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Keine Weissagung der Schrift ist ein Werk eigener Deutung

Beobachtungen zum Schriftverständnis des Apostels Paulus

Paulus und das Alte Testament

 


Zusammenfassung

Wie redet Paulus über die Schrift? Zu seiner Zeit war die Schrift das Alte Testament. Dieser Text versucht, die Bibelstellen, in denen Paulus über die Schrift spricht, darauf zu untersuchen, wie er zur Verbindlichkeit der Schrift steht. Paulus nimmt die Schrift ernst, die ganze Schrift. Er sagt von sich, dass er alles glaubt, „was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht“. Er sagt auch, das in Christus alles erfüllt ist, „was von ihm geschrieben steht“. Er liest die Schrift also im unbedingten Glauben an das Erlösungswerk Jesu Christi. Er kämpft gegen Menschen, die meinem, diesem Erlösungswerk noch etwas hinzufügen zu müssen. Wir sehen in Paulus also einen Mann, der unter dem Wort arbeitet, sich nicht über das Wort erhebt und für seine Anerkennung kämpft.

Schlagwörter: Aaron - Agrippa II. - Altes Testament - Ananias - Apostel Johannes - Bedeutung des Alten Testamentes - Benjamin - Bibel - Bibelverständnis - Buchstabe - Elia - Elisa - Erfüllung des Gesetzes - Erfüllung von Prophetien - Gamaliel - Gott - Gottes Wort - Heiliger Geist - Hoher Rat - Hoherpriester - Jakob - Jakobus - Jeremia - Jesaja - Jesus - Levi - Lukas - Marcus Antonius Felix - Markus - Matthäus - Messias - Mose - Neues Testament - Paulus - Pharisäer - Sadduzäer - Simon Petrus - Sohn - Vater - Verbalinspiration

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Wie geht Jesus mit dem Alten Testament um

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Wie geht Jesus mit dem Alten Testament um

Himmelfahrt 2019
... der die Himmel durchschritten hat




Inhaltsverzeichnis

Das Bekenntnis des ApostelsPaulus

Die Herkunft des Apostels Paulus

Bruch und Kontinuität im Leben des Juden Saulus von Tharsus

Das Alte und das Neue im Leben des Juden Saulus von Tharsus

Es ist alles erfüllt

Das Wort und der Geist

Die Herrlichkeit des Buchstabens

Gott ist größer als meine Vorstellungskraft

Nuancen in der Bibel - Die Bibel will als Ganzes gelesen werden

Fazit zum Schriftverständnis des Apostels Paulus

Beobachtungen zum Schriftverständnis des Apostels Paulus

Das Bekenntnis des ApostelsPaulus

Paulus bekennt seinen Glauben im Brief an die Philipper: der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze untadelig gewesen. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet; ja ich achte nun auch alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe, und ich achte es für Unrat, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, daß ich nicht meine eigene Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz) habe, sondern die, welche durch den Glauben an Christus erlangt wird , die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde, ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte. Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Philipper 3,5-14  *).

Die Herkunft des Apostels Paulus

Wie er es oben in seinem Bekenntnis beschrieben hat, ist der Apostel Paulus am achten Tag beschnitten worden (1.Mose 17,12 *). Er ist Israelit und zwar aus dem Stamm Benjamin. Damit konnte er nicht Priester werden, denn das war Aaron und seinen Nachkommen aus dem Stamm Levi vorbehalten (4.Mose 3,10 *). Aber als Pharisäer gehörte er einer sehr gesetzestreuen jüdischen Gruppierung an. Als er in Jerusalem wegen eines Tumultes um seine Person von den Römern festgenommen wurde, erhält er Gelegenheit, zum Volk zu sprechen und stellt sich so vor: Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterrichtet mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz, und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid. Ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins Gefängnis überlieferte, wie mir auch der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden. (Apostelgeschichte 22,3-5 *) Im Laufe dieses Prozesses wird er auch vor König Agrippa II. geführt und betont dort: Was nun meinen Lebenswandel von Jugend auf betrifft, den ich von Anfang an unter meinem Volke, und zwar in Jerusalem führte, so kennen mich alle Juden; da sie wissen, wenn sie es bezeugen wollen, daß ich früher nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Pharisäer. Und jetzt stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die von Gott an unsre Väter ergangene Verheißung, zu welcher unsere zwölf Stämme Tag und Nacht mit anhaltendem Gottesdienst zu gelangen hoffen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, König Agrippa, von den Juden angeklagt! (Apostelgeschichte 26,4-7 *)

Paulus stellt sich als ein ein Israelit vor, der seine Familientradition fortführt, der sie auf Benjamin und damit den Erzvater Jakob zurückführen kann. Er hat nicht irgendwo, sondern in Jerusalem studiert, „zu den Füßen Gamaliels (des Älteren), unterrichtet mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz“. Er war „ein Eiferer für Gott“, er sagt hier nicht „Eiferer für das Gesetz“. Und er bekennt sich zu einer Vergangenheit als Pharisäer, „der strengsten Richtung unserer Religion“. Aber er benutzt die Vergangenheitsform, denn in seinem Leben war ein Bruch.

Bruch und Kontinuität im Leben des Juden Saulus von Tharsus

Wie Paulus seine persönliche Entwicklung sieht, wird in den Reden des Apostels deutlich, die er hält, als er nach seiner Rückkehr nach Jerusalem von den Juden wegen angeblicher Tempelschändung angegriffen wird und letztendlich in römische Gefangenschaft gerät. Im vorangehenden Abschnitt haben wir bereits gesehen, dass Paulus einige Dinge in der Vergangenheitsform berichtet: „ein Eiferer für Gott“, Pharisäer.

In seiner Rede vor dem Volk betont er, wie sehr er sich an das Gesetz gehalten hat. Er verschafft sich Respekt, wenn er auf Gamaliel den Älteren als seinen Lehrer verweist, schließlich war Gamaliel ein Mann, der im Judentum ein hohes Ansehen besaß, auch wegen seines strengen Festhaltens am Gesetz. Er schildert den Eifer, mit dem er den „Weg“, d.h. die Christen, verfolgt hat. Und er schildert seine Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, Jesus von Nazareth. Dabei sagt er auch, dass dieser Jesus ihn zu den Heiden gesandt hat. Dieser Hinweis auf seine Sendung zu den Heiden erregte in der Menge aber so viel Anstoß, dass man Paulus nicht mehr weitersprechen liess und seine Rede im Tumult endete.

Paulus wird dann vor den Hoher Rat gestellt und bekennt dort: Da sah Paulus den Hohen Rat fest an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich habe mit allem guten Gewissen Gott zu dienen gesucht bis auf diesen Tag. (Apostelgeschichte 23,1 *) Hier werden zwei Dinge deutlich. Da ist ein Bruch in seinem Leben. Es ist nicht mehr der Eiferer, der hier spricht. Aber da ist auch Kontinuität in seinem Leben, denn er hat Gott immer mit gutem Gewissen gedient, vor seiner Bekehrung, weil er es nicht besser wusste und, nach seiner Bekehrung, weil er Jesus begegnet ist. Er sieht also keinen Bruch zum Alten Bund, er sieht aber, dass sein Leben in der Begegnung mit dem Auferstandenen eine neue Qualität gewonnen hat: Da aber Paulus wußte, daß der eine Teil aus Sadduzäern, der andere aus Pharisäern bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr Männer und Brüder, ich bin ein Pharisäer und eines Pharisäers Sohn; wegen der Hoffnung und der Auferstehung der Toten werde ich gerichtet! (Apostelgeschichte 23,6 *) Lukas sieht diesen Ausspruch des Apostels als taktisches Manöver, um die Uneinigkeit der Juden auszunutzen. Das war sicherlich richtig und so wird es Paulus auch gedacht haben. Aber die Auferstehung war Paulus doch auch als Glaubenserfahrung wichtig, denn er greift sie wieder auf, als er Gelegenheit hat, vor Marcus Antonius Felix zu reden. Dort bekennt er seinen Glauben mit sehr eindeutigen Worten: Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht; und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, daß es eine Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der Ungerechten, geben wird. Darum übe ich mich auch, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen. (Apostelgeschichte 24,14-16  *) Er bekennt, dass er an „alles“ glaubt, an das Gesetz und an die Propheten. Er sieht also keinen wirklichen Bruch in seinem Leben. Aber er betont besonders die „Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der Ungerechten“. Eigentlich hätte er das nicht erwähnen müssen, denn über Totenauferweckung wird im Alten Testament berichtet. So erweckt Elia nach 1.Könige 17,17-24 * den verstorbenen Sohn einer Witwe in Zarpath und Elisa nach 2.Könige 2,18-25 * den Sohn einer Sunamitin. Strittig war unter den Juden aber eine generelle Auferstehung der Toten, wie sie Paulus hier anspricht. Die Sadduzäer glaubten dies nicht, die Pharisäer glaubten daran.

Das Alte und das Neue im Leben des Juden Saulus von Tharsus

Man erkennt, dass sich die Situation bis heute nicht wesentlich geändert hat. Da sind die Menschen, die den Glauben für relativ belanglos halten und nur bestimmte ethische Grundwerte beibehalten, und da sind die Menschen, denen gerade die Glaubensaussagen, wie etwa die Frage nach der Auferstehung, wichtig sind und die daran festhalten. Paulus war solch ein Mensch, der am Glauben der Väter festhielt und dem der Glaube an die Auferstehung wichtig war, der sich zu seiner Bibel bekannte. Das was er vor seiner Bekehrung getan hatte, hatte er mit gutem Gewissen getan, denn er wusste es nicht besser. Aber weil er ein gutes Gewissen vor Gott behalten wollte, hat er nach der Begegnung mit dem Auferstandenen sein Leben radikal geändert, dabei aber an der Schrift festgehalten. Bezogen auf sein Vertrauen in die Schrift unterschied sich sein Glaube nach der Bekehrung nicht von seinem Glauben vor seiner Bekehrung. Allerdings ist auch radikal Neues in sein Leben getreten, denn Lukas berichtet über den gerade bekehrten Paulus: Saulus aber wurde noch mehr gekräftigt und beunruhigte die Juden, die zu Damaskus wohnten, indem er bewies, daß Jesus der Christus sei. (Apostelgeschichte 9,22  *) Plötzlich hat er die Texte des Alten Testamentes verstanden und erkannt, dass da von Jesus die Rede ist. Das Alte Testament ist die Konstante im Leben des Paulus. Und die Gewissheit: „Der in Bethlehem geborene Jesus von Nazareth ist der Messias Gottes, auf den die Väter gewartet haben“ ist das Neue.

Hier wird auch klar, warum Paulus sagt, dass er sich nicht mit Fleisch und Blut beraten habe: Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir gepredigte Evangelium nicht von Menschen stammt; ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, daß ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter. Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündige, ging ich alsbald nicht mit Fleisch und Blut zu Rate, zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück. Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um Petrus kennen zu lernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Ich sah aber keinen der andern Apostel, außer Jakobus, den Bruder des Herrn. (Galater 1,11-19 *) Paulus war einfach überwältigt von der Tatsache, dass dieser Jesus wirklich der Christus Gottes war. Jetzt konnte er mit niemandem darüber sprechen, er musste einfach die Bibel neu lesen und fand bei Mose und den Propheten Jesus wieder. Ich bin sicher, dass ihm in dieser Zeit das Alte Testament zum Neuen Testament geworden ist. Insbesondere im Römerbrief wird dies sehr deutlich, wie er bemüht ist, seine Aussagen aus dem Alten Testament heraus zu begründen.

Insgesamt wird die Ehrfurcht, die Paulus Jesus als dem Messias Gottes entgegenbringt, in den Formulierungen in seinen Briefen deutlich. In 312 Versen spricht er in seinen Briefen von ihm. Davon verwendet er in 91 die Anrede „Herr Jesus Christus“. In der Hälfte der Fälle (155 Verse) spricht er von „Jesus Christus“ oder „Christus Jesus“. Nur in 25 Versen steht der Name „Jesus“ ohne das Attribut „Christus“. Aber in 132 Versen steht „Christus“ ohne den Namen „Jesus“. Es ist also in 312 von 2033 Versen der Briefe des Paulus, also in über 15,4% seiner Verse von Jesus Christus die Rede. Dies wird in den Evangelien nur von Apostel Johannes mit 20% überschritten, und von Matthäus mit 15,8% nur knapp. Markus mit 14,2% und Lukas mit 8,9% liegen darunter, obwohl sie ja vornehmlich von Jesu Leben berichten. Die anderen Briefe liegen alle teilweise deutlich darunter mit Ausnahme des Judasbriefes, der in 5 von seinen 25 Versen den Namen Jesus oder Christus nennt.

Dabei ist Paulus die Tatsache, dass Jesus der Messias Gottes ist, so klar und in seinen Gemeinden offenbar so unbestritten, dass er sie in seinen Briefen nicht diskutieren muss, denn Formulierungen wie „der Christus“ finden wir zwar in den Briefen des Apostels Johannes(1.Johannes 2,22 *, 1.Johannes 4,2 *, 1.Johannes 5,1 *), nicht aber bei Paulus.

Bekehrung und ein tieferes Verständnis der Schrift

Paulus hatte erfahren, dass Jesus der Messias Gottes war. Diese Erkenntnis wurde durch sein Berufungserlebnis auf der Straße nach Damaskus (Apostelgeschichte 9,1-6 *) angestoßen. Er erblindete in der Begegnung mit dem Messias Jesus. Ein Jünger aus der Gemeinde der Christen in Damaskus, Ananias, wurde beauftragt zu Paulus zu gehen und ihm die Hände aufzulegen. Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend und mit dem heiligen Geiste erfüllt werdest! Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er konnte wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen, nahm Speise und stärkte sich. Er war aber etliche Tage bei den Jüngern zu Damaskus. Und alsbald predigte er in den Synagogen Jesus, daß dieser der Sohn Gottes sei. Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, und sprachen: Ist das nicht der, welcher in Jerusalem die zerstörte, welche diesen Namen anrufen, und der dazu hierher gekommen war, um sie gebunden zu den Hohenpriestern zu führen? Saulus aber wurde noch mehr gekräftigt und beunruhigte die Juden, die zu Damaskus wohnten, indem er bewies, daß Jesus der Christus sei. Als aber viele Tage vergangen waren, beratschlagten die Juden miteinander, ihn umzubringen. (Apostelgeschichte 9,17-23  *) Paulus empfängt den Heiligen Geist durch die Handauflegung des Ananias, lässt sich unverzüglich taufen und „sogleich verkündigt er in den Synagogen Jesus, daß dieser der Sohn Gottes sei.“ Die Schuppen, die von seinen Augen gefallen sind, sind in gleicher Weise auch von seinen inneren Augen gefallen, denn sogleich war im klar, dass dieser Jesus wahrhaftig der Sohn Gottes, der Christus Gottes, der Messias Gottes war. Es war eine Bekehrung auf Basis des Alten Testamentes. Das Alte Testament ist ihm in diesem Augenblick noch wichtiger geworden, es war die Quelle, aus der er die Gewissheit schöpfte, dass dieser Jesus der Christus ist. Deswegen kann er später bekennen: Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht; (Apostelgeschichte 24,14   *) Er glaubt an alles, er glaubt der ganzen Heiligen Schrift.

Die Bekehrung hat Paulus also zur Schrift hingeführt, zur ganzen Schrift.

Es ist alles erfüllt

Nach seiner Bekehrung wird Paulus neu über die Schrift, das Alte Testament, nachgedacht haben. Er musste seine Gedanken ordnen. Diese Bibelstelle fiel ihm ein und jene und jedesmal wurde ihm deutlicher: Die Schrift hat schon sehr klar davon gesprochen, was jetzt in Jerusalem geschehen ist. Dieses Alte Testament wird zur Grundlage seiner Predigten: Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schrift, (Apostelgeschichte 17,2 *) Und als er in Beröa ist, beeindruckt er die dortigen Juden mit seiner Schriftauslegung: Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte. (Apostelgeschichte 17,11  *) In Thessalonich, von dort kam Paulus nach Beröa, hatten die Juden einen Aufstand angezettelt. In Beröa aber las man nach, ob das stimmte, was Paulus sagte. Sie hatten also seine Predigt als eine Predigt aus den Schriften, dem Alten Testament, gehört.

Apostelgeschichte 13,29  *: Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft. Dieses Wort aus der Predigt des Apostels Paulus in Antiochia in Pisidien zeigt sehr klar, wie Paulus den Prozess gegen Jesus geradezu als eine Veranstaltung sah, um die Schrift zu erfüllen. Er sagt über die Obersten des Volkes: „Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht,“ der ganze Vorgang der Kreuzigung war nur Schrifterfüllung. Erst als alles erfüllt war, durften die Oberen ihren Sabbat feiern. Vermutlich haben sie an dem Sabbat nach Jesu Kreuzigung auch Prophetien über den kommenden Messias gelesen. Was Paulus in seiner Predigt auch aussagt, ist die Tatsache, dass die Passion Jesu die Messiasprophetien vollständig erfüllen. Die Oberen von Jerusalem haben alles erfüllt, „ was von ihm geschrieben steht“.

Man wird einwenden, dass noch nicht alles erfüllt ist, weil die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit ja noch aussteht. Dies war auch Paulus bewusst, er schreibt es an die Gemeinde in Thessalonich: Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, den Entschlafenen nicht zuvorkommen werden; denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herniederfahren, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst. Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit. (1.Thessalonicher 4,15-17 *)

Das Wort und der Geist

Wir haben damit zwei große «ALLES» des Apostels Paulus kennengelernt:

Die Schrift und damit das Alte Testament, ist für ihn ein Fels, der fest steht, gerade auch nach seiner Bekehrung, weil er erkennt und immer gewisser darin wird, dass in Jesus alles erfüllt ist, was Mose und die Propheten über ihn sagen. Wir können und dürfen das Alte Testament nicht als erledigt beiseite legen. Gerade der Römerbrief, der den Glauben an Jesus Christus so zentral in den Mittelpunkt stellt, ist voll von Zitaten und Hinweisen auf das Alte Testament.

Und doch hören wir von Paulus auch andere Töne:

So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern unter euch. Und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft, auf daß euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gotteskraft. Wir reden allerdings Weisheit, unter den Gereiften; aber keine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen. Sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, welche Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, welche keiner der Obersten dieser Welt erkannt hat; denn hätten sie sie erkannt, so würden sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben. Sondern, wie geschrieben steht: «Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen in den Sinn gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben», hat Gott uns aber geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen. Der seelische Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es geistlich beurteilt werden muß. Der geistliche Mensch aber erforscht alles, er selbst jedoch wird von niemand erforscht; denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, daß er ihn belehre? Wir aber haben Christi Sinn. (1.Korinther 2  *)

Hier lernen wir einen ganz anderen Paulus kennen. Offenbar ist er den Korinthern als schwach erschienen, weil er nicht so gewaltig predigen konnte, wie sie es von einem Redner meinten erwarten zu können, denn im Altertum hatte die Redekunst einen hohen Stellenwert. Aus Korinth ist Paulus zugetragen worden, wie man dort über ihn redet: Denn die Briefe, sagt einer, sind nachdrücklich und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verächtlich. Der Betreffende soll aber bedenken, daß, wie wir als Abwesende mit dem Wort in Briefen sind, wir ebenso, wenn anwesend, auch mit der Tat sein werden. (2.Korinther 10,10-11 *) Dies hat Paulus wohl schon im Sinn, als er seinen ersten Brief an die Korinther schreibt und betont, dass er sich vorgenommen habe, unter ihnen „nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten.“ Seine Rede habe nur „in Beweisung des Geistes und der Kraft“ bestanden. Man mag es Paulus kaum glauben, da wir ihn nur aus seinen Briefen kennen und ihn schon von daher uns als sehr redebegabt vorstellen. Aber das scheint nicht der Fall gewesen zu sein. Stattdessen betont er hier den Geist und die Kraft. Er macht die Kraft geradezu zum Maßstab, wie er später schreibt: Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht; ich werde aber bald zu euch kommen, so der Herr will, und Kenntnis nehmen, nicht von den Worten der Aufgeblähten, sondern von der Kraft. Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft! (1.Korinther 4,18-20 *) Er ist damit auf einer Linie mit seinem Herrn Jesus Christus, der in der Auseinandersetzung mit den Sadduzäer sagt: „Irret ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennet noch die Kraft Gottes?“ (Markus 12,24 *) Schriftkenntnis und der Erweis der Kraft gehören zusammen. Hier irrt auch unsere Generation gewaltig, die meint, sie komme mit Schriftkenntnis alleine zurecht. Paulus fragt die selbsternannten Prediger in der Gemeinde Korinth klar und deutlich, so wie auch Jesus die Sadduzäer fragt: „Wo ist euere Kraft?“

Wie sieht es in unseren Kirchen und Gemeinden mit der Kraft aus? Erbebt die Erde, wenn wir beten? (Apostelgeschichte 4,31 *) Oder spotten die Geister der Finsternis über uns, so wie es den Söhnen der Hoherpriester ging, als sie versuchten, im Namen Jesu böse Geister auszutreiben und diese spotteten, wie Lukas überliefert: Es unterwanden sich aber etliche der herumziehenden jüdischen Beschwörer, über denen, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, welchen Paulus predigt! Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skevas, die solches taten. Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl, und von Paulus weiß ich; wer aber seid ihr? Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie los, überwältigte zwei von ihnen und zeigte ihnen dermaßen seine Kraft, daß sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen. (Apostelgeschichte 19,13-16 *)

Bereits an dieser Beobachtung erkennt man, dass auch für Paulus die Schriftkenntnis nicht alles ist, sondern dass der Geist und die Kraft ebenfalls von Bedeutung sind. Schriftkenntnis kann man sich erarbeiten. Man kann die Schrift sogar auswendig lernen. Aber die Wirkungen des Geistes kann man nicht simulieren. Ist ein Mensch krank und ich bete für ihn, so wird er entweder gesund oder auch nicht. Über Jesus heißt es in Matthäus 4,23 *: Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk., ebenso Markus und Lukas. Dies ist ein Zeichen der Messianität Jesu. Aber genauso klar ist, dass die Tatsache, dass meine Gebete keine Erhörung finden, Grund zum Nachdenken ist. Dies ist eine sehr persönliche Frage, die hier nicht abschließend beantwortet werden kann, die aber gerade bei der Frage des Schriftverständnisses mit einbezogen werden muss. Rechtgläubigkeit allein ist nicht ausreichend. Nicht die Tatsache, dass ich an die Schöpfung glaube, mit den sieben Tagen und allem, was geschrieben steht, rettet mich, sondern nur der Glaube an Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland. Und dieser Glaube hat nachfolgende Zeichen. Und diese Zeichen sollten in meinem Leben zu spüren sein. Markus zitiert Jesus so: Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. (Markus 16,17-18 *) Lukas berichtet es ebenfalls: Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat; sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde! (Apostelgeschichte 1,7-8 *) Ein Wenig davon sollte auch unter uns zu spüren sein. Ansonsten gilt der Rat des Jakobus, des Bruder des Herrn: Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisset, daß die Bewährung eures Glaubens Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle. Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen. (Jakobus 1,2-8 *) Dabei spricht Jakobus hier von Weisheit, auch von der Weisheit, in rechter Weise für Menschen zu beten.

Als Paulus von dieser „Beweisung des Geistes und der Kraft“ spricht, gerät er geradezu ins Schwärmen. Nicht nur, dass er diese Weisheit den Oberen dieser Welt abspricht: „denn hätten sie sie erkannt, so würden sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben.“ Er zitiert den Propheten Jesaja: (H64-3) Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, daß ein Gott tätig war für die, welche auf ihn warten, außer dir allein! (Jesaja 64,4 *) Er spricht davon, dass der Geist alles erforscht: „... denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen der Gottheit.“ Damit steht er eine weitere Quelle der Erkenntnis neben der Schrift, den Geist. So wie der Geist eines Menschen allein in der Lage ist zu erkennen, was in diesem Menschen vorgeht, so ist es auch mit Gottes Geist. Nur der Geist Gottes erkennt Gott, das heißt, nur der Heilige Geist kann uns zu rechter Gotteserkenntnis führen. Und damit ergibt sich: „Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen.“ (Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen. (1.Korinther 2,12-13  *)) Weil wir den Geist Gottes haben, deshalb wissen wir, „ was uns von Gott gegeben ist.“ Und diese Erkenntnis hat eine bedeutende Konsequenz. Der Welt ist all das, was wir denken und handeln, eine Torheit. Sie nehmen es nicht an, „weil es geistlich beurteilt werden muß.“

Tun wir das, dass „wir Geistliches geistlich beurteilen“? Ist das unsere Gemeindepraxis. Sind unsere Kirchenvorstandssitzungen, unsere Gemeindeleitungsitzungen Orte, in denen „wir Geistliches geistlich beurteilen“? Und wie geht das überhaupt. Hat nicht schon Jesus gesagt: Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er genug habe zur gänzlichen Ausführung, (Lukas 14,28 *) Muss man nicht über Finanzen reden, über Finazierbarkeit, über Kapazitäten an Mitarbeitern und Raum? Wir haben so viele Dinge zu bedenken, das gilt für jeden Vorstand in der Welt. Es würde uns sicher leichter fallen, Paulus zu akzeptieren, wenn er gesagt hätte: „Alles muss an der Schrift geprüft werden.“ Das wäre nachvollziehbar. Wenn jemand sich auf die Schrift beruft, dann kann jedermann nachlesen, „ob es sich also verhalte.“ (Apostelgeschichte 17,11  *) Wie also geschieht dies: „Geistliches geistlich beurteilen“?

Wir bräuchten dafür einen Prozess in unseren kirchlichen und gemeindlichen Strukturen. Jemand kommt mit einer Botschaft: „Mir ist durch den Heiligen Geist offenbart worden, dass wir dies oder jenes tun sollen.“ Was tun wir dann? Ist die Antwort: „Schön, schau'n wir 'mal“ Paulus gibt uns einige Hinweise, wie dann zu verfahren ist. Im 14. Kapitel des Briefes an die Korinther schreibt er über den Umgang mit Gnadengaben in der Gemeinde: Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die andern sollen es beurteilen. (1.Korinther 14,29 *) Die Gemeinde braucht also einen Prozess der Prüfung, ob eine Offenbarung wirklich vom Herrn ist. Diese Prüfung schließt selbstverständlich ein, das Wort an der Schrift zu prüfen, denn der Heilige Geist widerspricht sich nicht. Aber sie geht weiter. Im Gebet sollte die Gemeinde die Botschaft vor Gott bewegen und um Bestätigung bitten. Viele Gemeinden drücken sich vor diesem Prozess, denn er verlangt einerseits Demut des Propheten, denn die Prüfung kann ja auch ergeben, dass die Gemeinde ein Wort verwirft. In diesem Fall nimmt die Gemeinde eine große Verantwortung auf sich. Aber der Apostel Johannes schreibt es in seinem ersten Brief: Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt. (1.Johannes 4,1 *) Es ist ja auch für den Bruder oder die Schwester, der eine Offenbarung zuteil wird, eine Entlastung, wenn er oder sie das Wort in die Hände der Gemeinde legen kann und nicht selber dafür verantwortlich ist, das Gehörte durchzusetzen. Wir irren vielfach. Nicht alles, was uns in den Sinn kommt, ist vom Herrn. Also sollten wir dankbar für diese Möglichkeit sein. Leider ist es so, dass mancher Prophet dafür zu stolz ist und auf eine Zurückweisung seines Wortes reagiert, als wäre die Gemeinde vom Glauben abgefallen und als müsse er nun eine neue, wirklich gläubige Gemeinde gründen. Wer so denkt, möge sich das Beispiel Jesu vor Augen führen, der lieber in Jerusalem gestorben ist, als mit seinen Jüngern auszuwandern und irgendwo als gefeierter Religionsstifter in Frieden und gutem Alter zu sterben. Paulus schreibt es an Timotheus: falls ich aber verzöge, damit du wissest, wie man wandeln soll im Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit. (1.Timotheus 3,15 *) Die Gemeinde ist „Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit“. Sie ist nicht „die Wahrheit“, das ist Jesus Christus selbst: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! (Johannes 14,6 *) Nun muss man nicht jeden verurteilen, der sich aus seiner Ortsgemeinde löst, weil er meint, eine Situation sei entstanden, wie Jesus sie beschreibt: Das Salz ist gut; wenn aber auch das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden? (Lukas 14,34 *) Das ist eine Gewissensentscheidung, die selbst Menschen wie Luther schwer gefallen ist und hier nicht weiter vertieft werden soll.

Diese Ausführungen wischen aber die Hauptbotschaft nicht weg: Es gibt für Paulus eine weitere Quelle der Erkenntnis neben der Bibel: Das Wort der Offenbarung, der Erkenntnis, die direkte Ansprache der Gemeinde durch den Heiligen Geist. Nun gibt es Gemeinden, die genau das nicht wahrhaben wollen, weil sie mit 1.Korinther 13  * argumentieren. Dieses Kapitel ist vielleicht das Wichtigste, was Paulus geschrieben hat. Er beschreibt die Bedeutung der Liebe für die Gemeinde und für jeden Menschen. Um zu zeigen, wie bedeutungsvoll die Liebe ist, weist er auch darauf hin, dass die Liebe ewig ist und stellt sehr richtig fest: Die Liebe hört nimmer auf, wo doch die Prophezeiungen ein Ende haben werden, das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufgehoben werden soll. (1.Korinther 13,8   *) Und nun kann man sich Gedanken machen, wann denn dieses Ende der Prophetie sein wird. Und da gibt es einige, die sagen, das geschah in dem Moment, als der Kanon des Neuen Testamentes beendet war, also 397 n.Chr., als die Synode von Karthago die 27 Bücher des Neuen Testamentes festlegte und verbot, andere Schriften im Gottesdienst als göttliche Schriften zu verlesen. Obwohl diese Synode nur lokalen Charakter hatte und nur für Nordafrika sprach, hat sich ihre Festsetzung in der Kirche durchgesetzt und gilt bis heute. Also ist heute, so sagen die Anhänger dieser Lehre, alles gesagt, was zu sagen ist, das Vollkommene ist da, von dem Paulus spricht: Denn wir erkennen stückweise und wir weissagen stückweise; wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stückwerk abgetan. (1.Korinther 13,9-10   *) Kann Paulus das wirklich gemeint haben, da er doch gerade an diesem Neuen Testament schrieb. Gibt es heute keinen Grund mehr, dass der Geist Gottes, so wie in der Offenbarung den kleinasiatischen Gemeinden, auch heute noch Gemeinden ganz konkret anspricht. Oben haben wir von dem Stolz des Propheten gesprochen, der eine Zurückweisung durch die Gemeinde nicht erträgt. Es gibt auch einen Stolz der Gemeinde, die es nicht erträgt, dass da jemand, der gar kein Amt hat, sich anmaßt, ein geistliches Wort zu sagen. Das Vollkommene, von dem der Apostel hier spricht, ist unser Herr selbst. Wenn er wiederkommt, dann ist das Vollkommene da und wir bedürfen keiner Belehrung mehr. Das wusste bereits der Prophet Jeremia, der schreibt: und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne den HERRN!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken! (Jeremia 31,34 *) Das ist in der Gegenwart Jesu vermutlich so gewesen. Das mag auch so sein, wenn eine Gemeinde in einer ganz tiefen Gemeinschaft mit Jesus lebt und im Lobpreis vereint ist. In realen Gemeinden ist es aber meist nicht so. Wir brauchen bis auf den heutigen Tag die direkte Ansprache durch den Herrn. Diese Webseite ist so entstanden, dass ich das Empfinden hatte, ich solle eine Webseite als persönliches Glaubensbekenntnis erstellen. Ich habe mich dagegen gewehrt, aber der Gedanke liess mich nicht los. Dann kam ein neuer Gedanke: „Und nenne sie «Predige das Wort»“! Jetzt, dachte ich, habe ich gewonnen, denn der Name ist sicher bereits vergeben. Der Name war nicht vergeben und so blieb mir nur zu bekennen: „Herr, du bist groß!“

Insgesamt tun wir gut daran, mit Paulus anzuerkennen, dass die Schrift und die Kraft, die von Gott ausgeht, Grundpfeiler unseres Glaubens sind. Wir erleben doch täglich, dass Menschen, die sich in der Schrift gut auskennen und sie mit allen möglichen historischen Phänomenen in Beziehung setzen können, in ihrem Glaubensleben selbst sehr wirkungslos bleiben, weil sie von der Kraft, die vom Geist Gottes ausgeht, nichts wissen. Erst, wenn beides zusammenkommt, werden wir für Jesus und die Nachfolge Jesu brauchbar.

Die Herrlichkeit des Buchstabens

Es ist offenbar, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst geworden, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. Solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott; denn wir sind nicht aus uns selber tüchtig, so daß wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen! Ja jenes, das herrlich war, ist überhaupt nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwengliche Herrlichkeit hat. Denn wenn das, was aufhören sollte, mit Herrlichkeit kam, wieviel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen! (2.Korinther 3,3-11  *)

Wie geht Paulus mit dem Buchstaben des Wortes Gottes um? Ein klares Wort: „... der Buchstabe tötet“! Damit sind wir den Buchstaben los und brauchen uns nur noch an den großen Sinnzusammenhängen orientieren. Ist es das, was Paulus hier sagen möchte. Zunächst einmal müssen wir fragen, was Paulus mit dem Buchstaben meint. Er redet von den Menschen, genauer von den Mitgliedern der Gemeinde in Korinth. Sie sind für ihn „ein Brief Christi“. Der Christ, der Mensch, der Christus nachfolgt, ist ein Brief Christi? An wen aber ist dieser Brief geschrieben? Paulus spricht vorher von Empfehlungsschreiben, die man ausstellt, um die Begabung oder Treue eines Menschen vor anderen Menschen kundzutun. Er braucht solche Empfehlungsschreiben nicht, denn er hat die Gemeinde in Korinth.

Jedes einzelne Mitglied ist für ihn Empfehlungsschreiben, ein Brief Christi. Habe ich meine Gemeinde so schon einmal gesehen, als eine Sammlung von Briefen Christi an mich? Auch und gerade die Menschen in der Gemeinde, mit denen ich nicht so gut zurecht komme. Sollte Christus mir mit diesen Menschen etwas sagen wollen, vielleicht auf etwas hinweisen, an dem ich bei mir arbeiten sollte?

Paulus sieht also die Gemeinde auf einer Ebene mit den steinernen Tafeln, auf denen das Gesetz geschrieben war. Auf die steinernen Tafeln hat der Finger Gottes die Gebote niedergeschrieben. (Man beachte, dass «Gott» hier der präexistente Jesus ist.) Auf die Gemeinde schreibt nun der „Geist des lebendigen Gottes“ und zwar auf „fleischerne Tafeln des Herzens“. Das ist ein gewaltiges Wort, das Paulus hier ausspricht. Die Buchstaben, von denen Paulus jetzt spricht, sind die Buchstaben des Gesetzes. Der Geist, von dem Paulus spricht und dessen Diener er ist, das ist der Neue Bund des Geistes, der in der Gemeinde sichtbar wird. Das Gesetz aber führt zum Tode. Diese Deutung scheint den Korinthern bekannt zu sein, denn der Apostel führt es in diesem Brief gar nicht näher aus. Aber Simon Petrus hat es in seiner Rede auf dem Apostelkonzil klar und unmissverständlich gesagt: Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen. Als sich nun viel Streit erhob, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer und Brüder, ihr wißt, daß Gott lange vor diesen Tagen unter euch die Wahl getroffen hat, daß durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten. Und Gott, der Herzenskündiger, legte für sie Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist verlieh, gleich wie uns; und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er durch den Glauben ihre Herzen gereinigt hatte. Was versuchet ihr nun Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger leget, welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten? Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene. (Apostelgeschichte 15,6-11 *) Das Joch, von dem Simon Petrus hier spricht, ist das Gesetz, und er sagt dazu: „welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten“. Simon Petrus bekennt also, genauso wie Paulus, dass man das Gesetz gar nicht vollständig erfüllen kann, „weder unsre Väter noch wir“. Und Paulus zieht im Galaterbrief daraus die Konsequenz: Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden; da wir aber erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden, und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird. (Galater 2,15-16 *) Er sagt dies zu Simon Petrus, weil dieser sich aus der Tischgemeinschaft mit den Heiden zurückzieht. Und der Apostel Paulus wird vor den Galatern noch deutlicher: Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.» Daß aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn «der Gerechte wird aus Glauben leben.» (Galater 3,10-11 *) Das Gesetz dient zur Rettung, führt aber, weil es nicht eingehalten wird, zum Tode. Das Gesetz „welches weder unsre Väter noch wir zu tragen vermochten“, ist an sich herrlich, aber da es nicht eingehalten wird, führt es zum Tode. Das ist der Buchstabe, der tötet. Nicht der Buchstabe der Schrift, sondern der Buchstabe des Gesetzes und auch nicht, weil der Buchstabe des Gesetzes selbst den Tod bringt, sondern weil ich das Gesetz gar nicht vollständig einhalten kann, weil ich sündige, deshalb verurteilt mich das Gesetz und tötet mich.

Trotzdem verwirft Paulus das Gesetz nicht, sondern er attestiert dem Gesetz Herrlichkeit: Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, daß die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? (2.Korinther 3,7-8  *) Er sagt also nur, dass „der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit“ ist. Wie kann Paulus das auch tun, wenn er doch von sich bekennt: Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht; (Apostelgeschichte 24,14  *) Das ist ein sehr eindeutiges „alles“, das keine Zweifel zulässt und auf einer Ebene steht mit dem, was Jesus in der Bergpredigt sagt: Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Matthäus 5,18 *) Das Gesetz ist nicht vergangen, es ist erfüllt. Es klingt wie eine Spitzfindigkeit, ist aber ein Ausdruck der Freiheit, zu der Jesus Christus uns berufen hat: Wir können uns nach dem Gesetz richten, wenn wir das tun, weil wir mit dem Psalmisten bitten: Öffne meine Augen, daß ich erblicke die Wunder in deinem Gesetz! (Psalmen 119,18 *) Die Gebote Gottes sind einfach nur gut für den Menschen. Wie gut ist es, wenn Mann und Frau auch in Krisen zusammenstehen, einander vergeben und zusammenhalten und miteinander im Glauben wachsen, statt nach jeder Scheidung mit jedem neuen Partner in immer die gleichen Konflikte zu geraten. Wie gut ist es, wenn ich einen Tag in der Woche wirklich als Ruhetag heilige und dann gestärkt in die neue Woche gehe. Wie gut ist es für mich, wenn ich meinen Vater und meine Mutter ehre und mich damit auch zu meinem eigenen Erbgut bekenne, mich also zu mir selbst bekenne, statt meine Unzufriedenheit mit mir selbst an meinen Eltern und deren vermeintlichen oder auch wirklichen Fehlern abzureagieren. Man könnte dies so fortsetzen. Wenn ich aber die Gesetzeserfüllung an die Stelle Christi stelle und sie als meinen Beitrag zu dem Erlösungswerk Christi sehe, dann ist es Unglaube, weil ich meine, Jesus habe für mich nicht genug getan, ich könne zu meiner Erlösung etwas beitragen. Und damit wird es für mich zur Abgötterei, dann wird das Erlösungswerk Christi in seiner Einmaligkeit und Vollkommenheit geschmälert. Diesen Kampf hat Paulus im Galaterbrief mit Recht im Namen Jesu gekämpft.

Gott ist größer als meine Vorstellungskraft

Und was bedeutet das nun für mich, der ich das Alte und das Neue Testament besitze und in meiner Muttersprache lesen kann? Wenn man das, was Paulus über das Alte Testament sagt, übernimmt und auf unser Verhältnis zur Bibel als Ganzes, als Neues und Altes Testament anwendet, dann müssen wir mit Paulus bekennen: „dass ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten“ und im Neuen Testament „geschrieben steht“. Nur so kann ich Paulus verstehen. Ich kann nicht verstehen, warum ein Jakobusbrief etwa weniger Wert sein soll, als ein Römerbrief. So wie im Römerbrief das Erlösungswerk Christi entfaltet wird, so wird im Jakobusbrief über den praktischen Glauben geschrieben. Während der Römerbrief von einem Evangelisten geschrieben wurde, wurde der Jakobusbrief von einem Gemeindeleiter geschrieben, der mit den ganz praktischen Problemen des «Gemeindealltags» umgehen musste. Und so ist es verständlich, dass Theologen mit dem Jakobusbrief mehr Probleme haben, weil sie dort kaum Themen zum Promovieren finden. Für die praktische Arbeit ist aber der Jakobusbrief manchmal recht hilfreich. Und so hat es dem Heiligen Geist gefallen, unsere Väter so zu leiten, dass beide Briefe in der Bibel stehen.

Die ganze Bibel gilt für mich oder mit den Worten des Paulus: „dass ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht“. Ich kann und ich sollte mich nicht von Bibelstellen abwenden, die ich nicht verstehe. Wenn ich das tue, so stelle ich doch meinen Verstand über das Wort Gottes. Und das bedeutet, ich reduziere Gottes Wort auf meinen Verstand. Und dann darf ich mich nicht wundern, wenn mein Gott plötzlich ein ganz kleiner, ein kleinlicher Gott wird. Nicht, dass Gott denn klein wäre, nein, dies ist eine logische Konsequenz, wenn ich Gott auf meinen Verstand und damit auf meine Kleinheit, meine Kleinlichkeit reduziere.

Gott ist einfach größer als meine Vorstellungskraft. Dies muss ich mir ganz klar machen, sonst erleide ich beim Bibellesen immer wieder Schiffbruch. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Mensch es überleben kann, wenn er von einem Fisch verschluckt wird und wie er dann noch drei Tage im Bauch eines Fisches überleben kann. Mein Verstand sagt: „Heraus damit aus der Bibel, das ist eine Legende. Das muss man nicht glauben.“ Es war eindrucksvoll für mich, Küngs Buch über Jesus zu lesen. Zunächst wirf Küng alles über Bord, was seinem Verstand anrüchig erscheint, also alle Krankenheilungen Jesu. Nur die Krankenheilungen lässt er stehen, die man psychologisch erklären kann, wenn also ein Mensch von einer Bessesenheit geheilt wird. Dann glaubt Küng, dass die liebevolle Zuwendung Jesu etwas bewirkt haben mag. Aber als er zu Jesu Tod kommt, da gerät seine Argumentation ins Schleudern. Wirft er die Auferstehung - ernennt sie Auferweckung - auch noch heraus, warum dann überhaupt noch ein Buch über einen Mann, der so vollständig gescheitert ist. Und jetzt versucht er zu argumentieren, dass die Auferstehung Jesu doch mehr sei als die Tatsache, dass wir heute noch an Jesus denken, von ihm reden. Nun, mittlerweile weiß Hans Küng es besser, er ist am 6.April 2021 in Tübingen verstorben. Für mich blieb die Frage, warum jemand, der an die Auferstehung/Auferweckung des toten Jesus glaubt, solche Schwierigkeiten damit, dass ein Blinder sehend wird oder eine Jungfrau schwanger wird. In allen Fällen rebelliert mein Verstand. Für mich lautet die Antwort: Gott ist größer als meine Vorstellungskraft.

Wer weiß, was in einem Gehirn passiert, wenn die Sauerstoffzufuhr eingestellt wird, der weiß, dass eine Wiederherstellung, vom Verstand her gesprochen, völlig ausgeschlossen ist. Die Medizin spricht ja auch vom Hirntod und beginnt, wenn er eingetreten ist, Organe zu entnehmen. Und trotzdem bekennen wir als Christen: „Der HERR ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden - Halleluja“. Und dann sage ich, dass das bei Lazarus nicht möglich war(?). Was ist denn das für eine Logik. Oder ich zweifele, dass Gott spricht und es geschieht, so wie es im Schöpfungsbericht beschrieben wird. Sollte ich dann an die Evolution glauben, obwohl das Weltall viel zu klein, die Zeiträume viel zu kurz sind, um es vom statistischen Standpunkt her als plausibel anzusehen, dass rein zufällig ein intelligentes Wesen wie der Mensch entsteht. Dabei fehlen dem Statistiker für den Glauben an eine Evolution über 1000 Nullen. Niemand würde auf etwas wetten, dessen Wahrscheinlichkeit 0, 0...01 ist, wobei die Pünktchen für 1000 Nullen stehen. Damit beruhigt sich dann mein Verstand wieder. Ich glaube etwas völlig unglaublich Schönes: «Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?» (1.Korinther 15,55 *) Und die modernen Heiden glauben auch, dass der Zufall sie geschaffen hat. Nur, das, was sie glauben, hat eine unvorstellbar geringe Wahrscheinlichkeit.

Die Berechnungen dazu und weitere Einzelheiten zum Thema sind in der Themenreihe «Glauben» unter Evolution dargestellt. In dieser Themenreihe ist auch dargestellt, dass wir in vielen Bereichen unseres Lebens Glauben investieren, wir nennen es nur anders oder ignorieren es. Tatsächlich aber könnten wir ohne Glauben gar nicht leben.

So bleibt mir nur mit Paulus die Herrlichkeit des Buchstabens der Schrift anzuerkennen und mit Paulus zu bekennen, „dass ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten“ und im Neuen Testament „geschrieben steht.“ Dabei denke ich aber, dass die Schrift als Ganzes für sich steht. Erst wenn ich den Römerbrief und den Jakobusbrief nebeneinander lesen kann, erst dann entsteht eine Sicht vom Glauben, die Substanz hat. Und dies gilt natürlich nicht nur für diese beiden Briefe, es gilt für die Schrift als Ganzes. Während der Reformation war der Römerbrief das Schwert Luthers und der Jakobusbrief das Schwert der Verteidiger des damals bestehenden Katholizismus. Das Ergebnis waren zwei getrennte KIrchen und ein 30-jähriger Krieg in Deutschland. Es ist keine Bibelstelle zu klein, als dass sich nicht eine Schar um sie vereint und meint: „Genau diese Bibelstelle - Nur wer diese Bibelstelle in den Mittelpunkt rückt, ist ein wahrer Christ.“ Paulus würde diesen Kult weit von sich weisen: Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einerlei Rede führet und nicht Spaltungen unter euch sein lasset, sondern zusammenhaltet in derselben Gesinnung und in derselben Meinung. Mir ist nämlich, meine Brüder, durch die Leute der Chloe bekanntgeworden, daß Zwistigkeiten unter euch sind. Ich rede aber davon, daß unter euch der eine spricht: Ich halte zu Paulus; der andere: Ich zu Apollos; der dritte: Ich zu Kephas; der vierte: Ich zu Christus! Ist Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft? (1.Korinther 1,10-13 *)

Die ganze Bibel? Auch das Alte Testament und das Gesetz? Ja, die ganze Bibel und das Gesetz. Aber das bedeutet auch, das ich das Alte Testament unter dem Blickwinkel des Neuen Testamentes lese. Das Neue Testament legt das Alte Testament aus. Kein Buch der Bibel steht für sich allein. Gerade der Hebräerbrief ist ein Schlüssel, um das Alte Testament zu verstehen.

Aber selbst, wenn ich das alles beachte, dann bleiben Bibelstellen übrig, wo ich zugeben muss: „Ich verstehe sie nicht.“ Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Matthäus 5,48 *) „HERR, ich erlebe jeden Tag, wie ich scheitere, wie ich nicht so bin, wie ich sein könnte, dass mein Glaube, meine Hoffnung, meine Liebe so begrenzt ist. Und DU sagst so etwas zu mir?“ So gibt es viele Bibelstellen, die so groß sind, dass ich mir so klein und mickrig vorkomme. Da bleibt die Antwort nur: „Gott ist größer.“ Und es tut meinem Ego auch recht gut, sich das immer wieder vor Augen zu halten: „Du und dein Verstand, ihr seid nicht alles. Es gibt viel mehr, als ihr euch auch nur vorstellen könnt.“ Und trotz meiner Unzulänglichkeit halte ich an diesen Bibelstellen fest und lerne sie immer ein wenig mehr begreifen, vermutlich ohne sie je ganz zu verstehen.

Man mag in dieser Argumentation einen Widerspruch sehen. Wir deuten das Alte Testament aus dem Neuen Testament, also nicht aus sich selbst heraus. Muss nicht jede Zeit aus ihren Bedingungen heraus die Bibel neu lesen und deuten, so, wie es auch durch Jesus Christus geschehen ist? Wenn wir so argumentieren, dann überheben wir uns gewaltig. Denn das, was dem Sohn Gottes zusteht, das steht uns noch lange nicht zu. Allerdings spricht Jesus Christus durch den Heiligen Geist auch heute noch zu Menschen. Und dieses direkte Reden des Heiligen Geistes in unsere Zeit hinein und die daraus resultierenden Kraftwirkungen müssen wir ebenfalls beachten.

Denn Paulus hat eine weitere Botschaft für uns. Schrifterkenntnis ist nicht alles, auch wenn unsere Predigt-lastigen Gottesdienste manchmal den Eindruck vermitteln. Es geht auch um die Erfahrung mit der Kraft Gottes, mit der Wirkung des Heiligen Geistes. Die Schrifterkenntnis ist das, was in der Physik die theoretische Physik ist. Sie versetzt uns in die Lage, vom Schreibtisch aus Antworten zu geben. Aber so wie sich die Ergebnisse der theoretischen Physik durch die experimentelle Physik nachgewiesen werden müssen, so muss auch die Schrifterkenntnis in der Praxis umgesetzt werden. Es reicht nicht, zu sagen, dass man glaubt, dass Krankenheilung möglich ist, man sollte auch selber einmal für einen Kranken beten und das Spannungsfeld erleben, wie denn der erhöhte Herr, Jesus Christus, auf dieses Gebet reagieren wird, ob sich das Wort Jesu erfüllt: An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Johannes 16,26-27 *) Manch ein Theologe, der mit stolz geschwellter Brust umhergeht und hochbezahlte Positionen im Reich Gottes einnimmt, würde ganz kleinlaut, wenn er sich einmal diesem Kampf des Glaubens aussetzen würde.

Die letzten Verse aus dem oben zitierten Bekenntnis des Paulus erscheinen da geradezu tröstlich: Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Philipper 3,12-14   *)

Auch Paulus bekennt, dass er es noch nicht ergriffen hat, dass er ihm „nachjagt“. Wir sind, wie unsere Väter und Glaubensväter und die Apostel, auf dem Wege. Der Glaube ist nichts abgeschlossenes, kein fester Besitz, der womöglich noch vererbbar ist. Glaube will errungen sein. In jeder konkreten Situation muss er sich bewähren. An jedem Tag wird meine Hoffnung neu in Frage gestellt und ich muss mich neu zu meiner Hoffnung bekennen. Auch die Liebe wird immer wieder enttäuscht. Ich enttäusche die Liebe, die andere Menschen zu mir haben. Wieviel Hass gibt es unter den Menschen, auch im Namen eines Glaubens oder weil ein Gott angeblich diesen Hass von uns erwartet. Wie schwer fällt es uns, die Worte des Paulus über die Liebe in unserem Alltag umzusetzen. Er sagt über die Liebe: sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. (1.Korinther 13,7  *) Da ist es einfach tröstlich zu wissen, dass auch ein Paulus diesen Kampf jeden Tag kämfen musste, dass er von sich sagt: „ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe; eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Philipper 3,12-14  *)

Nuancen in der Bibel - Die Bibel will als Ganzes gelesen werden

Paulus differenziert in seinen Briefen auch, indem er sich auf ein Wort vom HERRN beruft: Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, solches tut zu meinem Gedächtnis! (1.Korinther 11,23-24 *) Andererseits kann Paulus die Authorität Jesu, des Herrn, auch in Anspruch nehmen, um sehr klare und unmissverständliche Anweisungen zu geben: Wir gebieten euch aber, ihr Brüder, im Namen unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch von jedem Bruder zurückziehet, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die ihr von uns empfangen habt. (2.Thessalonicher 3,6 *) Auch ein Gebot für Ehegatten spricht er als Gebot Jesu aus: Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau sich nicht scheide von dem Manne; (1.Korinther 7,10 *) Er kann aber auch differenzieren und einiges aus Nachsicht, nicht als zwingendes Gebot aussprechen: Entziehet euch einander nicht, außer nach Übereinkunft auf einige Zeit, damit ihr zum Gebet Muße habt, und kommet wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versuche um eurer Unenthaltsamkeit willen. Das sage ich aber aus Nachsicht und nicht als Befehl. (1.Korinther 7,5-6 *) Hier haben wir also ein Wort der Bibel, dass nicht ein geistlicher Befehl ist, sondern aus menschlicher Nachsicht gesprochen ist. Ein jeder mag dies für sich bewerten, wie er will. Andererseits kommt eine kirchliche Lehre, die fordert, dass sich Eheleute einander entziehen sollen, wenn sie nicht gerade die Absicht haben, ein Kind zu zeugen, an diesem Wort in Schwierigkeiten. So hat dieses Wort durchaus verbindliche Wirkung und zwar für den, der in seinem Bestreben, Regeln zu setzen, zu weit geht. Ein solcher Mensch muss sich fragen, ob er dann nicht an den Menschen schuldig wird, die „um ihrer Unenthaltsamkeit willen“ der Versuchung durch den Satan nicht wiederstehen können. Paulus wird sich später, offenbar als Folge einer Offenbarung durch den Heiligen Geist noch viel eindeutiger äußern: Der Geist aber sagt deutlich, daß in spätern Zeiten etliche vom Glauben abfallen und verführerischen Geistern und Lehren der Dämonen anhangen werden, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, die verbieten, zu heiraten und Speisen zu genießen, welche doch Gott geschaffen hat, damit sie von den Gläubigen und denen, welche die Wahrheit erkennen, mit Danksagung gebraucht werden. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung genossen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet. (1.Timotheus 4,1-5 *) Bei den Korinthern gibt Paulus aber eine Empfehlung zur Ehelosigkeit „wegen der gegenwärtigen schweren Zeitlage“: Betreffs der Jungfrauen aber habe ich keinen Auftrag vom Herrn; ich gebe aber ein Gutachten ab als einer, der vom Herrn begnadigt worden ist, treu zu sein. So halte ich nun, um der bevorstehenden Not willen, für richtig, daß es nämlich für einen Menschen gut sei, so zu sein. Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Lösung; bist du los von der Frau, so suche keine Frau. Wenn du aber auch heiratest, so sündigest du nicht; und wenn die Jungfrau heiratet, so sündigt sie nicht; doch werden solche leibliche Trübsal haben, die ich euch gerne ersparen möchte. (1.Korinther 7,25-28 *) Hier haben wir zwei Aspekte. Zum einen sucht Paulus nach der besten Lösung im Sinne der betroffenen Menschen. Er muss aber zugeben, dass er dazu kein Wort vom Herrn hat. Damit haben wir hier ein Wort in der Bibel, das ein gut gemeinter, menschlicher Rat ist, völlig ungeeignet, daraus ein Gesetz zu machen. Damit ergibt sich für eine strikte Wortinspiration ein Widerspruch, denn in der Bibel steht damit ein Wort, das nach Einschätzung von Paulus kein Wort vom Herrn ist. Ebenso ist es mit Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht verstoßen; (1.Korinther 7,12 *) Paulus beschließt diesen Abschnitt nach einem Wort über die Witwen mit dem Satz: Seliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; ich glaube aber auch den heiligen Geist zu haben. (1.Korinther 7,40 *) Er unterstellt hier, dass der Heilige Geist ihn leitet und deshalb seine persönliche Meinung schon im Einklang mit dem Heiligen Geist steht, denn er erwartet, dass ihn der Heilige Geist nicht in die Irre gehen lässt. Damit gibt er uns ein Beispiel für rechtes Vertrauen auf Gott. Ich muss nicht in jeder Situation eine Schrift an der Wand oder ein Reden Gottes aus dem Wetter heraus erwarten. Ich kann mit Paulus erwarten, dass der Heilige Geist mich nicht in die Irre gehen lässt, mich bremst, wo ich über das Ziel hinausgehe. In diesem Glauben ist die Bibel geschrieben und in diesem Glauben muss sie gelesen werden.

Ein weiteres Beispiel, das wir hier nicht weiter ausführen wollen, ist das Buch Hiob. In diesem Buch stehen Reden der Freunde Hiobs, die Gott selber in einer Rede zum Schluss zurückweist. In diesem Buch sind aber auch teils sarkastische Worte Hiobs und insbesondere seiner Frau verzeichnet. Da stehen also Dinge, von denen Gott selber sagt, dass sie nicht zutreffen. Dies muss man berücksichtigen und bei der Auslegung würdigen. Es zwingt uns, bei der Verbalinspiration der Bibel immer die Bibel als Ganzes im Blick zu behalten und nicht einen Vers gegen den anderen auszuspielen, sondern immer das Ganze zu sehen, nicht Römer gegen Jakobus und gegen den Hebräerbrief zu lesen, um es an einem Beispiel deutlich zu machen, sondern alle gleichzeitig zu lesen und das Gesamtbild zu suchen. Wenn Jesus also sagt: Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber wider den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einer ewigen Sünde schuldig. (Markus 3,28-29 *), so kann Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben, wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, während sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! (Hebräer 6,4-6 *) nicht das Wort Jesu einschränken. Beides ist also zusammen zu lesen. Viele vermeintliche Widersprüche der Bibel lösen sich so auf, wenn wir die Texte zusammen lesen.

Fazit zum Schriftverständnis des Apostels Paulus

Wir haben also keinen Grund, aus der Bibel etwas wegzustreichen. Wir können und müssen allerdings feststellen, dass wir nicht alles verstehen, dass in einigen Fällen unser Verstand rebelliert, in anderen unsere beschränkte und verglichen mit Jesu Vorbild kleine Glaubenserfahrung. Dies gibt uns aber kein Recht, Teile der Bibel wegzustreichen oder als unbedeutend zu klassifizieren. Dieses Vorgehen führt nur zu Kirchenspaltungen und Konfessionalismus.

Neben der Bibel gibt uns der Heilige Geist Zeugnis und dieses Zeugnis haben wir ebenso zu hören. Allerdings haben wir uns dabei dem Urteil der Gemeinde zu stellen. Dies verlangt von dem Einzelnen und von der Gemeinde viel Liebe und Demut.

Auch das Alte Testament ist ein wichtiges Zeugnis für unseren Glauben, es ist aber zusammen mit der Auslegung, die das Neue Testament dazu in verbindlicher Weise gibt, zu lesen. Nichts im Alten Testament ist ungültig geworden, aber vieles ist erfüllt, insbesondere das Gesetz und viele Prophetien, soweit sie sich auf das Erlösungswerk Jesu beziehen. Die Staatwerdung Israels hat sich vor unseren Augen 1948 erfüllt (Hesekiel 36 *).

Das Lesen der Bibel, das Gebet des Glaubens und die Wirkungen des Heiligen Geistes gehören zusammen. Nur wenn wir diese Quellen gemeinsam nutzen, werden wir dem erhöhten Herrn begegnen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir den erhöhten Herrn nicht in die Grenzen unseres Verstandes zwängen, denn dies ist unmöglich und führt dazu, dass wir nur einen Schatten Christi sehen, nicht aber ihn selbst, genau so, wie ein Foto von einem Gebäude - dies passt auf mein Blatt Papier - nie das ganze Gebäude wiedergibt, denn es passt nicht auf mein Blatt Papier, es ist dafür zu groß, wie auch immer ich das Gebäude drehe oder wende.







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Himmelfahrt 2019
... der die Himmel durchschritten hat


Nr.BibelstelleBibeltext
11.Mose 17,12
1
Jedes Knäblein von euren Geschlechtern, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden, sei es im Haus geboren oder um Geld erkauft von irgend einem Ausländer, der nicht deines Samens ist.Was in deinem...
24.Mose 3,10
1
Aber Aaron und seine Söhne sollst du beauftragen, ihres Priestertums zu warten. Wenn sich ein Fremder naht, so muß er sterben.Und der HERR redete zu Mose und sprach:Siehe, ich habe die Leviten unter den...
31.Könige 17,17-24
1
Aber nach diesen Geschichten ward der Sohn des Weibes, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit ward so schwer, daß kein Atem mehr in ihm blieb.Und sie sprach zu Elia: Du Mann Gottes, was habe ich mit...
42.Könige 2,18-25
1
Und als sie wieder zu ihm zurückkehrten, da er noch zu Jericho war, sprach er zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt, ihr solltet nicht hingehen?Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, in...
5Psalmen 119,18
1
Öffne meine Augen, daß ich erblicke die Wunder in deinem Gesetz!Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir!Meine Seele ist zermalmt vor Sehnsucht nach deinen Verordnungen allezeit.Du...
6Jesaja 64,4
1
(H64-3) Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, daß ein Gott tätig war für die, welche auf ihn warten, außer dir allein!(H64-4) Als du denen entgegenkamst, die...
7Jeremia 31,34
1
und es wird niemand mehr seinen Nächsten oder seinen Bruder lehren und sagen: «Erkenne den HERRN!» denn sie sollen mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der HERR; denn ich will ihnen...
8Hesekiel 36
1
Du aber, Menschensohn, weissage über die Berge Israels und sprich: Ihr Berge Israels, höret das Wort des HERRN!So spricht Gott, der HERR: Weil der Feind über euch gesprochen hat: «Ha, die ewigen Höhen...
9Matthäus 4,23
1
Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien;...
10Matthäus 5,18
1
Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten...
11Matthäus 5,48
1
Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist!
12Markus 3,28-29
1
Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern;wer aber wider den heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung,...
13Markus 12,24
1
Jesus sprach zu ihnen: Irret ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennet noch die Kraft Gottes?Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder freien, noch sich freien lassen, sondern...
14Markus 16,17-18
1
Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, mit neuen Zungen reden,Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts...
15Lukas 14,28
1
Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er genug habe zur gänzlichen Ausführung,damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht...
16Lukas 14,34
1
Das Salz ist gut; wenn aber auch das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden?Es ist weder für das Erdreich, noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
17Johannes 14,6
1
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!Hättet ihr mich erkannt, so würdet ihr auch meinen Vater kennen; und von nun an kennet ihr...
18Johannes 16,26-27
1
An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle;denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott...
19Apostelgeschichte 1,7-8
1
Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch...
20Apostelgeschichte 4,31
1
Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.Die Menge der Gläubigen aber war...
21Apostelgeschichte 9,1-6
1
Saulus aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriesterund erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche Anhänger des Weges...
22Apostelgeschichte 9,17-23
1   2
Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder...
23Apostelgeschichte 13,29
1   2
Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft.Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt.Und er ist mehrere Tage hindurch...
24Apostelgeschichte 15,6-11
1
Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen.Als sich nun viel Streit erhob, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer und Brüder, ihr wißt, daß Gott lange vor diesen...
25Apostelgeschichte 17,2
1
Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schrift,indem er erläuterte und darlegte, daß Christus leiden und von den Toten auferstehen mußte,...
26Apostelgeschichte 17,11
1   2
Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und täglich in der Schrift forschten, ob es sich also verhalte.Es wurden denn auch viele...
27Apostelgeschichte 19,13-16
1
Es unterwanden sich aber etliche der herumziehenden jüdischen Beschwörer, über denen, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus,...
28Apostelgeschichte 22,3-5
1
Ich bin ein jüdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterrichtet mit allem Fleiß im väterlichen Gesetz, und ich war ein Eiferer für Gott, wie...
29Apostelgeschichte 23,1
1
Da sah Paulus den Hohen Rat fest an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich habe mit allem guten Gewissen Gott zu dienen gesucht bis auf diesen Tag.Aber der Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden,...
30Apostelgeschichte 23,6
1
Da aber Paulus wußte, daß der eine Teil aus Sadduzäern, der andere aus Pharisäern bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr Männer und Brüder, ich bin ein Pharisäer und eines Pharisäers Sohn;...
31Apostelgeschichte 24,14-16
1   2   3   4
Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Wege, welchen sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter also diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht;und ich habe...
32Apostelgeschichte 26,4-7
1
Was nun meinen Lebenswandel von Jugend auf betrifft, den ich von Anfang an unter meinem Volke, und zwar in Jerusalem führte, so kennen mich alle Juden;da sie wissen, wenn sie es bezeugen wollen, daß ich...
331.Korinther 1,10-13
1
Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einerlei Rede führet und nicht Spaltungen unter euch sein lasset, sondern zusammenhaltet in derselben Gesinnung...
341.Korinther 2
1   2
So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen.Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes...
351.Korinther 4,18-20
1
Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht;ich werde aber bald zu euch kommen, so der Herr will, und Kenntnis nehmen, nicht von den Worten der Aufgeblähten, sondern von der...
361.Korinther 7,5-6
1
Entziehet euch einander nicht, außer nach Übereinkunft auf einige Zeit, damit ihr zum Gebet Muße habt, und kommet wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versuche um eurer Unenthaltsamkeit willen.Das...
371.Korinther 7,10
1
Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau sich nicht scheide von dem Manne;wäre sie aber schon geschieden, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Manne....
381.Korinther 7,12
1
Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht verstoßen;und wenn eine Frau einen ungläubigen...
391.Korinther 7,25-28
1
Betreffs der Jungfrauen aber habe ich keinen Auftrag vom Herrn; ich gebe aber ein Gutachten ab als einer, der vom Herrn begnadigt worden ist, treu zu sein.So halte ich nun, um der bevorstehenden Not willen,...
401.Korinther 7,40
1
Seliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; ich glaube aber auch den heiligen Geist zu haben.
411.Korinther 11,23-24
1
Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach:Nehmet, esset, das ist...
421.Korinther 13
1   2   3   4
Wenn ich mit Menschen und Engelzungen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.Und wenn ich weissagen kann und alle Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis habe,...
431.Korinther 14,29
1
Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die andern sollen es beurteilen.Wenn aber einem andern, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so soll der erste schweigen.Denn ihr könnet einer nach...
441.Korinther 15,55
1
«Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?»Aber der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.Gott aber sei Dank, der uns...
452.Korinther 3,3-11
1   2
Es ist offenbar, daß ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst geworden, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne...
462.Korinther 10,10-11
1
Denn die Briefe, sagt einer, sind nachdrücklich und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verächtlich.Der Betreffende soll aber bedenken, daß, wie wir als Abwesende mit dem Wort...
47Galater 1,11-19
1
Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir gepredigte Evangelium nicht von Menschen stammt;ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.Denn...
48Galater 2,15-16
1
Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden;da wir aber erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch...
49Galater 3,10-11
1
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.»Daß...
50Philipper 3,5-14
1   2   3
der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit...
511.Thessalonicher 4,15-17
1
Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, daß wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, den Entschlafenen nicht zuvorkommen werden;denn er selbst, der Herr, wird, wenn...
522.Thessalonicher 3,6
1
Wir gebieten euch aber, ihr Brüder, im Namen unsres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch von jedem Bruder zurückziehet, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die ihr von uns empfangen...
531.Timotheus 3,15
1
falls ich aber verzöge, damit du wissest, wie man wandeln soll im Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit.Und anerkannt groß ist das Geheimnis...
541.Timotheus 4,1-5
1
Der Geist aber sagt deutlich, daß in spätern Zeiten etliche vom Glauben abfallen und verführerischen Geistern und Lehren der Dämonen anhangen werden,durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen...
55Hebräer 6,4-6
1
Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes teilhaftig geworden sindund das gute Wort Gottes, dazu Kräfte der zukünftigen...
56Jakobus 1,2-8
1
Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet,da ihr ja wisset, daß die Bewährung eures Glaubens Geduld wirkt.Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben,...
571.Johannes 2,22
1
Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus sei? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet!Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn...
581.Johannes 4,1
1
Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt.Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist,...
591.Johannes 4,2
1
Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: «Jesus ist der im Fleisch gekommene Christus», der ist von Gott;und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das...
601.Johannes 5,1
1
Jeder, der glaubt, daß Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; und wer Den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus Ihm geboren ist.Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben,...




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