der HERR: Beobachtet das Recht und übet Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um offenbart zu werden. ). Einige von den sieben weiter oben (in den ‚Erinnerungen’) erwähnten Sekten (Essäer, Galiläer Hemerobaptisten, Masbotheer, Samariter, Sadduzäer, Pharisäer. Euseb erwähnt sie im Buch IV Kap 22) fragten ihn: ‚Welches ist die Türe Jesu?’ Er antwortete: ‚Jesus ist der Erlöser.’ Einige von ihnen wurden für den Glauben, daß Jesus der Messias ist, gewonnen. Die erwähnten Sekten glaubten aber weder an die Auferstehung noch an die Vergeltung. Diejenigen von ihnen, welche den Glauben annahmen, verdankten ihn dem Jakobus. Da nun auch von den Führern (des Volkes) viele glaubten, entstand ein Aufruhr unter den Juden, den Schriftgelehrten und Pharisäern, welche erklärten, das ganze Volk laufe Gefahr, Jesus als den Messias zu erwarten. Sie gingen daher zu Jakobus und sagten zu ihm: ‚Wir bitten dich, dem Volke Einhalt zu gebieten; denn es ließ sich von Jesus verführen, da es ihn für den Messias hält. Wir bitten dich: Kläre alle, die zum Osterfeste gekommen sind, über Jesus auf! Dir schenken wir alle Vertrauen. Denn wir und das ganze Volk geben dir das Zeugnis, daß du gerecht und unparteiisch bist. Rede daher dem Volke zu, daß es sich nicht bezüglich der Person Jesu irreführen lasse! Denn das ganze Volk und wir alle schenken dir Vertrauen. Stelle dich auf die Zinne des Tempels, damit du dort oben gesehen und deine Worte vom ganzen Volke leicht verstanden werden! Denn wegen des Osterfestes sind alle Stämme mit den Heiden versammelt.’ Die erwähnten Schriftgelehrten und Pharisäer führten nun Jakobus auf die Zinne des Tempels und riefen ihm zu: ‚Gerechter, dem wir alle folgen wollen! Da das Volk sich von Jesus, dem Gekreuzigten, irreführen läßt, so tue uns kund, wer die Türe Jesu ist!’ Er antwortete mit lauter Stimme: ‚Was fragt ihr mich über den Sohn des Menschen? Er thront im Himmel zur Rechten der großen Kraft und wird kommen auf den Wolken des Himmels:’ Als auf dieses Zeugnis des Jakobus hin viele voll Begeisterung in Lobpreisungen ausbrachen und riefen: ‚Hosanna dem Sohne Davids!’ — da sprachen die gleichen Schriftgelehrten und Pharisäer zueinander: ‚Wir haben ungeschickt gehandelt, da wir Jesus solches Zeugnis verursachten. Doch lasset uns hinaufsteigen und ihn hinabstürzen, damit sie aus Angst nicht an ihn glauben!’ Da sie schrien: ‚Oh, oh, auch der Gerechte hat sich irreführen lassen!’ erfüllten sie die bei Isaias geschriebenen Worte: ‚Lasset uns den Gerechten aus dem Wege räumen; denn er ist uns lästig! Sie werden nunmehr die Früchte ihrer Werke genießen.’ ( Jesaja 57,1 * : Der Gerechte kommt um, und kein Mensch nimmt es zu Herzen; und begnadigte Männer werden hinweggerafft, ohne daß jemand bemerkt, daß der Gerechte vor dem Unglück weggerafft wird. ) Sie stiegen nun hinauf und warfen den Gerechten hinunter. Und sie schrien zueinander: ‚Lasset uns Jakobus, den Gerechten, steinigen!’ Und sie begannen, ihn zu steinigen; denn trotzdem er hinabgestürzt worden war, war er noch nicht tot. Vielmehr richtete er sich auf und betete auf den Knien: ‚Ich bitte dich, Herr, Gott und Vater, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!’ Während sie ihn noch steinigten, rief ein Priester aus der Familie Rechab, des Nachkommen der Rechabim, welche der Prophet Jeremias ( Jeremia 35 *  ) erwähnt: ‚Haltet ein! Was tut ihr? Der Gerechte betet für euch!’ Da nahm einer aus ihnen, ein Walker, das Holz, womit er die Kleider preßte, und schlug es auf den Kopf des Gerechten. So starb er des Martertodes. Man begrub ihn an derselben Stelle in der Nähe des Tempels. Jakobus war für Juden und Heiden ein glaubwürdiger Zeuge der Messianität Jesu. Bald darauf erfolgte die Belagerung durch Vespasian.“ In diesen ausführlichen Berichte stimmt Hegesippus mit Klemens überein. Jakobus war so bewundert und allgemein wegen seiner Gerechtigkeit so gefeiert, daß selbst die Juden, soweit sie noch klar dachten, glaubten, das erwähnte Vorgehen gegen ihn sei die Ursache der bald auf seinen Martertod erfolgten Belagerung von Jerusalem gewesen; nur in dem blutigen Frevel, den sie an ihm begangen hatten, sahen sie den Anlaß ihres Schicksals. Auf jeden Fall trug Josephus kein Bedenken, in seinen Schriften diesen Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Er schrieb: „Dieses Schicksal widerfuhr den Juden als Rache für Jakobus, den Gerechten, den Bruder Jesu, des sog, Christus; denn obwohl er der Gerechteste war, hatten ihn die Juden getötet.” Derselbe Geschichtschreiber erzählt auch von dem Tode des Jakobus im zwanzigsten Buche seiner „Altertümer”. Er berichtet: „Als der Kaiser von dem Tode des Festus erfahren hatte, entsandte er den Albinus als Prokurator nach Judäa. Der jüngere Ananus, der, wie gesagt, die hohepriesterliche Würde erhalten hatte, war ein außerordentlich stürmischer Draufgänger; er gehörte der Sekte der Sadduzäer an, welche, wie wir schon gezeigt haben,12 als Richter grausamer waren als alle anderen Juden. Dieser Ananus nun glaubte, da Festus gestorben und Albinus erst noch auf der Reise war, die Lage sei für ihn günstig, weshalb er den Hohen Rat einberief und den Bruder Jesu, des sog. Christus, [S. 96] der Jakobus hieß, und noch einige andere Männer vorführen ließ, sie der Gesetzesübertretung beschuldigte und zur Steinigung auslieferte. Alle aber, die als gute Bürger und gewissenhafte Gesetzesmenschen galten, hielten sich darüber sehr auf, und sie schickten heimlich an den König mit der Bitte, er möge dem Ananus wissen lassen, so etwas dürfe nicht mehr geschehen; schon das erstemal habe er nicht recht gehandelt. Einige gingen sogar dem Albinus entgegen, der von Alexandrien her unterwegs war, und klärten ihn darüber auf, daß es dem Ananus nicht erlaubt war, ohne sein Einverständnis die Gerichtssitzung abzuhalten. Albinus schenkte den Worten Gehör, schrieb entrüstet an Ananus und drohte ihm Strafe an. König Agrippa aber entsetzte ihn deswegen seiner hohenpriesterlichen Würde, die er drei Monate bekleidet hatte, und übertrug sie Jesus, dem Sohne des Damnäus.” Dies ist die Geschichte des Jakobus. Von Jakobus soll der erste der sog. Katholischen Briefe verfaßt sein. Doch ist zu bemerken, daß er für unecht gehalten wird. Denn nicht viele von den Alten haben ihn und den sog. Judasbrief erwähnt, der ebenfalls zu den sog. Katholischen Briefen gehört. Doch ist uns bekannt, daß auch diese beiden Briefe wie die übrigen in den meisten Kirchen öffentlich verlesen worden sind.

Euseb sieht also in der Darstellung des Josephus und der des Hegesippus keinen Widerspruch sondern eine Ergänzung. Daher können wir es wohl so interpretieren, dass der Beschluss, Jakobus zu töten, eine Entscheidung des Hohen Rates auf Veranlassung des Hohenpriesters Ananus war. Es wurde ihm aber die Möglichkeit eingeräumt, sich dadurch zu retten, dass er in der für die Pharisäer bedrohlichen Situation die Menge beruhigt. Da Jakobus ein Mann war, der ernsthaft am jüdischen Gesetz festhielt, glaubte man auch, dass Jakobus sich um des Gesetzes willen darauf einließ. Jakobus hat sich aber klar zu Jesus bekannt und erfolgte diese brutale Vernichtung dieses Mannes. Damit war der Ansatz des Jakobus noch nicht gescheitert, wie man aus der Tatsache ablesen kann, dass sich viele Juden über Ananus bei Albinus beschwerten und er seines Amtes enthoben wurde. Aber das tägliche Gebet des Jakobus für Jerusalem war verstummt und die Dinge nahmen ihren Lauf. Die Daten beider Berichte machen deutlich, dass Jakobus Ende des Jahres 62 n.Chr. den Märtyrertod gestorben ist.

Fazit

Es bleibt also im Blick auf Jesu Bruder Jakobus festzuhalten, dass er in einer Familie aufwuchs, die regelmäßig in den Tempel ging, in der eine gute biblische Lehre existierte, in der auch Zugang zum Wort Gottes bestand. Vermutlich wurde in dieser Familie auch ein gutes Griechisch gesprochen, denn sie lebten in Nazareth an der Grenze zum griechisch sprechenden Syrien, sie haben die Flucht nach Ägypten gut überstanden und dort auch die Informationen aus Judäa erhalten, die sie benötigten. Dies ist zwar auch in den jüdischen Diasporagemeinden möglich, es bleibt aber zu vermuten, dass sie mit den Diasporagemeinden vorsichtig umgegangen sind, weil sicher auch die Spione des Herodes diese Gemeinden im Auge hatten. Schließlich war Herodes ein sehr misstrauischer Mensch und dies war allgemein bekannt, da er enge Familienmitglieder (Kinder, Ehefrauen) hinrichten ließ.

Die Annahme, dass es sich um eine Zimmermannsfamilie ohne Bildung handelte, erscheint mir vor dem Hintergrund der biblischen Zeugnisse völlig unbegründet und nur aus einer gewissen Arroganz geboren, aus der sich Schriftgelehrte damals wie heute als Elite verstanden. Das reale Handwerk wird dann leicht als Auswahl von Menschen verstanden, die zu geistiger Tätigkeit nicht fähig waren. Dies stimmt bis heute nicht und war damals, wo der Sohn selbstverständlich die Arbeit des Vaters weiterführte - auch Jesus war Zimmermann - erst recht eine völlig unbegründete Unterstellung. Würden unsere elektrischen Leitungen heute so schlecht verknüpft sein, wie es die Argumentationen mancher Theologen sind, so würde in unserem Land keine Lampe leuchten.

Die Familie, in der Jakobus groß wurde, hatte fünf Söhne und eine Reihe von Töchtern, die bis zu Jesu Umzug nach Kapernaum alle noch in Nazareth lebten. Die wundersamen Erewignisse um Jesu Geburt waren in Nazareth nicht bekannt, denn sonst hätten die Menschen dort anders auf Jesu Predigt reagiert (Matthäus 13,53-58   * ). Das Kind Jesus wuchs also als ganz normaler Sohn der Familie heran.

Die Familie wird fest im Glauben gestanden haben, denn sonst hätten beide, Joseph und Maria auf die Engelserscheinungen nicht so gehorsam reagiert. Jesus wird ein intelligentes Kind gewesen sein, das in seiner Familie schon früh Zugang zur Bibel bekommen hat, deren Inhalt Jesus verstanden hat und bereits als 12-jähriger im Tempel zum großen Erstaunen der Schriftgelehrten ausgelegt hat (Lukas 2,42-52  * ).

Dass Jesus eine starke Berührung mit dem Wort Gottes hatte, wird nicht nur aus der Geschichte vom zwölfjährigen Jesus im Tempel deutlich, sondern auch bei seiner Predigt in Nazareth (Matthäus 13,53-58  * : Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dannen. Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, so daß sie erstaunten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Kräfte? Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joses und Simon und Judas? Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher kommt ihm das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet als in seiner Vaterstadt und in seinem Hause! Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.) und in den vielen Streitgesprächen, die Jesus führen muss. Deshalb ist zu vermuten, dass auch Jakobus, der zweitgeborene Sohn der Maria, Zugang zur Schrift hatte und sich damit auseinandergesetzt hat. Allerdings hat dies bei Jakobus zwar zum Glauben an die Schrift geführt, aber vermutlich nicht zu so einer kritischen Auseinandersetzung mit dem gelebten jüdischen Glauben seiner Zeit, wie es bei Jesus der Fall war. Er hat seinem Bruder eher kritisch gegenüber gestanden.

Er hat aber loyal zu dem erstgeborenen Sohn Jesus gestanden: Er ist mit nach Kapernaum gezogen. Er war dabei, als sich die Apostel vor Pfingsten auf Jesu Anweisung hin in Jerusalem versammelten. Er hatte eine Begegnung mit dem Auferstandenen, die offenbar sein Leben veränderte, so dass er in seinem Bruder Jesus den Christus Gottes erkannte. Er ist aber, im Unterschied zu Paulus, durch und durch Jude geblieben, so dass er in Jerusalem als solcher anerkannt wurde. Er hatte Zugang zum Heiligtum und war dort täglich, um zu beten. Man kann vermuten, dass Jesus ihm bei seiner Begegnung mit Jakobus nach Jesu Auferstehung genau dieses aufgetragen hat, für das Volk zu beten. Denn Jesus war sich des Schicksals Jerusalems wohl bewusst (Lukas 23,28  * : Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weinet nicht über mich; weinet vielmehr über euch selbst und über eure Kinder!). Jakobus hat immer zu Jerusalem gestanden und die Stadt nie verlassen und es war eine Liebe bis in den Tod.

Jakobus hat loyal zu den anderen Aposteln einschließlich Paulus gestanden. Auch Paulus hat sich nie in seinen Briefen über das Verhalten des Jakobus beschwert. Ein Konflikt zwischen Paulus und Jakobus ist aus der Schrift nicht abzulesen. Sehr deutlich wird aber, dass es Konflikte gab, die aber unter Berufung auf Jakobus geschahen, nicht aber von Jakobus veranlasst waren. Hier wurde die Treue des Jakobus zur Stadt Jerusalem zu einer Fessel in seinem Wirken in der Gemeinde Jesu. Weil er nicht selbst nach Antiochien gefahren ist, sondern Männer damit beauftragt hat, sind offenbar Dinge geschehen, die Jakobus so nicht gewollt hat, die er später bereinigen musste. Das Verhältnis zwischen Jakobus und Paulus zeigt im gesamten Zeugnis der Heiligen Schrift keine Brüche.

In der letzten uns überlieferten Begegnung zwischen Paulus und Jakobus wird das Vorgehen des Jakobus noch einmal sehr deutlich. Er möchte den Juden keinen Vorwand liefern, den Glauben an den Messias Jesus in einen Gegensatz zu den jüdischen Überlieferungen zu bringen. Deshalb rät er Paulus: So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben; diese nimm zu dir, laß dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, daß sie das Haupt scheren, so werden alle erkennen, daß an dem, was über dich berichtet worden, nichts ist, sondern daß auch du dich der Beobachtung des Gesetzes befleißigst. (Apostelgeschichte 21,23-24   * ) Jakobus möchte, dass zwischen jüdischer Tradition und dem Messias Jesus kein Bruch entsteht. Er sieht wohl, dass es für die Griechen ein Sonderrecht gibt, so wie es auf dem Apostelkonzil beschlossen worden ist, er bekräftigt dies hier noch einmal (Apostelgeschichte 21,25   * ). Und Paulus folgt dem Rat des Jakobus (Apostelgeschichte 21,26  * ), er weist ihn nicht etwa als Rückfall in überwundene Traditionen oder gar als Heuchelei zurück. Dieser Abschnitt unterstreicht noch einmal, dass Paulus und Jakobus vielleicht sogar Freunde waren, auf jeden Fall aber loyal zueinander gestanden haben, obwohl sie an verschiedenen Stellen des Reiches Gottes gearbeitet haben.

Das Ende des Jakobus zeigt, dass er mit seinem Ansatz gescheitert ist. Aber die Geschichte des Jakobus zeigt auch, wie sehr Jesus das Volk Israel am Herzen lag.

Jakobus ist erfolgreich Jude geblieben und hat sich dabei aber unmissverständlich zu dem Messias Jesus bekannt. Er ist damit der erste messianische Jude geworden. Er ist damit ein Vorbild für unseren Umgang mit dem Volk Gottes geworden. Wir stehen nicht unter dem Gesetz, aber das Gesetz ist in Jesus Christus erfüllt worden. Damit kann eigentlich nur ein messianischer Jude die Bergpredigt und das Erlösungswerk Jesu am Kreuz wirklich zur Deckung bringen. Wir sind, wie Paulus es sagt, nur aufgepfropfte Zweige im Ölbaum Gottes ( Römer 11,17-22 *  ) und sollten auch gegenüber der Person des Jakobus diese Bescheidenheit wallten lassen und für Jerusalem beten, denn für diese Stadt gilt das Wort Herrn, das Sacharja wiedergegeben hat: Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und sie werden bitterlich über ihn weinen, wie man bitterlich weint über einen Erstgeborenen. (Sacharja 12,10 * ) .




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Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 9,1-4
1
Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet die Erde! Furcht und Schrecken vor euch soll kommen über alle Tiere der Erde und über alle Vögel des...
23.Mose 17
1   2
Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, indem er sprach: Jedermann aus dem Hause Israel,...
3Psalmen 14,2-3
1
Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, daß er sehe, ob jemand so verständig sei und nach Gott frage; aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, der Gutes tut, auch nicht...
4Psalmen 119,97
1
Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darüber nach den ganzen Tag.
5Psalmen 119,165
1
Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts bringt sie zu Fall.
6Jesaja 1,11
1
Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber! Blut der Farren, Lämmer und Böcke begehre ich nicht!
7Jesaja 53,10-11
1
Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden. Wenn er seine Seele zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und lange leben; und des HERRN Vorhaben wird in seiner Hand...
8Jesaja 56,1
1
So spricht der HERR: Beobachtet das Recht und übet Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um offenbart zu werden.
9Jesaja 57,1
1
Der Gerechte kommt um, und kein Mensch nimmt es zu Herzen; und begnadigte Männer werden hinweggerafft, ohne daß jemand bemerkt, daß der Gerechte vor dem Unglück weggerafft wird.
10Jeremia 6,20-21
1
Was soll mir der Weihrauch von Saba und das köstliche Gewürzrohr aus fernem Lande? Eure Brandopfer mißfallen mir, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm. Darum spricht der HERR also: Siehe, ich...
11Jeremia 35
1
Das Wort, welches in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, vom HERRN an Jeremia erging, lautet also: Gehe zum Hause der Rechabiter und rede mit ihnen und führe sie ins Haus des HERRN, in eine der Hallen,...
12Hosea 6,6
1
Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.
13Amos 5,21-24
1
Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! Wenn ihr mir gleich euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich kein Wohlgefallen daran, und eure Dankopfer von...
14Micha 6,6-8
1
Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat der HERR Wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an unzähligen...
15Zephanja 1,4-8
1
Und ich will meine Hand ausstrecken wider Juda und wider alle Bewohner von Jerusalem und will von diesem Orte ausrotten den Überrest des Baalsdienstes, den Namen der Götzendiener samt den Priestern; auch...
16Sacharja 12,10
1
Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, und sie werden um ihn klagen,...
17Maleachi 3,1-4
1
Siehe, ich sende meinen Engel, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, nach dem ihr begehret; siehe, er kommt,...
18Maleachi 4,4-6
1
(H3-22) Seid eingedenk des Gesetzes Moses, meines Knechtes, das ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe, der Pflichten und der Rechte! (H3-23) Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe...
19Matthäus 1,19
1
Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht an den Pranger stellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
20Matthäus 1,20-24
1
Während er aber solches im Sinne hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn was in ihr erzeugt...
21Matthäus 1,25
1
und erkannte sie nicht, bis sie den Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus.
22Matthäus 2,13-15
1
Als sie aber entwichen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir...
23Matthäus 2,23
1
Und dort angekommen, ließ er sich nieder in einer Stadt namens Nazareth; auf daß erfüllt würde, was durch die Propheten gesagt ist: «Er wird Nazarener heißen.»
24Matthäus 8,8
1
Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden.
25Matthäus 12,46-50
1   2
Während er noch zu dem Volke redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und suchten mit ihm zu reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und...
26Matthäus 13,53-58
1   2   3   4   5
Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dannen. Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, so daß sie erstaunten und sprachen: Woher hat dieser...
27Matthäus 15,3-6
1
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Denn Gott hat geboten: «Ehre deinen Vater und deine Mutter!» Und: «Wer Vater oder Mutter...
28Matthäus 22,37-40
1
Jesus sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.» Das ist das erste und größte Gebot. Ein anderes aber ist...
29Markus 3,20-25
1
Und sie kamen nach Hause, und da kam abermals das Volk zusammen, also daß sie nicht Raum hatten, zu essen. Und da es die Seinen hörten, gingen sie aus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er ist...
30Markus 3,20-21
1
Und die kommen in ein Haus. Und wiederum kommt eine Volksmenge zusammen, so daß sie nicht einmal essen konnten. Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie hinaus, um ihn zu greifen; denn sie sprachen:...
31Markus 3,20-25
1   2
Und sie traten in das Haus, und das Volk kam abermals zusammen, also daß sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. Und als die, welche um ihn waren, es hörten, gingen sie aus, ihn zu greifen; denn...
32Markus 3,31-35
1
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben aber draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn her. Und sie sagten zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder sind draußen...
33Lukas 1,65
1
Und es kam Furcht über alle ihre Nachbarn, und auf dem ganzen Gebirge von Judäa wurden alle diese Dinge besprochen.
34Lukas 2,21-24
1
Und als acht Tage vollendet waren, da man das Kind beschneiden mußte, wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe er im Mutterleibe empfangen worden war. Und als die Tage ihrer Reinigung...
35Lukas 2,25-35
1
Und siehe, es war ein Mensch zu Jerusalem, namens Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und heiliger Geist war auf ihm. Und er hatte vom heiligen Geist...
36Lukas 2,42-52
1   2   3   4   5   6
Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach Gewohnheit des Festes hinauf. Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem; und seine Eltern wußten es...
37Lukas 3,21-22
1
Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, daß sich der Himmel auftat und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und...
38Lukas 3,23
1
Und Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing zu lehren; und war, wie man meinte, ein Sohn Josephs,
39Lukas 8,19-21
1
Es kamen aber seine Mutter und seine Brüder zu ihm, und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen. Es wurde ihm aber gemeldet: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und begehren dich...
40Lukas 23,28
1   2
Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weinet nicht über mich; weinet vielmehr über euch selbst und über eure Kinder!
41Johannes 2,1-11
1
Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit geladen. Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu...
42Johannes 2,12
1
Darnach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nicht viele Tage daselbst.
43Johannes 4,12-17
1
Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh? Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt,...
44Johannes 7,1-11
1   2
Darnach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten. Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe. Da sprachen seine Brüder zu ihm: Brich...
45Johannes 16,12-13
1
Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst...
46Johannes 19,25-27
1
Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Klopas Frau, und Maria Magdalena. Als nun Jesus die Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte,...
47Apostelgeschichte 1,12-14
1   2
Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berge, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie verblieben,...
48Apostelgeschichte 10
1   2   3   4
Es war aber in Cäsarea ein Mann, namens Kornelius, ein Hauptmann der Rotte, welche man «die italienische» nennt; fromm und gottesfürchtig samt seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen spendete...
49Apostelgeschichte 11,15-18
1   2
Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang. Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen...
50Apostelgeschichte 12,13-17
1
Als aber Petrus an die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen. Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, tat sie vor Freuden das Tor nicht auf, sondern lief hinein und meldete,...
51Apostelgeschichte 14,27-28
1
Als sie aber angekommen waren, versammelten sie die Gemeinde und erzählten, wie viel Gott mit ihnen getan und daß er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan habe. Sie verbrachten aber nicht geringe Zeit...
52Apostelgeschichte 15
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11   12
Und etliche kamen aus Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauche Moses beschneiden lasset, so könnt ihr nicht gerettet werden! Da sich nun Zwiespalt erhob und Paulus und...
53Apostelgeschichte 21,15-36
1   2   3   4   5
Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen hinauf nach Jerusalem. Es gingen aber auch etliche Jünger aus Cäsarea mit uns, die brachten uns zu einem gewissen Mnaso aus Cypern, einem alten...
54Römer 3,9-12
1
Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind, wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch...
55Römer 11,17-22
1
Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht wider die...
561.Korinther 3,17
1
Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.
571.Korinther 5,11
1
Nun aber habe ich euch geschrieben, daß ihr keinen Umgang haben sollt mit jemandem, der sich Bruder nennen läßt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold...
581.Korinther 9,4-6
1
Haben wir nicht Vollmacht, zu essen und zu trinken? Haben wir nicht Vollmacht, eine Schwester als Gattin mit uns zu führen, wie auch die andern Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? Oder haben nur...
591.Korinther 15,3-8
1
Denn ich habe euch in erster Linie das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich daß Christus für unsre Sünden gestorben ist, nach der Schrift, und daß er begraben worden und daß er auferstanden...
60Galater 1,15-19
1   2   3
Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündige,...
61Galater 2
1   2   3   4   5
Darauf, nach vierzehn Jahren, zog ich wiederum nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. Ich zog aber hinauf infolge einer Offenbarung und legte ihnen, insbesondere den Angesehenen, das...
62Jakobus 2,5-13
1
Höret, meine lieben Brüder: Hat nicht Gott diejenigen erwählt, die in den Augen der Welt arm sind, daß sie reich im Glauben und Erben des Reiches würden, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? Ihr...
63Offenbarung 11,17-18
1
und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der da ist, und der da war, daß du deine große Macht an dich genommen und die Regierung angetreten hast! Und die Völker sind zornig geworden, und...




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Die in «Ausarbeitungen» zitierten Bibelstellen
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