Bild und Verknüpfung zum Wegweiser

Führungsstile

Paulus

Paulus als geduldiges Vorbild für die Gemeinde

 


Zusammenfassung

Paulus liefert viele positive Beispiele für ein gutes Führungsverhalten. Er ist bereit, Dinge wiederholt zu sagen. Er gibt den Mitarbeitern Zeit seine Gedanken nachzuvollziehen. Er vertraut seinen Mitarbeitern.

Schlagwörter: Führung - Mitarbeiter - Paulus - Vertrauen - Wiederholung

Bereich Anregungen

Thema Vorangehender Beitrag Folgender Beitrag

Chef
Führungsstile in der Bibel
Führung heißt Dienen

Der rücksichtslose, rücksichtsvolle, gute Hirte
Aspekte der Führung Jesu

Nebukadnezar
Nebukadnezar, der Potentat, der Angst vor seinen Mitarbeitern hat

Menschen in der Bibel
Menschen in der Begegnung mit Gott
Die großen Glaubensfrauen und -männer der Bibel - Ihre Stärken und ihre Schwächen

Der rücksichtslose, rücksichtsvolle, gute Hirte
Aspekte der Führung Jesu

Rehabeam und Jerobeam
Der aus der Angst geborene machtvolle Auftritt des neuen Chefs





Führungsstile

Paulus

Viele Bemerkungen in seinen Briefen offenbaren die Vorstellung, die Paulus mit Führung verbindet.

Geduldiges Vorbild

Philipper 3,1-16 * : Im übrigen, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß. Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung! Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, wiewohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr; der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze untadelig gewesen. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet; ja ich achte nun auch alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe, und ich achte es für Unrat, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, daß ich nicht meine eigene Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz) habe, sondern die, welche durch den Glauben an Christus erlangt wird , die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte. Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. So viele nun vollkommen sind, wollen wir also gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denket, so wird euch Gott auch das offenbaren. Nur laßt uns, wozu wir auch gelangt sein mögen, nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.

Die Aufforderung

Im übrigen, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.

Dies ist kein selbstverständliches Prinzip, um Höchstleistungen zu erzielen. „Freuet euch” Viele Firmen sind anders strukturiert. Da gilt die Auseinandersetzung, der Kampf, ja die Feindschaft unter Mitarbeitern als Triebkraft des Fortschritts, als Element der Mitarbeitermotivierung. „Sie müssen dich hassen, dann spielen sie mit voller Kraft.” ist ein verbreitetes Führungsprinzip, im Sport wird es von einigen Trainern praktiziert.

Die Wiederholung als Element der Überzeugung.

Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß.

Paulus ist sich nicht zu schade, alles zwei-, dreifach oder noch häufiger zu sagen. Er ist sich bewusst, dass er damit Gewissheit schafft. Eine gute Führungspersönlichkeit lässt Gedanken reifen, gibt seinen Mitarbeitern Zeit, auf eine neue Linie einzuschwenken. Wenn ein Auto eine bestimmte Richtung fährt, dann ist jedem klar, dass das Fahrzeug nicht von einer Sekunde auf die andere in eine andere Richtung fahren kann. Es bedarf einer geeigneten Geschwindigkeit, damit wir nicht aus der Kurve fliegen. Im Bereich des menschlichen Zusammenlebens müssen wir uns auch Zeit geben, um geistige (auch geistliche) Kurven zu fahren. Diese Rücksichtnahme fiel Paulus nicht lästig und darf uns auch nicht lästig fallen.

Paulus ist sich seiner Sache gewiss und macht auch kein Hehl daraus.

Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!

Dies ist ein wichtiges Grundprinzip: Mit „vielleicht” oder „sollte, hätte würde,...” ist noch kein Mensch überzeugt worden. Paulus sieht Probleme für die Philipper und er spricht sie klar an. Er nimmt keine Rücksicht darauf, dass er sich diese „Hunde der Zerschneidung” damit zu Feinden macht. Diesen klaren, unmissverständlichen Tonfall finden wir übrigens in den Sendschreiben wieder. Auch Jesus spricht die Probleme in den Gemeinden deutlich an. So sagt er der Gemeinde in Sardes: Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich weiß deine Werke: du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot. (Offenbarung 3,1 * ) oder ermahnt die Gemeinde in Laodicea: Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß! (Offenbarung 3,15-17 * )

Paulus kennt seine Vorzüge und stellt sie auch gelassen dar.

Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, wiewohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr; der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze untadelig gewesen.

Viele Menschen scheuen sich, über ihre positiven Seiten zu reden. Zu einer Selbstreflektion gehört aber die Wahrnehmung der eigenen Stärken und Schwächen. Es gehört auch dazu, über diese in angemessener Form reden zu können.

Das Ziel

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet; ja ich achte nun auch alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe, und ich achte es für Unrat, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, daß ich nicht meine eigene Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz) habe, sondern die, welche durch den Glauben an Christus erlangt wird , die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte.

Paulus hat ein klares Ziel, dem er alles unterordnet, auch seine Vorzüge. Er macht seine Arbeit nicht aus Zwang, nicht aus Hass, sondern weil er ein klares Ziel hat.

Paulus kennt seine Vorzüge und stellt sie auch gelassen dar.

Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Paulus ist sich seiner Unvollkommenheit bewusst und kommuniziert das auch. Viele Führungskräfte wollen immer die Überlegenen sein, die, die die Richtung bestimmen. Und sie merken gar nicht, dass sie gerade dadurch dumm und unbeholfen wirken.

Der Aufruf

So viele nun vollkommen sind, wollen wir also gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denket, so wird euch Gott auch das offenbaren. Nur laßt uns, wozu wir auch gelangt sein mögen, nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.

Dieser Aufruf ist keinesfalls ein Marschkommando, damit alle im Gleichschritt marschieren. Er lässt das „anders denket” offen. Er vertraut auch auf die Langzeitwirkung seiner Worte. Er vertraut darauf, dass der lebendige Gott an denen arbeiten wird, die nicht gleich alles so sehen wie Paulus, denn auch Paulus spricht nicht aus sich selbst sondern geleitet durch den Heiligen Geist. Diese Geduld und Offenheit des Paulus ist kein Vorwand, die Frage nach Gott immer weiter nach hinten zu schieben. Es ist aber die Anerkenntnis, dass Gott handelt und dass Gott der eigentliche Urprung allen Lebens ist. Und deshalb leistet auch Gott durch den Heiligen Geist die eigentliche Überzeugungsarbeit.





Bereich Anregungen

Thema Vorangehender Beitrag Folgender Beitrag

Chef
Führungsstile in der Bibel
Führung heißt Dienen

Der rücksichtslose, rücksichtsvolle, gute Hirte
Aspekte der Führung Jesu

Nebukadnezar
Nebukadnezar, der Potentat, der Angst vor seinen Mitarbeitern hat

Menschen in der Bibel
Menschen in der Begegnung mit Gott
Die großen Glaubensfrauen und -männer der Bibel - Ihre Stärken und ihre Schwächen

Der rücksichtslose, rücksichtsvolle, gute Hirte
Aspekte der Führung Jesu

Rehabeam und Jerobeam
Der aus der Angst geborene machtvolle Auftritt des neuen Chefs


Nr.BibelstelleBibeltext
1Philipper 3,1-16
1
Im übrigen, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiß. Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf...
2Offenbarung 3,1
1
Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich weiß deine Werke: du hast den Namen, daß du lebest, und bist tot.
3Offenbarung 3,15-17
1
Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst:...




Überblick:

Startseite von Predige-das-Wort.de

Wegweiser durch die Webseite
Die in der Webseite zitierten Bibelstellen
Die in der Webseite eingesetzten Schlagwörter
          Thema «Häufigkeit»

Wegweiser durch den Bereich Predigten
Die in «Predigten» zitierten Bibelstellen
Die in «Predigten» eingesetzten Schlagwörter
          Thema «Predigten»
          Thema «Weihnachten»
          Thema «Jahreswechsel»
          Thema «Pfingsten»

Wegweiser durch den Bereich Anregungen
Die in «Anregungen» zitierten Bibelstellen
Die in «Anregungen» eingesetzten Schlagwörter
          Thema «Euer Gott»
          Thema «Menschen in der Bibel»
          Thema «Glauben»
          Thema «Chef»
          Thema «Literatur»
          Thema «EKD-Denkschrift»
          Thema «Vortrag „Groß ist unser Gott“»
          Thema «Gott und die Zeit»

Wegweiser durch den Bereich Ausarbeitungen
Die in «Ausarbeitungen» zitierten Bibelstellen
Die in «Ausarbeitungen» eingesetzten Schlagwörter
          Thema «Bibelarbeiten»
          Thema «Auswertungen der Konkordanz»
          Thema «Prophet»
          Thema «Katastrophen»
          Thema «Festtage»
          Thema «Suppenküche»
          Thema «Die Zeit im Neuen Testament»

Vorschläge zu Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf meiner Webseite Fragen-zur-Bibel.de






Anregungen, Hinweise oder seelsorgliche oder inhaltliche Fragen an: robert.zobel@predige-das-wort.de