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Herzlich verlangt hat mich, ...

Unser Herr erwartet uns

 


Zusammenfassung

Die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag ist eigentlich keine besondere Nacht, denn das Passahlamm wird in der Nacht vor dem Passahfest gefeiert, in der Nacht vor dem großen Sabbat, einer Nacht von Freitag auf Sonnabend. Jesus muss dieses Mahl vorziehen, weil die religiösen Führer Eile hatten. Am Sabbat durfte niemand am Kreuz hängen. Außerdem würde Jesus das Passahfest stören. In dem Streit um seine Person könnte die richtige Passahandacht gar nicht aufkommen. Und was so ein gestresster religiöser Führer ist, der hat an einem solchen Fest wirklich anderes zu tun, als sich mit Querulanten auseinanderzusetzen.

Jesus geht darauf ein, verschiebt sein eigenes Passahfest um einen Tag. Er möchte mit seinen Jüngern feiern. Es verlangt ihn danach, selbst angesichts des Todes. Er muss die schmerzliche Diskussion der Jünger über seine Nachfolge ertragen. Aber er demütigt sich vor ihnen. Er beruft die Jünger in den Dienst, verwirft sie nicht, trotz ihres Unverstandes. Er liefert damit ein großes Vorbild für uns und zeigt uns, wie wir Verantwortung für uns anvertraute Menschen wahrzunehmen haben. Er gibt ein Beispiel für Demut, Liebe und Vergebungsbereitschaft.

Schlagwörter: Abendmahl - Apostel Johannes - Demut Jesu - Gott - Gründonnerstag - Hoherpriester - Jesus - Lazarus - Lukas - Maria von Bethanien - Markus - Matthäus - Papias von Hierapolis - Paulus - Simon Petrus - Sohn - Theophilus - Vater

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Die Nacht, in der unser Herr Jesus verraten ward
Welch wunderbaren Herrn haben wir

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Brief an einen behinderten Menschen

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Gedanken zum Gründonnerstag
Auf dem Weg nach Golgatha

Die Nacht, in der unser Herr Jesus verraten ward
Welch wunderbaren Herrn haben wir
 




Gründonnerstag Abend: Die Mahlfeier Jesu

Inhaltsverzeichnis

Die Berichte um das letzte Abendmahl

Das Verlangen Jesu

Das Gerangel um den zweiten Platz nach Jesu

Und trotzdem beruft Jesus

Fazit

Die Berichte um das letzte Abendmahl

In der folgenden Tabelle sind einmal die einzelnen Berichte um das Abendmahl, das Jesus vor seiner Gefangennahme und Kreuzigung mit seinen Jüngern gefeiert hat, dargestellt:

Ereignis Matthäus Markus Lukas Johannes
Motto Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. (Johannes 13,1  *)
Mordplan Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: Ihr wißt, daß in zwei Tagen das Passah ist; dann wird des Menschen Sohn überantwortet, damit er gekreuzigt werde. Da versammelten sich die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten des Volkes im Hofe des obersten Priesters, der Kajaphas hieß. Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List greifen und töten könnten. Sie sprachen aber: Nicht am Fest, damit kein Aufruhr unter dem Volk entsteht! (Matthäus 26,1-5  *) Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten; denn sie sprachen: Nicht auf das Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entsteht! (Markus 14,1-2  *) Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, welches man Passah nennt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Ischariot, der aus der Zahl der Zwölf war. Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte. Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern. (Lukas 22,1-6  *) Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn. Etliche von ihnen aber gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten die Hohenpriester und Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was wollen wir machen? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen! Lassen wir ihn so fortfahren, so werden alle an ihn glauben; und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute weg. Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts und bedenket nicht, daß es für uns besser ist, ein Mensch sterbe für das Volk, als daß das ganze Volk verderbe! Solches aber redete er nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahre Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern damit er auch die zerstreuten Kinder Gottes in Eins zusammenbrächte. Von jenem Tage an beratschlagten sie nun, ihn zu töten. Darum wandelte Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der Wüste, in eine Stadt namens Ephraim, und hielt sich daselbst auf mit seinen Jüngern. Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus der Gegend gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen. Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, im Tempel stehend: Was dünkt euch, kommt er nicht auf das Fest? Es hatten aber auch die Hohenpriester und die Pharisäer einen Befehl gegeben, daß, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeige, damit sie ihn greifen könnten. (Johannes 11,45-57 *)

und

Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, daß er dort sei; und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Da beschlossen die Hohenpriester, auch Lazarus zu töten, denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus. (Johannes 12,9-11  *)

Salbung Als nun Jesus zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen war, trat ein Weib zu ihm mit einer alabasternen Flasche voll kostbarer Salbe und goß sie auf sein Haupt, während er zu Tische saß. Als das seine Jünger sahen, wurden sie entrüstet und sprachen: Wozu diese Verschwendung? Man hätte das teuer verkaufen und den Armen geben können! Da es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Warum bekümmert ihr das Weib? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan! Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit! Damit, daß sie diese Salbe auf meinen Leib goß, hat sie mich zum Begräbnis gerüstet. Wahrlich, ich sage euch: Wo immer dieses Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis! (Matthäus 26,6-13   *) Und da er zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen war und zu Tische saß, kam ein Weib mit einer alabasternen Flasche voll Salbe, echter köstlicher Narde, zerbrach die alabasterne Flasche und goß sie aus auf sein Haupt. Es wurden aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist diese Verschwendung der Salbe geschehen? Man hätte doch diese Salbe um mehr als dreihundert Denare verkaufen und es den Armen geben können. Und sie zürnten ihr. Jesus aber sprach: Lasset sie! Warum bekümmert ihr sie? Sie hat ein edles Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat zum voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt. Wahrlich, ich sage euch, wo immer dieses Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen, was diese getan hat, zu ihrem Gedächtnis. (Markus 14,3-9   *) Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus war, welchen Jesus von den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm Maria ein Pfund echter, köstlicher Nardensalbe, salbte Jesus die Füße und trocknete ihm die Füße mit ihren Haaren; das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch der Salbe. Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn hernach verriet: Warum hat man diese Salbe nicht für dreihundert Denare verkauft und es den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde. Da sprach Jesus: Laß sie! Solches hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt. Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. (Johannes 12,1-8  *)
Judas bei den religiösen Führern Da ging einer der Zwölf, namens Judas Ischariot, hin zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie wogen ihm dreißig Silberlinge dar. Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten. (Matthäus 26,14-16   *) Da ging Judas Ischariot, einer von den Zwölfen, hin zu den Hohenpriestern, um ihn an sie auszuliefern. Als sie das hörten, wurden sie froh und versprachen ihm Geld zu geben. Und er suchte eine passende Gelegenheit, um ihn zu verraten. (Markus 14,10-11   *)
Vorbereitung des Mahles Am ersten Tage nun der ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir das Passahmahl zu essen bereiten? Und er sprach: Gehet hin in die Stadt zu dem und dem und sprechet zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passah halten! Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen befohlen, und bereiteten das Passah. (Matthäus 26,17-19   *) Und am ersten Tage der ungesäuerten Brote, da man das Passahlamm schlachtete, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und das Passah zubereiten, damit du es essen kannst? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Gehet in die Stadt; da wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folget, und wo er hineingeht, da sprechet zum Hausherrn: Der Meister läßt fragen: Wo ist meine Herberge, in der ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern belegt und gerüstet ist, daselbst bereitet es für uns zu. Und seine Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah. (Markus 14,12-16   *) Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachten mußte. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen! Sie aber sprachen: Wo willst du, daß wir es bereiten? Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommet, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; dem folget in das Haus, in das er hineingeht, und sprechet zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passah mit meinen Jüngern essen kann? Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Saal zeigen; daselbst bereitet es zu. Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah. (Lukas 22,7-13   *)
Der Verräter wird entlarvt Als es nun Abend geworden, setzte er sich mit den zwölf Jüngern zu Tische. Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! Da wurden sie sehr betrübt und fingen an, einer nach dem andern, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich? Er antwortete aber und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre diesem Menschen besser, daß er nicht geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt! (Matthäus 26,20-25   *) Und da es Abend geworden, kam er mit den Zwölfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch, der mit mir ißt, wird mich verraten! Da fingen sie an traurig zu werden und fragten ihn einer nach dem andern: Doch nicht ich? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel taucht! Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre besser, wenn jener Mensch nicht geboren wäre! (Markus 14,17-21   *) Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tische. Denn des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der solches tun würde. (Lukas 22,21-23   *) Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muß die Schrift erfüllt werden: «Der mit mir das Brot ißt, hat seine Ferse wider mich erhoben.» Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es geschehen ist, ihr glaubet, daß ich es bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer aufnimmt, welchen ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da Jesus solches gesprochen hatte, ward er im Geiste erregt, bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten! Da sahen die Jünger einander an und wußten nicht, von welchem er redete. Es hatte aber einer seiner Jünger, den Jesus liebte, bei Tische seinen Platz an der Seite Jesu. Diesem winkt nun Simon Petrus, daß er forschen möchte, wer es sei, von dem er rede. Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauchen und geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! Das aber verstand keiner von denen, die zu Tische saßen, wozu er es ihm sagte. Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Feste bedürfen; oder er solle den Armen etwas geben. Da nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Es war aber Nacht. (Johannes 13,18-30   *)
Das Abendmahl Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot, dankte, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmet, esset! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus! Denn das ist mein Blut des Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden! (Matthäus 26,26-28  *) Und während sie aßen, nahm Jesus Brot, lobpreisete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmet, das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, sagte Dank und gab ihnen denselben; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reiche Gottes. Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. (Markus 14,22-26  *) Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tische und die zwölf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es erfüllt sein wird im Reiche Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und teilet ihn unter euch! Denn ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist. Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! ebenso auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das für euch vergossen wird. (Lukas 22,14-20   *) Paulus
Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, solches tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn trinket, zu meinem Gedächtnis! Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis daß er kommt. Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch; denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen; denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; werden wir aber vom Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer Züchtigung, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander! Hungert aber jemand, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das übrige will ich anordnen, sobald ich komme. (1.Korinther 11,23-34  *)
Eifersüchteleien unter den Jüngern: Wer ist der Größte Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größten zu halten sei. Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber heißt man Wohltäter. Ihr aber nicht also; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Gebieter wie der Diener. (Lukas 22,24-26   *)
Die Fußwaschung Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe, steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich; darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Petrus spricht zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße nur, sondern auch die Hände und das Haupt! Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte seinen Verräter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. (Johannes 13,2-11   *)
Jesus über den Größten Denn wer ist größer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist es nicht der, welcher zu Tische sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Diener. (Lukas 22,27   *) Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und seine Kleider angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tische und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr und saget es mit Recht; denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der ihn gesandt hat. Wenn ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr es tut. (Johannes 13,12-17   *)
Berufung der Jünger Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat, daß ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. (Lukas 22,28-30   *)
Berufung des Petrus Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du dich dereinst bekehrst, so stärke deine Brüder! (Lukas 22,31-32   *) Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen. Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch. Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebet; daß, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen. (Johannes 13,31-36   *)
Prophezeiung des Versagens des Petrus Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen! Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, daß du mich kennst! (Lukas 22,33-34   *) Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! Jesus antwortete: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast! (Johannes 13,37-38   *)

Es fällt auf, dass der Apostel Johannes das Abendmahl nur kurz vor seinem Bericht über die Fußwaschung erwähnt: Und während der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, (Johannes 13,2   *) ...

Dies liegt wohl nicht daran, dass der Apostel Johannes das Abendmahl etwa für bedeutungslos hielt. Als der Apostel Johannes sein Evangelium schrieb, hatte das Abendmahl im Leben der Gemeinden ganz sicher bereits einen festen Platz, schließlich hielt schon Paulus es für nötig, das Vorgehen beim Abendmahl in Korinth zu ordnen (1.Korinther 11,23-34  *). Das Johannesevangelium kommt häufig als ein Ergänzungsevangelium daher, in dem der Apostel Ereignisse beschreibt, die für die Gemeinde auch noch wichtig sind zu wissen. So war er wohl der Ansicht, dass das Abendmahl hinreichend bekannt war, aber die Fußwaschung in Vergessenheit zu geraten schien. Deshalb hat er die Erinnerung daran in seinem ergänzenden Beitrag bewahrt.

Betrachtet man die oben gewählte Reihenfolge der Ereignisse, so fällt auf, dass Matthäus und Markus völlig parallel erzählen. Beide berichten auch nicht über die völlig unangemessene Diskussion der Jünger über die Frage, wer unter ihnen wohl der Größte sei. Diese Frage ist deshalb so unangemessen, weil die Jünger damit fast so etwas wie eine Nachfolgediskussion beginnen, eine Diskussion, wer der beste Nachfolger Jesu war, etwas, was sie wohl schon immer bewegt hat, wie wir im nächsten Absatz darstellen werden.

Bemerkenswert ist auch, dass Matthäus und Markus keine Berichte über die Auferweckung des Lazarus geben. Auch die Frau, die Jesus salbt, ist nicht etwa Maria von Bethanien wie bei dem Apostel Johannes, sondern es ist „ein Weib“, das im „Hause Simons des Aussätzigen“ zu Jesus trat und sein Haupt „mit einer alabasternen Flasche voll kostbarer Salbe“ übergoss. Dagegen hat nach der Überlieferung des Johannes Maria von Bethanien mit einem „Pfund echter, köstlicher Nardensalbe“ Jesu Füße gewaschen. Nimmt man an, dass Johannes die alten Berichte kannte, dann kann man seine Erzählung als Präzisierung verstehen, da er ja auch die Ereignisse um die Auferweckung des Lazarus berichten konnte und in dem Bericht nicht von einem anonymen „Weib“ sprechen musste. Manche vermuten auch, dass das Haus, in dem Lazarus mit seinen Schwestern wohnte, einem „Simon dem Aussätzigen“ gehörte.

Wenn man von den wenigen Abweichungen im Vorfeld und in dem genauen Ablauf der Entlarvung des Verräters vor oder während des Abendmahls absieht, dann ist die Erzählung in den vier Evangelien doch sehr konsistent. Sie ist keine Predigt, in der unterschiedliche Autoren sich Positives über Jesus ausgedacht haben, sondern sie erzählt Erlebnisse der Autoren (Matthäus und Apostel Johannes) und Berichte, die Markus nach Papias von Hierapolis von Simon Petrus erfahren hat und Lukas nach genauer Recherche von verschiedenen Zeugen erfahren hat (Eusebius, Kirchengeschichte III 39).

Eine etwas andere Reihenfolge finden Sie in der Bibelarbeit über die Passion Jesu Dort bin ich davon ausgegangen, dass der Hinweis „Und während der Mahlzeit“ aus Johannes 13,2  * sich auf das Essen vor der eigentlichen Mahlfeier mit Brot und Kelch bezieht. Dies könnte man aus dem Hinweis des Apostels Paulus an die Korinther schleßen, in dem er sie ermahnt, nicht hungrig zum Mahl zu kommen, sondern vorher zu Hause zu essen. In jedem Fall sind die einen oder anderen Umstellungen erforderlich, so dass eine exakte Rekonstruktion der Vorgänge offen bleibt. Sie scheitert schon daran, dass Papias (Eusebius, Kirchengeschichte III 39) über Markus sagt: „Markus hat die Worte und Taten des Herrn, an die er sich als Dolmetscher des Petrus erinnerte, genau, allerdings nicht ordnungsgemäß, aufgeschrieben. Denn nicht hatte er den Herrn gehört und begleitet; wohl aber folgte er später, wie gesagt, dem Petrus, welcher seine Lehrvorträge nach den Bedürfnissen einrichtete, nicht aber so, daß er eine zusammenhängende Darstellung der Reden des Herrn gegeben hätte. Es ist daher keineswegs ein Fehler des Markus, wenn er einiges so aufzeichnete, wie es ihm das Gedächtnis eingab. Denn für eines trug er Sorge: nichts von dem, was er gehört hatte, auszulassen oder sich im Berichte keiner Lüge schuldig zu machen.“ Also mindestens Markus hat sich nicht zu 100% an die historische Reihenfolge gehalten. Aber alles, was Markus gesagt hat, ist wahr.

Das Verlangen Jesu

Lukas berichtet ein Wort Jesu, das er zu Beginn des Mahles, noch vor den Einsetzungsworten sprach: „Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es erfüllt sein wird im Reiche Gottes.“ (Lukas 22,15-17   *). Angesichts des bevorstehenden Leidens verlangt es Jesus nach seinen Jüngern, um mit ihnen Tischgemeinschaft zu haben. Er möchte mit ihnen das Passahmahl essen. Und weil er nicht mehr genug Zeit hat, isst er es früher als üblich, bereits am Abend des Donnerstags. Denn der Rüsttag ist Freitag und den brauchten seine Häscher, um ihn rechtzeitig vor dem Passahfest zu kreuzigen und auch vom Kreuz abzunehmen, denn ein Gekreuzigter darf nachts nicht mehr am Kreuz hängen (5.Mose 21,22-23 *). Jesus hat sich darauf eingestellt. Er ist das Lamm, das geschlachtet wird, das nicht klagt, das seine Bedürfnisse zurückstellt und dann eben früher mit seinen Jüngern feiert (Jesaja 53,7 *). Er ist hier ganz wahrer Mensch: „Mich hat herzlich verlangt, ...“ Und er ist auch nicht der irdischem Leiden entrückte Gott, der die schrecklichen Schmerzen beim Sterben am Kreuz nicht wahrnimmt. Auch für ihn wirft das Leiden seine Schatten voraus, vielleicht noch stärker als für einen normalen Menschen, weil er weiß, was geschieht, auch wenn er in dieser Nacht noch beten wird: „Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“ (Lukas 22,42 *) Selbst Jesus, der Christus, spricht in großer innerer Bedrängnis solch ein Gebet: Wahrer Mensch.

Aber noch ist es nicht soweit. Jesus verlangt danach, mit den Jüngern Abendmahl zu feiern. Jesu Verlangen nach seinen Jünger entspricht dem Verlangen des Geistes nach dem Menschen, von dem Jakobus spricht: Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt? (Jakobus 4,5 *) Jesus wird in dieser Nacht auch noch davon sprechen, wie sehr der Vater uns liebt: An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Johannes 16,26-27  *)

Das Verlangen Jesu nach seinen Jüngern ist eingebettet in das Verlangen Gottes, das er zu dem Menschen hat. Es ist das Verlangen, das Gott zu mir hat, das der Sohn, Jesus Christus, der HERR, zu mir hat. Es ist ein wunderbares Vorrecht, zu wissen, dass Jesus Verlangen zu uns hat, zu jedem einzelnen von uns. Dieses Verlangen ist so stark, dass Jesus den Weg ans Kreuz gehorsam gegangen ist.

Paulus schreibt an die Gemeinde in Philippi: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde, und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod. Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters. (Philipper 2,5-11 *) Er hat sich zu uns erniedrigt, auf alle seine Privilegien, seine Besitztümer verzichtet und ist ein Knecht geworden, der „sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.“ Diese große Liebe des Vaters beschreibt der Apostel Johannes in seinem ersten Brief: Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind nun Gottes Kinder, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß, wenn Er offenbar werden wird, wir Ihm ähnlich sein werden; denn wir werden Ihn sehen, wie er ist. (1.Johannes 3,1-2  *) Gott selbst möchte uns als seine Kinder haben. Welch eine Liebe wird im Osterfest deutlich: Die Liebe des Vaters, der seinen Sohn gesandt hat, uns zu retten, unsere Gottesferne zu überwinden, damit wir seine Kinder werden können. Die Liebe des Sohnes, der all das Leiden auf sich genommen hat, der treu geblieben ist „bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.“ Und schließlich der Heilige Geist, den herzlich nach uns verlangt.

Wir müssen den Heiligen Geist also nicht herbeibeschwören, wir müssen ihn nicht herbeirufen, wir müssen uns nur für den Geist öffnen, ihm Raum geben in unserem Alltag, in unseren Gebeten nicht nur reden, sondern auch einmal hören, zuhören, was der Geist uns zeigen will.

Damit hat die Karwoche nichts Bedrückendes, sondern sie ist Ausdruck der großen Liebe Gottes, des großen Verlangens Gottes zu den Menschen. Simon Petrus spricht über diese Zusammenhänge, wenn er von der Seligkeit, von der Herrlichkeit spricht, die die Gemeinde Jesu besitzt: Nach dieser Seligkeit suchten und forschten die Propheten, die von der euch widerfahrenen Gnade geweissagt haben. Sie forschten, auf welche und welcherlei Zeit der Geist Christi in ihnen hindeute, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgende Herrlichkeit zuvor bezeugte. Ihnen wurde geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienten mit dem, was euch nunmehr durch die verkündigt worden ist, welche euch das Evangelium durch den vom Himmel gesandten heiligen Geist gepredigt haben, Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen gelüstet. (1.Petrus 1,10-12 *) Diese Liebe Gottes zu den Menschen, die sich im Abendmahl und im Osterfest manifestiert, die im Empfang des Heiligen Geistes durch die Menschen ihr Siegel empfängt, diese Liebe ist so groß, dass es selbst die Engel im Himmel verwundert, dass sie neugierig werden, was es damit auf sich hat, dass es sie gelüstet, hineinzuschauen:

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind nun Gottes Kinder, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß, wenn Er offenbar werden wird, wir Ihm ähnlich sein werden; denn wir werden Ihn sehen, wie er ist. (1.Johannes 3,1-2  *)

Das Gerangel um den zweiten Platz nach Jesu

Es ist fast unglaublich, dass die Jünger in solch einer Nacht nichts Besseres zu tun haben, als darüber zu streiten, wer von ihnen der Größte ist. Jesus muss in dem Augenblick das Gefühl gehabt haben, er sei mit seinen Jüngern völlig gescheitert, sie haben es einfach nicht verstanden, all das, was er ihnen über die Liebe gepredigt hat: War es alles vergebens. Die Traurigkeit Jesu über das Verhalten seiner Jünger wird im Laufe der Nacht noch deutlich werden, wenn er innerlich sehr bedrängt zu ihnen sagt: Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen! (Johannes 14,11 *) Er spricht zu seinen Jüngern und muss sich eingestehen: „... wo nicht ...“ Welchen Schmerz muss das für Jesus bedeutet haben, wenn er sich eingestehen muss, dass sie womöglich ihm gar nicht glauben.

Situationen, in denen sich die Jünger über ihren Rang in der Hierarchie des Reiches Gottes streiten, überliefern Matthäus und Lukas auch an andereren Stellen:

Matthäus 18,1-4 *: Zu jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Himmelreich? Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen! Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Matthäus 23,8-12  *: Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der himmlische. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

Markus 9,33-37  *: Und er kam nach Kapernaum; und als er zu Hause angelangt war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt? Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der Größte sei. Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener. Und er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie; und nachdem er es in die Arme genommen, sprach er zu ihnen: Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Lukas 9,44-49 *: Fasset ihr diese Worte zu Ohren: Des Menschen Sohn wird in der Menschen Hände überliefert werden. Sie aber verstanden das Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, so daß sie es nicht begriffen; und sie fürchteten sich, ihn wegen dieses Wortes zu fragen. Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein, wer wohl der Größte unter ihnen sei. Da nun Jesus ihres Herzens Gedanken merkte, nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sprach zu ihnen: Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer der Kleinste ist unter euch allen, der ist groß! Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt.

Vielleicht haben Matthäus und Markus diese Disskussion über die Frage, wer der Größte sei, in der Passionsgeschichte nicht für wesentlich gehalten, weil sie häufig unter den Jüngern aufkam und im Zuge der Passion Jesu wichtigere Dinge zu berichten waren. Vielleicht haben die Jünger auch den Vorgang der Fußwaschung als eine sehr persönliche Geste Jesu erlebt und zunächst gar nicht darüber berichtet. Bekannt geworden ist sie trotzdem oder vielleicht auch erst später. Denn Lukas hält es für wesentlich, berichtet zwar nicht über die Fußwaschung, wohl aber über das, was Jesus zur Frage nach dem größten Jünger gesagt hat. Diese Fußwaschung berichtet nur der Apostel Johannes. Geht man davon aus, dass Matthäus und Markus die ersten Evangelisten waren, Lukas etwas später sein Evangelium für Theophilus erstellte und Johannes deutlich später, kurz vor seinem Tod um 100 n.Chr. geschrieben hat, dann hat man einen Eindruck, wie der Standesdünkel bereits vor Ende des 1. Jahrhunderts in die Kirche eingezogen ist, so dass Lukas und später auch der Apostel Johannes Gründe sahen, Jesu Wort und Tat wider diesen hierarchischen Dünkel klar zu formulieren

Apostel Johannes hat sich auch in den Gemeinden damit auseinanderzusetzen gehabt, denn er schreibt in seinem dritten Brief: Mein Lieber, du handelst getreulich in dem, was du an den Brüdern tust, und noch dazu an fremden. Sie haben von deiner Liebe Zeugnis abgelegt vor der Gemeinde. Du wirst wohltun, wenn du ihnen ein Geleite gibst, wie es Gottes würdig ist; denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen, ohne von den Heidnischen etwas anzunehmen. So sind wir nun verpflichtet, solche aufzunehmen, damit wir Mitarbeiter der Wahrheit werden. Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben; aber Diotrephes, der bei ihnen der erste sein möchte, nimmt uns nicht an. Darum will ich, wenn ich komme, ihm seine Werke vorhalten, die er tut, indem er uns mit bösen Worten verleumdet; und daran nicht genug, nimmt er selbst die Brüder nicht auf und wehrt es noch denen, die es tun wollen, und stößt sie aus der Gemeinde. (3.Johannes 1,5-10 *) Da war also ein Diotrephes, „der bei ihnen der erste sein möchte“ und offenbar alles unterdrückt, was von außen kommt. Wieviel Gerangel um Posten wie Probst, Bischof, Hauptpastor, Ältester oder Gemeindeleiter muss sich der erhöhte Herr vom Himmel herab in 2000 Jahren Kirchengeschichte angeschaut haben. Wieviele, die zum Glauben gerufen und ermutigt haben, sind, nachdem sie ihren Posten verloren haben, einfach still geworden und haben die großen Worte vergessen, die sie vorher gesprochen haben. Darunter sind auch solche, die während ihres aktiven Dienstes immer wieder betont haben, dass es ihnen gar nicht um das Amt geht. Aber kaum ist das Amt weg, ist die Motivation weg, die jeder, der auch nur den geringsten Anlass hat, sich auf irgend einem Gebiet als der Größte zu bezeichnen, aus diesem Wissen ziehen: „Ich bin der Größte!“

Jesus hat auf die Frage nach dem Größten unter den Apostel nie mit Verweis auf Simon Petrus reagiert, sondern jeweils in seinen Handlungen klar gemacht, dass sich diese Frage in seiner Kirche nicht stellt, einmal, indem er ein unmündiges Kind in ihre Mitte stellt, einmal indem er, der Sohn Gottes, seinen Jüngern die Füße wäscht. Man möchte Jesus fragen, ob er nicht weiß, dass menschliche Strukturen immer nur dann funktionieren, wenn es akzetierte Hierarchien gibt. Paulus hat in allen von ihm gegründeten Gemeinden Bischöfe (Älteste) eingesetzt. Die Gemeinde in Jerusalem bemerkte, dass die Verteilung der Mahlzeiten unter den Witwen nicht von alleine funktionierte, sondern dass Diakone erforderlich waren, die die Verteilung organisierten. Hat Jesus das alles nicht vorhergesehen. Es war ihm sicherlich bewusst. Er sagt auch nicht, dass es keine Höchsten geben soll, er sagt allerdings sehr unmissverständlich: „Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener.“ Nicht das Amt ist das Problem, sondern der Hochmut der Amtsträger, dieses „Ich bin etwas Besseres“ oder „Ich bin der Bestimmer, ich habe das letzte Wort“ ist das Problem, das die Herrlichkeit des Leibes Jesu, seine Kirche, immer wieder verdunkelt.

Markus beschreibt es sehr schön, dass uns solche Betrachtungen eigentlich peinlich sind: Und er kam nach Kapernaum; und als er zu Hause angelangt war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt? Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der Größte sei. (Markus 9,33-34  *) Die Jünger trauten sich nicht, Jesus zu bekennen, dass es ihnen wieder einmal um den Größten unter ihnen ging. Sie schämten sich, dass sie darüber gesprochen hatten. Und Jesus verwirft sie deswegen ja auch nicht. Er zeigt ihnen das Kind. Er wäscht ihnen die Füße. Er lebt ihnen Demut vor. So verwirft unser Herr auch uns und unseren Dünkel nicht. Aber er stellt auch uns das Kind in die Mitte, wäscht auch uns immer wieder die Füße und sagt uns: An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Johannes 16,26-27  *) Der Vater liebt uns, trotzdem, obwohl wir immer wieder streiten, wer wohl der Größte unter uns ist, obwohl der Papst in Rom sich als „Heiliger Vater“ ansprechen lässt, obwohl wir stolz sind, wenn jemand von uns sagt, wir seien ihm ein „Vater in Christus“ geworden.

Wir finden das Wort „Vater“ auch in den Briefen auf menschliche Väter bezogen, obwohl Jesus doch warnt: Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der himmlische. (Matthäus 23,9  *) So finden wir das Wort für den irdischen Vater in

Römer 4,1 *: Was wollen wir nun von dem sagen, was unser Vater Abraham erlangt hat nach dem Fleisch?- Paulus über den Vater Abraham

Römer 4,16-18 *: Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei, auf daß die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller Vater ist; wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Völker gesetzt» vor dem Gott, dem er glaubte, welcher die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da. Er hat gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt, daß er ein Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt worden war: «Also soll dein Same sein!»- Hier wird Abraham sogar als unser aller Vater bezeichnet

Römer 9,3-5 *: Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, welche Israeliten sind, denen die Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen gehören; ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleische nach Christus, der da ist über alle, hochgelobter Gott, in Ewigkeit. Amen!- Auch die Vätergeneration wird von Paulus so bezeichnet

Römer 9,10 *: Und nicht dieses allein, sondern auch, als Rebekka von ein und demselben, von unserm Vater Isaak schwanger war,- Auch vom Vater Isaak spricht Paulus

Römer 11,28 *: Nach dem Evangelium zwar sind sie Feinde um euretwillen, nach der Erwählung aber Geliebte um der Väter willen.- Die menschlichen Väter heiligen ihre Kinder

Römer 15,8 *: Ich sage aber, daß Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen,- Da sind die Verheißungen an die Väter

1.Korinther 4,15 *: Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch in Christus Jesus durch das Evangelium gezeugt.- Da ist sogar von den Vätern in Christus die Rede

1.Korinther 5,1 *: Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe!- Da ist vom leiblichen Vater die Rede

Galater 1,14 *: und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter.- Die Überlieferungen der Väter

Epheser 5,31 *: «Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.»- Der leibliche Vater

Epheser 6,2-4 *: «Ehre deinen Vater und deine Mutter», das ist das erste Gebot mit Verheißung: «auf daß es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.» Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.- Ebenfalls der leibliche Vater

Philipper 2,22 *: Wie er sich aber bewährt hat, das wisset ihr, daß er nämlich, wie ein Kind dem Vater, mit mir Dienst getan hat für das Evangelium.- Ebenfalls der leibliche Vater

Kolosser 3,21 *: Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden!- Ebenfalls der leibliche Vater

1.Thessalonicher 2,11 *: wie ihr ja wisset, daß wir jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder, ermahnt und ermutigt und beschworen haben,- Der Vater in Christus

1.Timotheus 1,8-10 *: Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig braucht und berücksichtigt, daß einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Unbotmäßigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter mißhandeln, Menschen töten, Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre zuwider ist,- Ebenfalls der leibliche Vater

1.Timotheus 5,1 *: Über einen älteren ziehe nicht los, sondern ermahne ihn wie einen Vater, jüngere wie Brüder,- Die leibliche Vaterschaft

Hebräer 1,1 *: Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn,- Die Vätergeneration

Hebräer 3,7-9 *: Darum, wie der heilige Geist spricht: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste, da mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.- Die Vätergeneration

Hebräer 7,1-4 *: Denn dieser Melchisedek (König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, dem auch Abraham den Zehnten von allem gab, der zunächst, wenn man seinen Namen übersetzt, «König der Gerechtigkeit» heißt, dann aber auch «König von Salem», das heißt König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat), der ist mit dem Sohne Gottes verglichen und bleibt Priester für immerdar. Sehet aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab!- Melchisedek, ohne Vater und sehr groß

Hebräer 7,9-10 *: Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Zehntenempfänger, der Zehnte entrichtet worden; denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit Melchisedek zusammentraf!- Ebenfalls der leibliche Vater

Hebräer 8,8-10 *: Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen (denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr), sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen will nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.- Die Vätergeneration

Hebräer 12,7-9 *: Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Seid ihr aber ohne Züchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr ja unecht und keine Söhne! Sodann hatten wir auch unsere leiblichen Väter zu Zuchtmeistern und scheuten sie; sollten wir jetzt nicht vielmehr dem Vater der Geister untertan sein und leben?- Ebenfalls der leibliche Vater

1.Petrus 1,17-18 *: Und wenn ihr den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht, da ihr ja wisset, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel,- Die Vätergeneration

2.Petrus 3,4 *: «Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es am Anfang der Schöpfung war!»- Die Vätergeneration

1.Johannes 2,13-14 *: ich schreibe euch Vätern, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist; ich schreibe euch Jünglingen, weil ihr den Bösen überwunden habt. Euch Kindern habe ich geschrieben, weil ihr den Vater erkannt habt; euch Vätern habe ich geschrieben, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist; euch Jünglingen habe ich geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.- Die Vätergeneration

Paulus, Simon Petrus und Apostel Johannes sprechen schon auch von den leiblichen Vätern, von der Vätergeneration und von der Vaterschaft in Christus. Allerdings stehen dieser vollständigen Zitatlist von 15 Zitaten aus den Briefen über 80 Zitate entgegen, in denen von Gott, dem Vater die Rede ist. Und Paulus gibt auch einen interessanten Hinweis, wie er die Vaterschaft Gottes als Urvaterschaft sieht, denn er sagt: Epheser 3,14-15 *: Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus Christus, nach welchem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden genannt wird, Wir müssen hier unsere Sprache nicht ändern und dürfen freimütig von der Vätergeneration, von unseren leiblichen Vätern, auch von Vätern in Christus reden, wenn sich diese Vaterschaft an der Vaterschaft Gottes orientiert. Nicht das im irdischen Bereich benutzte Wort Vater oder Rabbi oder Lehrer ist das Problem, sondern der Stolz und der innere Anspruch, mit dem die Träger dieser Bezeichnung einhergehen wird ihnen zur Sünde. So mag man gerne von einem demütigen, am Vorbild Christi orientierten Papst als „Heiliger Vater“ sprechen, aber auch nur dann.

So bleibt hier auch anzumerken, dass die Bibel ein lebensnahes Beispiel gibt, wie sie ausgelegt werden will. Ist das Wort Jesu, dass wir keinen Menschen Vater nennen sollen, wie ein Gesetz zu lesen, das das Wort Vater aus unserem zwischenmenschlichen Wortschatz verbannt, dann haben Simon Petrus, Paulus und Apostel Johannes dagegen verstoßen. Wenn wir es aber lesen als einen Aufruf zur Demut im Umgang miteinander, auch im Verhältnis des Vaters zum Sohn, dann passt alles wieder zusammen. Es ist damit ein Beispiel, dass auch das Neue Testament insgesamt gelesen sein will. Nur dann verstehen wir es wirklich.

Und trotzdem beruft Jesus

Nun könnte man meinen, dass Jesus sich frustriert abwendet, weil er sich mit so elementarem Versagen seiner Jünger auseinandersetzen muss. Er könnte alles hinwerfen und beklagen, wie nutzlos die Zeit war, die er mit ihnen verbracht hat. Er tut dies auch im Blick auf die Stadt Jerusalem, über die wir lesen: Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen werden; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! (Matthäus 23,37-39 *)(s.auch Lukas 13,34-35 *). Aber selbst für Jerusalem, dem die vollständige Zerstörung bevorsteht, gibt es noch einen Trost und eine Hoffnung: „... bis ihr sagen werdet: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“ Die Jünger erfahren die ganze Milde und Liebe Jesu: Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen. Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat, daß ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten. (Lukas 22,28-30  *) Diese Jünger werden berufen, obwohl sie so sind wie sie sind, obwohl ihr Glaube noch so unfertig ist, obwohl sie noch gar nicht den Heiligen Geist empfangen haben, obwohl sie sich noch in dieser Nacht in alle Winde zerstreuen werden, weil sie Angst vor den Häschern der Hohenpriester haben, obwohl Simon Petrus Jesus in dieser Nacht dreimal verraten wird. Jesus beruft, nicht weil der Berufene alle Fähigkeiten hat, sondern er beruft auf Glauben. Simon Petrus wird auch in Antiochien in der Gemeinde inkonsequent handeln, Paulus nennt es heucheln, jedenfalls nicht der Fels sein, zu dem Jesus ihn berufen hat (Galater 2,11-14 *). Und trotzdem werden die Jünger berufen, wird Simon Petrus berufen. Die Gemeinde Jesu wird später darüber streiten, ob Menschen, die aus Angst vor den römischen Behörden und dem drohenden Martyrium Jesus verleugnet haben, wieder in die Gemeinde aufgenommen werden dürfen. Hier beruft Jesus Menschen, die ihn in wenigen Stunden fluchtartig verlassen werden, er beruft einen Simon Petrus, der Jesus verleugnen wird.

Die Nacht vor Jesu Tod hat so viele dunkle Aspekte des Schmerzes und der Angst. Aber bereits aus dieser dunklen Nacht strahlt das Licht der Vergebung, das Licht der ungeteilten Liebe Jesu zu den Menschen, zu mir. Er beruft mich, gerade weil er mich kennt, alle meine Seiten, nicht nur die gepflegte Fassade. Beim Pfingstfest wird Simon Petrus eine flammende Rede halten, so dass sich Tausende bekehren werden. Simon Petrus wird in Rom den Märtyrertod sterben, wie Jesus es ihm vorhergesagt hat. Aber er ist uns auch ein großes Vorbild in der Bereitschaft, seiner Berufung treu zu bleiben, auch wenn er auf dem Wege dahin immer wieder Rückschläge hinnehmen muss.

Es gibt eine Irrlehre, die meint, die Sündenvergebung erfolge mit der Taufe. Der Hirte von Hermas, eine Schrift aus der Mitte des zweiten Jahrhunderts, schreibt in blumenreichen Bildern, dass es noch eine zweite Vergebung geben wird, dann sei aber Schluss. Jesus macht an Simon Petrus deutlich, dass er siebenmal siebzigmal vergibt, allen, auch denen, die wie Simon Petrus so vieles schon wissen sollten. Und nicht nur das, er vergibt auch Verleugnungen, Versagen beim Zeugnis für Jesus, beim Bekenntnis zum Glauben. Ohne diese Vergebung Jesu wäre Simon Petrus nicht zum Fels geworden für die Kirche Jesu, ohne diese Vergebung Jesu wäre keiner von uns, die wir im Reich Gottes arbeiten, das was er ist. So strahlt das Kreuz, die Tat von Golgatha aus, auch in den Gründonnerstag und ermutigt uns, auf den erhöhten Herrn zu schauen und nicht auf unser Versagen und oft sehr kleines Herz.

Fazit







Bereich Ausarbeitungen

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Festtage
Feiern
Ausarbeitungen zu Festtagen

Die Nacht, in der unser Herr Jesus verraten ward
Welch wunderbaren Herrn haben wir

Karfreitag
Brief an einen behinderten Menschen

Gründonnerstag
Gedanken zum Gründonnerstag
Auf dem Weg nach Golgatha

Die Nacht, in der unser Herr Jesus verraten ward
Welch wunderbaren Herrn haben wir
 


Nr.BibelstelleBibeltext
15.Mose 21,22-23
1
Hat jemand eine Sünde an sich, die ein Todesurteil nach sich zieht, und er wird getötet und an ein Holz gehängt,so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holze bleiben, sondern du sollst ihn an demselben...
2Jesaja 53,7
1
Da er mißhandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut.Infolge...
3Matthäus 18,1-4
1
Zu jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Himmelreich?Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es mitten unter sieund sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr...
4Matthäus 23,8-12
1   2
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der himmlische.Auch...
5Matthäus 23,37-39
1
Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter die Flügel sammelt, aber ihr habt...
6Matthäus 26,1-35
1   2   3   4   5   6
Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:Ihr wißt, daß in zwei Tagen das Passah ist; dann wird des Menschen Sohn überantwortet, damit er gekreuzigt werde.Da...
7Markus 9,33-37
1   2
Und er kam nach Kapernaum; und als er zu Hause angelangt war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt?Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der...
8Markus 14,1-31
1   2   3   4   5   6
Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten;denn sie sprachen: Nicht...
9Lukas 9,44-49
1
Fasset ihr diese Worte zu Ohren: Des Menschen Sohn wird in der Menschen Hände überliefert werden.Sie aber verstanden das Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, so daß sie es nicht begriffen; und sie...
10Lukas 13,34-35
1
Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt werden; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel, aber ihr habt nicht...
11Lukas 22,1-34
1   2   3   4   5   6
7   8   9   10   11
Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, welches man Passah nennt.Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk.Es fuhr...
12Lukas 22,42
1
und sprach: Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.Und er geriet in Todesangst und betete...
13Johannes 11,45-57
1
Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.Etliche von ihnen aber gingen zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.Da versammelten...
14Johannes 12
1   2
Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus war, welchen Jesus von den Toten auferweckt hatte.Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen,...
15Johannes 13
1   2   3   4   5   6
7   8
Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.Und während...
16Johannes 14,11
1
Glaubet mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen!Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich...
17Johannes 16,26-27
1   2
An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wolle;denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott...
18Römer 4,1
1
Was wollen wir nun von dem sagen, was unser Vater Abraham erlangt hat nach dem Fleisch?Wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.Denn was sagt die Schrift?...
19Römer 4,16-18
1
Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei, auf daß die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser...
20Römer 9,3-5
1
Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch,welche Israeliten sind, denen die Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die...
21Römer 9,10
1
Und nicht dieses allein, sondern auch, als Rebekka von ein und demselben, von unserm Vater Isaak schwanger war,ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten (auf daß der nach der...
22Römer 11,28
1
Nach dem Evangelium zwar sind sie Feinde um euretwillen, nach der Erwählung aber Geliebte um der Väter willen.Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich.Denn gleichwie auch ihr einst Gott...
23Römer 15,8
1
Ich sage aber, daß Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen,daß aber die Heiden Gott loben um der Barmherzigkeit...
241.Korinther 4,15
1
Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch in Christus Jesus durch das Evangelium gezeugt.So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer!Deshalb...
251.Korinther 5,1
1
Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe!Und ihr seid aufgebläht und hättet doch...
261.Korinther 11,23-34
1   2
Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach:Nehmet, esset, das ist...
27Galater 1,14
1
und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter.Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch...
28Galater 2,11-14
1
Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war angeklagt.Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte...
29Epheser 3,14-15
1
Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus Christus,nach welchem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden genannt wird,daß er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihe, an...
30Epheser 5,31
1
«Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.»Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.Doch...
31Epheser 6,2-4
1
«Ehre deinen Vater und deine Mutter», das ist das erste Gebot mit Verheißung:«auf daß es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.»Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie...
32Philipper 2,5-11
1
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war,welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt...
33Philipper 2,22
1
Wie er sich aber bewährt hat, das wisset ihr, daß er nämlich, wie ein Kind dem Vater, mit mir Dienst getan hat für das Evangelium.Diesen nun hoffe ich sofort zu senden, sobald ich absehen kann, wie es...
34Kolosser 3,21
1
Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig werden!Ihr Knechte, gehorchet in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt...
351.Thessalonicher 2,11
1
wie ihr ja wisset, daß wir jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder, ermahnt und ermutigt und beschworen haben,würdig zu wandeln des Gottes, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit...
361.Timotheus 1,8-10
1
Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig braucht und berücksichtigt,daß einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Unbotmäßigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen...
371.Timotheus 5,1
1
Über einen älteren ziehe nicht los, sondern ermahne ihn wie einen Vater, jüngere wie Brüder,ältere Frauen wie Mütter, jüngere wie Schwestern, in aller Keuschheit.Ehre die Witwen, welche wirklich Witwen...
38Hebräer 1,1
1
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn,welchen er zum Erben von allem eingesetzt,...
39Hebräer 3,7-9
1
Darum, wie der heilige Geist spricht: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht,wie in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste, da mich eure Väter versuchten;sie...
40Hebräer 7,1-4
1
Denn dieser Melchisedek (König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete,dem auch Abraham den Zehnten...
41Hebräer 7,9-10
1
Und sozusagen ist durch Abraham auch für Levi, den Zehntenempfänger, der Zehnte entrichtet worden;denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit Melchisedek zusammentraf!Wenn nun das Vollkommenheit...
42Hebräer 8,8-10
1
Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: «Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde;nicht wie der Bund, den ich mit...
43Hebräer 12,7-9
1
Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?Seid ihr aber ohne Züchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr...
44Jakobus 4,5
1
Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt?Größer aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht sie: «Gott widersteht den Hoffärtigen; aber...
451.Petrus 1,10-12
1
Nach dieser Seligkeit suchten und forschten die Propheten, die von der euch widerfahrenen Gnade geweissagt haben.Sie forschten, auf welche und welcherlei Zeit der Geist Christi in ihnen hindeute, der die...
461.Petrus 1,17-18
1
Und wenn ihr den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht,da ihr ja wisset, daß ihr nicht mit vergänglichen...
472.Petrus 3,4
1
«Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es am Anfang der Schöpfung war!»Dabei vergessen sie aber absichtlich, daß schon vorlängst Himmel...
481.Johannes 2,13-14
1
ich schreibe euch Vätern, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist; ich schreibe euch Jünglingen, weil ihr den Bösen überwunden habt.Euch Kindern habe ich geschrieben, weil ihr den Vater erkannt...
491.Johannes 3,1-2
1   2
Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.Geliebte, wir sind nun Gottes Kinder, und noch ist...
503.Johannes 1,5-10
1
Mein Lieber, du handelst getreulich in dem, was du an den Brüdern tust, und noch dazu an fremden.Sie haben von deiner Liebe Zeugnis abgelegt vor der Gemeinde. Du wirst wohltun, wenn du ihnen ein Geleite...




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