Die Plagen sind vorbei, der Pharao hat nachgegeben. Aber als das Volk tatsächlich loszog, merkt er, welch schwere wirtschaftliche Folgen dieser Abzug für seine Baupläne dieser Auszug haben wird. Und so kommt wieder der Realpolitiker hervor, der das nicht zulassen will. Noch ist es nicht zu spät und so folgt er den Israeliten und bemerkt auch, wie sie zum Schilfmeer und damit vermeintlich in eine Falle laufen. Aber der Pharao muss erfahren, dass Gottes Gedanken höher sind als unsere menschlichen Gedanken. Keiner seiner Götter warnt ihn vor dem, was nun folgen wird. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Schlagwörter: Bibel - Geduld Gottes - Gehorsam gegen Gott - Gott - Gottes Gedanken - Heiliger Geist - Jesus - Joseph - Lazarus - Lüge - Maria Magdalena - Menschliche Gedanken - Mose - Paulus - Pharao - Schilfmeer - Simon Petrus - Thomas - Unterdrückung - Ägypten Bereich Anregungen| Thema | Vorangehender Beitrag | Folgender Beitrag |
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2.Mose 13,17-15,21 ⇩ *: Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren. Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten. Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesagt: Gott wird euch gewiß heimsuchen; dann führet meine Gebeine mit euch von hinnen! Also zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Wüstenrand. Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führete, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, damit sie bei Tag und bei Nacht wandeln konnten. Die Wolkensäule wich nimmer vom Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Kindern Israel, daß sie sich herumwenden und sich vor Pi-Hahiroth, zwischen Migdol und dem Meer, lagern; gerade gegenüber von Baal-Zephon lagert euch am Meer! Denn der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Sie sind im Lande verirrt, die Wüste hat sie eingeschlossen! Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will mich am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin! Als nun dem König von Ägypten angezeigt ward, daß das Volk fliehe, wandte sich sein und seiner Knechte Herz gegen das Volk; und sie sprachen: Warum haben wir das getan, daß wir Israel haben ziehen lassen, daß sie uns nicht mehr dienen? Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich. Er nahm auch sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen in Ägypten und Wagenkämpfer auf jedem. Denn der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, daß er denn Kindern Israel nachjagte, obwohl sie durch eine hohe Hand auszogen. Also jagten ihnen die Ägypter nach mit allen Rossen, Wagen und Reitern des Pharao und mit seiner Macht und ereilten sie, als sie sich am Meere, bei Pi-Hahiroth, Baal-Zephon gegenüber, gelagert hatten. Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israel ihre Augen und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr. Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN und sprachen zu Mose: Sind etwa keine Gräber in Ägypten, daß du uns genommen hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Ägypten geführt hast? Haben wir dir nicht in Ägypten schon gesagt: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben! Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, tretet hin und sehet, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird; denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich! Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein! Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen! Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und zerteile es, daß die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen. Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie ihnen nachlaufen; dann will ich mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Macht, an seinen Wagen und an seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche. Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und trat hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch auf von ihrem Angesicht weg und trat hinter sie und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und sie war für die einen Wolke und Finsternis, und für die andern erleuchtete sie die Nacht, so daß diese und jene die ganze Nacht nicht zusammenkamen. Als nun Mose seine Hand über das Meer streckte, ließ der HERR dasselbe die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich voneinander. Und die Kinder Israel gingen hinein mitten in das Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen wie Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken. Und die Ägypter jagten nach und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer. Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR aus der Feuersäule und Wolke auf der Ägypter Heer und verwirrte das Heer der Ägypter und stieß die Räder von ihren Wagen und brachte sie ins Gedränge. Da sprachen die Ägypter: Lasset uns vor Israel fliehen, denn der HERR streitet für sie wider die Ägypter! Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, damit das Wasser wieder zurückkehre über die Ägypter, über ihre Wagen und über ihre Reiter! Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strömung, und die Ägypter flohen ihm entgegen. Also stürzte der HERR die Ägypter ins Meer. Denn das Wasser kam wieder und bedeckte die Wagen und Reiter der ganzen Macht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgefolgt waren, daß nicht einer aus ihnen übrigblieb. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser diente ihnen als Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken. Also half der HERR Israel an jenem Tage von der Ägypter Hand. Und Israel sah die Ägypter tot am Gestade des Meeres. Als nun Israel die große Hand sah, die der HERR an den Ägyptern bewiesen hatte, fürchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten dem HERRN und seinem Knecht Mose. Damals sangen Mose und die Kinder Israel dem HERRN diesen Lobgesang und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat sich herrlich erwiesen: Roß und Reiter hat er ins Meer gestürzt! Der HERR ist meine Kraft und mein Psalm, und er ward mir zum Heil! Das ist mein starker Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. Der HERR ist ein Kriegsmann, HERR ist sein Name. Die Wagen des Pharao und seine Macht warf er ins Meer. Seine auserlesenen Wagenkämpfer sind im Schilfmeer versunken. Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grunde wie Steine. HERR, deine Rechte Hand ist mit Kraft geschmückt; HERR, deine Rechte Hand hat den Feind erschlagen. Und mit deiner großen Macht hast du deine Widersacher vertilgt; du ließest deinen Grimm ausgehen, der verzehrte sie wie Stoppeln. Durch den Hauch deines Zornes türmte das Wasser sich auf; es standen die Wogen wie ein Damm. Die Fluten erstarrten mitten im Meer. Der Feind sprach: Ich will sie jagen, ich will sie ergreifen, ich will den Raub verteilen, will meinen Mut an ihnen kühlen, ich will mein Schwert ausziehen, meine Hand soll sie vertilgen! Als du aber mit deinem Winde wehtest, da bedeckte sie das Meer, sie versanken wie Blei im mächtigen Wasser. HERR, wer ist dir gleich unter den Göttern, wer ist in der Heiligkeit so herrlich, mit Lobgesängen so hoch zu verehren und so wundertätig wie du? Als du deine rechte Hand ausstrecktest, verschlang sie die Erde. Du leitest in deiner Gnade das Volk, das du erlöst hast, und bringst sie durch deine Kraft zur Wohnung deines Heiligtums. Wenn das die Völker hören, so erzittern sie, Angst kommt die Philister an; es erschrecken die Fürsten Edoms, Zittern befällt die Gewaltigen Moabs; alle Einwohner Kanaans werden verzagt. Laß durch deinen großen Arm Schrecken und Furcht über sie fallen, daß sie erstarren wie Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchziehe, bis dein Volk hindurchziehe, das du erworben hast! Bring sie hinein und pflanze sie auf den Berg deines Erbteils, an den Ort, den du, HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, zu dem Heiligtum, o HERR, welches deine Hände bereitet haben! Der HERR wird herrschen immer und ewig! Denn der Pharao ging ins Meer hinein mit Rossen, mit seinen Wagen und Reitern, und der HERR ließ das Meer wieder über sie kommen; aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm die Handpauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach mit Handpauken und im Reigen. Und Mirjam antwortete ihnen: Lasset uns dem HERRN singen, denn er hat sich herrlich erwiesen: Roß und Reiter hat er ins Meer gestürzt!
2.Mose 13,17-18 ⇩ ⇧ *: Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren. Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten.
Gott kennt sein Volk und weiß, wie schnell sie verzweifeln werden. Er weiß auch, welche Angst das Volk vor dem Pharao hat. Deshalb will er es schützen. Gott will ein Meer zwischen den Pharao und sein Volk legen. Deshalb führt er es nach Osten, auf das Schilfmeer zu. Vermeintlich ist es eine Falle, denn so kann der Pharao das Volk einholen und wieder in seine Gewalt bringen.
Das Vorgehen Gottes ist ein Zeugnis seiner väterlichen Liebe zu seinem Volk. Er hört schon ihr Gejammer, wenn der Pharao auftauchen wird. Er sieht ihre Mutlosigkeit, die sie befallen wird, wenn die Truppen des Pharao sichtbar werden. Er weiß, dass ihr Gottvertrauen einer solchen Situation nicht gewachsen ist. Gerade deswegen hat er das Volk dahin geführt. Dieses Meer wird in Zukunft ihr Schutz sein. Aber für Israel ist es zunächst einmal nur ein Hindernis auf ihrem Weg.
Gott kennt sein Volk in seiner Begrenztheit. Und trotzdem liebt er dieses Volk und bereitet ihm einen Weg nach Israel, in das gelobte Land, den sie auch gehen können. Aber zunächst einmal sieht es nicht danach aus. Das Meer ist ihnen im Weg. Es geht nicht weiter.
Ist das nicht eine Situation, die wir gut kennen. Unsere Gemeinde entwickelt sich, neue Initiativen bewirken einen Aufbruch in der Gemeinde. Alles scheint toll zu laufen, die Pläne, die wir gemacht haben greifen. Und dann taucht plötzlich ein Meer auf und liegt uns im Wege. Es geht nicht weiter. Sei es, dass eine Finanzierung zusammengebrochen ist, sei es, dass ein wichtiger Mitarbeiter ausscheidet, sei es auch nur, dass wir Angst vor der eigenen Courage bekommen. Und was geschieht dann? Dann tauchen die „Propheten“ auf, die es ja lange vorher schon gewusst haben, dass das nicht gutgehen kann. Merkwürdigerweise haben sie geschwiegen, als die Entscheidungen zu treffen waren. Aber jetzt, wo es offenkundig ist, dass etwas nicht so läuft wie gedacht, jetzt schweigen sie nicht mehr. So wichtig Prophetie für eine lebendige Gemeinde ist, diese Prophetie im nachherein ist nur ärgerlich und hat mit der biblischen Prophetie nichts zu tun. Da hört man dann Argumente wie: „Wäre es Gottes Wille gewesen, dann wäre die Finanzierung auch nicht zusammengebrochen, dann hätten sich die Mitarbeiter sich auch nicht überfordert, ...“ Es ist immer leicht, hinterher zum Propheten zu werden. Meist reicht aber die Glaubenskraft dieser Propheten, die es immer schon gewusst haben, nicht aus, den väterlichen Gott zu sehen, der seine Gemeinde und ihr Problem ja auch sieht und an den man sich hilfesuchend wenden könnte, wenn man denn genug Glauben hätte.
Zurück zum Volk Israel: Sie haben doch an alles gedacht: Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesagt: Gott wird euch gewiß heimsuchen; dann führet meine Gebeine mit euch von hinnen! Also zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Wüstenrand. Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führete, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, damit sie bei Tag und bei Nacht wandeln konnten. Die Wolkensäule wich nimmer vom Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts. (2.Mose 13,19-22 ⇩ ⇧ *)
Man sieht daraus, dass Mose den Leichnam Josephs, des Sohnes Jakobs, mitnahm, wie sorgfältig der Auszug aus Ägypten vorbereitet war. Es war keine hastige Flucht, es war geplant, weil Mose glaubte und nicht zweifelte, dass Gott das umsetzen würde, zu dem er Mose berufen hatte. Und doch stehen sie jetzt an einem Meer und wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Die Spannung zwischen dem Glauben an die Verheißungen des lebendigen Gottes und der offensichtlich aussichtslosen Lage steigert sich ins Unerträgliche, denn das Volk wusste, was es bedeutete, in die Hände eines erbosten Pharaos zu fallen. Wir sehen hier die Diskrepanz zwischen Gott und Mensch. Gott ist im Verborgenen, er wird sichtbar in einer Wolke, immerhin, aber was ist eine Wolke gegen die Wagen Ägyptens mit ihren tödlichen Waffen.
In diese Situation hinein spricht Gott zu Mose: Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Kindern Israel, daß sie sich herumwenden und sich vor Pi-Hahiroth, zwischen Migdol und dem Meer, lagern; gerade gegenüber von Baal-Zephon lagert euch am Meer! Denn der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Sie sind im Lande verirrt, die Wüste hat sie eingeschlossen! Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will mich am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin! (2.Mose 14,1-4 ⇩ ⇧ *)
Israel wandert also zunächst auf dem direkten Weg nach Kanaan. Dann erhält Mose die Weisung, das Volk einen anderen Weg, vermutlich nach Süden, zu gehen. Dort sollen sie sich am Meer gegenüber der Stadt Baal.Zephon lagern. Die Stellen sind für uns nicht eindeutig zu lokalisieren. Spätere Namen müssen nicht mit den ursprünglichen Namen übereinstimmen. Dies gilt insbesondere für Baal-Zephon, der Name geht auf einen Tempel des Gottes Baal-Zephon zurück. Solche Tempel können zerstört und später an anderer Stelle wieder aufgebaut worden sein. Zunächst mutet er dem Volk etwas zu: Sie sollen sich freiwillig in eine Falle begeben. Diese Falle wird der Pharao sofort durchschauen; „Sie sind im Lande verirrt, die Wüste hat sie eingeschlossen!“ Und wieder spricht Gott davon, dass er das Herz des Pharao verstocken werde, damit er ihnen nachjage. Und die Falle soll für den Pharao zur Falle werden, denn Gott will sich „am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin!“ Tatsächlich scheint der Pharao zu dieser Zeit noch in seinem Palst gewesen zu sein. Offenbar haben ihm seine Späher berichtet, dass das Volk den Landweg nach Kanaan nicht gefunden habe und stattdessen ans Meer gezogen ist und dort festsitze.
Als nun dem König von Ägypten angezeigt ward, daß das Volk fliehe, wandte sich sein und seiner Knechte Herz gegen das Volk; und sie sprachen: Warum haben wir das getan, daß wir Israel haben ziehen lassen, daß sie uns nicht mehr dienen? Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich. Er nahm auch sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen in Ägypten und Wagenkämpfer auf jedem. Denn der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, daß er denn Kindern Israel nachjagte, obwohl sie durch eine hohe Hand auszogen. Also jagten ihnen die Ägypter nach mit allen Rossen, Wagen und Reitern des Pharao und mit seiner Macht und ereilten sie, als sie sich am Meere, bei Pi-Hahiroth, Baal-Zephon gegenüber, gelagert hatten. (2.Mose 14,5-9 ⇩ ⇧ *)
Der Pharao kommt mit seiner machtvollen Armee. Er hat durch die zehn Plagen nichts gelernt. Jetzt sieht er endlich eine Gelegenheit, seine Macht auszuspielen. Er sieht seine Zeit für gekommen. Jetzt wird er Rache nehmen für die Schmach, die ihm und seinen Göttern angetan worden ist. Jetzt wird er, der Sohn des Gottes Horus, aller Welt zeigen, wer die Macht hat.
Wir erleben hier das Geheimnis des Glaubens. Der Pharao hat die Wunder und die Macht des lebendigen Gottes erlebt wie kaum ein anderer Mensch. Er weiß, dass dieser Gott eine Realität ist, denn er hat seinen erstgeborenen Sohn, den Thronfolger, den nächsten «Sohn des ägyptischen Gottes Horus», an diesen Gott (JHWH) verloren. Aber er kommt nicht zum Glauben, er kämpft weiter gegen diesen Gott (JHWH). Er ist verstockt. Die vielen Wunder, die er erlebt hat, haben nur seinen Eifer angefacht, seinen Ehrgeiz geweckt, aber sie haben ihn nicht zum Glauben an diesen machtvollen Gott geführt. Für ihn ist die Tradition, in der er steht, wichtiger als die Erfahrung des lebendigen Gottes. Dies zeigt uns, dass Wunder allein nicht zwangsläufig zum Glauben führen. Jesus seufzt einmal, als Philippus ihn bittet, ihm den Vater zu zeigen: Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! (Johannes 14,9-11 *) Selbst die Jünger haben ganz offensichtlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geglaubt, obwohl sie doch die vielen Werke Jesu gesehen haben, insbesondere auch die Auferweckung des Lazarus. Der Glaube kommt aus dem verkündigten Wort Gottes und ist ein Geschenk des Heiligen Geistes: Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort. (Römer 10,17 *) Glaube setzt voraus, dass wir von dem hohen Ross unserer Selbstsucht herabsteigen und uns nicht von der «Weisheit der Welt» blenden lassen: Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Disputiergeist dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt diejenigen zu retten, welche glauben. Während nämlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, predigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit; jenen, den Berufenen aber, sowohl Juden als Griechen, predigen wir Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (1.Korinther 1,20-24 *) Der Pharao ist in seiner Verblendung geblieben. Er hat das Rufen Gottes mit verstocktem Herzen ignoriert.
Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israel ihre Augen und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr. Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN und sprachen zu Mose: Sind etwa keine Gräber in Ägypten, daß du uns genommen hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Ägypten geführt hast? Haben wir dir nicht in Ägypten schon gesagt: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben! (2.Mose 14,10-12 ⇩ ⇧ *)
Gott kennt sein Volk. Er weiß, wie sehr sie sich von der Macht und dem Glanz des Pharao werden blenden lassen. „... und sie fürchteten sich sehr.“ Wie sehr blendet uns die Welt. Wie sehr fürchten wir uns vor der Wucht wissenschaftlicher Argument, vor dem Spott der Heiden, vor der Weisheit derjenigen, die Wunderglauben als Märchen abtun. Dabei geht von all diesen Dingen für uns keine Lebensgefahr aus. Aber es geht uns dann um unseren guten Ruf, darum, dass wir als Gesprächspartner ernst genommen werden, dass wir als Wissenschaftler anerkannt werden. Immerhin lesen wir über die Israeliten: „Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN ...“ Sie schreien ihre Angst zu Gott heraus, sie rufen Gott an. Das ist immerhin ein Lebenszeichen des Glaubens, sie haben nicht etwa vorsichtshalber zu ägyptischen Göttern gebetet, sie rufen den lebendigen Gott an. Angst ist zunächst einmal eine Reaktion unseres Körpers, eine Hormonausschüttung in unserem Körper, die wir nur sehr langfristig steuern können. Angesichts der Truppen des Pharao ist es eine erwartbare Reaktion. Die Tatsache, dass sie in ihrer Angst zu dem lebendigen Gott rufen, ist auch für uns vorbildlich. Aber sie tun noch ein zweites. Sie greifen Mose an: „Sind etwa keine Gräber in Ägypten, daß du uns genommen hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Ägypten geführt hast? Haben wir dir nicht in Ägypten schon gesagt: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben!“
Da sind sie wieder, die Menschen, die es immer schon gewusst haben. Zunächst ist es Zynismus: „Sind etwa keine Gräber in Ägypten, daß du uns genommen hast, damit wir in der Wüste sterben?“ Die Botschaft dieses Spruches ist doch recht klar. Wir werden es nicht nach Kanaan schaffen, wir werden in der Wüste sterben. Auch bei den Menschen, die so sprechen, ist von Glauben nichts zu bemerken. „Macht euch nichts vor. Das kann gar nicht gut gehen. Wie soll ein solch langer Zug von 600.000 Menschen unbeschadet durch die Wüste kommen. Das ist doch jedem Einsichtigen klar.“ Als die Wunder vor dem Pharao geschahen, haben sie vielleicht noch geschwiegen. Aber jetzt, angesichts der offensichtlichen Übermacht des Pharao, schlägt ihre Stunde. Aus der Arbeit in Kirchen und Gemeinden ist dieses Verhalten nur zu gut bekannt. Solange eine Arbeit Erfolg hat, schweigen sie, zeigen sich aber Schwierigkeiten, gerät etwas ins Stocken, zeigen sich gar Gefahren, dann kommt die Stunde diese Pseudopropheten, die es angeblich immer schon gewusst haben: „Haben wir dir nicht in Ägypten schon gesagt: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben!“ Als kleine Fußnote soll angemerkt werden, dass sich an diesen Menschen das Wort Gottes erfüllt: „Dir geschehe, wie du geglaubt hast!“ Denn diese Generation, die aus Ägypten ausgezogen ist und die großen Wunder Gottes gesehen hat, wird, Mose eingeschlossen, in der Wüste sterben und Kanaan nicht betreten. Jesus hat dieses Wort dem Hauptmann zu Kapernaum als Verheißung gesagt. Hier richtet es sich gegen Israel. Auch die Gemeinde des lebendigen Gottes heute muss aufpassen, das der erhöhte Herr ihr nicht angesichts ihres Unglaubens genauso wie Israel sagt: „Dir geschehe, wie du geglaubt hast!“ (Als er aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt darnieder und ist furchtbar geplagt! Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir; und sage ich zu diesem: Gehe hin! so geht er; und zu einem andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knechte: Tue das! so tut er's. Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden! Ich sage euch aber: Viele werden kommen von Morgen und Abend und werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Himmelreich; aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast! Und sein Knecht ward gesund in derselben Stunde. (Matthäus 8,5-13 *)).
Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, tretet hin und sehet, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird; denn diese Ägypter, die ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich! Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein! (2.Mose 14,13-14 ⇩ ⇧ *)
Wir lesen hier nicht, dass Mose zum Herrn betet. Aber sicherlich wird er in seinem Herzen zu Gott geschrien haben, wie wir aus dem Reden Gottes danach erfahren. Vor dem Volk steht ein starker Mose, deres ermahnt: „Fürchtet euch nicht!“ Das zeigt eine starke Glaubenskraft Moses, denn auch er sieht ja die reale Gefahr. Aber an ihm können alle Pseudopropheten, auch die heutigen, deutlich sehen, was wahre Prophetie ist, wenn Mose sagt: „... diese Ägypter, die ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich!“ Das muss ihm Gott selber offenbart haben, dass diese Ägypter umkommen werden. Wir fangen jetzt an zu reflektieren: „Diese armen ägyptischen Soldaten, was können die denn dafür, dass ihr Pharao so völlig ohne Einsicht ist.“ Was können die russischen Soldaten dafür, dass Putin die Ukraine erobern möchte. Die Antwort des Mose lautet: „Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein!“ Das fällt uns sehr schwer, wenn unser Inneres gegen Ungerechtigkeit rebelliert. Manche Dinge müssen wir akzeptieren und dem Herrn überlassen. Wir können nicht alles mit unseren Rastern von Gut und Böse erklären. Mose sagt dem Volk Israel: „Der HERR wird für euch streiten, und ihr sollt stille sein!“ Vielleicht sollten wir das gelegentlich auch einmal für uns in Erwägung ziehen, nicht immer alles selbst regeln oder erklären wollen, sondern den Herrn machen lassen und stille sein und auf ihn vertrauen. Das ist keine allgemeine Lebensregel, die wir immer und überall anwenden sollten. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass unsere Möglichkeiten begrenzt sind und wir nicht alles zu regeln haben, sondern manchmal die Dinge vollständig dem Herrn überlassen können. Er wird uns dann schon deutlich machen, wie wir und wann wir eingreifen sollten.
Und so ist es auch hier: Der Herr spricht zu Mose und seinem Volk:
Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen! Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und zerteile es, daß die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen. Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie ihnen nachlaufen; dann will ich mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Macht, an seinen Wagen und an seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche. (2.Mose 14,15-18 ⇩ ⇧ *)
Zunächst erfahren wir, dass Mose sehr wohl zum Herrn geschrien hat. Gott erwähnt es verwundert, wenn denn Verwunderung überhaupt eine Kategorie ist, die in Bezug auf den allwissenden Gott sinnvoll ausgesagt werden kann. Dann aber ruft er das Volk auf, loszuziehen. Er sagt ihnen nicht, was er genau zu tun gedenkt. Er fordert sie nur auf, weiterzuziehen, auf das Meer zuzugehen und ihm, Gott, zu vertrauen. Er spricht nur von einer Verrherrlichung „am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern.“
Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und trat hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch auf von ihrem Angesicht weg und trat hinter sie und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und sie war für die einen Wolke und Finsternis, und für die andern erleuchtete sie die Nacht, so daß diese und jene die ganze Nacht nicht zusammenkamen. Als nun Mose seine Hand über das Meer streckte, ließ der HERR dasselbe die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich voneinander. Und die Kinder Israel gingen hinein mitten in das Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen wie Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken. (2.Mose 14,19-22 ⇩ ⇧ *)
Wir erfahren jetzt auch, wie die Wolkensäule und die Tatsache, dass Gott in der Wolkensäule vor dem Volk herzog, zu verstehen ist: Es ist der Engel des Herrn, der tatsächlich in der Wolkensäule mit Gottes Volk zieht. Aber der Engel ist nicht eine eigenständige Macht, er wird auch nicht mit Namen genannt, sondern er ist nur ein Ankerpunkt Gottes zu seinem Volk hin. Von dem lebendigen Gott sagt der Apostel Paulus: Gott ist„der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.“ (welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. (1.Timotheus 6,15-16 *)) Dieser Gott, „der in einem unzugänglichen Lichte wohnt,“ ist seinem Volk nahe, nicht nur in einem Engel, sondern auch in Jesus Christus, ohne dass das Volk davon weiß. Später wird es Jesus darüber anklagen, wenn er sich darauf beruft, dass er die Erzväter schon gekannt hat, sogar vor ihnen war: Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte. Und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich! (Johannes 8,56-58 *) Vergleiche auch Jesus als der Gott der Juden.
Interessant ist auch, dass die Wolkensäule unabhängig von dem Engel des Herrn gesehen wird, denn es wird zunächst berichtet, dass der Engel Gottes sich erhob und dann auch die Wolkensäule. Beide traten hinter das Volk, obwohl doch normalerweise die Wolkensäule vor dem Volk herzog, wenn es weiterziehen sollte. Der Zweck dieser Abweichung wird so beschrieben: „... sie war für die einen Wolke und Finsternis, und für die andern erleuchtete sie die Nacht, so daß diese und jene die ganze Nacht nicht zusammenkamen.“ Israel konnte also im Licht der Wolke ziehen, während die Ägypter in der Finsternis keinerlei Orientierung hatten. Auf der Seite Israels geschieht nun das Wunder. Ein starker Ostind ließ das Meer ablaufen, so dass die Israeliten trockenen Fußes durch das Meer ziehen konnten. Die vermeintliche Falle hatte sich also geöffnet. Israel erreichte die Halbinsel Sinai. Wir haben es hier mit einem Wunder zu tun, dass physikalisch völlig erklärt ist: „Als nun Mose seine Hand über das Meer streckte, ließ der HERR dasselbe die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich voneinander.“ Es heißt auch nicht, dass sich die Wassermassen zu Mauern auftürmten. Es heißt nur: „... das Wasser war ihnen wie Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken.“, es war ihr Schutz wie durch Mauern, so dass die Ägypter sie nicht von der Seite angreifen konnten.
Als endlich der Morgen anbrach sahen die Ägypter, auf welchem Weg die Israeliten entkommen waren. Es muss zu einem Tumult gekommen sein, sei es aus Übereifer, um hinter Israel endlich herzuziehen, sei es aber auch aus Angst, denn die Plagen, mit denen der Gott die Ägypter überzogen hatte, damit der Pharao sie freiließ, sind dem Volk und auch der Armee nicht verborgen geblieben. Da die Ägypter ein sehr frommes Volk waren, wird auch die Machtlosigkeit ihrer eigenen Götter auf sie Eindruck gemacht haben. Aber wir lesen nichts davon, dass Ägypten sich für diesen starken Gott in irgend einer Weise interessierte. Wir lesen aber, dass Mose in Ägypten hoch angesehen war: Und der HERR gab dem Volke Gunst in den Augen der Ägypter. So war auch Mose ein sehr großer Mann in Ägypten vor den Knechten des Pharao und vor dem Volk. (2.Mose 11,3 ⇩ ⇧ *) Also kann es durchaus sein, dass die Ägypter mit gemischten Gefühlen dem Volk nachgeeilt sind. Auch die Finsternis, in der sie waren, als Israel in das ausgetrocknete Meer ging, wird auf die Truppe Eindruck gemacht haben. Der Satz: „Lasset uns vor Israel fliehen, denn der HERR streitet für sie wider die Ägypter!“ (2.Mose 14,25 ⇩ ⇧ *) spricht eine deutliche Sprache. Interessant auch, dass sie nicht von dem Gott Israels oder Gott der Hebräer reden, sondern sie reden von Gott als JHWH, sie kennen also den Namen, mit dem sich Gott vor Mose offenbart hat. Dies setzt voraus, dass sie sich damit befasst haben und mit Israeliten über diesen Gott gesprochen haben. Schließlich hat der Pharao das Gespräch mit Mose noch mit dem stolzen Satz begonnen: Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hören soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich weiß nichts von dem HERRN, ich will auch Israel nicht ziehen lassen! (2.Mose 5,2 ⇩ ⇧ *)
Wir erleben hier, dass die Begegnung mit dem lebendigen Gott nicht zwingend zur Bekehrung führt. Der Pharao hat Gott in einer Intensität erlebt, wie nur wenige Menschen ihn erleben. Aber er hat sich gegen Gott aufgelehnt. Und so ist er immer tiefer in sein Unglück gelaufen. Selbst nach dem Tode seines Thronfolgers kämpft er umso verbissener weiter. Hier am Roten Meer meint er, Gottes Volk in einer Falle gefangen zu haben und merkt doch nicht oder erst, wenn es zu spät ist, dass seine Truppen es sind, die in der Falle sitzen. Er nimmt die Angst der Truppe nicht wahr oder ignoriert sie bewusst und führt sie auf diese Weise in den Tod. Gott hat dem Pharao zunächst eine Chance gegeben. An den Plagen ist das deutlich abzulesen (Der Pharao - Täter oder Opfer). Aber es kommt der Punkt, an dem Gott Menschen «dahingibt». Im Römerbrief lesen wir ein weiteres Beispiel über das «Dahingegeben-Sein»: Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat; denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen! (Römer 1,18-25 *) Es geht dem Apostel Paulus hier um die Menschen, die Gott in der Schöpfung nicht erkennen wollen, sondern anstatt den Schöpfer zu verehren, Geschöpfe selbst verehren. Auch wir stehen immer wieder in der Gefahr, Begabungen oder Taten von Menschen die Ehre zu erweisen, statt darüber den Schöpfer zu preisen, der diese Begabungen oder Taten ermöglicht hat, weil er die Schöpfung so großartig gemacht hat, dass diese Dinge erst möglich wurden. Und letztlich verehren wir in der Evolution den Zufall, obwohl wir aus Erfahrung wissen, dass der Zufall in den meisten Fällen ein garstiger Geselle ist, dass uns viele Missgeschicke unterlaufen können, wenn wir nicht immer wieder aufpassen und dem Zufall mit ordnender Hand begegnen.
So ist der Pharao in seinem verbissenen Kampf eine Warnung für alle, die den Ruf Gottes und seines Sohnes Jesus Christus hören, diesem Ruf Gottes zu folgen, denn es ist unser lebender Vater, der da ruft. Was immer wir anstellen und was immer wir an irdischer Macht oder Reichtum anhäufen, Gott ist stärker. Er hat viel Geduld mit uns. Wir können jederzeit zu ihm umkehren. Und wir sollten dies auch nicht aus Angst vor dem mächtigen Gott tun, sondern weil wir eine Antwort auf die Liebe geben wollen, die er zu uns hat: Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. (1.Johannes 3,1 *) Übrigens finden wir das «Dahingegeben-Sein» auch im Blick auf die Liebe Gottes wieder, wenn der Apostel Paulus schreibt: Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? (Römer 8,31-32 *)
Und die Ägypter jagten nach und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer. Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR aus der Feuersäule und Wolke auf der Ägypter Heer und verwirrte das Heer der Ägypter und stieß die Räder von ihren Wagen und brachte sie ins Gedränge. Da sprachen die Ägypter: Lasset uns vor Israel fliehen, denn der HERR streitet für sie wider die Ägypter! Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, damit das Wasser wieder zurückkehre über die Ägypter, über ihre Wagen und über ihre Reiter! Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strömung, und die Ägypter flohen ihm entgegen. Also stürzte der HERR die Ägypter ins Meer. Denn das Wasser kam wieder und bedeckte die Wagen und Reiter der ganzen Macht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgefolgt waren, daß nicht einer aus ihnen übrigblieb. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser diente ihnen als Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken. Also half der HERR Israel an jenem Tage von der Ägypter Hand. Und Israel sah die Ägypter tot am Gestade des Meeres. Als nun Israel die große Hand sah, die der HERR an den Ägyptern bewiesen hatte, fürchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten dem HERRN und seinem Knecht Mose. (2.Mose 14,23-31 ⇧ *)
Eben haben wir noch gehört, dass die Ägypter Angst hatten, weil sie merkten, dass sie gegen diesen JHWH kämpften, der seinerseits für Israel stritt. Nun hören wir, dass die Ägypter doch die Israeliten durch das geöffnete Meer hindurch verfolgten. Wie kam es zu diesem Sinneswandel. Ganz offenbar hatte eine Führungselite ihn erzwungen, weil sie den Befehl des Pharao umsetzen mussten. Unsere menschlichen Strukturen sind so, dass es in allen Strukturen diese zweite Ebene gibt, die die Befehle, die von oben kommen, durchsetzt und die genau dafür bezahlt wird. Sie sollen nicht nachdenken, sondern umsetzen. Und das tun sie auch. Eben war es noch ein wilder Haufen, aber nun sind zumindest die, deren Wagen noch dazu in der Lage waren, hinter den Israeliten her. Ob die, deren Wagen in die Massenpanik verwickelt waren, zu Fuß mitgekommen sind oder zurückgeblieben sind, bleibt offen.
Offen bleibt auch, ob der Pharao dabei war. Die Tatsache, dass ägyptische Chroniken nichts von einem im Meer umgekommenen Pharao berichten, ist an sich noch nicht aussagekräftig, denn die Ägypter berichten nur von Siegen. Und insbesondere Situationen, in denen ein fremder Gott sich den ägyptischen Göttern überlegen erweist, beleidigen das ägyptische Selbstverständnis und werden ganz sicher nicht berichtet. Ägyptische Quellen sind also für solche Vorgänge, in denen ein fremdes Volk und sein Gott dem Horussohn, dem Pharao, widersteht, kaum glaubhaft heranzuziehen. Dieses Volk ist schon deshalb verachtet, weil es ein Hirtenvolk ist. Der Ägypter ist sich für solche Tätigkeiten zu schade. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass sich diese Verachtung auch auf den Gott der Hebräer bezieht.
Umso schmerzlicher ist es für sie, zu erleben, dass dieser Gott seine Pläne so machtvoll umsetzt, während die ägyptischen Götter ganz offenbar dagegen machtlos sind. Es wäre schon sehr überraschend, wenn ägyptische Quellen dies wahrheitsgemäß berichten würden. Leider fallen damit ägyptische Quellen auch aus, um zu entscheiden, ob der Auszug aus Ägypten historisch ist. Wir sind dabei völlig auf die alt-israelitische Tradition angewiesen.
Für die Ägypter nimmt dieser Tag ein schreckliches Ende. Das Wasser kommt zurück, als Mose seinen Arm ausstreckt, und es vernichtet die ägyptischen Verfolger vollständig. Gottes Plan ist vollständig aufgegangen. Zwischen Israel und Ägypten liegt jetzt ein Meer. Israel kann ungestört weiterziehen. Die Kriege, die Ägypten auf kanaanäischem Boden führt, sind für Israel belanglos, weil es 40 Jahre in der Wüste verharrt und erst dann in das durch eben diese Kriege geschwächte Kanaan einzieht. Gottes Weitsicht ist schon bewundernswert.
Während der Pharao nicht aufhört, gegen diesen Gott der Hebräer, JHWH, zu kämpfen, begreift Israel endlich und im Nachherein, wie machtvoll sein Gott ist, dass er sogar der Weltmacht Ägypten widerstehen kann. Und sie „glaubten dem Herrn und seinem Knecht Mose“. Aber es war nicht nur Glaube, es war auch eine Gottesfurcht, die nicht auf der Liebe zu diesem mächtigen Gott basierte, sondern darauf, dass dieser Gott so große Taten verrichten konnte. Es wird nicht lange dauern, bis diese Furcht vor Gott durch die Furcht vor Durst abgelöst wird. Aber noch überwiegt die Begeisterung über die großen Taten Gottes.
Damit finden wir am Ende der Auseinandersetzung zwischen dem Wunsch des Volkes Israel, zurück in das gelobte Land zu ziehen, und dem Ziel des Pharaos, diese billigen Arbeitskräfte im Land zu halten, ein sehr gegensätzliches Bild, wie sich Wunder auf den Glauben auswirken. Der Pharao erlebt die Wunder dieses Gottes JHWH, aber hält an seiner Tradition fest, er kämpft gegen die Forderungen, die ihm dieser Gott durch Mose unterbreitet. Sein persönlicher Glaube wird dadurch nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, er wird in seinen Kampf immer verbissener. Selbst der Verlust seines erstgeborenen Sohnes bringt ihn nicht ins Nachdenken. Die Wunder des lebendigen Gottes verändern seinen durch den Spiritismus seiner Zauberer geprägten Glauben nicht. Sind Wunder also zwecklos? Im Blick auf den Pharao schon.
Und für das Volk Israel. Wir werden weiter verfolgen, wie das Volk Gottes auf diese Wunder Gottes reagiert und welcher Art der Glaube ist, der im wandernden Gottesvolk entsteht. Auch da wird es viele Beispiele geben, wie eine Gemeinde, die Großes mit Gott erlebt hat, sehr schnell wieder kleinmütig wird. Selbst Jesus seufzt vor seinen Jüngern, als er ihren schwachen Glauben sieht: Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! (Johannes 14,11 *) Jesus sagt dies am Ende seines Wirkens, kurz vor der Kreuzigung. All die Werke, die er getan hat und die Simon Petrus zu dem herrlichen Bekenntnis führten: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Matthäus 16,16 *), reichten nicht aus, die Jünger zum Glauben zu führen. Simon Petrus wird Jesus verleugnen. Als Maria Magdalena vom Grab zurückkommt mit der Botschaft: „Jesus lebt!“, da werden sie ihr nicht glauben. Als elf Jünger dem Jünger Thomas bezeugen, dass sie den Herrn gesehen haben, wird er ihnen nicht glauben.
Der Glaube ist ein Geheimnis, das tief im Inneren des Menschen entsteht, und das im Auszug des Volkes Israel im Positiven wie im Negativen in vielen Schattierungen sichtbar wird. Es ist auch sehr deutlich in der Geschichte der Gemeinde Jesu zu erleben. Wir werden immer wieder versuchen, diesem Geheimnis in den Erlebnissen des Volkes Israel nachzuspüren. Manchmal denkt man, wie leicht es den Jüngern gefallen sein muss zu glauben, weil sie die vielen Wunder gesehen haben. Ganz offenbar ist dieses Vorurteil falsch, vielleicht ist sogar das Gegenteil richtig, wie Jesu Auftritt in Nazareth nahelegt (Lukas 4,16-30 *). Auf jeden Fall ist Glauben deutlich mehr als die persönliche Erfahrung eines Wunders.
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| Bereich | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| Bibel ⇩ | 13 | 0,04 % | 100,00 % | 100,00 % | 31105 |
| Altes Testament ⇩ | 1 | 0,00 % | 10,34 % | 7,69 % | 23146 |
| AT Geschichtsbücher ⇩ | 1 | 0,01 % | 18,59 % | 7,69 % | 12871 |
| AT Lehrbücher ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 4785 |
| AT Prophetische Bücher ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 5490 |
| Neues Testament ⇩ | 12 | 0,15 % | 360,75 % | 92,31 % | 7959 |
| NT Geschichtsbücher ⇩ | 6 | 0,13 % | 299,96 % | 46,15 % | 4786 |
| NT Lehrbücher ⇩ | 6 | 0,22 % | 518,65 % | 46,15 % | 2768 |
| NT Prophetisches Buch ⇩ | 0 | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 405 |
| Bücher | Anzahl der Bibelstellen (Zitate) | bezogen auf die Verse | relativ zum Durchschnitt der Bibel | Anteil an allen Zitaten | Gesamtzahl der Verse |
| 2.Mose ⇧ ↓ | 1 | 0,08 % | 197,25 % | 7,69 % | 1213 |
| Matthäus ⇧ ↓ | 2 | 0,19 % | 446,81 % | 15,38 % | 1071 |
| Lukas ⇧ ↓ | 1 | 0,09 % | 207,88 % | 7,69 % | 1151 |
| Johannes ⇧ ↓ | 3 | 0,34 % | 816,62 % | 23,08 % | 879 |
| Römer ⇧ ↓ | 3 | 0,69 % | 1 657,75 % | 23,08 % | 433 |
| 1.Korinther ⇧ ↓ | 1 | 0,23 % | 547,53 % | 7,69 % | 437 |
| 1.Timotheus ⇧ ↓ | 1 | 0,88 % | 2 117,43 % | 7,69 % | 113 |
| 1.Johannes ⇧ ↓ | 1 | 0,95 % | 2 278,75 % | 7,69 % | 105 |
| Nr. | Bibelstelle | Bibeltext |
| 1 ↑ | 2.Mose 13,17-15,21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 |
Als nun der Pharao das Volk gehen ließ, führte sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, wiewohl sie die nächste war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn es Krieg sähe, und möchte wieder nach Ägypten umkehren. Darum führte Gott das Volk den Umweg durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägypten. Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit... |
| 2 ↑ | Matthäus 8,5-13 1 |
Als er aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt darnieder und ist furchtbar geplagt! Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden. Denn auch ich bin ein... |
| 3 ↑ | Matthäus 16,16 1 |
Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! |
| 4 ↑ | Lukas 4,16-30 1 |
Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: «Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen,... |
| 5 ↑ | Johannes 8,56-58 1 |
Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte. Und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich! |
| 6 ↑ | Johannes 14,9-11 1 |
Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater... |
| 7 ↑ | Johannes 14,11 1 |
Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! |
| 8 ↑ | Römer 1,18-25 1 |
Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat; denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen,... |
| 9 ↑ | Römer 8,31-32 1 |
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? |
| 10 ↑ | Römer 10,17 1 |
Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort. |
| 11 ↑ | 1.Korinther 1,20-24 1 |
Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Disputiergeist dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt diejenigen zu retten, welche glauben. Während nämlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, predigen wir Christus... |
| 12 ↑ | 1.Timotheus 6,15-16 1 |
welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. |
| 13 ↑ | 1.Johannes 3,1 1 |
Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. |
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