Israel hat Gottes Macht in einer Weise erlebt, die so überwältigend ist, dass man meint, dieses Erlebnis wird jeden Zweifel an Gott für die Zukunft ausschließen. Aber Israel kann nicht an dem Ort bleiben, an dem dieses Wunder geschah, es muss weiterziehen. Und kaum gerät es in eine Wüste, da ist der Glaube an diesen allmächtigen Gott dahin, da entsteht Sehnsucht nach einer Zeit, in der wenigstens die Wasserversorgung gesichert war, Sehnsucht zurück nach Ägypten. Damit ist Israel ein Abbild, nicht unbedingt ein Vorbild für die Gemeinde des lebendigen Gottes bis auf den heutigen Tag. Die Gemeinde kann nicht an dem Ort des Gotteserlebnisses stehenbleiben, sondern sie muss weiterziehen. Und indem sie weiterzieht, wird sie auch an Orte kommen, die ihr nicht gefallen. Und dann steht sie vor der Frage, ob sie dem lebendigen Gott vertraut und weiterzieht und glaubt, dass Gott sie an ein gutes Ziel bringen wird oder ob sie umkehrt und in alte Gewohnheiten zurückfällt. Und dies gilt nicht nur für die christliche Gemeinde als Ganzes, sondern auch für jeden einzelnen Christen.
Schlagwörter: Aaron - Bibel - Durst - Elia - Geduld Gottes - Gehorsam gegen Gott - Gott - Heiliger Geist - Hunger - Jakobus - Jesaja - Jesus - Jethro - Land Kanaan - Miriam - Misstrauen - Mose - Noah - Pharao - Simon Petrus - Vertrauen - Wanderung - Wüste - hadern Bereich Anregungen| Thema | Vorangehender Beitrag | Folgender Beitrag |
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2.Mose 15,22-17,7 ⇩ *: Darnach ließ Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, daß sie zur Wüste Sur zogen; und sie wanderten drei Tage lang in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hieß man es Mara. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? Er aber schrie zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz, das warf er ins Wasser, da ward das Wasser süß. Daselbst legte er ihnen Pflicht und Recht vor, und daselbst versuchte er sie und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fassen und alle seine Satzungen halten, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich, der HERR, bin dein Arzt! Und sie kamen nach Elim, da waren zwölf Wasserbrunnen und siebzig Palmbäume, und sie lagerten sich daselbst am Wasser. Darnach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren. Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch des HERRN Hand in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot die Fülle zu essen hatten. Denn ihr habt uns darum in diese Wüste ausgeführt, daß ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset! Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es bedarf, damit ich erfahre, ob es in meinem Gesetze wandeln wird oder nicht. Am sechsten Tage aber sollen sie zubereiten, was sie eingebracht haben, und zwar doppelt so viel als sie täglich sammeln. Da sprachen Mose und Aaron zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr erfahren, daß euch der HERR aus Ägypten geführt hat, und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Aber was sind wir, daß ihr wider uns murret? Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle; denn er, der HERR, hat euer Murren gehört, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN! Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herzu vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört! Und als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, wandten sie sich gegen die Wüste und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört. Sage ihnen: Um den Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesättigt werden; also sollt ihr erfahren, daß ich der HERR, euer Gott bin! Als es nun Abend war, kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her. Und als der Tau, der da lag, verschwunden war, siehe, da lag etwas in der Wüste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde. Und als es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat! Das ist aber der Befehl, welchen der HERR gegeben hat: Ein jeder sammle davon, soviel er essen mag, einen Gomer für den Kopf, nach der Zahl eurer Seelen; ein jeder nehme für die, die in seiner Hütte sind. Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig. Aber als man es mit dem Gomer maß, hatte der, welcher viel gesammelt hatte, keinen Überfluß, und dem, der wenig gesammelt hatte, mangelte nichts, sondern ein jeder hatte für sich gesammelt, soviel er essen mochte. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrigbleiben bis zum andern Morgen! Aber sie gehorchten Mose nicht; denn etliche ließen davon übrigbleiben bis zum Morgen. Da wuchsen Würmer darin, und es ward stinkend. Und Mose ward zornig über sie. Sie sammelten aber von demselben alle Morgen für sich, soviel ein jeder essen mochte; wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei Gomer für jede Person. Da kamen alle Obersten der Gemeinde und verkündigten es Mose. Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backet, und was ihr kochen wollt, das kochet; was aber übrig ist, das hebet auf, damit es bis morgen erhalten bleibe! Und sie ließen es bis an den Morgen bleiben, wie Mose geboten hatte; da ward es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esset das heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet es heute nicht auf dem Felde finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebenten Tag ist der Sabbat, da wird keines zu finden sein. Es begab sich aber am siebenten Tage, daß etliche vom Volke hinausgingen zu sammeln und nichts fanden. Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Satzungen zu halten? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot; so bleibe nun jeder an seinem Platz und niemand gehe am siebenten Tage heraus von seinem Ort! Also feierte das Volk am siebenten Tag. Und das Haus Israel nannte es Manna. Es war aber wie Koriandersamen, weiß, und hatte einen Geschmack wie Honigkuchen. Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fülle einen Gomer davon und behalte ihn auf für eure Nachkommen, daß man das Brot sehe, womit ich euch in der Wüste gespeist habe, als ich euch aus Ägypten führte! Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Gefäß und tue einen Gomer voll Manna hinein und stelle es vor den HERRN, zur Aufbewahrung für eure Nachkommen! Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also stellte es Aaron daselbst vor das Zeugnis, zur Aufbewahrung. Und die Kinder Israel aßen das Manna vierzig Jahre lang, bis sie zu dem Lande kamen, darin sie wohnen sollten; bis sie an die Grenze Kanaans kamen, aßen sie das Manna. Ein Gomer ist der zehnte Teil eines Epha. Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des HERRN, und lagerte sich in Raphidim; da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Darum zankten sie mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, daß wir trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als nun das Volk daselbst nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, daß du uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässest? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volke tun? Es fehlt wenig, sie werden mich noch steinigen! Der HERR sprach zu Mose: Gehe hin vor das Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir und nimm den Stab, mit dem du den Fluß schlugest, in deine Hand und gehe hin. Siehe, ich will daselbst vor dir auf einem Felsen in Horeb stehen; da sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser herauslaufen, daß das Volk trinke. Mose tat also vor den Ältesten Israels. Da hieß man den Ort Massa und Meriba, wegen des Zanks der Kinder Israel, und daß sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR mitten unter uns oder nicht?
2.Mose 15,22-27 ⇩ ⇧ *: Darnach ließ Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, daß sie zur Wüste Sur zogen; und sie wanderten drei Tage lang in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hieß man es Mara. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? Er aber schrie zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz, das warf er ins Wasser, da ward das Wasser süß. Daselbst legte er ihnen Pflicht und Recht vor, und daselbst versuchte er sie und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fassen und alle seine Satzungen halten, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich, der HERR, bin dein Arzt! Und sie kamen nach Elim, da waren zwölf Wasserbrunnen und siebzig Palmbäume, und sie lagerten sich daselbst am Wasser.
Israel hat am Schilfmeer ein Wunder erlebt. Ohne eigenes Zutun wurde die Heeresmacht Ägyptens durch die Wassermassen vernichtet. Das Volk hat dieses wunderbare Handeln Gottes in einem Loblied, das Mose angestimmt hat, mit Handpauken und Reigentanz gefeiert (Die Siegesfeier am Schilfmeer). Sie haben Gott in einer Weise erlebt, wie wohl kaum ein Volk zuvor, vergleichbar wohl nur mit dem, was Noah(2.Mose 12,27 ⇩ *) erlebt hat. %noah wurde mit einem Schiff über dem Wasser gerettet, Israel wurde durch das Wasser hindurchgeführt. Der Apostel Simon Petrus bezieht dieses Bild auf die Taufe: So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israel vorüberschritt in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete. (2.Mose 12,27 ⇩ ⇧ *) Auch Israels Zug durch das Schilfmeer dürfen wir so deuten als eine Taufe, die in ein neues Leben in einem gelobten Land führt.
Aber Israel kann am Schilfmeer nicht bleiben, so wie auch wir den Zeitpunkt unserer Taufe nicht festhalten können. Wir müssen unseren Weg in dieser Welt zu Ende gehen, wir können nicht stehenbleiben. So geht es auch Israel. Sie wollen ja in das verheißene Land Kanaan ziehen. Also müssen sie weiterziehen. Mose forderte sie auf, weiterzuziehen
Wir alle kennen das, wenn wir ein intensives Erlebnis voller Freude haben, das wir den Augenblick festhalten wollen. Aber das geht nicht. Als Simon Petrus mit Jesus auf dem Berg der Verklärung war, da hatte er dieses Empfinden: Am andern Morgen setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her bis an den Abend. Als aber Moses Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volke tat, sprach er: Was machst du dir da für Umstände mit dem Volk? Warum sitzest du allein, und alles Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend? Mose antwortete seinem Schwiegervater: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen. Denn wenn sie eine Sache haben, kommen sie zu mir, daß ich entscheide, wer von beiden recht hat, und damit ich ihnen Gottes Ordnung und seine Gesetze kundtue. Aber Moses Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust! Du wirst müde und kraftlos, zugleich du und das Volk, das bei dir ist; denn das Geschäft ist dir zu schwer, du kannst es allein nicht ausrichten. So höre auf meine Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Tritt du für das Volk vor Gott und erkläre ihnen die Ordnungen und Gesetze, daß du ihnen den Weg kundtuest, darauf sie zu wandeln haben, und die Werke, die sie tun sollen. Sieh dich aber unter allem Volk nach wackern Männern um, die gottesfürchtig, wahrhaftig und dem Geize feind sind; die setze über sie zu Obern über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn, daß sie das Volk allezeit richten; alle wichtigen Sachen aber sollen sie vor dich bringen, und alle geringen Sachen sollen sie selbst richten; so wird es dir leichter werden, wenn sie die Bürde mit dir tragen. Wirst du das tun, und gebietet es dir Gott, so magst du bestehen; und dann kann auch all dieses Volk in Frieden an seinen Ort kommen. Mose folgte der Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er sagte. Denn er erwählte wackere Männer aus ganz Israel und machte sie zu Häuptern über das Volk, zu Obern über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn, damit sie das Volk allezeit richteten; schwere Sachen sollten sie vor Mose bringen, die kleinen Sachen aber selber richten. Darauf ließ Mose seinen Schwiegervater ziehen, und er kehrte in sein Land zurück. (2.Mose 18,13-27 ⇩ *) Hier in der Gegenwart von Jesus, Mose und Elia wollte er gerne bleiben. Aber vor ihnen lag Golgatha und auch dahin mussten sie mit Jesus gehen. Da ist ein bewegendes Gemeindefest, ein intensives Erlebnis des Handelns Gottes, und wir möchten den Augenblick festhalten. Aber Gott hat es anders gedacht. Er will uns damit stärken für das was kommt. Die Gemeinde muss weiterziehen. Weder Hütten noch gewaltige Kathedralen können ersetzen, dass die Gemeinde im Glauben ihren Weg zieht. Simon Petrus durfte seine Hütten nicht bauen. Auch er konnte den Augenblick nicht festhalten.
Israel muss durch eine Wüste wandern, um nach Süden zu kommen.
„Warum eigentlich nach Süden?“ wird sich mancher gefragt haben. Das Land Kanaan liegt doch im Nordosten. Gott hatte andere Pläne. Er wollte dem Volk begegnen. Und dies sollte am Gottesberg geschehen, der im Süden der Halbinsel Sinai lag.
Es gab noch einen anderen Grund, warum Israel nach Süden auswich. Wir wissen nicht, welcher Pharao zur Zeit Moses regierte. In Frage kommen Pharao Ahmose I. und Pharao Ramses II. Beide Pharao haben große und erfolgreiche Feldzüge nach dem Land Kanaan durchgeführt. Das Volk wäre, wenn es auf direktem Weg nach Kanaan gezogen wäre, in die Hände des Pharao gefallen. Stattdessen war es 40 Jahre in der Wüste, für den Pharao also «verschwunden.» Unser Gott ist gut, auch und gerade dann, wenn er uns durch Wüsten führt. Wer über Zeit und Raum steht, hat einen weiteren Blick als jemand, der das kleine Tal seiner Bewegungsmöglichkeiten in der kurzen Zeitspanne von 60 oder auch 90 Jahren durchläuft.
Drei Tage ohne Wasser, da gehen die Vorräte zur Neige, der Schweiß kann nicht mehr richtig abgewaschen werden, die Kinder schreien und die Mütter machen ihren Männern Druck: „Siehst du nicht, wie unsere Kinder leiden ...“
Aber es kommt noch schlimmer. Denn Israel erreicht ein Wasser und da war auch ein Ort: Mara, «Bitterkeit». In der Wüste dursten, ist eine Sache. Aber dann an einen Ort zu kommen und Wasser zu finden, das man aber nicht trinken kann, das ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung an den Glauben. Mose war diese Strecke schon mehrfach gegangen als er aus Ägypten floh und auch, als er voller Hoffnung nach Ägypten zurückkehrte. Warum wusste Mose also nicht, dass dieser Ort nur bitteres Wasser hatte? Ist er nur vorbeigewandert und hatte nur von Ferne gesehen, dass da Wasser war? Oder ist er nur durch Gottes Führung an diesen Ort gekommen und war selber überrascht, dass da Wasser war?
Wir können das nicht entscheiden. Wir wissen nur, dass Mose in Bedrängnis geriet, weil das Volk gegen ihn murrte. Und Mose schrie zum Herrn. Dieses Schreien Moses zeigt, wie diese Situation Mose überfordert hat. Da war nicht mehr der überlegene Führer des Volkes, der voller Gottvertrauen ins Gebet ging. Da war ein Mann in Bedrängnis, wusste nicht, was er tun soll außer zum Herrn zu schreien. „Du hast mich doch berufen. Du hast mich hierher geführt. Und nun?“ Aber indem Mose seine Bedrängnis vor Gott offenbart, zeigt er auch, dass er selbst nicht mehr weiter weiß. Und Gott hilft. Gott nutzt die Situation nicht aus, Mose zu erziehen, ihn zu belehren, was es heisst zu glauben. Er zeigt Mose, was zu tun ist: „und der HERR zeigte ihm ein Holz.“ Die Geschichte geht ganz selbstverständlich weiter: „… das warf er ins Wasser, da ward das Wasser süß.“ Als Gott redet, gibt es für Mose kein Zögern, er handelt im Glauben. Als Gott redet, findet Mose seine Fassung wieder, er schreit nicht mehr, er zweifelt nicht, er wirft das Holz ins Wasser. „… da ward das Wasser süß.“ Dies war eine großartige Erfahrung für den gestressten und verzweifelten Mann. Gott antwortet.
Die Antwort Gottes erfolgte nicht aus einem Dornenbusch heraus, auch nicht als Schrift an der Wand oder auf andere Weise spektakulär. Gott antwortet in einem Impuls, den Mose empfindet: „Nimm das Holz und wirf es in das bittere Wasser.“ Mose handelte und tat es entsprechend dem Impuls, den er erhalten hat. Er hat nicht mit Gott argumentiert wie noch bei seiner Berufung. Er tut es. Und das Wasser wurde trinkbar. Aber damit ist diese Geschichte nicht zu Ende, denn Gott redet noch mehr. Er legte ihnen „Pflicht und Recht“ vor und zusätzlich fragt Gott sie, erwartet ihr Bekenntnis zu diesem mächtigen und lebendigen Gott: „Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fassen und alle seine Satzungen halten, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich, der HERR, bin dein Arzt!“ Gott offenbart sich als der Heiland des Volkes, als der, der wirklich heilt. Aber er stellt eine Bedingung: „Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was vor ihm recht ist …“
Wie gehen wir mit unseren Wüstenwanderungen um, mit Zeiten, wo es nicht so klappt, wie wir uns das wünschen? Fangen wir dann an zu meckern, weil Gott nicht funktioniert? Suchen wir dann nach schuldigen? Warum hat der oder die jene Entscheidung getroffen. Ich wusste doch schon immer, dass das nicht gut gehen wird? Israel hat Mose so angegangen und auch in der Gemeinde Jesu ist uns so etwas nicht unbekannt. Oder schreien wir unseren Frust, so wie es Mose tat, heraus? Und wenn dann auf unser Gebet, unser Schreien vor Gott, ein Impuls kommt, handeln wir dann danach? Es ist richtig, solche Impulse zu prüfen. Gott wird uns keine Impulse geben, die der Liebe zu unserem Nächsten (und auch unseren Feinden), so wie Jesus es uns gelehrt hat, widersprechen. Erkennen wir die Stimme unseres Herrn unter den vielen Stimmen, die in uns sind? Haben wir das im Laufe unseres Christseins eingeübt oder haben wir es mehr und mehr unterdrückt, so dass der heilige Geist wegen erwiesener Zwecklosigkeit sich gar nicht mehr traut, zu uns zu reden? Unser Text fordert uns heraus, solche Fragen zu bedenken und das Reden Gottes in unser tägliches Leben zu integrieren. Denn er, unser Herr, ist unser Arzt, der alle unsere Not zu seiner Zeit wendet.
Wenn man sich auf den Weg macht, inneren Impulsen zu folgen, dann muss man auch damit rechnen, dass man keine Resonanz findet. So habe ich erlebt, dass ich Menschen ein Wort sagte, von dem ich meinte, das sei das Wort, das in diese Situation hinein gesprochen werden sollte. Aber leider konnte der Angesprochene damit überhaupt nichts anfangen. Damit muss man leben. Ich habe dann der Versuchung widerstanden, nun zu erklären, warum genau dieses Wort wichtig war und was es für den Angesprochenen bedeutet. Das ist dann Gottes Sache. Einerseits muss ich damit leben, dass ich mich in meinem Urteil, ob ein Wort vom Herrn ist, auch täuschen kann. Dann würde ein Insistieren die Sache nur noch schlimmer machen. Andererseits kann ein Wort seine Wirkung auch auf lange Sicht entfalten, eine Wirkung die ich im Allgemeinen nicht kontrollieren kann. Aber ich kann dies getrost dem Herrn überlassen. Wir möchten immer gerne die Wirkung unseres Handels sehen und unsere Erfolge zählen. Das steht uns aber nicht zu. Das, was wir im Gehorsam vor Gott tun, dürfen wir getrost in seine Hand legen. Und darüber hinaus gibt es ja auch die Möglichkeit, dass der Angesprochene durchaus erkennt, dass es ein Wort vom Herrn ist, aber aus Stolz oder aus Scham nicht zugeben will, dass ihn das Wort getroffen hat. Mit einem solchen Menschen wird Gott weiterarbeiten, entweder, indem er uns beauftragt, weiter mit diesem Menschen zu reden, manchmal aber auch, indem er diesem Menschen das Gleiche noch einmal von ganz anderer Seite sagen lässt, damit er merkt, das dies kein Menschenwerk, sondern Gottes Handeln ist.
2.Mose 15,27 ⇩ ⇧ *: Und sie kamen nach Elim, da waren zwölf Wasserbrunnen und siebzig Palmbäume, und sie lagerten sich daselbst am Wasser.
600 000 Männer, zusätzlich ihre Frauen und Kinder, waren aus Ägypten losgezogen (2.Mose 12,27 ⇧ *) und kamen an eine Oase mit „zwölf Wasserbrunnen und siebzig Palmbäumen.“ Wie mag das abgelaufen sein? 50 000 Mann und eine Wasserquelle, mehr als 8 500 Mann je Palme, aber es scheint irgendwie funktioniert zu haben, denn wir hören nichts von Murren oder Aufständen gegen Mose. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie Mose den Zugang zu den Wasserquellen organisiert hat und vermutlich kaum Schlaf gefunden hat, weil er das alles allein organisiert hat. Erst viel später wird ihn sein Schwiegervater Jethro überzeugen, dass er das Volk in Gruppen von tausend und hundert und fünfzig und zehn einteilen soll, damit er entlastet wird (2.Mose 18,13-27 ⇧ *). Aber wir hören nichts von diesem kurzen Aufenthalt außer der Tatsache, dass er stattgefunden hat. Viele Ausleger sehen die Zahlen symbolisch und deuten sie auf die zwölf Stämme und siebzig Älteste des Volkes. Vielleich waren es auch zwölf Teiche und jeder Stamm konnte um einen Teich lagern. Das mag jeder deuten, wie er will.
2.Mose 16,1-15 ⇩ ⇧ *: Darnach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren. Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wider Mose und Aaron in der Wüste. Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch des HERRN Hand in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot die Fülle zu essen hatten. Denn ihr habt uns darum in diese Wüste ausgeführt, daß ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset! Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es bedarf, damit ich erfahre, ob es in meinem Gesetze wandeln wird oder nicht. Am sechsten Tage aber sollen sie zubereiten, was sie eingebracht haben, und zwar doppelt so viel als sie täglich sammeln. Da sprachen Mose und Aaron zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr erfahren, daß euch der HERR aus Ägypten geführt hat, und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Aber was sind wir, daß ihr wider uns murret? Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle; denn er, der HERR, hat euer Murren gehört, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN! Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herzu vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört! Und als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, wandten sie sich gegen die Wüste und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke. Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört. Sage ihnen: Um den Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesättigt werden; also sollt ihr erfahren, daß ich der HERR, euer Gott bin! Als es nun Abend war, kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her. Und als der Tau, der da lag, verschwunden war, siehe, da lag etwas in der Wüste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde. Und als es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat!
Man mag glauben, dass Israel nun genug von seinem Gott erlebt hat, so dass ein gewisses Vertrauen gewachsen ist. Aber weit gefehlt. Elim war zwar ein schöner Platz mit Quellwasser und Palmen, aber sie mussten weiterziehen, erneut in die Wüste hinein. Manch einer mag schon für sich über das Handeln Gottes gestaunt haben. Aber es waren genug Menschen darunter, die sich an Ägypten mit Wehmut erinnerten, ein Ägypten, das sie nun mit der Wüste vertauscht haben. Und sie stellten sich die Frage: „Warum eigentlich?“ Da werden Mütter angesichts der Strapazen der Wüste Angst um das Leben ihrer Kinder gehabt haben. Da werden alte Menschen sein, die sich durch die Hitze quälen mussten. Und diese gingen zu Mose. Und sie suchen nicht etwa ein konstruktives Gespräch über den besten Weg nach dem Land Kanaan, nein, sie stellten alles in Frage: „Wären wir doch durch des HERRN Hand in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot die Fülle zu essen hatten. Denn ihr habt uns darum in diese Wüste ausgeführt, daß ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset!“ Wenn Israel damals eine Demokratie gewesen wäre, hätte man sicherlich eine «Alternative für Israel» gegründet, weil die Annehmlichkeiten des Kulturlandes Ägypten die Unterdrückung, die von diesem Land ausging, jetzt, mitten in der Wüste ohne Aussicht auf genügend Brot doch übermächtig wurde. Fast wie heute, wo viele Menschen die Unterdrückung, die von der einstigen Sowjetunion, die doch eigentlich ein Großrussland war, ausging, vergessen haben angesichts der Aussicht auf billiges Öl und Gas. Unter denen, die da durch die Wüste wanderten, werden auch solche gewesen sein, die unter den Ägyptern für die Fronvögte, die wohl Ägypter waren, als israelitische Aufseher gearbeitet haben und dadurch Privilegien erworben hatten.
Fronvögte und nationale Aufseher gab es in den Staaten des Warschauer Paktes ebenso. Da waren die Geheimdienstmitarbeiter des russischen KGB auf der einen Seite und die nationalen Regierungsbeamten, die mit einem gewissen Wohlverhalten und einer gewissen Verschlagenheit ein privilegiertes Leben führen konnten, auf der anderen Seite. Durch die Wende mussten die einen zurück nach Russland, die anderen verloren ihre Privilegien und mussten sich teilweise für ihre Taten vor Gericht verantworten.
Die Fronvögte Ägyptens sind in Ägypten geblieben. Was aus ihnen geworden ist, wissen wir nicht. Sie israelitische Aufseher aber sind im Elan der ersten Tage mitgegangen. Aber sie haben ihre herausragende Stellung verloren und erinnern sich nun, dass es doch früher für sie besser war. Das, was die Wüstenwanderung ihnen an Entbehrungen abverlangte, das stand ihnen vor Augen. Die Erinnerung an Ägypten war von den Festen Ägyptens, von den festen Wohnungen, die sie hatten, von der sicheren Versorgung geprägt. Auch mit dem Pharao kamen sie einigermaßen zurecht, bis dieser Mose auftauchte. Mose trifft alle Entscheidungen und verschanzt sich dabei hinter diesem JHWH. Aus Ägypten musste dieser Mann fliehen, weil er einen Ägypter umgebracht hatte. Hier in der Wüste ist er der Große, hat er Macht. Und wir müssen alle mitziehen.
Was damals im Volk Israel passierte, ist gar nicht so weit weg von dem, was wir heute in Deutschland und leider auch in vielen anderen Demokratien erleben, angefangen mit den U.S.A., aber auch in Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Wie kann es sein, dass ein amerikanischer Präsident einem russischen Aggressor, der die Ukraine in Schutt und Asche legt, in Alaska Beifall zollt? Nun, es ist nur so zu erklären, dass er im Iran dasselbe vorhat und bereit ist, dafür die Ukraine zu opfern. Und er verkauft dieses Vorgehen an die Frommen in seinem Land als göttliche Sendung, weil er damit vermeintlich Israel schützt.
Wir wissen nicht, wer im wandernden Gottesvolk die Rädelsführer gegen Mose waren. Dies wird sich erst bei späteren Konflikten offenbaren. Mose war aber in seiner Führungsaufgabe nicht zu beneiden. Aaron stand noch an seiner Seite, aber der Unmut des Volkes war allgemein, die Unterstützung für Mose schwand: „Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wider Mose und Aaron in der Wüste.“ Man unterstellt ihm sogar böse Absicht: „Denn ihr habt uns darum in diese Wüste ausgeführt, daß ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset!“ Alles, was Israel in Ägypten mit Gott JHWH erlebt hat, war vergessen. „Denn ihr habt …“
Gott selber beurteilt die Situation als kritisch, denn er spricht direkt und in diese Situation hinein zu Mose: „Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; …“ Gott selber kündigt an, dass er das Problem lösen wird.
Hier stellt sich für uns die Frage, ob wir auch in der Lage sind, zu hören, was er, Gott, tun wird. Und wenn wir solch einen Impuls haben, nehmen wir ihn dann ernst, trauen wir uns mit diesem Impuls zum Beispiel in unsere Kirchenvorstandssitzung oder gar in die Gemeindeversammlung. Sind wir bereit, einen solchen Impuls zu veröffentlichen? Ich bin in solchen Situationen eher ängstlich und denke: „Wenn mir das klar wird, dann wird es bestimmt auch einem weiteren Bruder oder einer Schwester klar.“ Und dann warte ich ab. Dieser weitere Bruder oder die Schwester hat aber das gleiche Problem und wartet möglicherweise ab. Wenn er oder sie sich dann auch nicht traut, darüber zu sprechen, dann bleibt diese Botschaft verborgen und jeder fragt sich, warum Gott nur zu ihm gesprochen habe. Wir müssen uns also mit unseren Impulsen aus der Deckung begeben und sie an geeigneter Stelle, etwa im Kirchen- oder Gemeindevorstand sagen, damit es geprüft werden kann. Die Verantwortung für das weitere Vorgehen liegt dann bei dem Gremium, dem ich die Botschaft anvertraut habe, es sei denn, Gott sendet mich zu bestimmten Menschen, ihnen diese Botschaft zu sagen. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Der junge Mann, der zu einem Mädchen geht und ihr sagt: „Der Herr hat mir gesagt, wir sollten heiraten!“ sollte vielleicht vorher zu einem Seelsorger gehen, um beurteilen zu lassen, ob er hier wirklich einen geistlichen Impuls empfangen hat oder nur seinem biologischen Trieb folgt. Denn wir können viel Schaden anrichten, wenn wir ohne Prüfung mit den Worten: „Der Herr hat mir gesagt, dass …“ auf einen anderen Menschen zugehen.
Da Gott angekündigt hat, er werde mit Mose reden und Mose solle es dann Aaron sagen, damit der es weitersagen kann, können wir davon ausgehen, dass es auch hier so gelaufen ist (2.Mose 4,10-16 *). Wir können hierin auch einen Prüfvorgang sehen: Mose empfängt ein Wort vom Herrn. Er sagt es zunächst Aaron. Aaron hat nun die Möglichkeit, dieses Wort zurückzuweisen, wenn er denn das Empfinden hat, dieses Wort sei nicht vom Herrn. Tut er das nicht, so hat er es weiterzusagen. Nun werden wir im Folgenden noch lernen, dass Aaron keinen sehr starker Charakter hat. Er wird das goldene Kalb aufstellen (Und er nahm sie von ihren Händen und bildete es mit dem Meißel und machte ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten geführt haben! (2.Mose 32,4 *)) und er wird zusammen mit seiner Schwester Miriam auch Zweifel an der Berufung Mose empfinden (Sie sprachen nämlich: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? (4.Mose 12,2 *)). Er hat also schon seine Schwierigkeiten, sich Mose unterzuordnen und damit auch Schwierigkeiten, das Reden Moses immer geistlich zu beurteilen. Diese Eifersüchteleien, die wir zwischen Mose und Aaron sehen, kennen wir aus unseren heutigen Kirchen und Gemeinden nur zur Genüge.
Hier spielen die Eifersüchteleien noch keine Rolle, denn Mose und Aaron treten gemeinsam vor das Volk und künden an, dass und wie Gott handeln wird: „Am Abend sollt ihr erfahren, daß euch der HERR aus Ägypten geführt hat, und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Aber was sind wir, daß ihr wider uns murret?“ Er macht also ganz klar, dass sich das Volk gegen seinen Gott gewandt hat und nicht gegen Mose und Aaron. Danach ist es Mose, der die präzisen Anweisungen gibt, was passieren wird und wie damit umzugehen ist. Auch er sagt ganz klar: „… denn er, der HERR, hat euer Murren gehört, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN!“ Es ist das bleibende Anliegen Moses. Das Volk muss erkennen, dass es mit dem allmächtigen Gott zu tun hat, nicht mit Menschen und schon gar nicht mit wertlosen Götzen. Er wird, insbesondere in seinen Abschiedsreden immer wieder auf dieses Thema zurückkommen: „Haltet an diesem Gott fest, der euch aus Ägypten geführt hat.“ Und die Geschichte Israels ist uns eine Warnung, dass wir an unserem Gott festhalten und uns nicht von den Verführungen der Welt blenden lassen. Leider ist das Israel nicht gelungen und auch uns gelingt es nur sporadisch, so dass wir der Vergebung bedürfen. Und da setzt die befreiende Botschaft Jesu ein, der für uns ans Kreuz gegangen ist, damit wir, wie schon Jesaja sagt nicht durch eigenes Verdienst, sondern durch seine Wunden geheilt werden: Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53,4-5 *) Der Apostel Petrus greift dies auf und schreibt: «Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden worden»; er schalt nicht, da er gescholten ward, er drohte nicht, da er litt, sondern übergab es dem, der gerecht richtet; er hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde gestorben, der Gerechtigkeit leben möchten; «durch seine Wunden seid ihr heil geworden.» (1.Petrus 2,22-24 *)
Es lohnt sich, aber auch über das „Denn was sind wir?“ nachzudenken. Es ist ein Wort, das alle religiösen Führer sehr ernst nehmen sollten. Mose hatte den Weg nicht bestimmt, den sie gingen. Gott selber hat das Volk geführt. Wir können diese Situation nur sehr bedingt auf uns übertragen, weil wir oft unsicher sind, ob das, was wir für Gottes Willen handeln, wirklich Gottes Wille war. Wir können aber den, der uns angreift, weil er unsere Entscheidungen für falsch hält, umgekehrt fragen, ob er meint und aus welchen Gründen er annimmt, dass das, was er vorschlägt, Gottes Wille sei. Das hebt die Auseinandersetzung auf eine andere Ebene. Es ist dann nicht mehr die Auseinandersetzung darüber, ob meine Meinung oder die Meinung des anderen in welchem Sinne auch immer «richtig» sei. Es geht darum, Einigkeit zu erzielen, was Gottes Wille ist. Wenn ich diesen Weg suche, dann geht es nicht mehr um mich. Dann kann ich es letztlich Gott überlassen, seinen Willen deutlich zu machen. Dann kann ich mich guten Gewissens darauf zurückziehen: „Denn was sind wir?“ Ich bin sicher, dass wir viel weniger Konfessionen hätten, wenn wir von der Demut Jesu lernen und auch einmal dieses „Denn was sind wir?“ sprechen würden.
Dem Volk werden dann die Einzelheiten mitgeteilt, was geschehen wird und dann geschieht es: „Und als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, wandten sie sich gegen die Wüste und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke.“ Wir erfahren nichts über die Reaktion des Volkes auf diese Gotteserscheinung. Wir erfahren nur, „die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke.“ Das Volk blickt zur Wüste und darauf folgt diese Gotteserscheinung. Wir hören nichts davon, dass das Volk sich ängstigt oder Dass Gott gar zum Volk spricht. Gott spricht nur zu Mose. Gott zeigt dem Volk, dass es Mose weiter braucht, denn er spricht nur zu Mose, nicht zu Aaron und nicht zu Mirjam, obwohl sie als Prophetin gilt und schon gar nicht zum Volk als Ganzes. Erst, wenn das Volk am Sinai ankommt, dann wird er Mose beauftragen, zu ihnen zu sagen: „Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern getan, und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Werdet ihr nun meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen und meinen Bund bewahren, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde ist mein; ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein!“ (2.Mose 19,4-6 *) Das erinnert an Jakobus 4,8 *: „Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ Erst muss der Mensch sich Gott nahen, dann reagiert Gott. Der Heilige Geist gibt uns Impulse, die uns auf Gott und seine Liebe zu uns hinweisen. Aber dann ist es an uns, dass wir uns in die Nähe Gottes begeben. Und wenn wir das tun, dann nähert sich Gott auch uns, dann kann er in uns Wohnung nehmen. Deshalb war dieser Weg durch die Wüste zum Berg Gottes für Israel so bedeutungsvoll und nicht etwa ein Umweg. Sie hatten sich Gott zu nähern.
Damit erleben wir unseren Gott. Er hat Verlangen nach uns. Er möchte, dass wir uns ihm nähern. Und dies gilt für die Menschen, die in der Gottferne leben, wie Mose, der in Ägypten eine glänzende Karriere vor sich hatte. Gott hat es so gelenkt, dass er von Ägypten fliehen musste, weil er in seiner Überheblichkeit zum Mörder oder, juristisch korrekter, zu einem Totschläger geworden ist. Erst seine Flucht nach Midian führte ihn in das Haus eines midianitischen Priesters und dann, als er die Schafe dieses Priesters hütete, in die Nähe des lebendigen Gottes, der sich ihm als JHWH offenbarte und ihn in seinen Dienst berief. Es gilt aber auch für die, die in ihrer Jugend diese Begegnung mit dem lebendigen Gott vielleicht schon gehabt haben, jetzt aber im Stress ihrer Berufstätigkeit und vielleicht auch der ehrenamtlichen Tätigkeit innerhalb ihrer Kirche oder Gemeinde diese lebendige Beziehung zu Gott verloren haben: „Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch!“ Dieses Nahen kann darin bestehen, dass man einfach einmal einen Augenblick innehält und Gott, den Vater anspricht, seinen Frieden erbittet, ihn einlädt und seine Nähe erbittet. Es kann ein Wort des Lobes Gottes sein, es kann ein Dank sein. Was immer uns in einem solchen Moment der Stille auf dem Herzen liegt, können wir vor unseren Gott bringen und dann greift die Verheißung, die der Bruder des Herrn, Jakobus ausgesprochen hat und das Jesus so formuliert: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Johannes 14,23 *)
Israel war noch auf dem Wege zu Gott, so dass es die Erscheinung Gottes einfach so hinnahm. Es sollte auch uns ein Alarmzeichen sein, wenn wir aus einem Gottesdienst herausgehen ohne die Nähe Gottes verspürt zu haben, wenn uns nur auffällt, was im Gottesdienst alles nicht richtig gelaufen ist, was vielleicht sogar falsch ist, wenn wir aber die Ansprache Gottes an uns nicht mehr hören. Dann ist es nicht ein Problem, das wir auf den Pastor, der vielleicht nicht «vollmächtig» genug gepredigt hat, abwälzen können, dann ist es zunächst einmal mein persönliches Problem mit Gott, ein Problem meiner Empfänglichkeit für Gottes Reden, meiner Beziehung zu Gott.
Wie wenig tiefgehend diese Begegnung mit Gott für Israel war, können wir auch am Verhalten Moses ablesen: Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört. Sage ihnen: Um den Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesättigt werden; also sollt ihr erfahren, daß ich der HERR, euer Gott bin! (2.Mose 16,11-12 ⇩ ⇧ *) Mose spricht mit Gott. Aber die Ansprache Moses an das Volk oder gar eine Reaktion des Volkes wird nicht berichtet. Es erweckt den Eindruck, dass sich eine gewisse Apathie breitmacht: „Schau'n wir mal, was kommt!“ Begeisterung über Gottes Handeln ist daraus nicht abzulesen. Auch das sind Situationen, wie wir sie aus dem Leben der realen Kirche kennen, Situationen, die sehr schmerzlich sind. In Sachsen-Anhalt habe ich einmal einen Gottesdienst in einem Dorf verbracht. Von meinem Quartier aus konnte man die Kirche des Dorfes sehen. Morgens kam der Pastor dieser Gemeinde, wohl zusammen mit seiner Frau. Dann läutete er die Kirchenglocken. Es verging einige Zeit. Niemand kam und so ging der Pastor mit seiner Frau wieder zurück. Niemand wollte an diesem Sonntag Gottes Wort hören. Mose war auch in solch einer Situation, wo in der seiner Gemeinde keine begeisterung, eher Skepsis aufkam. Aber es war nicht nur diese abwartende Haltung der Menschen, es war auch die Verheißung Gottes: „… Um den Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesättigt werden…“ Er erlebte nicht nur die Spannung wegen der Skepsis des Volkes, er erlebt zusätzlich die innere Herausforderung, auf das Handeln Gottes zu warten. Man darf die Geschichte nicht nur vom Ende her lesen. Auch Mose werden Gedanken bewegt haben, ob Gott hier wirklich gesprochen hat, ob er sich nicht getäuscht hat in dem, was ihm als Reden Gottes erschien, ob Gott sich nicht doch von diesem murrenden Volk zurückzieht. Der Glaube darf so nicht denken. Das wissen wir alle. Und doch beschleichen uns solche Gedanken. Und ich bin sicher, dass es Mose nicht anders ging.
Als es nun Abend war, kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her. Und als der Tau, der da lag, verschwunden war, siehe, da lag etwas in der Wüste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde. Und als es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat! (2.Mose 16,13-15 ⇩ ⇧ *) Es klingt in solchen Geschichten immer wie selbstverständlich: Der Herr spricht und es geschieht. Es werde Licht und es ward Licht. Und wir lesen die Bibel immer unter diesem Blickwinkel. Dabei übersehen wir die Zeit dazwischen, die einmal länger und einmal kürzer sein kann. Tritt das erbetene Ereignis dann ein, dann ist ja alles gut und wir gehen zur Tagesordnung über. Jesus erlebt das einmal, als er zehn Aussätzige heilt (Lukas 17,11-19 *). Nur einer kehrt zu ihm zurück und bedankt sich, die neun anderen sind zur Tagesordnung übergegangen. „Endlich heil… Und jetzt kann ich das machen, was ich mir schon so lange gewünscht hatte.“ Und dann wird das Erlebte wie etwas Selbstverständliches. Wenn wir sorgfältiger wären, unsere Gebete und die Gebetserhörungen protokollieren würden, dann wäre uns die Apostelgeschichte gar nicht so fern, dann könnten viele Gemeinden ihre eigene Apostelgeschichte schreiben.
Auch Mose geht zur Tagesordnung über, aber er protokolliert das Geschehen oder hat jemanden, der das für ihn aufschreibt. Und so können wir uns noch heute an den großen Taten Gottes erfreuen.
Jesus wird es uns im seinem Gebet lehren: „Unser täglisches Brot gib uns heute!“ (Matthäus 6,11 *) Gott gibt für den Tag. Jesus wird es so erklären: Matthäus 6,25-26+31-34 * Israel muss es hier lernen. Diese Stelle macht sehr gut die Kontinuität des Evangeliums deutlich. Jesus erleben wir im Alten wie im Neuen Testament als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Allerdings ist es im Alten Testament nicht auseinander zu halten. Im Alten Bund haben wir den Eindruck, den Vater zu sehen und schauen sehr oft doch Jesus(Hebräer 1,1-5 *). Im Neuen Bund meinen wir oft Jesus zu sehen und schauen doch oft das Wirken des Vaters: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. (Johannes 5,19 *)
2.Mose 17,1-7 ⇧ *: Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des HERRN, und lagerte sich in Raphidim; da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Darum zankten sie mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, daß wir trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? Als nun das Volk daselbst nach Wasser dürstete, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, daß du uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässest? Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volke tun? Es fehlt wenig, sie werden mich noch steinigen! Der HERR sprach zu Mose: Gehe hin vor das Volk und nimm etliche Älteste von Israel mit dir und nimm den Stab, mit dem du den Fluß schlugest, in deine Hand und gehe hin. Siehe, ich will daselbst vor dir auf einem Felsen in Horeb stehen; da sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser herauslaufen, daß das Volk trinke. Mose tat also vor den Ältesten Israels. Da hieß man den Ort Massa und Meriba, wegen des Zanks der Kinder Israel, und daß sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR mitten unter uns oder nicht?
ES kommt noch schlimmer, denn das Volk hat nichts gelernt. Als in Raphidim das Wasser wieder knapp wird, geht das Gemurre schon wieder los. Die alten Argumente werden wieder hervorgeholt. Die Leute, die immer schon wussten, dass das nicht klappen kann, kommen wieder aus ihrer Deckung hervorgekrochen: „Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, daß du uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lässest?“ Dabei hat Mose sie doch gewarnt: „Warum versucht ihr den HERRN?“ Darauf sind sie nicht eingegangen, aber Ägypten und das Wasser des Nils sind ihnen immer noch in verklärter Erinnerung, die Unterdrückung war doch gar nicht so schlimm: „… aber wenigstens hatten wir Wasser!“ Auffällig ist das Fehlen Aarons in dieser Situation. Er lässt Mose allein in seinem Gebet vor Gott.
Aber Mose ist nicht allein. Der Herr hört sein Schreien, er sieht die Angst, die Mose vor dem Volk hat: „Es fehlt wenig, sie werden mich noch steinigen!“ Der Herr naht sich ihm in besonderer Weise. Er wird auf dem Felsen stehen, den Mose schlagen soll, damit er Wasser gibt. Dann, wenn unsere Angst am größten ist, ist Gott uns in besonderer Weise nahe. Allerdings hat auch Mose in diesem Moment den Herrn nicht gesehen. Erst sehr viel später wird er den Herrn bitten, des Herrn Angesicht sehen zu dürfen. Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass Mose in dieser Situation den Herrn nicht von Angesicht gesehen hat, ihn nur im Glauben geschaut hat, seine Gegenwart erspürt hat. Aber es geschieht ein Ereignis, dass Mose vor dem Volk als Gottesmann ausweist: Mose schlägt den Felsen und der Felsen gibt Wasser. Dies geschah vor den Augen der Ältesten. Gott hat auch den Ältesten eine Warnung gegeben. Vergreift euch nicht an meinem Knecht Mose.
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| Die Gotteserfahrungen des Mose und die Grenzen, die Gott setzt | << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 > >> | |
| Bereich | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| Bibel ⇩ | 17 | 0,05 % | 100,00 % | 100,00 % | 31105 |
| Altes Testament ⇩ | 9 | 0,04 % | 71,15 % | 52,94 % | 23146 |
| AT Geschichtsbücher ⇩ | 8 | 0,06 % | 113,73 % | 47,06 % | 12871 |
| AT Lehrbücher ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 4785 |
| AT Prophetische Bücher ⇩ | 1 | 0,02 % | 33,33 % | 5,88 % | 5490 |
| Neues Testament ⇩ | 8 | 0,10 % | 183,91 % | 47,06 % | 7959 |
| NT Geschichtsbücher ⇩ | 5 | 0,10 % | 191,15 % | 29,41 % | 4786 |
| NT Lehrbücher ⇩ | 3 | 0,11 % | 198,31 % | 17,65 % | 2768 |
| NT Prophetisches Buch ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 405 |
| Bücher | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| 2.Mose ⇧ ↓ | 7 | 0,58 % | 1 055,89 % | 41,18 % | 1213 |
| 4.Mose ⇧ ↓ | 1 | 0,08 % | 142,06 % | 5,88 % | 1288 |
| Jesaja ⇧ ↓ | 1 | 0,08 % | 141,62 % | 5,88 % | 1292 |
| Matthäus ⇧ ↓ | 2 | 0,19 % | 341,68 % | 11,76 % | 1071 |
| Lukas ⇧ ↓ | 1 | 0,09 % | 158,97 % | 5,88 % | 1151 |
| Johannes ⇧ ↓ | 2 | 0,23 % | 416,32 % | 11,76 % | 879 |
| Hebräer ⇧ ↓ | 1 | 0,33 % | 603,86 % | 5,88 % | 303 |
| Jakobus ⇧ ↓ | 1 | 0,93 % | 1 694,17 % | 5,88 % | 108 |
| 1.Petrus ⇧ ↓ | 1 | 0,95 % | 1 742,58 % | 5,88 % | 105 |
| Nr. | Bibelstelle | Bibeltext |
| 1 ↑ | 2.Mose 4,10-16 1 |
Mose aber sprach zum HERRN: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es weder gestern noch vorgestern gewesen und auch nicht, seitdem du mit deinem Knechte geredet hast; denn ich habe einen schwerfälligen Mund und eine schwere Zunge! Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund erschaffen, oder wer hat den Stummen, oder Tauben, oder Sehenden, oder Blinden gemacht? Habe... |
| 2 ↑ | 2.Mose 5,12-21 1 |
Da zerstreute sich das Volk in das ganze Land Ägypten, daß es Stoppeln statt Stroh sammelte. Und die Treiber trieben sie und sprachen: Erfüllt euer bestimmtes Tagewerk, wie als ihr noch Stroh hattet! Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Treiber des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer bestimmtes Tagewerk... |
| 3 ↑ | 2.Mose 12,27 1 2 3 |
So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israel vorüberschritt in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete. |
| 4 ↑ | 2.Mose 15,22-17,7 1 2 3 4 5 6 7 |
Darnach ließ Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, daß sie zur Wüste Sur zogen; und sie wanderten drei Tage lang in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hieß man es Mara. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? Er aber schrie zum HERRN, und der HERR zeigte... |
| 5 ↑ | 2.Mose 18,13-27 1 2 |
Am andern Morgen setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her bis an den Abend. Als aber Moses Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volke tat, sprach er: Was machst du dir da für Umstände mit dem Volk? Warum sitzest du allein, und alles Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend? Mose antwortete seinem Schwiegervater: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen. Denn... |
| 6 ↑ | 2.Mose 19,4-6 1 |
Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern getan, und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Werdet ihr nun meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen und meinen Bund bewahren, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde ist mein; ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! Das sind die Worte, die... |
| 7 ↑ | 2.Mose 32,1-6 1 |
Als aber das Volk sah, daß Mose vom Berg zu kommen verzog, sammelte es sich um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Manne Mose widerfahren ist, der uns aus Ägypten geführt hat. Aaron sprach zu ihnen: Reißet die goldenen Ohrringe ab, die an den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und bringet sie zu mir! Da riß alles... |
| 8 ↑ | 4.Mose 12,2 1 |
Sie sprachen nämlich: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? |
| 9 ↑ | Jesaja 53,4-5 1 |
Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. |
| 10 ↑ | Matthäus 6,11 1 |
Gib uns heute unser tägliches Brot. |
| 11 ↑ | Matthäus 6,25-34 (Matthäus 6,25-26+31-34) 1 |
Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? ... Darum... |
| 12 ↑ | Lukas 17,11-19 1 |
Und es begab sich, als er nach Jerusalem reiste, daß er mitten durch Samaria und Galiläa zog. Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne stehen blieben. Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser! Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den Priestern! Und es begab sich, während sie hingingen,... |
| 13 ↑ | Johannes 5,19 1 |
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. |
| 14 ↑ | Johannes 14,23 1 |
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. |
| 15 ↑ | Hebräer 1,1-5 1 |
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch die Weltzeiten gemacht hat; welcher, da er die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens ist und alle Dinge trägt mit dem Wort seiner Kraft, und... |
| 16 ↑ | Jakobus 4,8 1 |
nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hände, ihr Sünder, und machet eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid! |
| 17 ↑ | 1.Petrus 2,22-24 1 |
«Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden worden»; er schalt nicht, da er gescholten ward, er drohte nicht, da er litt, sondern übergab es dem, der gerecht richtet; er hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde gestorben, der Gerechtigkeit leben möchten; «durch seine Wunden seid ihr heil geworden.» |
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