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Bibelarbeit

Kann man heute noch Erfahrungen mit Gott machen?

In der Bibel stehen großartige Dinge, da wird von Totenauferstehung, von Krankenheilung, von Prophetien gesprochen. Jesus war mitten unter den Jüngern und konnte ihnen mit göttlicher Autorität alle Fragen beantworten. Und heute erlebe ich eine Kirche, die ein gewaltiger Apparat ist, viele Traditionen hat und sich auf Dinge beruft, die 2000 Jahre zurückliegen. Gibt es heute noch Erfahrungen mit Gott, kann ich Erfahrungen mit Gott machen?

 


Zusammenfassung

Ein Glaube, der sich nur auf Buchwissen stützt, mag zwar formal korrekt sein, reduziert Gott aber auf eine abstrakte Denkkategorie. Daher ist es wichtig, neben dem Lesen der Bibel auch ganz persönliche Erfahrungen mit Gott zu machen. Dies bedeutet, die Realität Gottes nicht über Dritte, Eltern, Prediger oder Bücher, sondern persönlich zu erfahren. Diese Erfahrungen können darin bestehen, dass ich ein Bibelwort ganz konkret auf mich anwende. Sie können darin bestehen, dass ich eine Frage im Gebet vor Gott stelle und die Impulse, die ich dann empfinde, umsetze und prüfe, was daraus erwächst und damit feststelle, ob Gott zu mir geredet hat. Letztlich mündet es darin, dass mein ganzes Leben eine Zwiesprache mit Gott ist und ich lerne, aus den vielen Stimmen, die in mir sind, aus den vielen Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, das heraus zu filtern, was die Stimme Gottes ist. Man lernt das mit der Zeit zu unterscheiden. Jesus sagt dazu: Und wenn er seine Schafe alle herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. (Johannes 10,4  * ) Dieses setzt eine gewisse Erfahrung im Hören auf Gott voraus, die wir erwerben können und, wenn wir als Christen leben wollen, auch erwerben müssen.

Schlagwörter: Berufung - Elisabeth - Erfahrung - Gebet - Gegenwart Gottes - Gesetz - Gesundheit - Gethsemane - Gewissheit - Glaube - Gott - Handauflegung - Hoherpriester Skevas - Hungersnot - Jammern vor Gott - Maria - Missbrauch des Namens Gottes - Missbrauch des Namens Jesu - Mose - Nähe Gottes - Prophet - Reden Gottes - Taufe - Unverfügbarkeit Gottes - Verklärung - Zauberer Simon - abstrakter Glaube

Bereich Anregungen

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Euer Gott
Sehet, da ist Euer Gott
Ein Versuch, die Handlungsweisen Gottes an Hand biblischer Texte zu zeigen.

Die Freiheit des Glaubens
Wie kann erzwungener Glaube Gott verherrlichen?

Vortrag über den Gott, der in einem Licht wohnt, da niemand wohnen kann, das unseren Erfahrungshorizont weit übersteigt
(1) Unserem Nachdenken über Gott werden durch die Bibel klare Richtungen vorgegeben

Bibelarbeiten
Bibelarbeiten für verschiedene Zielgruppen
Die Faszination des Wortes Gottes

Vollmacht - Thema der GGE-Konferenz
Leise Töne zu einem großen Thema

Jesu Geburt bis zum Einzug in Jerusalem
... Blinde werden sehend, Lahme wandeln, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium gepredigt




 

Inhaltsverzeichnis

Was sind Erfahrungen mit Gott?

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- Gott in den Alltag einbeziehen

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- wie nahe ist dein Gott?

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- eine persönliche Erfahrung

Gottes Wort hilft
- gesundheitliche Vorteile

Beispiele für Gotteserfahrungen

Elisabeth und Maria
Zwei Frauen stolpern in die Heilsgeschichte Gottes

Gott bekennt sich zu Jesus

Gethsemane
- Jesus betet und erhält keine Antwort

Gott spricht durch einen Propheten

Missbrauch des Namen Jesu

Und wie erkenne ich, dass es wirklich eine Gotteserfahrung war?

Was sind Erfahrungen mit Gott?

Erfahrungen mit Gott sind zunächst einmal persönliche Erfahrungen, die ein Mensch macht, wenn er zu Gott betet und Ereignisse eintreten, die er als Antwort auf sein Gebet empfindet. Dies kann eine innere Gewissheit sein, dass eine bestimmte Entscheidung richtig ist. Dies kann ein Bibelwort sein, dass seine Gedanken in eine ganz bestimmte Richtung lenkt. Es kann aber auch ein Zuspruch sein, den er von einem anderen Menschen bekommt. Diese Erfahrungen sind persönlicher Art und werden von anderen Menschen häufig kaum bemerkt. Sie stärken den Glauben des Betroffenen, weil er die Gegenwart Gottes erlebt. Für einen Dritten sind sie häufig nicht so zwingend, Gottesleugner werden sie als Einbildung abtun.

Daneben gibt es die großen Erfahrungen, z.B. wenn ein Mensch nach Gebet durch Handauflegung gesund wird. Diese Erfahrungen beeindrucken Menschen tief und lösen häufig Furcht aus vor der Macht, die da am Werk ist. Bei den Betroffenen allerdings lösen sie unbeschreibliche Freude aus.

Dann gibt es Berufungserlebnisse, wenn Gott in eine bestimmte Situation hinein redet und Menschen zu einem Dienst beruft. Wieder kann dieses Reden Gottes sich durch reale Stimmen ereignen, die der Betroffene hört, andere aber nicht hören, oder Stimmen, die alle hören, die an diesem Ort sind, oder es ist eine Gewissheit, die ein Mensch empfindet: „Ja, ich soll das und das tun.“ Die Bibel beschreibt viele verschiedene Wege, wie Gott mit Menschen redet.

Erfahrungen mit Gott sind Grundlage und natürliche Folge des Glaubens

Lebendiger Glaube ist ein Reden mit Gott und damit verbunden auch das Antworten Gottes. Andernfalls ist der Glaube nur Weltanschauung, weil er zwar bestimmte Meinungen und ethische Forderungen eines unnahbaren Gottes umsetzt, dies aber ohne eine persönliche Beziehung zu einem gleichsam fremden und schweigenden Gott tut. Dieser Glaube ist arm, führt zu dogmatischer Verhärtung und ist nicht weit weg von dem Gott der Philosophen, also einer abstrakten Denkkategorie. Dabei ist es unmaßgeblich, in welchem Gewand dieser Glaube daherkommt. Er ist tot, wenn er nicht den Raum lässt, dass Gott Menschen verändert. Und dies geschieht nur, wenn Gott zu den Menschen redet, also über Erfahrungen des einzelnen Menschen mit Gott. Dabei ist die Möglichkeit, dass Gott durch andere Menschen zu mir redet, eingeschlossen, aber immer muss bei dem Betroffenen die innere Gewissheit entstehen, dass es eigentlich Gott ist, der zu ihm redet.

Moses Erfahrung am Dornenbusch

Da wird ein israelitisches Kind, Mose, am Hof des Pharao groß. Er lernt die Traditionen des alten Ägypten kennen, auch ihre vielfältige Götterwelt. Aber er weiß auch, dass er gar nicht dazugehört, sondern eigentlich zu dem Volk gehört, dass versklavt für den Pharao Pyramiden bauen muss. Im Zorn erschlägt er deshalb einen Ägypter, der einen Israeliten quält. Er muss fliehen. ( 2.Mose 2,1-15 * )

In der Wüste auf der Halbinsel Sinai findet er Asyl. Weit weg vom pulsierenden Leben des ägyptischen Thrones hütet er Schafe. ( 2.Mose 2,16-22 * )

Irgendwann sieht er einen Dornenbusch, der brennt. Nichts besonderes, dass ein Dornbusch in der heißen Sonne der Wüste Sinai brennt - aber er verbrennt nicht. Deshalb bleibt Mose stehen und beobachtet verwundert diesen Busch. Schließlich spricht Gott zu ihm aus diesem Dornenbusch. Er schickt ihn zurück an den Hof des Pharao, damit er die versklavten Israeliten befreit. Als Mose stirbt, hinterlässt er ein gewaltiges Gesetzeswerk für das Volk Israel, die Israeliten sind aus der ägyptischen Sklaverei befreit und Israel steht am Jordan, um das verheißene Land in Besitz zu nehmen. ( 5.Mose 34 * )

Diese Geschichte habe ich erzählt, um deutlich zu machen, dass Gotteserfahrung und Glaube nicht aus dem Willen von Menschen entsteht. Gott entscheidet sich, er entscheidet, dass er sich offenbart, und Gott entscheidet über den Zeitpunkt, den Ort und die Art, wie er sich offenbart. Mose hat sich das nicht ausgesucht, sondern Gott hat ihn gerufen. Nicht Mose hat die Gesetze erfunden, sondern Gott hat sie ihm auf dem Sinai in Steintafeln gegeben. ( 2.Mose 20,1-21 * )

Wir dürfen auch jammern vor Gott

Mose jubelt nicht, dass er endlich ein Berufungserlebnis und eine echte Gotteserfahrung hat. Im Gegenteil, Mose jammert: Da antwortete Mose und sprach: Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen? (2.Mose 4,1 * ) An einer anderen Stelle argumentiert er mit seiner Unzulänglichkeit: Mose aber sprach zum HERRN: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es weder gestern noch vorgestern gewesen und auch nicht, seitdem du mit deinem Knechte geredet hast; denn ich habe einen schwerfälligen Mund und eine schwere Zunge! (2.Mose 4,10 * ) Und selbst, als er schon die großen Wunder des Auszugs, die zehn Plagen und den Durchzug durchs Meer erlebt hat, hadert er noch mit Gott: Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volke tun? Es fehlt wenig, sie werden mich noch steinigen! (2.Mose 17,4 * ) Gott verwirft Mose nicht, er beruft ihn trotz seiner Einwände. Dies sollte uns ermutigen, in unseren Gebeten vor Gott offen und ehrlich zu reden.

… und werden sie mir auch glauben
Die persönliche Gotteserfahrung und die anderen.

Die Frage, die Sie vielleicht bewegt, ob man diese Geschichte überhaupt glauben kann, ist keine moderne Frage, sondern war ungefähr das erste, was Menschen nach einer Gotteserfahrung einfiel: Da antwortete Mose und sprach: Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen? ( 2.Mose 4,1 * ) Und Mose war mit seiner Berufung auch nicht nur glücklich, sondern er hat unter seiner Berufung auch gelitten, es ging bis an den Rand seiner Kräfte. Warum all diese Hinweise im Zusammenhang mit der Frage nach den Erfahrungen mit Gott:

Gotteserfahrung: unverfügbar und doch kommt es auch auf mich an.

Das Erlebnis mit dem Dornenbusch wurde von Mose nicht erwartet oder erbeten. Es zeigt uns, dass wir über Gotteserfahrungen nicht verfügen können. Gotteserfahrung setzt voraus, dass Gott selbst uns eine solche Erfahrung schenken will. ER ist der aktive Teil. Uns bleibt nur die Bitte, die innerer Offenheit, die Sensibilität. Gerade der Mensch am Anfang seines Glaubens ist ermuntert, Gott zu bitten, dass er ihm eine persönliche Erfahrung schenkt. Aber er sollte auch Geduld mitbringen. Auch die Mosegeschichte hätte anders verlaufen können, wenn Mose einerseits dem Busch keine Beachtung geschenkt hätte: „Das kann nicht sein, dass der Busch so lange brennt, ich täusche mich, dass ist sicherlich schon ein anderer Busch“ Oder als Gott zu ihm geredet hat: „Heute ist es so heiß, dass es bei mir schon im Kopf losgeht und ich Stimmen höre.“ Ob Gott es dann noch einmal an anderer Stelle und auf andere Weise versucht hätte, darüber können wir nur spekulieren. (Vergleiche die Erfahrungen des jungen Samuel, der viermal gerufen wird, weil er dreimal nicht erkennt, dass Gott es ist, der ihn ruft. ( 1.Samuel 3 * ) Fest steht, dass ich mit einer primitiven und unsensiblen Haltung viel kaputt machen kann. Dies kennen wir aus dem zwischenmenschlichen Bereich. Wenn ein Mensch mir vorsichtig etwas sagen will und ich ihm naseweis über den Mund fahre, dann wird er es kaum ein zweites Mal versuchen. Auch der Wunsch, Erfahrung mit Gott zu machen, setzt Sensibilität voraus. Wie oft Gott mich anspricht, ist in sein Ermessen gestellt.

Gotteserfahrung als Grundlage des Glaubens und Handelns.

Damit ist zunächst einmal an einem Beispiel gezeigt, wie die Gotteserfahrung dem Menschen Mose zur Grundlage seines Glaubens geworden ist. Diese einschneidende Erfahrung war die Grundlage, dass er seine Familie in der Wüste zurück ließ und sich wieder an den Hof des Pharao begeben hat und sich damit auch wieder all den Auseinander­setzungen gestellt hat, die damit verbunden waren. Er hat auf dem Weg Israels aus Ägypten dann eine Fülle weiterer Erfahrungen gemacht. Deshalb waren für ihn Gotteserfahrungen tatsächlich Grundlage und später auch Folge seines Glaubens. Das ganze nachfolgende Handeln Moses basierte auf dieser Erfahrung mit dem brennenden, aber nicht verbrennenden Dornenbusch in der Wüste.

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- Gott in den Alltag einbeziehen

Erfahrungen mit Gott im Alltag werde ich sehr schnell machen, wenn ich ihn in meinen Alltag einbeziehe. Wenn also das Ärgerliche, das Unvorhergesehene passiert, dann kann ich innehalten und zunächst einmal für mich feststellen: „Gott, Du bist größer als dieses Missgeschick. Ich vertraue auf Dich.” Und dann kann ich fragen: „Gott, was willst Du mir damit zeigen?” Kinder, denen etwas Unvorhergesehenes passiert, rennen als allererstes zu den Eltern. So sollten auch wir, Gottes Kinder, als allererstes mit unseren Anliegen des Alltags zu unserem Vater laufen, noch bevor wir irgend einen Fluch über unsere Lippen bringen. Dies kann heißen, dass wir uns irgendwo hinsetzen und beten. Meist ist das aber gar nicht möglich und auch nicht nötig. Ein stilles Seufzen zu Gott, der uns hört, reicht aus. Es kommt darauf an, dass wir offen sind für das, was Gott uns sagen will. Dann werden wir Erfahrungen mit Gott machen. Dann werden wir sein Reden hören und hinterher feststellen, wie gut es war, in diesem Moment nicht in Panik zu verfallen, sondern auf Gott zu hören.

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- wie nahe ist dein Gott?

Ganz wichtig ist es, wenn man Erfahrungen mit Gott machen will, sensibel für das Reden Gottes zu sein. Wenn ich die Bibel lese, dann ist diese Sensibilität natürlich größer als in einer ganz normalen Alltagssituation. Deswegen müssen wir uns zunächst einmal fragen, wie nahe oder wie fern ist mein Gott, wenn ich meiner ganz normalen Arbeit nachgehe. Ein guter Gradmesser für das, was im Herzen ist, ist das, was aus dem Mund herauskommt. Jesus sagt in einer Predigt: Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Das ist's, was den Menschen verunreinigt; aber mit ungewaschenen Händen essen, das verunreinigt den Menschen nicht. (Matthäus 15,18-20 * ) Was kommt aus meinem Mund heraus, wenn mir etwas Unvorhergesehenes geschieht, wenn mich etwas ärgert? Wie kann ich erwarten, dass Gott in dieser Ausnahmesituation zu mir redet, wenn ich fluche, indem ich mich etwa auf das Endprodukt des Stoffwechsels beziehe oder gar den Namen Gottes missbrauche.

Erfahrungen mit Gott im Alltag
- eine persönliche Erfahrung

Die großen Entscheidungen in meinem Leben sind eigentlich nie in großen Gebetsversammlungen gefallen, sondern es war irgendwo auf dem Wege, wo mir deutlich wurde: So machst du das. Und erst später habe ich die Gewissheit gewonnen, dass da Gott zu mir gesprochen hat. In dem Augenblick war es einfach nur ein Gedanke. In einem Fall habe ich eine Entscheidung aus bestimmten Gründen getroffen. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass diese Gründe so bestanden. Hinterher hat sich herausgestellt, dass es genau so auch war, nur mindestens einer der Gründe konnte mir zu dem Zeitpunkt gar nicht bekannt gewesen sein. Ich habe es in dem Augenblick aber so gar nicht realisiert und war mir einfach gewiss in meiner Entscheidung.

Gottes Wort hilft
- gesundheitliche Vorteile

Solche persönlichen Erfahrungen helfen anderen nur bedingt weiter, weil man sie immer auch anders erklären kann: „Glück gehabt!”, „Gerade noch so gut gegangen!”, … Tatsache ist aber, dass die Reinigung der Sprache und das Wissen um die Gegenwart Gottes gerade auch im hektischen Alltag mir auch gesundheitliche Vorteile verschafft hat, weil ich mich viel weniger geärgert habe. Ich habe das auch versucht, meinen Kollegen zu vermitteln, dass das Wort «sich ärgern» in sich verräterisch ist. Jesus hat gesagt, wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst. ( Markus 12,31 * ) Klar ist, dass ich deshalb meinen Nächsten nicht ärgern soll. Vergessen wird meist, dass dies auch bedeutet, mich nicht zu ärgern, denn ich soll mich ja ebenfalls lieben.

Beispiele für Gotteserfahrungen

Die Bibel ist eigentlich das Buch der Gotteserfahrungen. Einige wollen wir im folgenden erwähnen und zum Nachlesen anregen, um einen Eindruck von der Vielschichtigkeit zu geben, mit der Gott zu den Menschen redet.

Elisabeth und Maria
Zwei Frauen stolpern in die Heilsgeschichte Gottes

In Lukas 1 *  lesen wir, wie zunächst Zacharias eine Erscheinung eines Engels hat, der die Geburt des Johannes, später Johannes der Täufer, ankündigt. Danach erfährt Maria, dass ihr Jesus geboren werden sollte. Ihr naturwissenschaftlicher Einwand: „Wie kann das sein, da ich keinen Mann kenne?” ‎ wird nicht gelten gelassen und sie begnügt sich mit: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Wort!” Immer geht Furcht mit der Erscheinung der himmlischen Mächte einher.

Gott bekennt sich zu Jesus

Alle Evangelisten berichten, wie Gott sich zu Jesus bekennt: Nach der Taufe Jesu  *  und auf dem Berg der Verklärung  * . Johannes berichtet von einer Stimme aus dem Himmel  * , kurz vor der Kreuzigung. Johannes berichtet auch, dass diese Stimme aus dem Himmel nicht um Jesu willen erschollen ist, sondern um unseretwillen. Damit will Jesus sagen, dass es erfolgt ist, damit die Jünger glauben.

Gethsemane
- Jesus betet und erhält keine Antwort

Als Jesus kurz vor seiner Kreuzigung im Garten Gethsemane  *  betet, erhält er keine Antwort von Gott. Er nimmt dies nicht zum Vorwand gegen Gott, sondern geht seinen Weg gehorsam weiter. Auch mit solchen Situationen muss der Gläubige rechnen.

Gott spricht durch einen Propheten

Zweimal wird in der Apostelgeschichte ein Prophet namens Agabus erwähnt. Einmal prophezeit er eine Hungersnot  * . Die Gemeinde in Antiochia veranlasst er damit zu Sammlungen für die notleidende Gemeinde in Judäa. Ein andermal kündigt er Paulus an, dass er in Jerusalem in Ketten  *  gelegt werden wird. Dies ist ein Beispiel, dass Gott nicht immer nur direkt zu einem Menschen spricht, sondern manchmal auch durch andere Menschen.

Missbrauch des Namen Jesu

Entscheidend ist, in welchem Geist ein Mensch die Begegnung mit Gott sucht. Zwei Beispiele mögen dies verdeutlichen. Da ist zum einen der Zauberer Simon  * , der zwar auch gläubig geworden ist, aber meint, die Begabungen Gottes kaufen zu können. Zum anderen sind da die Söhne des jüdischen Hohenpriesters Skevas  * . Sie müssen sich von den Teufeln, die sie austreiben wollen, verspotten lassen. Dies soll verdeutlichen, dass Gott sich nicht missbrauchen lässt.

Und wie erkenne ich, dass es wirklich eine Gotteserfahrung war?

Dazu gibt es eine sehr verheißungsvolle Aussage Jesu: Und wenn er seine Schafe alle herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. (Johannes 10,4  * )

Jesus bezeichnet sich oft als der Hirte und er sagt, dass seine Schafe seine Stimme kennen. Ein Mensch, der eine Beziehung zu Gott aufbaut, lernt dabei auch seine Stimme kennen. Dies ist nicht so, wie ich eine Stimme eines Menschen kennenlerne, mit dem ich oft telefoniere. Es ist ein Empfinden für das Reden Gottes, für das Reden seines Geistes. Wir lernen dann zu unterscheiden, was von Gott kommt und was nicht. So wie ein Mensch, der seine Bibel liest, ein Empfinden entwickelt, ob ein vorgelegter Text aus der Bibel sein kann oder nicht.

Der Mensch, der am Anfang steht, hat diese Vorerfahrungen allerdings noch nicht. Er kann aber darauf vertrauen, dass Gott ihn in einer solchen Situation bewahrt und nicht zulässt, dass seine Stimme von anderen „Sendern” gestört wird.







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Nr.BibelstelleBibeltext
12.Mose 2,1-15
1
Und es ging hin ein Mann von dem Hause Levis und nahm eine Tochter Levis. Und das Weib empfing und gebar einen Sohn. Und als sie sah, daß er schön war, verbarg sie ihn drei Monate lang. Als sie ihn aber...
22.Mose 2,16-22
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Aber der Priester in Midian hatte sieben Töchter; die kamen, um Wasser zu schöpfen, und füllten die Tränkrinnen, um ihres Vaters Schafe zu tränken. Da kamen die Hirten und jagten sie fort. Aber Mose machte...
32.Mose 4,1
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Da antwortete Mose und sprach: Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen?
42.Mose 4,1
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Da antwortete Mose und sprach: Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen?
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Mose aber sprach zum HERRN: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es weder gestern noch vorgestern gewesen und auch nicht, seitdem du mit deinem Knechte geredet hast; denn ich habe...
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Da redete Gott alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. Du sollst keine andern Götter neben mir haben! Du sollst dir kein...
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10Matthäus 15,18-20
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Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen....
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Da kommt Jesus mit ihnen in ein Gut, namens Gethsemane. Und er spricht zu den Jüngern: Setzet euch hier, während ich dorthin gehe und bete. Und er nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und...
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Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Judäa ein Prophet namens Agabus herab. Der kam zu uns, nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach: Das sagt der heilige...




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