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Festtage

Buß- und Bettag

Warum Buße?

 


Zusammenfassung

Wir leben, insbesondere als Gläubige, so, dass doch eigentlich alles ganz in Ordnung ist, weil wir uns bemühen, nach den Geboten Gottes zu leben. Und doch zeigt sich in unserem Leben, dass es nicht die Kraft besitzt, die es nach den Verheißungen der Schrift haben müsste. Die Jünger kannten eine ähnliche Situation, als sie an einer Dämonenaustreibung scheitern, die Jesus mit einem einzigen Wort bewirkt. Sie fragen Jesus: „Warum konnten wir ihn nicht austreiben?“ Jesu Antwort weist uns den Weg, wo wir Anlass zur Buße haben.

Schlagwörter: Bibel - Buß- und Bettag - Buße - Dämonen - Dämonenaustreibung - Ermüdung Gottes - Erwartung an Gott - Gebet - Heilung - Hoherpriester - Jesus - Kleinglaube - Skevas - gutes Gewissen

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Buß- und Bettag
Das ganze Leben ist von Buße und Vergebung getragen

Buß- und Bettag
Gottes Güte und das unbußfertige Herz

Buß- und Bettag
Gedanken zum Buß- und Bettag
Über einen verlorenen Feiertag

Buß- und Bettag
Das ganze Leben ist von Buße und Vergebung getragen

Buß- und Bettag
Gottes Güte und das unbußfertige Herz




Der Buß- und Bettag 17.11.2021 - Buße in schwerer Zeit

... aber wir haben doch alles richtig gemacht

Warum eigentlich Buße? Ich stehle nicht, ich bezahle alle meine Rechnungen und mache meine Steuererklärung nach bestem Wissen? Ich zahle meinen Beitrag an meine Kirchengemeinde und bemühe mich, auch im Straßenverkehr rücksichtsvoll zu sein. Einen Grund zur Buße sehe ich da nicht.

Und ich setze mein Vertrauen auf Gott, ich bete ihn an und habe keine Götter neben ihm. Da habe ich ein gutes Gewissen. Sicher könnte man alles noch intensivieren, aber man hat neben der Gemeinde ja auch noch andere Verpflichtungen. Warum also Buße?

Ich könnte noch mehr beten, das stimmt. Ist also der Buß- und Bettag für mich ein Bettag? Aber warum soll es dafür einen besonderen Tag geben. Es ist doch jeder Tag ein Bettag.

Und ich bemühe mich auch, die Bibel ernst zu nehmen. Ich versuche alles so zu lesen, wie es da steht. Ich bin nicht so arrogant, dass ich dieses und jenes aus meiner Bibel herauswerfe, nur weil ich es nicht verstehe. Gott wird mir durch seinen Geist schon zur rechten Zeit klarmachen, was die Texte für mich bedeuten. Darauf vertraue ich.

Buße, ehrlich, so richtig fällt mir dazu nichts ein. Klar, nicht immer habe ich genug geliebt. Manchmal platzt mir schon der Geduldsfaden, wenn Menschen sich gar so dumm anstellen. Aber hat sich nicht Jesus auch über die Pharisäer aufgeregt? Hat er nicht die Tische der Händler umgeworfen, die im Tempel ihre Geschäfte machten? Hat er nicht seine eigene Mutter auf der Hochzeit zu Kana angefahren: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2,4 *) Meine Mutter hätte solche Töne von mir nicht akzeptiert. Also: Jesus hat gelegentlich auch über die Stränge geschlagen. Oder?

... warum können wir das nicht

Matthäus 17,19-21 *: Da traten die Jünger zu Jesus, beiseite, und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Kleinglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und er würde sich hinwegheben, und nichts würde euch unmöglich sein. Aber diese Art fährt nicht aus, außer durch Gebet und Fasten.

Jesus hat soeben einen mondsüchtigen Knaben geheilt. Das sah so einfach aus: Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr aus von ihm, und der Knabe war gesund von jener Stunde an. (Matthäus 17,18 *) Dabei hatten es die Jünger vorher versucht und nicht gekonnt. Wie peinlich für die Jünger. Also nahmen sie Jesus zur Seite und fragten ihn: „Warum konnten wir ihn nicht austreiben?“ Und Jesus antwortet klar und unmissverständlich: „Um eures Kleinglaubens willen!“ Dabei glaubten die Jünger doch alles, was Jesus ihnen erzählte, so wie wir ja auch unserer Bibel glauben. Aber es funktioniert bei uns nicht. Wir sind eher in der Rolle der Söhne des Hoherpriesters Skevas, die versuchten, im Namen Jesu Dämonen auszutreiben:

Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus, so daß sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leibe weg auf die Kranken gelegt wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren. Es unterwanden sich aber etliche der herumziehenden jüdischen Beschwörer, über denen, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, welchen Paulus predigt! Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die solches taten. Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl, und von Paulus weiß ich; wer aber seid ihr? Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie los, überwältigte zwei von ihnen und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft, daß sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen. Das aber wurde allen kund, Juden und Griechen, die zu Ephesus wohnten. Und Furcht befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde hoch gepriesen. (Apostelgeschichte 19,11-17 *)

Ein jeder forsche nun für sich selbst, wo er steht. Die Söhne des Hoherpriesters Skevas haben es wenigstens versucht, sind aber gescheitert, weil sie meinten, die Formel „Jesus, welchen Paulus predigt“ reicht aus. Wir sind da vorsichtiger und sagen lieber gar nichts, damit niemand unsere Kraftlosigkeit bemerkt.

Es gibt dazu eine interessante Begebenheit, die Jesaja berichtet:

Der HERR aber sprach zu Jesaja: Gehe doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schearjaschub, an das Ende der Wasserleitung des obern Teiches, nach der Straße des Walkerfeldes, und sprich zu ihm: Hüte dich und sei ruhig, fürchte dich nicht, und dein Herz verzage nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummeln, der Zornglut Rezins von Syrien und des Sohnes Remaljas! Wegen dessen, was der Syrer Böses wider dich geplant hat, Ephraim und der Sohn Remaljas, welche sagen: «Wir wollen nach Juda hinaufziehen und es ängstigen und es für uns erobern und den Sohn Tabeels zum König unter ihnen einsetzen!» spricht der HERR also: Es soll nicht zustande kommen und nicht geschehen! Denn Damaskus ist die Hauptstadt von Syrien, und Rezin ist das Haupt von Damaskus; und binnen fünfundsechzig Jahren wird Ephraim zertrümmert und kein Volk mehr sein. Und die Hauptstadt Ephraims ist Samaria, und das Haupt Samarias ist der Sohn Remaljas. Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht! Weiter redete der HERR zu Ahas und sprach: Fordere ein Zeichen von dem HERRN, deinem Gott, in der Tiefe unten oder droben in der Höhe! Da antwortete Ahas: Ich will nichts fordern, damit ich den HERRN nicht versuche. Darauf sprach Jesaja: Höre doch, Haus Davids, ist es euch nicht genug, daß ihr Menschen ermüdet, müßt ihr auch meinen Gott ermüden? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel nennen wird. (Jesaja 7,3-14 *)

Kann es sein, dass auch wir Gott ermüden, weil wir nichts von ihm erwarten und unsere Untätigkeit auch noch fromm begründen? „Ich will nichts fordern, damit ich den HERRN nicht versuche.“ Ist das vielleicht die fromme Umschreibung für „Ich will nichts fordern, weil der HERR doch nicht antwortet.“ oder „Ich will nichts fordern, weil ich nicht glauben mag, dass das etwas bringt.“

... darum können wir das nicht

Damit ist sonnenklar, dass wir der Buße bedürfen, weil unser Glaube so klein ist, weil unsere Erwartung an Gott so klein ist. „Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht!“ Diese Warnung unseres HERRN sollte uns hinreichend Anlass zur Buße geben.

Weitere Ausarbeitung zum Buß- und Bettag

Gottes Güte und das unbußfertige Herz

Schauen wir das Gute an, das wir tun könnten, so haben wir sicherlich viele gute Taten aufzuweisen, aber wir merken sehr schnell: „Es war nicht genug.“, es hätte mehr sein können. Viele gute Gelegenheiten haben wir versäumt. Wenn wir dann noch den Lasterkatalog aus Galater 5,19-21 hinzuziehen, dann werden wir gewahr, dass es mit dem „Es war nicht genug.“ noch gar nicht getan ist, dass noch viele weitere Dinge hinzukommen, insbesondere, wenn wir Fragen wie Ehebruch und Mord mit den Aussagen Jesu aus der Bergpredigt bewerten. Aber wir sind froh, dass wir im VATER UNSER beten dürfen: „Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern Schuldnern.“ (Matthäus 6,12) Dabei umfasst diese Bitte eine Generalabsolution für all diejenigen, die uns etwas schuldig sind. Anhand von Römer 2,1-11 wird deutlich, wie sehr auch Paulus diese guten Werke als notwendig für unser Heil erachtet. Und es wird deutlich, dass wir der täglichen Buße bedürfen, genauso, wie wir auch des täglichen Gebetes bedürfen. Der Buß-und Bettag wird dadurch zu einem Tag des Erinnerns. Er sollte uns daran erinnern, dass wir täglich der Vergebung bedürfen und dass wir auch täglich Vergebung erteilen sollten.


Das ganze Leben ist von Buße und Vergebung getragen

Wenn es denn so ist, dass mein ganzes Leben von Buße - und dies heißt auch Vergebung - durchzogen ist, so bleibt eigentlich am Buß- und Bettag nur noch der Lobpreis, so wie ihn Losung und Lehrtext ausdrücken: Vater, ich danke DIR, dass DU mir meine Schuld vergeben hast, dass ich eine Hoffnung habe, weil Jesus Christus für meine Schuld gestorben ist.








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Gottes Güte und das unbußfertige Herz


Nr.BibelstelleBibeltext
1Jesaja 7,3-14
1
Der HERR aber sprach zu Jesaja: Gehe doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schearjaschub, an das Ende der Wasserleitung des obern Teiches, nach der Straße des Walkerfeldes,und sprich zu ihm: Hüte...
2Matthäus 17,18
1
Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr aus von ihm, und der Knabe war gesund von jener Stunde an.Da traten die Jünger zu Jesus, beiseite, und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?Jesus...
3Matthäus 17,19-21
1
Da traten die Jünger zu Jesus, beiseite, und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Kleinglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet...
4Johannes 2,4
1
Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagen wird, das tut!Es waren aber daselbst sechs steinerne...
5Apostelgeschichte 19,11-17
1
Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus,so daß sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leibe weg auf die Kranken gelegt wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen...




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