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Führungsstile

Nebukadnezar

Nebukadnezar, der Potentat, der Angst vor seinen Mitarbeitern hat

 


Zusammenfassung

In dieser Geschichte wird die Einsamkeit von Führungspersönlichkeiten thematisiert.

Schlagwörter: Daniel - Einsamkeit - Führung - Gottvertrauen - Grausamkeit - Nebukadnezar

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Führungsstile

Nebukadnezar

Leider nicht nur eine Karikatur aus längst vergangenen Zeiten

Der Traum

Daniel 2,1-13 * : Und im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, also daß sein Geist sich beunruhigte und der Schlaf ihn floh. Da befahl der König, man solle die Schriftkundigen und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem Könige seine Träume kundtäten. Also kamen sie und traten vor den König. Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe. Hierauf gaben die Chaldäer dem König auf aramäisch zur Antwort: O König, lebe ewig! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Auslegung sagen. Der König antwortete den Chaldäern: Mein Beschluß bleibt fest: Werdet ihr mir den Traum samt seiner Auslegung nicht kundtun, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser in Misthaufen verwandelt werden; wenn ihr mir aber den Traum kundtut, dazu seine Deutung, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung! Da antworteten sie wieder und sprachen: Der König möge seinen Knechten den Traum erzählen, so wollen wir ihn auslegen. Der König antwortete und sprach: Ich weiß nun sicher, daß ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr wohl seht, daß mein Entschluß feststeht. Wenn ihr mir den Traum nicht kundtut, so trifft euch jenes eine Urteil, da ihr euch vorgenommen habt, lügenhafte und trügerische Worte vor mir zu reden, bis sich die Zeiten ändern. Sagt mir den Traum, damit ich weiß, daß ihr mir auch die Deutung kundtun könnt! Die Chaldäer antworteten dem König und sprachen: Es ist kein Mensch auf Erden, der kundtun könnte, was der König befiehlt; deshalb hat auch nie irgend ein großer und mächtiger König dergleichen von einem Schriftkundigen, Wahrsager oder Chaldäer verlangt! Denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Es ist auch niemand, der es dem König kundtun könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei dem Fleische ist! Darob ward der König sehr aufgebracht und zornig und befahl, alle Weisen zu Babel umzubringen. Und der Befehl ging aus, die Weisen zu Babel zu töten; und man suchte auch Daniel samt seinen Mitverbundenen, um sie zu töten.

Nebukadnezar hat einen Traum, der ihn wirklich beunruhigt. Er braucht eine wahrhaftige und verlässliche Antwort. Das übliche Geplänkel bei Hof reicht ihm nicht. Er muss die Wahrheit wissen. Und in diesem Moment existenzieller Sorge greift das Misstrauen, das er offenbar schon länger gegenüber seinen Beratern hegt, er empfindet, dass sie ihm doch nur dummes Zeug erzählen werden, wie so oft. Daher fasst er diesen teuflischen Plan. Kommt in dieser Geschichte die Einsamkeit der Führungskraft nicht deutlich zum Ausdruck? Sie bringt auch zum Ausdruck, wie sich eine Führungskraft von liebedienerlichen Typen umgarnen lässt. Offenbar hatte Nebukadnezar niemanden mehr, dem er wirklich vertraute. Es bleibt offen, warum das so ist. Hatte er alle schon hingerichtet, die es gewagt haben, ihm auf Grund ihrer Sachkompetenz zu widersprechen? Warum hat er keine Menschen um sich herum, denen er vertraut, die ihm auch einmal die abweichende Meinung sagen. Nicht immer ist ein böses Schicksal schuld, wenn eine Führungskraft einsam wird. Manchmal ist es auch die Angst, dass mir jemand meinen Stuhl wegnimmt. Der inkompetente Liebediener ist eher kein Gegner, es ist der leichtere Weg, solch einen Menschen zum Berater zu machen.

Bemerkenswert ist, dass er lange damit lebt, offenbar, weil es ihm politisch opportun erschien. In seiner Führungsposition hat er sich aus menschlichen Bindungen gelöst. Dies ist einfacher. Ich weiß von einem Spitzenmanager, der beim Antritt seiner Führungsposition erst einmal alle Duz-Freundschaften widerrufen hat. Er wusste, dass er sich in eine Einsamkeit begeben musste und er hat es sehr bewusst getan. Wie sich dieser Verlust an sozialer Bindung auswirkt, wie ein Mensch verändert wird, wenn er sich nur noch auf die Macht verlässt, das zeigt uns Nebukadnezar. Nicht nur, dass er völlig überzogene Forderungen stellt, er wird zum Mörder. Wenn man diese Geschichte weiterliest, dann sieht man auch, dass Daniel mit Gottes Hilfe diese Situation übersteht. Dies ist die Hoffnung, die dem Geschundenen bleibt. Die anderen, die sich nur auf die Nähe zur Macht, auf ihre Beziehung zum Thron verlassen haben, hat es über Nacht dahin gerafft.

Nun ist das reale Leben nicht immer so gerecht. Aber die Hitlers und Stalins dieser Welt haben immer nur eine beschränkte Zeit. Ist diese um, so stürzen sie.





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Nr.BibelstelleBibeltext
1Daniel 2,1-13
1
Und im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, also daß sein Geist sich beunruhigte und der Schlaf ihn floh. Da befahl der König, man solle die Schriftkundigen und die Wahrsager,...




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