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Festtage

Volkstrauertag 2022

Volkstrauertag angesichts des Krieges in der Ukraine

 


Zusammenfassung

Der Volkstrauertag 2022 sollte ein Tag sein, in dem die Gemeinde des lebendigen Gottes für alle Regierungen dieser Welt betet, weil sie weiß, dass Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“, auch die Putins und ihre Helfershelfer. Wir sind nicht aufgefordert zu richten oder Menschen zu verteufeln. Wir sind zur Fürbitte aufgerufen.

Wir sollten uns auch nicht über die Menschen erheben, die übles tun. Wir sollten versuchen zu verstehen, wie sie dahin gekommen sind und uns immer wieder prüfen, ob unser Blickwinkel mit dem Blickwinkel Jesu Christi übereinstimmt. Wir haben, nicht nur als Deutsche, keinen Grund zur Arroganz, wenn wir auf unsere imperiale Vergangenheit blicken und auf die Art, wie wir unsere Gesellschaft in der Vergangenheit organisiert haben, was wir unserer Umwelt angetan haben.

Schlagwörter: Apostel Johannes - Bibel - Franziskus - Gebet - Gott - Jakobus - Jesaja - Jesus - Kyrill - Liebe - Militärausgaben - Mose - Paulus - Putin - Richten - Rüstung - Teufel - Timotheus - Truppenstärke - Ukraine - Verstehen - Verständnis - Volkstrauertag

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Volkstrauertag
Gedanken zum Volkstrauertag
Die Bedeutung dieses politischen Festtages für die Kirche Jesu und ihr Verhältnis zu Israel


 

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Volkstrauertag
Gedanken zum Volkstrauertag
Die Bedeutung dieses politischen Festtages für die Kirche Jesu und ihr Verhältnis zu Israel


 

Inhaltsverzeichnis

Volkstrauertag angesichts des Krieges in der Ukraine

Volkstrauertag angesichts des Krieges in der Ukraine

WIKIPEDIA hat eine lange Liste von Kriegen erstellt, die vermutlich keineswegs vollständig ist, auch wenn sie erschreckend lang ist: 128 Kriege allein im 19. Jahrhundert, 125 Kriege im 20. Jahrhundert. Dabei wurden im 20. Jahrhundert der erste und der zweite Weltkrieg jeweils als ein Krieg gerechnet. In diesem Jahrhundert kommen die Chronisten von WIKIPEDIA schon auf 32 Konflikte. Auf ein Jahrhundert hochgerechnet, wären das 140 Kriege im 21. Jahrhundert. Es hat sich also seit 1800 nicht viel geändert in der Völkergemeinschaft. Allerdings war die Anzahl der Todesopfer im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts relativ niedrig, wie eine entsprechende Aufschlüsselung bei WIKIPEDIA zeigt. Also kein Grund zur Aufregung, alles ist wie immer?

Zunächst einmal erstaunt es, dass trotz unserer vielfachen weltweiten Verflechtungen, trotz der intensiven diplomatischen Aktivitäten, trotz UNO und OSZE sich nichts geändert hat, wenn man diese einfache Rechnung betrachtet. Die Ausgaben für Rüstung sind immer noch enorm hoch, in Saudi Arabien sogar 6,6 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung (STATISTA). 1.577 Milliarden US-Dollar beträgt die Geamtsumme der Budgets der 10 Länder mit den höchsten Militärausgaben, davon allein 801 Milliarden durch die U.S.A. und 293 Milliarden durch China.

Schaut man auf die Truppenstärke der Länder, so ergibt sich ein überraschend anderes Bild:

Rang Land Truppenstärke Bevölkerung Anteil
1 China 2.000.000 1.412.000.000 0,14%
2 Indien 2.000.000 1.450.000.000 0,10%
3 U.S.A. 1.390.000 331.900.000 0,42%
4 Nordkorea 1.200.000 25.890.000 4,63%
5 Russland 850.000 143.400.000 0,59%
6 Pakistan 640.000 225.200.000 0,28%
7 Iran 575.000 85.030.000 0,68%
8 Südkorea 555.000 51.740.000 1,07%
9 Vietnam 470.000 98.170.000 0,48%
10 Ägypten 450.000 104.300.000 0,43%
...
23 Ukraine 200.000 43.810.000 0,46%
26 Deutschland 184.000 83.130.000 0,22%

Hat ein Mensch solch eine gewaltige Macht, dass Hunderttausende auf sein Kommando hören, so ist die Versuchung groß, damit etwas zu bewirken. Und dieses Bewirken wird weniger darin bestehen, dass diese Menschen eingesetzt werden, um aus Schwertern Pflugscharen zu machen. Dies wird erst in den späteren Zeiten geschehen, von denen der Prophet Jesaja spricht: Es wird in spätern Zeiten geschehen, daß der Berg des Hauses des HERRN festgegründet an der Spitze der Berge stehen und über alle Höhen erhaben sein wird, und es werden ihm alle Heiden zuströmen; und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns wallen zum Berge des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns belehre über seine Wege und wir wandeln auf seinen Pfaden! Denn von Zion wird die Lehre ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird Schiedsrichter sein zwischen den Nationen und zurechtweisen große Völker, also daß sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Rebmessern verschmieden werden; kein Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. (Jesaja 2,2-4 *) Diese Menschen werden eingesetzt für das, was sie können, den Krieg.

Wir merken dabei, dass auch die Mächtigen einen Weg brauchen, um das Böse umzusetzen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 29.9.2001 eine Rede im Deutschen Bundestag gehalten, die alle, die sie gehört haben, sehr beeindruckt hat.

29.9.2001 - Putin spricht vor dem Deutschen Bundestag
Aus heutiger Sicht klingt sie wie Hohn, wir können nicht beurteilen, ob hier ein abgebrühter Lügner geredet hat oder ein Mann, der Russland tatsächlich nach Europa führen wollte. Die Ambivalenz der deutschen Politik danach war für jeden sichtbar. Einerseits gab es keine Visafreiheit für russische Staatsbürger, andererseits haben wir ganz wohlgemut uns vom russischen Gas abhängig gemacht und sogar Sanktionen der U.S.A. in Kauf genommen. Wie wird das auf Putin gewirkt haben? Auf jeden Fall hat es ihn nicht darin bestärkt, dass Russland eine Partnerschaft mit dem Westen herstellen kann. Zunehmend hörte man in russischen Medien Berichte über die eigene Stärke. Bilder wurden gezeigt, wie russische Atomraketen Alaska und die gesamte U.S.A. erreichen können. „Wir sind doch stark!“ war vermutlich nicht nur von der Regierung kolportiert, sondern entsprach der Stimmung eines großen Teiles der russischen Bevölkerung. Diese Darstellungen der Presse erinnerten sehr stark an das, was in Deutschland während der Weimarer Republik geschah: „Eigentlich sind wir doch ein starkes Land!“, war die landläufige Meinung. Die Niederlage 1918 wurde als Folge innerdeutscher Unruhen empfunden, militärisch war Deutschland doch stark genug (Dolchstoßlegende). Selbst gemäßigte Politiker wie der damalige SPD-Vorsitzende und spätere Reichspräsident Friedrich Ebert bescheinigte der deutschen Armee, sie sei „im Felde unbesiegt“ und auch der Kölner Oberbürgermeister und spätere Bundeskanzler Adenauer erklärte, die Reichswehr kehre „nicht besiegt und nicht geschlagen“ in die Heimat zurück. Eine ähnliche Ignoranz bestand und besteht in Russland im Blick auf die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Zerfall der Sowjetunion.

So wie in der Weimarer Zeit Polen immer mehr zum Ärgernis wurde, weil es Deutschland auf dem Weg nach Königsberg im Wege war, so entwickelte sich die Ukraine zum Ärgernis für die Russen. Diesem Land gelang, was dem starken Russland verwehrt blieb, es entwickelte auf Druck der Bevölkerung ein immer besseres Verhältnis zum Westen. In der Ukraine entwickelten sich demokratische Strukturen, die sogar friedliche Machtwechsel ermöglichten: Am 20.Mai 2019 folgt Wolodymyr Selenskyj nach einer Direktwahl auf Petro Poroschenko.

15.März 2022 - Wolodymyr Selenskyj - Starkes Volk unseres unbezwingbaren Landes. 8 Jahre des Krieges gegen uns. Der 20. Tag der vollständigen Invasion. Es sind Versuche, uns alle zu zerstören, die Ukraine zu zerstören. Wir kämpfen um unser Leben ...
Und dieser Virus „Demokratie“ schwappte sogar nach Weißrussland über. Jetzt musste gehandelt werden, denn nach Lukaschenko würde auch Putin unter Druck geraten.

8.Mai 2015 - Putin und Lukaschenko

Und Putin hatte nach der Besetzung der Krim gelernt, dass der Westen sehr schnell zur Tagesordnung zurückkehren würde. „Ein großes Land wie Russland kann man auf Dauer nicht ignorieren.“ Dies wird er später seinen Amtskollegen innerhalb der GUS sagen. Schaut man von dem Leid, das Putins Krieg gegen die Ukraine verursacht, auf die Vergangenheit zurück, so muss man Putin als einen böswilligen Täuscher sehen. Dies ist nicht völlig auszuschließen. Aber generell macht man es sich zu leicht, wenn man Menschen, die in ihrem Verhalten mit mehr oder weniger Recht als böswillig empfunden werden, zu Teufeln von Anfang an erklärt.

Richtig ist, dass der Krieg gegen die Ukraine nicht zu rechtfertigen ist. Da sitzt eine Atommacht unter ihrem Atomschirm und zerbombt das Eigentum, den Lebensraum unschuldiger Menschen. Das ist nicht zu rechtfertigen. Aber es war ein Mensch, der das ermöglicht hat, Wladimir Putin. Dieser Mensch hat eine Geschichte. Er hat auch eine Geschichte mit Gott. Gott liebt auch diesen Menschen und er möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Paulus schreibt an Timotheus dazu: So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit; denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Timotheus 2,1-4  *)

Zwei Dinge werden dem jungen Timotheus hier ans Herz gelegt, die in unsere Zeit übersetzt wohl so lauten würden:

1. Bete für Putin, damit auch die Ukrainer wieder ein „ ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit“.

2. Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“, also auch Wladimir Putin.

Habe ich Putin in meinem Herzen zu einem Teufel gemacht, werde ich kaum in der Lage sein, für ihn zu beten. Aber der Auftrag des Apostels Paulus , genau das zu tun, ist deutlich und kaum wegzudiskutieren. Und schon sehe ich die Bilder, wie Putin mit dem Patriarchen Kyrill I. Gottesdienst feiert. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob er an dem Gottesdienst selbst teilgenommen hat oder nur hineinretuschiert worden ist.

21.12.2006 - Metropolit Kyrill I. bei der Verleihung des Verdienstordens für das Vaterland II. Klasse vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin am 21. Dezember 2006 in Moskau

WIKIPEDIA schreibt über Kyrill I. und seine Position zu Putins Krieg:

Zitat Anfang

Kyrill I. (bürgerlich Wladimir Michailowitsch Gundjajew, russisch Владимир Михайлович Гундяев; * 20. November 1946 in Leningrad) ist ein russischer Geistlicher. Seit dem 1. Februar 2009 ist er Patriarch von Moskau und der ganzen Rus und damit der Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK). Zuvor war er Erzbischof und Metropolit der Diözesen von Smolensk und Kaliningrad. Sein Privatvermögen wird auf rund 4 Mrd. US-Dollar geschätzt. Im Sommer 2022 verhängten einige Staaten Sanktionen gegen Kyrill.

Zitat Ende

Kyrill I.
Und über seine Stellung zum Krieg gegen die Ukraine:

Zitat Anfang

Ukrainischer und weltweiter Konflikt in Orthodoxie

Patriarch Kyrill hat nach der Anerkennung der Selbstständigkeit (Autokephalie) der Orthodoxen Kirche der Ukraine durch den Patriarchen von Konstantinopel diesem die Kirchengemeinschaft aufgekündigt und ihn der Kirchenspaltung bezichtigt. Bartholomaios I. hatte am 6. Januar 2019 die Orthodoxe Kirche der Ukraine als (von Moskau) unabhängige Kirche anerkannt.

Ende Oktober 2019 haben auch das Oberhaupt der autokephalen orthodoxen Kirche von Griechenland, Erzbischof Hieronymos, und Anfang November 2019 das Oberhaupt des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats von Alexandria und ganz Afrika, Patriarch Theodoros II., diesen Schritt vollzogen. Im November 2020 hat sich überdies die orthodoxe Kirche von Zypern dieser Anerkennung angeschlossen. Auch ihnen hat Kyrill umgehend die Gottesdienstgemeinschaft gekündigt.

Zum orthodoxen Weihnachtsfest am 7. Januar 2021 bezeichnete er die vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Sommer 2020 vollzogene Rückwidmung der Hagia Sophia in Istanbul zur Moschee als Strafe Gottes für den in seinen Augen schismatischen Akt des Patriarchen von Konstantinopel im Jahr 2019.

Russischer Überfall auf die Ukraine

Während des russischen Überfalls auf die Ukraine seit dem 24. Februar 2022 äußerte sich Kyrill I. mehrfach unterstützend zum russischen Angriff und zu Putins Politik und sprach in dieser Linie der Ukraine ihr Existenzrecht ab. In einer Sonntagspredigt am 6. März 2022 rechtfertigte er den Überfall mit der Begründung, Präsident Putin wolle die Ukraine vor Gay-Pride-Paraden schützen, und bezeichnete die Gegner Russlands als „Kräfte des Bösen“, womit Kyrill den Angriff Russlands „als einen metaphysischen Kampf des Guten (Russland) gegen das Böse“ sehe. Der Salzburger Ostkirchen-Experte Dietmar W. Winkler und die Politikwissenschaftlerin und Start-Preisträgerin von 2015 Kristina Stöckl wiesen darauf hin, dass Patriarch Kyrill seit langem Bezug auf das Gedankengebäude русский мир („Russki Mir“, „russische Welt“) nimmt und „Russland als Verteidigerin der christlichen Werte gegen einen angeblich feindlichen Westen“ sehe. Die Kirche habe unter Kyrills Führung erhebliche staatliche Zuwendungen erhalten.

Anfang April sagte Kyrill

„Wir sind ein friedliebendes Land und ein sehr leidgeprüftes Volk, das so sehr unter Kriegen gelitten hat wie nur wenige europäische Völker. Wir haben keine Lust auf Krieg oder darauf, etwas zu tun, das anderen schaden könnte.“

In einem Telefonat mit Papst Franziskus hatte Kyrill in einem 20-minütigen, vorgelesenen Monolog den Krieg gerechtfertigt und sprach beispielsweise über Flugzeiten von Raketen. Nachdem der Papst diese Episode in einem Interview erwähnte, war die ROK erbost, bestätigte aber „auf brillanteste Weise“ selber den Sachverhalt, so ein Kommentar auf fontanka.ru. Papst Franziskus habe nach Kyrills Kriegsrechtfertigung gesagt: „Ich verstehe das alles nicht. Bruder, wir sind keine Beamten, wir sollen nicht die Sprache der Politik sprechen, sondern die Sprache Jesu.“ Auf die darauf folgende Bemerkung, er sei doch nicht Putins Ministrant, habe die ROK nicht einmal reagiert, so ein dissidenter Diakon. Bei einem Gottesdienst am 25. September 2022 versicherte Kyrill den russischen Soldaten, dass ihnen im Falle ihres Todes alle Sünden vergeben würden, da der Tod „bei der Erfüllung der militärischen Pflichten“ mit dem Opfertod Jesu am Kreuz zu vergleichen sei.

Andriy Mykhaleyko, ein renommierter Kenner der ukrainisch-russischen Beziehungen, weist darauf hin, dass Patriarch Kyrill sowohl russische Soldaten segne, die am Überfall Russlands auf die Ukraine mitwirkten, als auch dazu schweige, dass eben diese Soldaten bis Ende April 2022 bereits 36 Kirchengebäude der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Ukraine zerstört hätten.

Auf Kyrill kann Putin sich verlassen stellt die NZZ im Mai 2022 fest.

Zitat Ende

Und für solch einen Menschen sollen wir auch beten? Ja, gerade für solch einen Menschen. Denn er steht vielen Menschen im Wege, die nicht das unverfälschte Evangelium von Jesus Christus wahrnehmen können, weil Menschen wie Kyrill I. es verdunkeln. Jakobus schreibt an die jüdischen Diasporagemeinden die folgende Warnung: Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein strengeres Urteil empfangen! Denn wir fehlen alle viel; wenn jemand in der Rede nicht fehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. (Jakobus 3,1-2  *) und weiter schreibt er: So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an! Auch die Zunge ist ein Feuer. Als die Welt der Ungerechtigkeit nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unsren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Familienkreis in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Denn jede Natur (der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meertiere) wird gezähmt und ist gezähmt worden von der menschlichen Natur; die Zunge aber kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel voll tödlichen Giftes! (Jakobus 3,5-8  *) Und dieses Feuer brennt in der Ukraine, weil Menschen ihre Gedanken und dann auch ihre Zunge nicht in Zaum gehalten haben.

Auch bei Kyrill müssen wir fragen, wie er zu dieser Haltung gekommen ist. Er wird mit Recht in vielen, was im Westen geschieht, einen Widerspruch zu christlichen Werten sehen. Wir haben uns im Westen sehr daran gewöhnt, dass Gesellschaft und Kirche zwei verschiedene Ebenen sind. Die Gesellschaft und damit die Politik ist nicht dazu da, Glauben und religiöse Vorschriften durchzusetzen. Diese Meinung wird in vielen Ländern der Welt nicht geteilt. Die islamisch geprägten Länder haben die Tendenz, die Scharia durchzusetzen. Der chinesische Staat möchte den Glauben an die Partei und ihre Weltanschauung fördern. Und in Nordkorea geht es ganz plump um den geliebten Führer Kim Il Yun, an den man zu glauben hat.

Staaten versuchen immer, Meinungen in der Gesellschaft durchzusetzen. Kritisch wird es, wenn Staaten anderen Staaten vorschreiben, was sie zu denken, tun oder auch nicht zu tun haben. Daraus entstehen Kriege. Kritisch wird es aber auch, wenn Staaten ihren Bürgern aktive Handlungen vorschreiben. Solange im alten Rom die alten Götter von staatlichen Stellen verehrt wurden, konnten die Christen gut damit leben. Der Konflikt begann, als der Staat den Christen vorschrieb, diesen Göttern zu opfern.

So wird es auch ein russischer Prediger leicht haben, wenn er den Westen beschreibt, aus den liberalen Gesetzen eine aktive Handlungsanweisung herauszulesen und damit eine Gefahr für den christlichen Glauben. Wir haben noch in den 1950-er Jahren ein Gesetz gehabt, dass Ehefrauen nur mit Zustimmung des Ehemannes die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit erlaubte. Von den Abgasen und dem Feinstaub, den unsere deutsche Industrie im vergangenen Jahrhundert erzeugt hat, brauchen wir nicht zu reden, das ist wohlbekannt. Wir haben viel gelernt, uns in manchem positiv weiterentwickelt, haben aber auch Tendenzen, wo wir noch nicht so sicher sein sollten, ob sie uns in eine bessere Welt führen. Hier meine ich vornehmlich die Tatsache, dass unser gesamtes Leben auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten wird. Der Mitarbeiter ist via Telefon jederzeit und überall erreichbar. Die Kinder werden von einer staatlichen Organisation in die nächste verstetzt, von der Krippe bis in die Universität, damit die Eltern beide dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Und den Abend in der Familie bestimmt häufig das Fernsehen oder die Kommunikationsmedien. Dies ist zwar eine Karikatur, aber manchmal haben Karikaturen auch die Fähigkeit, Wahrheiten, vor denen wir gerne die Augen verschließen, zu transportieren.

Aber trotz alledem haben wir eine große innere Freiheit, unseren Lebensstil zu exportieren. Glauben wir im Ernst, dass die Putins und Kyrills dieser Welt oder auch Herr Xi beeindruckt sind, wenn wir ihnen unsere Rechtsauffassung zu verkaufen suchen? Werden sie nicht vielmehr eine gewisse Arroganz darin sehen, wenn sie uns geduldig zuhören, um dann zu den Fragen überzugehen, die sie wirklich interessieren. Viele Diktatoren dieser Welt werden ganz sicher lieber nach Russland reisen, um sich bestätigen zu lassen, wie toll sie ihre Staaten regieren als sich im Westen Vorwürfe anhören zu müssen.

Was bedeutet das nun für uns? Sollen wir zusehen, wie Putin ein friedliches Land in den Ruin bombt?

Ich denke schon, dass es geboten ist, der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung zu helfen. Es ist auch wichtig, dass wir Lügen als solche entlarven. Aber da müssen wir unsere Augen weit aufmachen, denn unter Donald Trump mussten wir uns auch an Lügen aus der Regierung der U.S.A. gewöhnen. Und niemand weiß, ob das nicht bald wiederkommt.

Wir sollten aber unseren Umgang mit der dritten Welt überdenken und den internationalen „Besserwessi“ zu Hause lassen. Wir haben beim Aufbau unserer Industrie vieles in der Welt kaputt gemacht. Und nun erzählen wir den Staaten, die in diesem Aufbau begriffen sind, das sie leider zuspät kommen und gefälligst die Ressourcen zu schonen haben, weil wir schon zu viel davon verbraucht haben. Das verlangt schon viel Weisheit von einem Politiker in der dritten Welt, dies zu akzeptieren. Der ehemalige Präsident Brasiliens, Bolzonaro, hat einmal bei der Ablehnung deutscher Hilfsgelder für die Rettung des Regenwaldes formuliert: „Ich möchte auch der geliebten Frau Angela Merkel eine Nachricht hinterlassen: Nehmen Sie diese Knete und forsten Sie Deutschland wieder auf, okay? Dort ist es viel nötiger als hier“ (FAZ). So zynisch diese Bemerkung auch ist, spiegelt sie doch wieder, was viele in der dritten Welt denken: «Ihr habt euch warm angezogen und wollt es uns jetzt verwehren, obwohl wir nur das machen wollen, was ihr in den vergangenen zweihundert Jahren auch gemacht habt.»

Was heißt das für uns?

Zunächst einmal müssen wir von unserem hohen Ross heruntersteigen und auch die Realitäten anderer Länder sehen und versuchen, das Verhalten anderer zu verstehen. Dabei muss man beide Blickwinkel einnehmen: Den Blickwinkel des Präsidenten, der einen Angriffskrieg beginnt, genauso, wie den Blickwinkel einer Mutter, deren Sohn aufgrund der Entscheidung dieses Präsidenten umgekommen ist. Beide sind Menschen mit Empfindungen, die es nachzuvollziehen gilt. Der Ausweg, einer davon sei ein Teufel, ob wirklich oder bildlich, ist keine Option. Beide und der gefallene Sohn sind Menschen, die Gott geschaffen und in die Freiheit entlassen hat. Es ist ein Unglück, das Wörter wie Putinversteher, Trumpversteher usw. zu Schimpfwörtern geworden sind. Verstehen, Verständnis sind hohe Güter. Sie haben noch nichts mit Billigen oder Gutheißen oder auch nur Tolerieren zu tun.

Dann heißt es in einem zweiten Schritt zu beten. Wir haben für alle zu beten, für den Präsidenten, der den Angriffskrieg befohlen hat, für die Soldaten, die ihn auszuführen haben, auch für die Soldaten, die Gräuel begehen, die ihnen zu Hause sicherlich nie in den Sinn gekommen wären. Und selbstverständlich haben wir auch für die Opfer zu beten. Das Gebet für die Opfer erscheint dabei als das Natürliche, es fällt uns viel leichter als das Gebet für die Täter. Aber Gott will, dass auch alle, also auch diese Menschen „zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1.Timotheus 2,4  *). „Alle Menschen“: Das schließt auch die ein, die wir schon als «Verlorene» abgeschrieben haben. Und wir haben für die vielen Zuschauer zu beten, solche, die wohlfeile Ratschläge geben, genauso wie solche, die nach Antworten suchen, die ihre eigene Position in diesem Konflikt suchen.

Bestandteil unseres Gebetes sollte die Bitte sein, dass unser Herr Jesus Christus uns seine Position zu diesen Dingen offenbart. Denn die Aussage, dass wir in der Endzeit sind und Kriege und Kriegsgeschrei erwarten müssen, ist zwar richtig, aber in keiner Weise hilfreich: Auch die Menschen während des Dreißigjährigen Krieges, im ersten wie im zweiten Weltkrieg haben sich so getröstet. Damit soll diese biblische Sicht auf die Kriege aller Zeiten nicht kleingeredet werden. Aber wir brauchen auch eine konkretere Sicht auf genau dieses Ereignis und sollten sie nicht aus unserem menschlichen Dafürhalten, sondern aus dem Gebet heraus entwickeln. Wenn in Deutschland sich Menschen Schlägereien liefern, weil Russland die Ukraine angegriffen hat und nun systematisch zerstört, dann ist das nur Ausdruck von Hilflosigkeit und manchmal auch Ahnungslosigkeit, Dinge, die einer Frau oder einem Mann Gottes, der vom Heiligen Geist beschenkt wird, nicht angemessen sind.

Wenn wir zum Gebet auch für Putin aufrufen, so ist dies keineswegs ein Missverständnis des Gottes der Liebe. Der Apostel Johannes schreibt den Gemeinden:

Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt. Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: «Jesus ist der im Fleisch gekommene Christus», der ist von Gott; und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von welchem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt. Kindlein, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der in euch größer ist als der in der Welt. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie. Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Darin besteht die Liebe, nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsre Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott je gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in Ihm bleiben und Er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer nun bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, daß wir Freimütigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht! Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. (1.Johannes 4 *)

Dies ist ein wuchtiger Text, der uns ganz klar sagt: „Gott ist Liebe“. Er stellt die Liebe in einen Gegensatz zur Furcht: „Furcht ist nicht in der Liebe“ und geht sogar weiter: „Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.“ Dabei beginnt der Text mit einer Warnung vor den falschen Propheten und dem Geist des Antichristen, „von welchem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.“ Es ist leicht, jetzt Putin und Kyrill darin wiederzusehen. Denn wir sollten nicht mit Furcht, sondern im Glauben auf das blicken, was in der Ukraine geschieht, und das folgende Wort ebenfalls in Anspruch nehmen: „Kindlein, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der in euch größer ist als der in der Welt.“ Haben wir diesen Blick des Glaubens in eine bessere Zukunft? Oder ducken wir uns weg und leben in der Furcht vor diesen Mächten?

Diese Mächte selbst sollten sich fürchten, denn es gibt auch die anderen Worte im Neuen Testament, die vom Zorn Gottes reden. Es ist kein Widerspruch. Dieser Gott, der Liebe ist, kennt auch den Zorn:

Schon Jesus warnt uns vor dem Zorn Gottes: Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36 *)

Nachdem Paulus über die Kraft des Evangeliums „zur Rettung für jeden, der glaubt“ gesprochen hat, fügt er hinzu: Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, (Römer 1,18 *)

Weiter warnt Paulus uns, Menschen zu richten, denn er ist überzeugt: Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne Gottes ; denn es steht geschrieben: «Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr.» (Römer 12,19  *) und führt dies im Blick auf das Verhältnis der Christen zu den Juden weiter aus. Wir tun gut daran, dies auch im Blick auf unser Verhältnis zu denen zu berücksichtigen, die anders sind als wir selbst: Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du seist, der du richtest! Denn indem du den andern richtest, verdammst du dich selbst; denn du verübst ja dasselbe, was du richtest! Wir wissen aber, daß das Gericht Gottes dem wahren Sachverhalt entsprechend über die ergeht, welche solches verüben. Oder denkst du, o Mensch, der du die richtest, welche solches verüben, und doch das Gleiche tust, daß du dem Gerichte Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst du dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, welcher einem jeglichen vergelten wird nach seinen Werken; denen nämlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit erstreben, ewiges Leben; den Streitsüchtigen aber, welche der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Zorn und Grimm! Trübsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen; Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden, dann auch dem Griechen; (Römer 2,1-10 *) Wenn man den Polen nach dem Überfall Hitlers erzählt hätte, was im Führerbunker am 30.April 1945 geschehen würde, hätten sie es angesichts der Übermacht der Invasoren wohl kaum geglaubt. Gott hat das schmähliche Ende Hitlers von Anfang an gesehen. Haben wir diesen Blick des Glaubens auch auf Putin und Kyrill?

Deshalb sind wir gehalten, Liebe zu üben und für alle Obrigkeit zu beten, auch für die Putins und Kims und unabhängig davon, wie verquer sie auch sein mögen. Wir sind nicht aufgerufen zu richten, sondern darauf zu vertrauen: „Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr.“ (Römer 12,19  *) oder wie es im ursprünglichen Text bei Mose mit Blick auf die Übeltäter heißt: Mein ist die Rache und die Vergeltung, zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird; denn die Zeit ihres Verderbens ist nahe, und ihr Verhängnis eilt herzu. (5.Mose 32,35 *) Es gibt einen Segen, auch für Putin: Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. (Galater 6,7 *)

Als Jesus uns beten lehrt, trägt er uns auf, folgendermaßen zu sprechen:

So sollt ihr nun also beten: Unser Vater, der du bist in dem Himmel! Geheiligt werde dein Name. Es komme dein Reich. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. (Matthäus 6,9-13 *)

Wir sollen also nicht den Willen eines Gottes, der vielleicht zu schwach ist, mit unseren Mitteln und unserem Gutdünken durchsetzen, sondern wir sollen unseren starken Gott bitten, dass „sein Wille geschehe“. Gott ist gnädig und wartet ab, hat selbst dem Satan Tausende Jahre Zeit gegeben. Hitler hatte zwölf Jahre. Trotzdem beten die Heiligen nicht: „Herr, mach' ein Ende mit Putin.“, sondern sie beten: „Amen, komm, Herr Jesus!“ ( Offenbarung 22,20 * ) oder, mit dem Gebet des Herrn: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!“

Was bedeutet das im Blick auf den Volkstrauertag, den wir begehen, obwohl all die Eltern, die Söhne im zweiten Weltkrieg verloren haben, längst gestorben sind. Auch die Kriegerwitwen, die ihre Männer verloren haben, sind heute, wenn sie noch leben, sicherlich über 95 Jahre alt. Kinder, die vielleicht ihre Väter verloren haben, sind weit über 75 Jahre alt. Die direkte Betroffenheit fehlt uns. Wir können und sollten derer gedenken, die in den Einsätzen der Bundeswehr zur Friedenserhaltung ihr Leben verloren haben. Aber die Konturen des ersten und zweiten Weltkriegs verschwinden immer mehr. Stattdessen werden wir mit einem neuen Blickwinkel der Selbstgerechtigkeit konfrontiert, Menschen, die meinen, sie beträfen die Gräuel der Vergangenheit nicht, sie seien die Gerechten und dürften daher nach ihrem Gutdünken handeln und Gewalt ausüben. Und so sollte der Volkstrauertag der Tag sein, in dem die Gemeinde des lebendigen Gottes nicht in die Hassparolen welcher Seite auch immer einstimmt, seien sie nun nachvollziehbar oder nicht. Die Gemeinde Jesu sollte auch nicht verurteilen und versuchen, in diesem oder jenen den Teufel und seine Werke zu erkennen. Die Gemeinde des lebendigen Gottes sollte für alle Menschen beten, denn Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Weitere Ausarbeitung zum Volkstrauertag

Krieg in der Bibel - Die unterschiedliche Sicht des Alten und des Neuen Testamentes


Vollständiger Zusammenbruch der staatlichen Strukturen Judas unter Nebukadnezar


Hesekiel schaut Auschwitz und die Gründung des Staates Israel










Nr.BibelstelleBibeltext
15.Mose 32,35
1
Mein ist die Rache und die Vergeltung, zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird; denn die Zeit ihres Verderbens ist nahe, und ihr Verhängnis eilt herzu.Denn der HERR wird sein Volk richten und sich über seine...
2Jesaja 2,2-4
1
Es wird in spätern Zeiten geschehen, daß der Berg des Hauses des HERRN festgegründet an der Spitze der Berge stehen und über alle Höhen erhaben sein wird, und es werden ihm alle Heiden zuströmen;und viele...
3Matthäus 6,9-13
1
So sollt ihr nun also beten: Unser Vater, der du bist in dem Himmel! Geheiligt werde dein Name.Es komme dein Reich. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.Gib uns heute unser tägliches...
4Johannes 3,36
1
Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
5Römer 1,18
1
Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten,weil das von Gott Erkennbare unter ihnen...
6Römer 2,1-10
1
Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du seist, der du richtest! Denn indem du den andern richtest, verdammst du dich selbst; denn du verübst ja dasselbe, was du richtest!Wir wissen aber,...
7Römer 12,19
1   2
Rächet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem Zorne Gottes ; denn es steht geschrieben: «Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr.»Wenn nun deinen Feind hungert, so speise...
8Galater 6,7
1
Irret euch nicht; Gott läßt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist...
91.Timotheus 2,1-4
1   2
So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe,für Könige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles...
10Jakobus 3,1-8
1   2
Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein strengeres Urteil empfangen!Denn wir fehlen alle viel; wenn jemand in der Rede nicht fehlt, so ist er ein vollkommener Mann,...
111.Johannes 4
1
Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt.Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist,...
12Offenbarung 22,20
1
Es spricht, der dieses bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen, komm, Herr Jesus!Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen Heiligen!




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